Diagnose: Depressionen - Erstes Gespräch bei Psychologe, was passiert da &' was kommt dannach?

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5 Antworten

Hey du :3
Ich bin W. 17 und habe auch Depressionen. Bei mir ist das schon seit Jahren so aber mein erstes Psychologen Gespräch und die Diagnose hab ich erst vor einem knappen Monat bekommen. Es ist erstmal bei dem einen Gespräch geblieben weil sie grade im Urlaub ist und erst in ein paar Wochen zurück kommt. Dann fange ich eine Therapie bei ihr an. Wenn du echt noch nie beim Psychologe warst ist es verständlich das du Angst hast, das hatte ich auch (und habe ich immernoch, aber nur weil ich auch noch Sozialphobie habe).
Ich kann dir aber sagen du musst absolut kein bisschen Angst davor haben da passiert nichts schlimmes, du wirst da zu nichts gezwungen und die wollen alle nur dein bestes und die werden bezahlt um dir zu helfen :)
Als erstes geht es nur ums kennenlernen. Ihr redet über dein Leben und der Psychologe macht sich erstmal ein allgemeines Bild von dir und wird dann je mehr Gespräche ihr habt immer tiefer gehen und nach der Depressionsursache suchen falls es denn eine gibt und dir helfen mit der Krankheit klar zu kommen und dir tricks zeigen wie du damit umgehen kannst, was du tun solltest wenn es dir schlecht geht.....
Die einzige Schwierigkeit besteht darin den richtigen Psychologen zu finden. Wenn ihr euch als Menschen nicht versteht macht es wenig Sinn eine Therapie anzufangen. Also wenn du merkst der ist irgendwie nicht so auf einer Wellenlänge mit mir dann kannst du ganz einfach wechseln ohne einen Grund angeben zu müssen. Das einzige was ihr bei einer Gesprächstherapie macht ist sich gegenüber sitzen und reden. Das kann unangenehm werden je nachdem wie ungern du über deine Vergangenheit oder deine Gefühle sprichst...also wenn dich das fertig macht dann kannst du auch einfach weinen das ist total ok, der Psychologe wird sich niemals darüber lustig machen oder es nicht ernst nehmen oder so. Das würde ihm höchstens zeigen wie sehr du darunter leidest also keine Angst :)
Bei dem einen Gespräch was ich hatte waren meine Eltern dabei. Das hat mir auf der einen Seite geholfen weil ich dann nicht so allein war aber auf der anderen Seite hat es mich auch eingeschränkt und ich konnte nur die Hälfte erzählen (was meine Eltern nämlich nicht wissen ist das ich mich verletze und Suizidgedanken hab. Sie nehmen nur wahr das es mir nicht gut geht). Also in den Kennenlern Gesprächen ist es ok deine Eltern mitzunehmen wenn dir das hilft aber es ist eigentlich sinnvoller das allein zu machen!
Zu den Behandlungsmethoden:
Das hängt ganz davon ab wie es dir geht. Niemand wird dich "irgendwo hinbringen" das ist deine freie Entscheidung (außer wenn du eine Gefahr für dich oder andere darstellst).
Also grundsätzlich gibt es da zwei unterschiedliche Behandlungsmethoden: die ambulante und die stationäre.
(Dazwischen gibt es aber viele Graustufen). Ambulant bedeutet du gehst da nur für ein paar Stunden am Tag hin und dann wieder nach Hause. Das geht von Gesprächstherapie (zumindest glaube ich das das dazu zählt...) bis zu Tagesklinik Aufenthalt (bin mir nicht mehr ganz sicher ob das so heißt hehe...mein Gedächtnis) da bleibst du dann halt den ganzen Tag und schläfst aber zu hause. Was du dann den ganzen Tag da machst weiß ich nicht aber ich denke das unterscheidet sich kaum von der Stationären Behandlung...also warscheinlich Gesprächstherapie, Kunsttherapie, Sport, Gruppengespräche....sowas halt.
Und ja...stationär bedeutet eben das man sich in eine Psychiatrie einweisen lässt und da dann für eine Weile bleibt (Wochen oder Monate...das hängt ganz von deinem Zustand ab). Du wirst da aber nicht festgehalten und eingesperrt ich kenn Leute die sagen das ist wie in einer WG mit seinen Freunden zu wohnen also :)
Ich lass mich warscheinlich auch stationär behandeln weil ich mein Leben einfach grade garnicht bewältigen kann. Du kannst aber auch in eine Psychiatrie wenn du noch einigermaßen klar kommst. Niemand wird dich da weg schicken es gibt keine Regeln "wie krank" man sein MUSS um in ne psychatrie zu DÜRFEN xD
Deine Probleme sind wichtig! Alles ist relativ. Nur weil die jemand gesagt hat das kinder in Afrika kein zuhause haben macht das deine Probleme nicht weniger existent!
Weiter im Text... xD
Wenn du akut selbstmord gefährdet bist wirst du allerdings schon "eingesperrt". Also du kannst nicht einfach die psychatrie verlassen aber du wirst trotzdem wie ein Mensch behandelt! Was bei Stationären Behandlungen ist ist halt das man dort kein Handy haben darf und zum schutz vor sich selbst alle scharfen oder spitzen Gegenstände abgeben muss. Was an stationär sinnvoll ist ist das man Abstand von allem hat und 24 Stunden am Tag Hilfe bekommt um sein Leben wieder in den Griff zu bekommen.
Also abschließend: Du musst echt keine Angst davor haben! Das wird schon!
Lenk dich bis dahin ab, versuch dir nicht so viele Gedanken zu machen! Wenn du noch Fragen hast findest du mich in den Komments :3
Hoffe ich konnte helfen

