Diabetes trotz Sport?

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5 Antworten

Hallo Karinavup.

Vielleicht noch einmal etwas grundsätzliches:

Diabetes ist eine schlimme Krankheit, wird aber immer stärker verbreitet und dennoch von den meisten nicht richtig verstanden. Eine ausgeprägte, unbehandelte Diabetes ist nicht nur zu viel Zucker im Blut, sondern vor allem - und da wird es gefährlich - zu wenig Zucker in den Zellen. Das kann schlimmstenfalls zum Tode führen.

Man unterscheidet 4 Typen, wovon Typ I die autoimmune Form ist, bei der der Körper selbst durch Antikörper die Betazellen der Bauchspeicheldrüse zerstört bzw. unfähig macht, weiter zu arbeiten. Typ II ist die sog. Altersdiabetes, bei der eigentlich zunächst eine Insulinresistenz gegen das körpereigene Insulin auftritt. Die Gründe dafür später. Typ 3 sind z.B. Folgen von Traumata und Operationen, die zu einer unzureichenden Versorgung mit Insulin führen, aber auch der sog. LADA-Diabetes, also verspätet eintretender Typ1, wenn man so will, gehört dazu. Und Typ 4 ist der Gestations- (Schwangerschafts-) Diabetes.

Da Zuckermoleküle an und für sich zu groß sind, um durch diese Zellmembrane hindurch zu kommen, also muss es aktiv in die Zelle transportiert werden, in der es benötigt wird. Das gilt aber nicht für Gehirnzellen und auch nicht für die roten Blutzellen (Daher der HBa1c-Wert als Langzeitparameter).

Die Niere, Leber und v.a. die Muskeln brauchen ja Energie um ihre Arbeit zu verrichten. Wenn aber die Muskeln keine Energie abfordern, weil man sich kaum bewegt, ist natürlich das Vorhandensein von Insulin alleine nicht ausreichend, um den Blutzuckerspiegel zu senken. Man kann zwar mehr und mehr Insulin ins Blut pumpen, doch der aktive Stofftransport durch die Zellmembrane ist nur dann wirklich in Gange, wenn die Zellen auch Energie verbrennen.

Man kann sich das verbildlichen mit einer motorbetriebenen Drehtür im Winterschlussverkauf, diese dreht sich natürlich nur, wenn Strom anliegt, also zu den Öffnungszeiten. Der Strom wäre gleichzusetzen mit Insulin. Doch wenn die Schlangen im Laden so lang sind, dass sich die Leute bis an die  Tür drängen, kommt trotz Strom am Motor der Tür keiner mehr rein, er würde solange im Kreis laufen, bis drin wieder Platz ist. Wenn die Kassierer, was in diesem Vergleich den Mitrochondrien sind (Kraftwerken der Zelle, die die "Glucoseverbrennung" betreiben, um Energie in Form von ATP zu gewinnen) nicht arbeiten, wird die Schlange an der Kasse nicht kürzer. Bleiben die Leute sogar in der Tür stehen, weils einfach nicht weiter geht, blockiert die Tür.

Das Resultat ist, dass trotz Insulin die Zellen den Zucker nicht mehr aufnehmen können. Man kann nun zwar die Drehtür schneller einstellen, aber was soll das bringen (mehr Insulin)?? Der Körper wird damit quasi durch die ständige Überproduktion von Insulin auch noch dagegen immun und das macht den Typ II in seinen Anfängen aus. Alsob der Motor so lange mit Überlast betrieben worden wäre, dass er inzwischen einen Widerstand eingebaut bekommen hat, damit er nicht ganz durchbrennt.

Letzten Endes muss die Arbeit in der Zelle verrichtet werden, um das Konzentrationsgefälle von außen nach innen aufrecht zu halten, damit der Blutzucker auch anständig abgebaut werden kann.

Da Du viel Sport  machst, ist das nicht in erster Linie das, was Du befürchten muss.

Wie hier auch schon geschrieben wurde, ist aber die Art und Weise der Kohlenhydratzufuhr sehr wichtig. Eigentlich aber ist es gar nicht sehr kompliziert, sich zu vergegenwärtigen, was der Körper braucht.

