Ist es möglich wenn Diabetes Typ 1 diagnostiziert, dass doch Typ 2 möglich ist?

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4 Antworten

Hallo!

Leider schreiben hier viele Leute, die kaum Ahnung von der materie haben. :) Es wäre wirklich wünschenswert, wenn sich nur Menschen mit gutem Wissen um Diabetes zu Wort melden.

Wenn dein Freund noch nicht lange Diabetes hat, dann könnte es sein, dass er in der Honeymoonphase ist. In die kommen fast alle Typ 1 Diabetiker, meist einige Zeit, nachdem der Diabetes entdeckt wurde. Die Bauchspeicheldrüse kann ja nur noch wenig Insulin erzeugen, erholt sich aber durch die Gabe von Insulin mittels Spritzen.

In dieser kurzen Erholungsphase kann die Bauchspeicheldrüse, durch die Entlastung, wieder einige Zeit mehr Insulin erzeugen, bis die Inselzellen vollständig zerstört sind.

Während dieser Zeit braucht man dann weniger, manche Menschen sogar fast kein Insulin mehr.

Bei mir hat der Honeymoon etwa 3 oder 4 Monate nachdem mein Diabetes entdeckt wurde angefangen und etwa ein halbes Jahr gedauert. Ich hab zuerst immer weniger Insulin gebraucht und nach einer Zeit wieder immer mehr.

Es ist wichtig, dass man in der Zeit die Insulindosis genau anpasst, sonst unterzuckert man ständig.

Ein Diabetologe, der sagt er kennt sich damit nicht aus, ist - nach meiner Meinung - nicht gerade vertrauenswürdig! Ich würde mir einen anderen Arzt suchen. Er kann deinem Freund sicherlich besser helfen.

Übrigens, Typ 1 Diabetes ist eine Autoimmunerkrankung und meist wird zur Feststellung des Typs nach Antikörpern im Blut gesucht. Sind die vorhanden, dann kann es sich nur um Typ 1 handeln!

Ein Typ 1 kann auch niemals zu einem Typ 2 wechseln, außer es wurde sehr eine falsche Diagnose erstellt. Das wäre natürlich bei der Diabetologin deines Freundes schon möglich, wenn sie so wenig Ahnung hat.

Ich frage mich ja, wo und wie die ihr Studium gemacht hat.

Ich wünsche deinem Freund alles Gute und allzeit gute Blutzuckerwerte!

Gruß Lirin

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Kommentar von Lirin
21.12.2015, 01:07

Ach ja, eine neuerliche Schulung könnte deinem Freund sicherlich nicht schaden. Je mehr er über seine Erkrankung weiß, desto besser wird er in Zukunft damit zurechtkommen.

Diabetiker sind die Manager ihrer Erkrankung und dazu gehört viel Wissen!

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Kommentar von TheSimspon
06.01.2016, 17:06

du hast alles perfekt beschrieben das mit den antikörpern wusste ich nicht:o meine diabetologin hat gesagt es wäre eine autoimunerkrankung

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Dass der Arzt sich bei der Diagnose zwischen Typ 1 und Typ 2 geirrt hat....ist eher selten,

....aber was hindert deinen Freund daran sich bei einem anderen Arzt eine 2. Meinung einzuholen...

Nur auf die Aussage einer Krankenschwester würde ich mich jetzt nicht verlassen. Sie kennt im Gegensatz zu dem Arzt möglicherweise die ganze Krankengeschichte nicht. Lg

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Kommentar von Kimi1621
20.12.2015, 22:12

Als er die Diagnose bekam hat er sich auch spritzen müssen, da seine Werte viel zu hoch waren. Nun muss er allerdings gar nicht mehr spritzen egal wie viele BE er isst und das macht mich nachdenklich. Die Aussage seiner Diabetologin war sie kenne sich mit Typ 1 Patienten die noch eigenes Insulin produzieren nicht aus. Als ich nun einen Termin bei einer anderen Ärztin ausgemacht habe wurde mir von der Arzthelferin bereits am Telefon gesagt das es nicht sein kann das man als Typ 1 Diabetiker überhaupt nicht spritzen muss. Daher die Frage ob es nicht doch Typ 2 sein kann

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Kommentar von Kimi1621
20.12.2015, 22:29

Danke:)

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Hallo!

