Diagnose Autismus- warum wird sie so leicht bestätigt?

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7 Antworten

Hier kannst du dich mal über die verschiedenen Formen von Autismus informieren und nochmal mit den Kindern vergleichen, die du da kennst:

http://autismus-kultur.de/

Autismus ist in der Regel davon geprägt, dass Kinder sehr in sich gekehrt sind, und z.B. andere Meinungen nicht gelten lassen, sehr auf sich bezogen sind, ihr festes Weltbild um sich herum brauchen, sonst kommen sie nicht klar... . 

Verwechselst du das nicht zufällig mit dem Aufmerksamkeits-Hyperaktivitäts-Defizitsyndrom (ADHS)? Das klingt eher danach, was du da beschreibst.

Bei letzterem kenne ich es leider auch so, dass heute sehr schnell der Stempel ADHS auf ein Kind gestempelt wird. vor allem von den Eltern, damit sie einen Grund gefunden haben, warum ihr Kind so ist, und dass es nichts dafür kann. Oftmal gibt es gar keine Diagnose eines Psychiaters, sondern der Hausarzt oder der Heilpraktiker "haben´s gesagt". Das finde ich oft schon bedenklich. Ich habe ein Kind in meiner Grundschülergruppe, das mit Ritalin vollgepumpt wird, damit es still ist. Meiner Meinung nach hat der Junge kein ADHS, sondern  ist einfach ein Lausbub, wie es früher schon zu Astrid Lindgrens Zeiten Michel aus Lönneberga war. Ich finde es traurig, dass sich Eltern nicht anders zu helfen wissen, als ihr Kind mit Medikamenten abzufüllen, damit es funktioniert.

Tja und Lehrer sind leider sehr verunsichert, wenn da plötzlich solche Diagnosen auf den Tisch gelegt werden. WEIL sie sich eben nicht mit diesen Krankheiten auskennen (SIE haben das schließlich nicht studiert, sondern andere). Daher nehmen sie solche Diagnostizierten vielleicht eher in Schutz, als andere, auch wenn es manchmal evtl. gar nicht gerechtfertigt wäre... . 

Versuche drüber zu stehen, und bilde dir deine eigene Meinung.

Ja genau so meine ich es, nur dass anstatt ADHS jz Autismus als Ausrede benutzt wird da ADHS ja nicht mehr so "exotisch " ist

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wenn du mal einen 100% Autisten zufällig kennen lernen würdest merkste dass er sich absolut normal verhält sprich für den Laien ist nicht der geringste Unterschied feststellbar. Autismus hat viele Gesichter deshalb ist es sehr schwierig selbst zu erkennen.
Was aber überhaupt nicht geht ist Menschen mit diesem Handycap abzuwerten und zu betiteln.
Die überwiegende Mehrheit der Autisten haben ein bessers Benehmen als so mancher ohne Handycaps

Ja das meine ich ja, aber irgendwie wird alles schlechte mit Autismus betitelt wie früher mit Ads und wenn man diese einfach nur schlecht erzogenen Kinder mit Autismus betitelt ist es nur klar dass man sich einen voll Honk vorstellt wenn man hört dass er Autist ist

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Autismus ist eine von Fachärzten zu stellende Diagnose. Sie wird heute häufiger gestellt als früher, weil die Untersuchungsmethoden genauer geworden sind und weil das Phänomen bekannter geworden ist. Trotzdem gibt es noch viele unerkannte Autisten.

Einem Laien ist eine diesbezügliche Beurteilung aufgrund des Augenscheins nicht möglich. Zumindest sind persönliche und subjektive Eindrücke dafür nicht ausschlaggebend.

Ich kann das so nicht bestätigen. Im Umkreis meiner Kinder gibt es lediglich ein autistisches Kind.

Dieses hat eine unheimliche Odyssee hinter sich bis eine Dagnose stand. Leichtfertig war da gar nichts. Mehrfache Schulwechsel, diverse Ärzte, Tagesklinik über Monate, Therapien und und und. Die Eltern haben wie die Löwen gekämpft. Leicht und leichtfertig ist wirklich was anderes.