Der Mensch ist in einer mehrere millionen Jahre andauernden evolotionären Phase entstanden und erst seit einigen wenigen Jahrhunderten greift er auf industriell hergestellte Lebensmittel zu. Der Mensch hat 2 Beine, damit er jagen und auf Nahrungssuche gehen konnte, das ist heute nicht mehr notwendig.

Aber man überlege sich doch einfach mal, ob die Natur sich vielleicht irgendwas dabei gedacht hat, dass der Mensch ausgerechnet unter den Bedingungen entstehen konnte, die damals herrschten, wozu auch das Nahrungsangebot und die Verteilung der Nahrung geographischer Weise gehört haben. Für diese Bedingungen ist der Mensch optimal angepasst und diese Bedingungen bedeuteten komplexe Zucker, viele Ballaststoffe, relativ selten Fleisch - denn die Jagt ist energieaufwändig - relativ viel Bewegung, um seine Nahrung aufzunehmen. Kein Herd und keine Kochtöpfe, die Nhrung wurde  nicht gebacken, gekocht, bestenfalls (sehr spät in der Evolotion überm Feuer gebraten.)  Doch es war immer Bewegung notwendig und das überlegene Gehirn war immer in Betrieb, wachsam, aufmerksam. So war man auch darauf angewiesen, dass man möglichst schnell das Verfügbare verspeist.

Der Mensch hat kein typisches Fleischfressergebiss, wie etwa ein Wolf oder eine Raubkatze und auch kein typisches Pflanzenfressergebiss, wie etwa ein Pferd oder eine Kuh. Aber auch Allesfresser wie das Schwein haben ein anderes Gebiss.

Der Mensch hat ein Gebiss, das eigentlich perfekt für die Zerkleinerung von Gemüse, Obst sowie Getreite und Nüssen gemacht ist. Er hat Finger, die es ihm erlauben, Getreideähren damit von der Pflanze zu trennen und seine Zähne sind für diese Körner optimal. Er entstand ja in Afrika, wo steppen und Graslandschaften seinerzeit sehr große Flächen bedeckten.

Jede Form der industriellen Nahrung ist eigentlich darauf ausgelegt, dass der Mensch an einem Ort verweilt, dort seine Arbeit in anderer Form verrichtet. Der Mensch braucht viele Energiereserven, nicht zuletzt auch deswegen, weil er ein sehr energieintensives Gehirn hat. Aber er musste sich immer bewegen.

Und wenn man nun alle diese Faktoren zusammen nimmt, kann man eine gesunde Nahrungsweise und Lebensweise eigentlich in einigen wenigen Punkten zusammenfassen.

1. Möglichst den Großteil seiner Nahrung in naturbelassener Form zu sich nehmen.

2. Möglichst wenig industriell hergestellte Nahrung zu sich nehmen.

3. Möglichst erntefrisch essen.

4. Möglichst nicht zu viele verschiedene (nicht mehr als 3) Bestandteile je Mahlzeit

5. Möglichst nur dann mal Fleisch, wenn man mit pflanzlichen Nahrungsmitteln ausreichend versorgt ist, um auch jagen zu gehen / Sport zu machen.

6. Möglichst viel Bewegen.

Diese Punkte lassen sich ableiten aus den Bedingungen der menschlichen Evolotion. Und wenn man überlegt, warum Öle wie Rapsöl, Olivenöl, Nussöle, die heute als so revolotionäre Neuentdeckungen verkauft werden, wohl so eine positive Wirkung auf unseren Körper haben. Weil sie schon immer - nur eben nicht in gepresster Form - zu den Lebensmitteln gehört haben, die zu ernten der Mensch in der Lage war.

Sport / Spazierengehen als ausgleich für eine bewegungsarme Arbeit ist beispielsweise in Maßen zwingend notwendig. Wenn man das aber tut, sinkt durch die Energieabforderung der Muskelzellen zugleich erheblich das Risiko für stoffwechselbedingte Erkrankungen wie Diabetes, Fettstoffwechselstörung...

Fazit - Philosophisch:

Die Evolotion ist ganz im Gegensatz zur technischen Fortentwicklung des Menschen ein sehr langsamer Prozess, dessen Auslöser durch sehr kurze Prozesse, wie kosmische Einwirkungen, Sonnenerosionen... die in der Regel nicht durch den Menschen gemacht waren, darstellten.

