Diagnose Depression, komme überhaupt nicht damit klar, was jetzt?

11 Antworten

Logisch willst du keine Depressionen. Niemand will Depressionen. Depressionen sind die Hölle auf Erden. Doch du hast eine Diagnose erhalten und scheinst nun mal welche zu haben. Je früher man diese Tatsache akzeptiert desto besser.

Depressionen werden in leicht, mittelschwer und schwer eingeteilt. Je nach Schweregrad kommen unterschiedliche Behandlungsmethoden zum Einsatz. In jedem Falle, also unabhängig vom Schweregrad, sollte man eine Psychotherapie machen. Mit einer Psychotherapie meine ich eine richtige Psychotherapie mit einem Konzept (z.B. Verhaltenstherapie oder Psychoanalyse) und nicht oberflächliche Gespräche wie sie leider manche Therapeuten anbieten.

Eine Psychotherapie ist ein sehr effektives Verfahren, welches jedoch längere Zeit (Monate, wenn nicht Jahre) braucht bis es seine Wirkung entfaltet. Dafür hat diese Behandlungsmethode keine Nebenwirkungen und kann wirklich heilen.

Wichtig ist das Verhältnis zwischen Patient und Therapeut/in. Die Chemie muss stimmen, man muss sich öffnen können. Zudem sollte eine Psychotherapie so intensiv wie möglich (1-3x die Woche) stattfinden.

Natürlich ist eine Psychotherapie nicht die einzige Behandlungsmöglichkeit. Vielfach kommen auch Medikamente, allen voran Antidepressiva, zum Einsatz. Bei leichteren Depressionen machen diese Substanzen nachweislich wenig Sinn bzw. wirken nicht. Bei mittelschweren und vor allem bei schweren Depressionen hingegen schon.

Das Problem dieser Medikamente ist, dass sie vor allem zu Beginn der Einnahme starke Nebenwirkungen haben können und auch nicht bei allen (auch schwer depressiven) gleich gut wirken. Dennoch, erreichen die Depressionen ein gewisses Ausmass, sind sie häufig das kleinere Übel. Am häufigsten werden Antidepressiva aus der Gruppe der SSRI und SNRI eingesetzt. Hier eine Übersicht: http://deprimed.de/ssri-ssnri-sndri-nari/

Es gibt zudem verschiedene Formen von Depressionen. Es gibt Depressionen welche von selbst wieder verschwinden, solche die immer wieder kommen und solche die dauerhaft vorhanden sind. Mehr dazu hier: http://deprimed.de/depressionen/

Ich bin selbst von Depressionen betroffen und weiss, dass man in einer solchen Situation immer den worst-case sieht. Objektiv ist diese Sorge nicht begründet. Gehe unbedingt weiter in die Therapie und lasse dich behandeln. Dann hast du gute Chancen, dass deine Beschwerden in absehbarer Zeit wieder verschwinden.

Alles gute...

Das will niemand haben. Aber du hast es nun einmal. Und das beste ist diese Tatsache erstmal zu akzeptieren. Um so leichter fällt es dir dich dem Kampf dagegen zu stellen. Arbeite mit den Therapeuten zusammen, und nimm den Therapieverlauf ernst. Und nimm vor allem dich selber weiterhin ernst. Hör nicht auf die Zweifel in deinem Kopf. Du bist nicht verrückt, du bist nicht faul oder hysterisch, du bist krank. Wenn man ein gebrochenes Bein hat, muss man ins Krankenhaus, und einen Gips tragen.Wenn man an einer Depression leidet muss man in Therapie und Medikamente nehmen. Wenn man Grippe hat, muss man im Bett bleiben und Tee trinken. Im Prinzip alles nicht viel anders. Eine Krankheit sucht man sich halt nicht aus, und wenn sie kommt muss man sie eben mit den entsprechenden Mitteln kurieren. Mach dir nicht noch ein schlechtes Gewissen, sondern nimm dir die Zeit die du für deine Heilung brauchst, und konzentrier dich jetzt in erster Linie darauf. Egal was auch immer, wer auch immer denken mag. Jetzt geht es um dich, und dein Recht auf ein zufriedenes, gesundes Leben. Ich wünsche dir viel Kraft, und alles Gute 🍀

Hallo, mein persönliches Kriterium für eine gute Therapeut/in ist: Geht es mir nach der Stunde besser? Wenigstens ein bisschen? Bin ich erleichtert, dass ich wenigstens über alles reden konnte??

Falls es mir danach schlechter geht als vorher, geh ich als nächstes zu einer anderen Therapeut/in...

Vielleicht war diese Th. einfach nicht die richtige für Dich?

Depressionen: Sehr viele Menschen haben irgendwann in ihrem Leben eine depressive Phase, das ist schon fast normal. Aber wenn Du Dich selbst noch 'fertig machts', genau weil Du eine Depri hast, wird alles nur noch schlimmer.

Versuche also, Dich selbst zusammen mit Deiner Depri zu akzeptieren und sag Dir immer wieder: Diese Phase wird vorbei gehen, ganz bestimmt.

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die diagnose depression bezeichnet eine schwere Erkrankung und keine depri phase

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Doch kein Borderline?

Hallo,

meine Therapeutin hatte heute nen Gespräch mit meinen Eltern und meine Mum hat mir ein wenig davon erzählt. Auch das meine Therapeutin meint das ich irgendwie doch kein Borderline haben soll oder irgendwie "nicht richtig". Wie soll ich das jetzt einordnen für mich?

Ich war schließlich mehrere Monate in einer Tagesklinik einer Psychiatrie und habe diese Diagnose erhalten, und mich auch vor dieser Diagnose bereits so gefühlt, und es passt auch zu mir! Sind es bloß Depressionen, in der Hinsicht darauf das Borderline verhalten auch bei einer Depression sind? Warum hat die Klinik dann Borderline überhaupt diagnostiziert, haben die dann einen Fehler gemacht???

Irgendwie hat mich das grade voll aus der Bahn geworfen, dachte eben das ist richtig, ich versteh das so einfach nicht...

Und sollte ich sie darauf ansprechen? auch das ich wirklich oft white lies erzähle (eben nur die halbe Wahrheit)?

:(

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