Diagnose Nebenhodenentzündung, aber keine Besserung nach 14 Tagen

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Nebenhodenentzündung Epididymitis / Hodenentzündung Orchitis / Hodenprellung / Hodenschmerzen 

ich antworte mal in ich-Form für meinen Mann. Das waren die schlimmsten Schmerzen, die ich je hatte und im Netz ist wenig über Heilung, außer Antibiotika oder OP, zu finden, was einen nicht gerade beruhigt, wenn man liest, den Samenstrang zu durchschneiden oder den Hoden abzunehmen. Das Allerwichtigste ist in diesem Fall erstmal Ruhe bewahren und egal was entzündet ist, erstmal kühlen, hochlagern und auf dem Rücken liegen.
Ich hatte bereits 4 Mal eine Nebenhodenentzündung. Bei den ersten beiden Malen hatte ich Antibiotika genommen. Ich spürte noch Wochen danach ein Ziehen vom Hoden in den Unterleib. Mein Urologe meinte, dass das normal ist und da der Nerv durchgeht. Aber es kehrte zurück, somit brachten mich meine Eier zu Naturheilkunde und ich wurde ein Gegner von Chemie, denn so öfter ich auf die Schulmedizin zurückgriff, umso schlechter ging es mir gesundheitlich. Leider kann und darf ein Heilpraktiker dich nicht im Intimbereich behandeln und Homöopathische Arznei-Hersteller dürfen in ihrem Beipackzettel auch nicht schreiben, für was ihre Arznei angewendet wird, weil sie als Pseudowissenschaft deklariert werden und von Placebo gesprochen wird. Genau das gleiche dachte ich vorher auch!

Nun zur Krankheit, beim dritten Mal wurde ich diese mit einer Rhododendron CP Salbe 50g (PZN 5957487) und Rhododendron C200 Globuli 10g (PZN 4234108) los. Habe mich 3-mal eingeschmiert mit der Salbe und 5 Globulis 3 mal täglich zu mir genommen. Rhododendron findet man ausschließlich nur in Homöopathischer Arznei, aufgrund des Rhododendron Toxins. Eine stärkere Globuli Dosierung wäre die Rhododendron D4 10g (PZN 7249429).
(Ich hatte alle drei Nebenhodenentzündungen innerhalb von einem halben Jahr (2015))

Beim vierten Mal (November 2017) war es ein Schmerz im Unterleib, der sich zum Schluss auch auf die rechte Seite des Hodens verlagerte. Ich würde behaupten dieses mal war der Schmerz nicht ganz so groß, wie bei den vorherigen.

Ich trank jeden Tag Bio-Kamillentee von DM (1,5 Liter) bis ich meinen bestellten Tee erhielt. 

Danach war es 2 Liter Tee von je 2 Filterbeuteln (Bärentraubenblättertee & Birkenblättertee), zusätzlich morgens und abends 20 Tropfen Propolis in einem Glas Wasser (verrühren mit einem Plastiklöffel wegen dem Kittharz, da es Besteck einsaut) und danach schluckweise trinken. Aber sowas hat man am besten vorher da, indem man  es selbst herstellt - siehe YouTube Kanal Volksheilkunde.In der Apotheke oder im Bio Laden ist dies sehr teuer und wenig enthalten - in einer 10 ml Flasche, meine Erfahrung beim letzten Stöbern, 8% Propolis.

Propolis wirkt antibiotisch und Birkenblätter- & Bärentraubenblättertee spülen den Harnweg/leiter. Viren und Bakterien im Hoden kommen höchstwahrscheinlich durch Erkältung oder eine Infektion über den Harnleiter in den Samenleiter zum Hoden. Da es sich zum größten Teil um Viren handelt ist Antibiotika überhaupt nicht angebracht.

Das habe ich noch nicht an mir getestet:
Pulsatilla soll in der Homöopathischen Arznei auch gut sein gegen Nebenhodenentzündung und reißende Hodenschmerzen, sowie Aurum Jodatum bei Hodenschmerzen.

Lauwarme Kamille-/Moorbäder sollen laut einigen Berichten auch gut sein.
Das Wichtigste ist keine Sitzheizung im Auto zu benutzen und keine heißen Bäder. Kühlung tut einer Entzündung gut.

Eine Nebenhodenentzündung kann man leicht selbst ertasten, da er sich auf dem Ei befindet.

Sollte der Hodensack extrem angeschwollen sein und sich blau färben, dann aber rasch zum Arzt, denn dies könnte eine Hodentorsion sein.

Die PZN, die ich überall zugeschrieben habe, ist für den Apotheker, damit er die Arznei besser findet und bestellen kann!