Änderungen traten sprunghaft auf, die darauffolgende natürliche Auslese dauerte sehr lang an, bis sich eine neu entstandene Art etabliert hat oder wieder in der Versenkung verschwand.

Aber der Mensch sorgt ja inzwischen immer mehr selbst für Auslöser, Mutationen, Zellentartungen, aus denen vielleicht irgendwann einmal durch Zufall eine Art entsteht, die besser an die industrielle Lebensweise angepasst ist, sodass alle Homo Sapiens Sapiens selbst eines Tages kaputt gehen. Die mutagenen Prozesse, die der Mensch heute in Bewegung gesetzt hat und die seit Jahren andauern, würden den optimalen Nährboden für einen weiteren Schritt der Evolotion stark begünstigen.

Ein kurzer Schnitt durch den menschlichen technologischen Alltag würde die Evolotion wahrscheinlich schmunzelnd in die Hände klatschen lassen.

Grüße,

Mondragor

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Hallo Karinavup.

Vielleicht noch einmal etwas grundsätzliches:

Diabetes
ist eine schlimme Krankheit, wird aber immer stärker verbreitet und
dennoch von den meisten nicht richtig verstanden. Eine ausgeprägte,
unbehandelte Diabetes ist nicht nur zu viel Zucker im Blut, sondern vor
allem - und da wird es gefährlich - zu wenig Zucker in den Zellen. Das
kann schlimmstenfalls zum Tode führen.

Man unterscheidet 4
Typen, wovon Typ I die autoimmune Form ist, bei der der Körper selbst
durch Antikörper die Betazellen der Bauchspeicheldrüse zerstört bzw.
unfähig macht, weiter zu arbeiten. Typ II ist die sog. Altersdiabetes,
bei der eigentlich zunächst eine Insulinresistenz gegen das körpereigene
Insulin auftritt. Die Gründe dafür später. Typ 3 sind z.B. Folgen von
Traumata und Operationen, die zu einer unzureichenden Versorgung mit
Insulin führen, aber auch der sog. LADA-Diabetes, also verspätet
eintretender Typ1, wenn man so will, gehört dazu. Und Typ 4 ist der
Gestations- (Schwangerschafts-) Diabetes.

Da Zuckermoleküle an
und für sich zu groß sind, um durch diese Zellmembrane hindurch zu
kommen, also muss es aktiv in die Zelle transportiert werden, in der es
benötigt wird. Das gilt aber nicht für Gehirnzellen und auch nicht für
die roten Blutzellen (Daher der HBa1c-Wert als Langzeitparameter).

Die
Niere, Leber und v.a. die Muskeln brauchen ja Energie um ihre Arbeit zu
verrichten. Wenn aber die Muskeln keine Energie abfordern, weil man
sich kaum bewegt, ist natürlich das Vorhandensein von Insulin alleine
nicht ausreichend, um den Blutzuckerspiegel zu senken. Man kann zwar
mehr und mehr Insulin ins Blut pumpen, doch der aktive Stofftransport
durch die Zellmembrane ist nur dann wirklich in Gange, wenn die Zellen
auch Energie verbrennen.

Man kann sich das verbildlichen mit einer
motorbetriebenen Drehtür im Winterschlussverkauf, diese dreht sich
natürlich nur, wenn Strom anliegt, also zu den Öffnungszeiten. Der Strom
wäre gleichzusetzen mit Insulin. Doch wenn die Schlangen im Laden so
lang sind, dass sich die Leute bis an die  Tür drängen, kommt trotz
Strom am Motor der Tür keiner mehr rein, er würde solange im Kreis
laufen, bis drin wieder Platz ist. Wenn die Kassierer, was in diesem
Vergleich den Mitrochondrien sind (Kraftwerken der Zelle, die die
"Glucoseverbrennung" betreiben, um Energie in Form von ATP zu gewinnen)
nicht arbeiten, wird die Schlange an der Kasse nicht kürzer. Bleiben die
Leute sogar in der Tür stehen, weils einfach nicht weiter geht,
blockiert die Tür.

