Diabetes Typ 1 oder Typ 2 gefährlicher?

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Typ 1 ist die deutlich gefährlichere Erkrankung. Dieser Typ ist eine Autoimunerkrankung. Das eigene Imunsystem "erkennt" die insulinproduzierenden Betazellen der Bauchspeicheldrüse als Fremdkörper und zerstört sie. Der Betroffenen hat irgendwann kein Insunlin mehr.

Wird mit der erweiterten Insulintherapie begonnen (ICT, eine andere ist nicht möglich), kommen die Betroffenen meist in die sogenannte Remissionsphase (auch Honeymoonphase genannt). In dieser Phase erholen sich die Betazellen für eine Weile (kann wenige Wochen bis zu einigen Jahren dauern) und es muss nur wenig Insulin extern zugeführt werden.

Während dieser Phase hat der Betroffene, korrektes Berechnen und Spritzen vorausgesetzt, einen relativ stabilen Blutzucker. Das ändert sich aber, wenn alle Betazellen zerstört sind.

Dann kann allen Berechnungen und Insulininjektionen zum Trotz, der Blutzucker extrem fallen oder steigen und das häufig sehr schnell. Gefeährliche Unterzuckerungen treten gelegentlich bis häufig auf, weshalb man immer Traubenzucker und ein Notfallset dabei haben sollte.

Aus diesen Grund haben viele Typ 1 Diabetiker ein CGM (Continous Glucose Monitoring), ein Gerät, das über einen Sensor in der Haut alle 5 Minuten den Blutzucker misst und ihn auf ein Empfangsgerät oder Smartphone ausgibt. Ausseerdem erkennt es Trends, sodas es rechtzeitig warnen kann.

Meistens wird das noch mit einer Insulinpumpe kombiniert. Man hat quasi eine "Dauernadel" im Körper (ein Katheter), das an einem Schlauch befestigt ist, der wiederum in die besagte Pumpe geht. Von dort aus kann man dann die Insulingaben steuern.

Typ 2 Diabetes ist bei korrekter Behandlung stabiler, extreme Schwankungen gibt es nicht, auch hier korrektes Verhalten vorausgesetzt. Deshalb tragen Typ 2 Diabetiker auch keine Insulinpumpen oder CGMs.

Hier wird mit einem Standard-Blutzuckermessgerät gemessen und mit einem Insulin Pen gespritzt, zumindest wenn man insulinpflichtig ist. Das ist man allerdings nicht von Anfang an, auch wenn ich persönlich das für die bessere Thearpie halte.

Meist begint es sanft mit einer Ernährungsumstellung, später dann erst Tabletten und dann Tabletten in Kombination mit einem Langzeitinsulin. Erst sehr viel später wird dann eine Insulintherapie nötig. Meist wird den armen Menschen dann eine CT, eine konventionelle Insulintherapie aufgezwungen.

Das Problem ist, das man da feste Spritzzeiten und -mengen hat, was die Betroffenen dazu zwingt, ihr Leben ander Diabetes anzupassen und genauestens berechnete Kohlehydratmengen zu sich zu nehmen. Eine völlig unnötige Last, da man mit einer ICT ganz normal Leben kann. Nur ein übermässiger Zuckerkonsum ist nicht angeraten.

Aber wie gesagt, keine schweren Unterzuckerungen, keine viel zu hohen Blutzuckerwerte und keine Ketoazidose. Nur die Folgeerkrankungen sind für beide Gruppen gleich. Bei inkorrektem Verhalten drohen beiden Verlust des Augenlichts, Polyneuropathie, Niereninsuffiziens bis zur Dialyse, Amputation, Rollstuhl.

Ich weiss, hört sich schlim an, muss aber nicht passieren, wenn man seinen Blutzucker im Griff hat.

Nun mein Onkel hat bereits eine Niereninsuffiziens und zu dem Verlust des Augenlichts. Meine Großmutter hingegen hat nur eine Nierenisuffiziens. (Sorry falls es falsch geschrieben ist)

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@1924eagle123

Die Niereninsuffiziens kan  bei Diabetes auf 2 Arten entstehen.

Zum einen natürlich durch insgesamt zu hohe Blutzuckerwerte und zum anderen Arterienverengungen, die wiederum auch durch Diabetes stark begünstigt werden.

Dadurch muss das Herz stärker "pumpen", was den Druck erhöht, der langfristig zu auch zu einer Nierenschwäche führt. Ausserdem birgt es ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall, da auch die Herzkranzgefässe betroffen sein können.

Allerdings sind beide vermutlich schon älter. Heute kann man Diabetes wesentlich besser behandeln. Eigentlich ist ein ganz normales Leben (mit geringfügigen Einschränkungen) möglich - ohne Spätfolgen.

Übrigens im Gegensatz zu Typ 1 ist Typ 2 hochgradig vererbbar. Durch Deine Grossmutter besteht bei Dir ein ca. 20%iges Risiko, auch einen Typ 2 zu entwickeln.

Meine Elter, Onkel und Tanten und Geschwister haben alle kein Typ 2, aber meine Grossmutter mütterlicherseits hatte Typ 2. Daher hab ich wohl meinen auch geerbt.

Ich würde Dir empfehlen, vorbeugend einmal im Jahr Deinen HbA1c (Blutzuckerlangzeitwert) ermitteln zu lassen, ebenso die Schilddrüsenwerte (TSH, ft3 und ft4).

Die Schilddrüsenwerte sind wichtig, da ca. jeder Dritte ein Schilddrüsenproblem hat, meist ohne es zu wissen. Die meisten Fälle lassen sich aber gut mit Tabletten behandeln. Nur so als Tipp.

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beide können heutzutage mit Insulin ect gut beherrscht werden sprich auch Menschen mit Diabetis werden uralt

Ok bin trotzdem froh dass ichs selbst nicht habe!

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