Für alle die hier vermutlich mehr oder weniger verzweifelt Hilfe suchen (und vor Schmerzen durchdrehen könnten): Ich hatte drei Jahre lang eine Nebenhodenentzündung. Immer wieder war sie da, wurde unter Antibiotikum besser und kam dann immer wieder. Wie sehr die Krankheit Lebensqualität raubt, wie schmerzhaft es ist, und wie sehr es das Leben einschränkt, weil man einfach nur aggressiv wegen der Schmerzen wird, muss ich hier vermutlich niemandem erklären. Das Interessante an meinem Fall ist, dass ich aus beruflichen Gründen in den drei Jahren in drei Ländern und deshalb bei mindestens zehn Aerzten in Behandlung war...Folgendes will ich Euch also (jetzt, da ich seit über zwei Jahren wieder völlig gesund bin) aus meiner reichlichen Erfahrung zu dem Thema zurufen: 1.) Seid anspruchsvolle Patienten! Der erste Fehler, der immer wieder gemacht wird: Der Arzt untersucht nicht richtig. Eine ordentliche Untersuchung enthält eine (mindestens) 2-Gläser Probe...dh es werden Urin und Ejakulat untersucht! Und zwar mikrobiologisch und mit Antibio-Gramm (wieso es in der Zeit von Multiresistenten-Eregern noch Aerzte gibt, die auf das Antibiogramm verzichten, wird deren Geheimnis bleiben). BESTEHT DARAUF! Jede Therapie / Medikation ohne einen solchen Test, ist wie mit verschlossenen Augen Auto fahren! Das ist Blindflug! Der zweite Fehler: Das Antibiotikum wird viel zu kurz aufgeschrieben. Ich hatte auch den ein oder anderen Spezialisten, der mir für fünf Tage Antibiotikum mitgegeben hat. In der Zeit werden die Bakterien nie und nimmer ausgerottet! Der einzige Effekt ist, dass man ein paar Tage Ruhe hat, die Bakterien und Schmerzen wenige Tage nach dem Absetzen mindestens genauso stark wieder kommen. Bei mir wurde die Sache ausgerottet durch eine 3-monatige Antibiotikumstheraphie (Ja! Drei Monate). In Summe bedeutet das aber immer noch weniger Antibiotikum, als wenn man ständig 2 Wochen nimmt, einige Bakterien überleben, es dann wieder kommt und man 20-mal wieder bei Null anfängt. (Bei mir wurde mindestens 20-mal bei Null angefangen!) Sucht die Quelle! Wo kamen die Bakterien her? Im Zweifelsfall erst mal 100%-iger Schutz! Das ist jedenfalls besser, als wieder Schmerzen haben! Panik beherrschen! Ich habe mich durch die Beschreibungen im Internet sehr einschüchtern lassen à la "chronische Nebenhodenentzündung" und dachte "das geht nie wieder weg / ich habe den Rest meines Lebens Schmerzen". Ich kann im Nachhinein nur sagen: Vielleicht habe ich Glück gehabt, aber bei mir ist nichts geblieben. Von mindestens drei Aerzten (die unfähig waren, ein Antibio-Gramm zu veranlassen) wurde mir erklärt, ich hätte das "eben chronisch" und müsste mich damit abfinden. Ich habe mich mit dieser Erklärung nie abgefunden, und für mich galt (und gilt bis heute:) Wenn die Bakterien wirklich weg sind, tut auch nichts mehr weh. So einfach ist das. Schmerz = Bakterien. Es gibt eine kleine Ausnahme: Direkt nach einem akuten Befall kann es auch "bakterien-frei" weh tun. Aber die Schmerzen werden dann ständig besser. Meine Erfahrung ist: Werden sie das nicht, sind die Bakterien noch da! Wenn Ihr Schmerzen habt: Lasst Euch nicht abwimmeln. Lieber eine Probe zuviel abgeben. Und nochmal die gute Nachricht zuletzt: Ich war in den drei Jahren völlig verzweifelt. Heute bin ich völlig beschwerdefrei. Das kann auch wieder absolut verschwinden. Als ob nie etwas gewesen wäre. Gute Besserung! P.S.: Alle exotischen Erklärungen (hier zwei die ich zu hören bekam: 1.) Ich würde die Probleme meines Lebens auf meine Hoden projezieren und hätte vermutlich eine unglückliche Kindheit gehabt und 2.) Es könnte ein Schulterschmerz sein, der über die Wirbelsäule auf die Hoden abstrahle) würde ich erst in Erwägung ziehen, wenn wirklich getestet ist, a) ob es nicht doch Bakterien sind b) ein ordentliches Antibiogramm gemacht wurde und c) das Antibiotikum auch eine hinreichend lange Zeit angewendet wurde...

Durch die Entzündung kann sich ein Lymphflüssigkeitsstau gebildet haben, wenn kein Arzt mehr etwas finden kann. Du kannst Dir manuelle Lymphdrainage aufschreiben lassen und zu einem Therapeuten gehen und Dich behandeln lassen, wenn es Dir nicht zu unangenehm ist. Ansonsten reguliert sich sowas auch von selbst, es dauert nur sehr lange.

Hallo nochmal, was mich wundert ist, dass es meines Erachtens bei der 1. Behandlung (nach der es wiederkam) schneller zurück ging und die Schmerzen und die Schwellung ganz verschwunden sind. Ich war beschwerdefrei, was ich jetzt nach 4 Tage längerer Therapie nicht behaupten kann.

Aber danke, ich werde meinen Arzt am Montag darauf ansprechen. Kannst du einschätzen, wann sich sowas von selbst regulieren sollte? Muss ich solange etwas beachten?

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