Diabetes Typ 1: Warum zerstören körpereigene Immunzellen Zellen der Bauchspeicheldrüse?

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http://www.diabetes-deutschland.de/typ1diabetes.html

Fehlsteuerung des Immunsystems

Typ 1 Diabetes ist eine Autoimmunerkrankung: Neben der erblichen Veranlagung müssen sich aus heutiger wissenschaftlicher Sicht weitere äußere Einflussfaktoren (Umweltfaktoren) anschließen, damit es zur Erkrankung kommt. Als Auslöser werden vor allem Virusinfektionen, eventuell auch Ernährungsfaktoren, verantwortlich gemacht. Diese Einflüsse führen bei entsprechender Veranlagung zu einer fehlgeleiteten Abwehrreaktion (Immunreaktion), bei der nicht nur „fremde Eindringlinge“, sondern auch körpereigene Zellen angegriffen und zerstört werden – in diesem Fall die insulinproduzierenden Betazellen. Man spricht in diesem Zusammenhang von einer Autoimmunerkrankung. Zum Beispiel kann eine Virusinfektion eine Autoimmun-erkrankung auslösen, bei der Immunzellen und Antikörper (Abwehrstoffe) gebildet werden, die gegen körpereigenes Gewebe reagieren. Die wichtigsten Antikörper beim Typ 1 Diabetes sind zytoplasmatische Inselzell-Antikörper (ICA), Insulin-Autoantikörper (IAA), Antikörper gegen das Enzym Glutamatdecarboxylase (GADA) und Antikörper gegen die Tyrosinkinase IA-2 (IA-2A). Diese Antikörper sind schon Monate bis Jahre vor dem Ausbruch des Diabetes im Blut der Betroffenen nachweisbar.

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