Diamanten als Geldanlage zu empfehlen?

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9 Antworten

Es gibt wohl kaum ein anderes Sachinvestment, bei dem die Spanne zwischen An- und Verkaufspreis so hoch ist, wie bei Diamanten. Von daher sind Diamanten als Investment völlig ungeeignet. Auch ist die historische Preisentwicklung relativ unattraktiv. Gewinne machen beim Diamantenhandel i.d.R. nur die gewerblichen Verkäufer, denn diese können Diamanten häufig deutlich unter Marktpreis wegen akuter Geldprobleme zurück kaufen. Für Privatanleger sind andere Sachinvestments (Immobilien, Gold, Silber etc) deutlich geeigneter.

Diamanten sind als Geldanlage problematisch, vor allem weil man sie nur schwer wiederverkaufen kann. Es gibt keine klaren Richtlinien für den Wert eines Diamanten, wie z.B. bei Gold. Das bedeutet, dass man beim Wiederverkauf stark auf die subjektive Einschätzung des Händlers angewiesen ist.

Vorab gesagt, der Gewinn liegt im Einkauf. Deshalb Preise und Expertisen unbedingt vergleichen. Zu empfhelende Expertisen sind IGI-Antwerpen, HRD-Antwerpen, GIA-Amerika. Mit Sicherheit gibt es Anlageformen, die wesentlich besser verzinst sind als Diamanten, aber eben nicht mobil. Unter den mobilen Sachwerten, ist der Diamant ungeschlagen. Ein Einkaräter River-D, if, vg/vg, selbst dann wenn man ein Schnäppchen macht, kostet 14.000,--Euro inkl. MwSt. und wiegt 0,2 Gramm, soviel wie 750 Gramm Gold. Ein Fünfkaräter River-D, if, vg/vg, selbst dann wenn man ein Schnäppchen macht, kostet 350.000,--Euro inkl. MwSt. und wiegt 1,0 Gramm, soviel wie 20 Kiloramm Gold. Jetzt schleppen Sie in schwierigen Zeiten mal 20 Kilogramm Gold durch die Gegend!

Diamanten eignen sich besonders deshalb als mobile Sachwerte, da er unter allen Sachwerten die weitaus größten Vorteile bieten:

    * Schutz vor Inflation, Bankpleiten, Börsenstürzen, Währungsreformen
    * Anonymität (keine Registrierung des Anlegers, kein staatlicher Zugriff)
    * weltweite Konvertierbarkeit,da Diamanten als einzigste international anerkannte Ersatzwährung in allen Ländern der Welt gleich bewertet werden: Siehe 4C
    * ständig verfügbare Ersatzwährung
    * steuerfreier Wertzuwachs
    * Sachwertanlage ohne Unterhaltskosten
    * Ihr persönliches Denkmal des Erfolgs mit höchstmöglichem Prestigenutzen

Bitte beachten Sie bei Ihrer Vermögensplanung: Wer anlegt, um hohe Renditen zu erwirtschaften, der sollte nicht in Sachwerte, also auch Diamanten investieren. Wer Sicherheit haben will, für den sind Sachwerte, also auch Diamanten das Richtige.

willst Du selbst investieren oder ist das eine eher theoretische Frage?

Wenn Du Dich mit Diamanten nicht auskennst, würde ich auf jeden Fall die Finger davon lassen.

Wenn Du Spannung sucht, wie wäre es mit einer Geldanlage in Rennpferde? http://www.geldanlagen-journal.de/blog/rennpferde

Neeiinnn, sofern es sich um sog. Schmuck handelt. Diamanten sind Luxusanschaffungen, haben wohl einen Zeitwert, aber unterliegen nicht wie stark nachgefragte Handelsgüter dem Zugewinn. Verfolge Börsen, Du wirst da wohl wenig finden.

Diamanten sind schwierig zu verkaufen: Die Kaufexpertise wird beim Verkauf kaum akzeptiert, es muss ein neues Gutachten gemacht werden.

Große Differenz zwischen An- und Verkaufspreis. - Sehr problematisch.

Bei Goldmünzen (Krügerrand/Maple Leaf gibt es nur eine geringe Differenz zwischen An- und Verkauf (und keine Mehrwertrsteuer).

Zu allererst sollte eine Geldanlage ja auch liquide sein, d.h. wenn du sie nicht mehr brauchst solltest du sie auch loswerden können ohne hohe Kosten... Wo ist denn der nächste Diamantenhändler deines Vertrauens ? ;-)

swede 06.07.2008, 20:23

Und wenn deine Frau die Diamanten in die Finger bekommt, sind sie eh futsch :-)

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Diamanten sind keine gute Anlage, Du bekommst nicht den wahren Wert, weil es viele Anbieter gibt.

Weder Gold noch Diamanten sind gute Kapitalanlagen. Sehr hohe Volatilität und fehlende Fungibilität.

Geeignet sind bei diesen Börsenständen gute Aktienfonds.

megaboomer 06.07.2008, 20:25

Sehe ich genauso... alternativ zu den Aktienfonds gingen auch Indexzertifikate auf Dax, Mdax oder Euro Stoxx

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Niklaus 07.07.2008, 11:31
@megaboomer

Zertifikate sind ein typisches Produkt für die Deutschen. ein Zertifikat ist immer eine Inhaber-Teilschuldverschreibung. Das sieht nach außen hin gut aus - aber geht der Emissonär pleite ist das Geld futsch. Zertifikate habe so hohe versteckte Kosten, die zum Teil erst bei Rücknahme fällig werden, das sie Fonds bei weitem übertreffen. Zertifikate sind für den Normalbürger viel zu kompliziert. Oder will mir jemand sagen, dass er ein Zertifikat in allen Nuancen verstanden hat. Selbst die Banker der Emissionhäuser verstehen die eigenen Zertifikate nicht. In Deutschland gibt es mittlerweile 150.000 Zertifikate. Damit hat Deutschland mehr Zertifikate als der Rest der Welt zusammen. Bei den meisten Zertifikate mit Aktien werden die Dividenden, die in der Regel doch dem Kunden gehören, von den Banken in die eigene Taschen geschoben. Investmentfonds dagegen sind transparent, klar in der Kostenübersicht und auf Dauer viel rentabler

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