So wie ich deinem Beitrag entnehme, steht die Diagnose noch nicht lange.

Die Antworten von pilot350 überliest du einfach -- Halbwahrheiten sind schlimmer als überhaupt keine Information.

Trotzdem kommt es auf das Alter des Freundes an (und Vorerkrankungen).

Ich habe Pankreas-Diabetes, Bauchspeicheldrüse durch Saufen kaputt gemacht.

Die Therapie ist genauso wie bei Typ1 (spritzen) -- nur leider produziert diese auch noch (inzwischen eine sehr geringe Menge) Restinsulin -- als Diabetes festgestellt wurde, war es noch mehr und durch bestimmt Lebensgewohnheiten, konnte ich fast auf's spritzen verzichten (inzwischen nicht mehr)

Kurz nach der Diagnose war ich in Spanien -- mir wurde gleich ein Teil meiner Diabetesdingen geklaut -- ich hatte nur noch genug Langzeitinsulin.

Ein Messgerät konnte ich mir noch besorgen -- das Normalinsulin hätte nicht gereicht (musste auch alles mit Einwegspritzen machen, da Pens auch weg).

Wir haben gezeltet und waren viel unterwegs. Ich habe morgens gar nicht mehr gespritzt und kam trotzdem in Unterzucker. Das Langzeit insulin habe ich dann nur noch Abends gespritz -- und eben immer wieder messen -- aber es schien manchmal, dass ich gar keine Normalinsulin mehr brauche.

Dies hat sich dann aber schnell  wieder geändert. Geblieben sind die schlechte Einstellungen. Ich muss diese immer wieder anpassen.

Gruß

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Kommentar von Tschoo
20.12.2015, 22:52

... und noch was zur Diabetologien:: "Typ 1 Patienten die noch eigenes Insulin produzieren", dass sie sich damit nicht auskennt, ist klar. Da die menge des Eigenproduzierten Insulins stark schwankt -- und da kommt niemand mit. Schlimmer wäre es, wenn sie gesagt hätte -- "Null Problemo"

Nach ein gewissen (keine Ahnung wie lang) Zeit sollte dies Menge aber auf 0 zurückgehen -- und dann bin ich eine Normaler Typ1 und habe vielleicht auch konstantere Einstellungen.

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Typ 2 ist die altersdiabetis. Typ eins ist schon heftiger. Dein freund muss sich insulin spritzen damit es nucht zum zuckerschock kommt. Gehe mit ihm zum arzt.

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Kommentar von Kimi1621
20.12.2015, 22:09

Als er die Diagnose bekam hat er sich auch spritzen müssen, da seine Werte viel zu hoch waren. Nun muss er allerdings gar nicht mehr spritzen egal wie viele BE er isst und das macht mich nachdenklich. Die Aussage seiner Diabetologin war sie kenne sich mit Typ 1 Patienten die noch eigenes Insulin produzieren nicht aus. Als ich nun einen Termin bei einer anderen Ärztin ausgemacht habe wurde mir von der Arzthelferin bereits am Telefon gesagt das es nicht sein kann das man als Typ 1 Diabetiker überhaupt nicht spritzen muss. Daher die Frage ob es nicht doch Typ 2 sein kann

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Kommentar von Kimi1621
20.12.2015, 22:12

Gibt es denn noch mehr Typ Arten die man mit Tabletten behandeln kann?

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Kommentar von Kimi1621
20.12.2015, 22:17

Danke!

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Kommentar von TheSimspon
06.01.2016, 17:13

ich hatte auch einmal eine phase wo ich kein insulin gebraucht habe aber die ging bei mir nur ganz kurz ca so 7-12 tage dan habe ich wider gebraucht aber nur wenig und nun brauche ich ziemlich viel
manche haben eine phase die 1 jahr anhält aber mit wenig insulin manche nur 3monate das ist verschieden manche so wie dein kumpel brauchen kein insulin aber wen die phase vorbei ist ist es sehr wahrscheindlich das er braucht.

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