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Kommentar von Grizzliz9
07.07.2017, 16:48

Endlich mal jemand in meinem Alter dem es genau so geht:3 Also erstmal vielen, vielen, vielen Dank für diese Länge Info. Ich glaube die Tatsache, dass ich angefangen habe zu weinen als ich deinen Text gelesen habe (vermutlich weil ich jetzt die Sicherheit habe das ich nicht ,,alleine,, bin) hat mir noch ein Stück mehr Mut gegeben! Ich werde, wenn meine Eltern unbedingt dabei sein wollen, auch nicht mehr als das nötigste erzählen da mein Vater das alles nur für Blödsinn hält & nur meine Mutter mir wirklich helfen will (Eltern geschieden) Wenn ich noch mehr Fragen habe, Wende ich mich aufjedenfall an dich! Vielen Dank nochmals! LG Fabian 😊

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Kommentar von Niyan
07.07.2017, 17:01

Freut mich das es dir geholfen hat😅♥ Was mir geholfen hat wenn ich mich so allein gefühlt hab und als wäre ich die einzige: ich hab mir youtube videos angeguckt (es gibt da unglaublich viele die über ihre Depression reden und ungefähr in unserem Alter sind! ich kann dir einen youtuber empfehlen der über psychische Krankheiten aufklärt und ech megga cool ist er heißt "Elliott Tender". Der hat auch ganz viel über Depression geredet und hat selbst welche und er ist jtz glaub ich...23?! was mir auch geholfen hat ist auf instagram nach Leuten zu suchen die Depressiv sind da gibts noch viel mehr als auf yt xD da wirst du echt schnell fündig. da kannst du dann nach ner Seite suchen mit der du dich identifizieren kannst und die person dann mal anschreiben und dich austauschen. da draußen gibts millionen von Menschen denen es genauso geht wie uns und die auch rede bedarf haben. ich hab da echt coole Leute kennengelernt mit denen ich jtz auch auf whatsapp schreibe. solltest du vielleicht mal ausprobieren :)

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Ist ein Stationärer Aufenthalt geplant oder geht es um eine ambulante Therapie?

Bei einer ambulanten Therapie geht es im ersten Gespräch ums Kennenlernen. Alle weiteren Schritte werden dort besprochen.

Wirklich ans Eingemachte geht es erst bei den weiteren Terminen.