Auch heute geht's nur mit sehr strikten klaren Plänen und einer möglichst konstanten Schulbegleitung. 

Irgendwelche Vorteile für den Jungen sehe ich überhaupt nicht.

Also das kenne ich so nicht.

Und man sieht es einem nicht unbedingt an, dass man Autist ist. Man ist normal, das Gehirn funktioniert nur etwas anders. Nur weil man es einem vielleicht oberflächlich nicht sofort anmerkt, heißt es nicht, dass man nicht so fühlt. Du kannst nicht in die Menschen reigucken und hast keine Ahnung wie sie die Dinge wahrnehmen.

Ich finde auch, dass es nicht gut ist seine Fehler immer mit seinem Autismus zu begründen. Nicht alles ist darauf zu schieben.. 

"...die den Status Autist dazu nutzen um andere zu hänseln..."

Glaubst du wirklich es ist eine "Status"? Nein, ganz sicher nicht. Es wird sogar eher negativ betrachtet. Es gibt viele Vorurteile, oft wenig Akzeptanz. Also mit einem Status hat das wenig zu tun.

Nur weil einer, den du kennst ein A*schloch ist sind es alle oder was?
Nein, sicher nicht.

Und der andere, nette Junge... wie gesagt von seiner Gefühlswelt hast du keinen blassen schimmer. Von außen kann man schlecht urteilen.

Falls es wirklich so sein sollte, dass der "Status Autist" so oft vergeben wird, dann wahrscheinlich weil das Autismus-Spektrum in der Psychologie sehr viele Fälle umfasst und die scharfe Trennung der Diagnosen meist nicht möglich ist. 

Du schreibst "Diagnose Autismus - warum wird sie so leicht bestätigt". Weißt du denn überhaupt wie eine Autismusdiagnose zustande kommt, welche Untersuchungsmethoden verwendet werden, um so eine Äußerung tätigen zu können? Ich finde ganz und gar nicht, dass solche Diagnosen leichtfertig vergeben werden.


jedoch habe ich wirklich meine Zweifel dass es sich bei dem einen um einen Autisten handelt.

Du bist auch nicht in der Position das beurteilen zu können oder gar eine fachärztliche Diagnose anzuzweifeln.


Kommt mir das nur so vor oder was?

Ja

Es gibt so etwas wie gesunden Menschenverstand. Jeder der so etwas besitzt merkt, dass Autismus früher nicht so häufig gab demnach muss sich der test ja verändert haben. oder denkst du Autismus kommt vom impfen 😂

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@xpaul276x

Was heißt "früher"? Autismus ist seit den 30iger Jahren bekannt. Wenn du von gesundem Menschenverstand redest, ist dir sicher auch bewusst, dass "früher" solche Auffälligkeiten in der Gesellschaft tabuisiert wurden. "Früher" gab es auch kein Internet wo jeder Pups diskutiert wurde. "Früher" war man mit solchen Merkmalen ein Außenseiter. "Früher" ging kaum jemand zu einem Psychiater oder Psychotherapeuten, praktische Ärzte, Kinderärzte waren damit nicht vertraut. Heute gehört es bei Psychotherapeuten zur Standardabklärung. Diese Diagnose steht auch noch nicht so lange im ICD. Dieses dumme Gerede empfinde ich als absolut fehl am Platz. Ich bin selbst seit 34 Jahren betroffen, kenne aus diversen Zentren und Veranstaltungen genug Autisten und deren Leidenswege.

Das ist keine Diagnose die zwischen Tür und Angel gestellt wird. Was du da betreibst ist schon verhöhnend. Bleib bei dir selbst, damit bist du genug beschäftigt und stelle keine neuropsychiatrischen Gutachten in Frage wenn du nicht im Ansatz über die Grundzüge der Thematik informiert bist.

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