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Kommentar von Grizzliz9
07.07.2017, 15:39

Ich denke das stellt sich bei dem Gespräch raus:/

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Kommentar von depressivekunst
07.07.2017, 16:08

okay. du brauchst da echt keine Angst vor zu haben. es ist auch oft si, dass die elzetnmal für einen Moment rausgeschickt werden können.

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Kommentar von Grizzliz9
07.07.2017, 16:33

Okay, dann bedanke ich mich mal für die Hilfe!☺

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Du kannst völlig entspannt bleiben, bei dem Termin passiert nichts, außer dass du und der Psychologe euch kennen lernt. Ihr redet nur miteinander und das Gespräch wird völlig entspannt sein.

Der Psychologe ist dazu da, um Dir zu helfen, es gibt rein gar nichts wovor du Dich hier fürchten müsstest.

Es ist gut, dass Du ärztliche Hilfe einholst!

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Kommentar von Grizzliz9
07.07.2017, 15:38

Aber meine Eltern sollen dabei sein &' wie sehr sich mein Vater dafür interessiert, hat sich schon bei dem ausfüllen des Anmeldebogens gezeigt. ,,Ach mach da nh Kreuz hin, Blödsinn sowas`` und halt nur solche Kommentare & Anmerkungen. Er hat mir halt sehr deutlich gemacht das er da keinen Bock drauf hat. Und ich möchte ungern in der Nähe von ihm bzw meiner Eltern über meinen Drogen Missbrauch bzw über meine Gefühle etc. Reden Ich konnte also quasi schon bei dem anmeldebogen nicht das hinschreiben was ich gerne alles draufgepackt hätte. Aber danke für's Mut machen!

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Kommentar von Grizzliz9
07.07.2017, 15:59

Okay, vielen, vielen, vielen Dank! Du hast mir eine Menge Angst genommen😅😆

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Fragst du nun, was bei einer Therapie passiert oder gehst du zum ersten mal zum Psychologen? Hast du die Depression selbst "diagnostiziert" oder warst du bereits beim Psychologen/Psychiater und hast dort die Diagnose erhalten?

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Kommentar von Grizzliz9
07.07.2017, 15:53

Ich war erstmal beim Hausarzt, hab dem meine Situation und eventuelle Symptome erklärt die aber voll und ganz zutreffen (das sind schon einige) weil es mir seit 4Jahren so geht, ich aber keine Ahnung hatte woran das liegt. Diagnose war eine Psycho-neurovegetative dysregulation mit schweren psychosomatischen beschwerden. Dann hat er hat mir einen Überweisungsschein an eine Neurologie - Psychiatrie ausgestellt und da habe ich diesen Termin. Und ab da hab ich keine Ahnung mehr was kommt...

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Kommentar von ApfelTea
07.07.2017, 17:08

Also hast du noch keine Depression diagnostiziert bekommen. Beim Erstgespräch wird man dich einfach nochmal nach deinen ganzen Symptomen fragen und sie werden evtl. noch ein MRT vom Schädel haben wollen, um hirnorganische Ursachen ausschließen zu können. Sehr wahrscheinlich (wenn du die Diagnose bekommst), wird man dir direkt Antidepressiva verschreiben wollen. Ich hab es damals abgelehnt und bin ganz alleine aus der Depression raus gekommen :)

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Zunächst einmal werden die Formalitäten geklärt. Du stellst Dich also vor, wer Du bist, ob Du (noch) zur Schule gehst, Ausbildung machst oder ähnliches. Anschließend erzählst Du aus Deiner Sicht, warum Du zum Psychologen kommst, was Dich bedrückt, was Du eventuell ändern möchtest. Oft erzählst Du auch noch etwas aus Deinem Leben, bedeutende Ereignisse oder so. Damit kann sich der Psychologe ein Bild machen, in welcher Form er Dir helfen kann.

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Kommentar von Grizzliz9
07.07.2017, 15:43

Meine Eltern sollen bei dem Gespräch dabei sein, ich kann aber nicht vor meinen Eltern über sowas reden

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