Das Resultat ist, dass trotz Insulin die
Zellen den Zucker nicht mehr aufnehmen können. Man kann nun zwar die
Drehtür schneller einstellen, aber was soll das bringen (mehr Insulin)??
Der Körper wird damit quasi durch die ständige Überproduktion von
Insulin auch noch dagegen immun und das macht den Typ II in seinen
Anfängen aus. Alsob der Motor so lange mit Überlast betrieben worden
wäre, dass er inzwischen einen Widerstand eingebaut bekommen hat, damit
er nicht ganz durchbrennt.

Letzten Endes muss die Arbeit in
der Zelle verrichtet werden, um das Konzentrationsgefälle von außen nach
innen aufrecht zu halten, damit der Blutzucker auch anständig abgebaut
werden kann.

Da Du viel Sport  machst, ist das nicht in erster Linie das, was Du befürchten muss.

Wie
hier auch schon geschrieben wurde, ist aber die Art und Weise der
Kohlenhydratzufuhr sehr wichtig. Eigentlich aber ist es gar nicht sehr
kompliziert, sich zu vergegenwärtigen, was der Körper braucht.

Der
Mensch ist in einer mehrere millionen Jahre andauernden evolotionären
Phase entstanden und erst seit einigen wenigen Jahrhunderten greift er
auf industriell hergestellte Lebensmittel zu. Der Mensch hat 2 Beine,
damit er jagen und auf Nahrungssuche gehen konnte, das ist heute nicht
mehr notwendig.

Aber man überlege sich doch einfach mal, ob die
Natur sich vielleicht irgendwas dabei gedacht hat, dass der Mensch
ausgerechnet unter den Bedingungen entstehen konnte, die damals
herrschten, wozu auch das Nahrungsangebot und die Verteilung der Nahrung
geographischer Weise gehört haben. Für diese Bedingungen ist der Mensch
optimal angepasst und diese Bedingungen bedeuteten komplexe Zucker,
viele Ballaststoffe, relativ selten Fleisch - denn die Jagt ist
energieaufwändig - relativ viel Bewegung, um seine Nahrung aufzunehmen.
Kein Herd und keine Kochtöpfe, die Nhrung wurde  nicht gebacken,
gekocht, bestenfalls (sehr spät in der Evolotion überm Feuer gebraten.) 
Doch es war immer Bewegung notwendig und das überlegene Gehirn war
immer in Betrieb, wachsam, aufmerksam. So war man auch darauf
angewiesen, dass man möglichst schnell das Verfügbare verspeist.

Der
Mensch hat kein typisches Fleischfressergebiss, wie etwa ein Wolf oder
eine Raubkatze und auch kein typisches Pflanzenfressergebiss, wie etwa
ein Pferd oder eine Kuh. Aber auch Allesfresser wie das Schwein haben
ein anderes Gebiss.

Der Mensch hat ein Gebiss, das eigentlich
perfekt für die Zerkleinerung von Gemüse, Obst sowie Getreite und Nüssen
gemacht ist. Er hat Finger, die es ihm erlauben, Getreideähren damit
von der Pflanze zu trennen und seine Zähne sind für diese Körner
optimal. Er entstand ja in Afrika, wo steppen und Graslandschaften
seinerzeit sehr große Flächen bedeckten.

Jede Form der
industriellen Nahrung ist eigentlich darauf ausgelegt, dass der Mensch
an einem Ort verweilt, dort seine Arbeit in anderer Form verrichtet. Der
Mensch braucht viele Energiereserven, nicht zuletzt auch deswegen, weil
er ein sehr energieintensives Gehirn hat. Aber er musste sich immer
bewegen.

Und wenn man nun alle diese Faktoren zusammen nimmt, kann
man eine gesunde Nahrungsweise und Lebensweise eigentlich in einigen
wenigen Punkten zusammenfassen.

1. Möglichst den Großteil seiner Nahrung in naturbelassener Form zu sich nehmen.

2. Möglichst wenig industriell hergestellte Nahrung zu sich nehmen.

3. Möglichst erntefrisch essen.

4. Möglichst nicht zu viele verschiedene (nicht mehr als 3) Bestandteile je Mahlzeit

5.
Möglichst nur dann mal Fleisch, wenn man mit pflanzlichen
Nahrungsmitteln ausreichend versorgt ist, um auch jagen zu gehen / Sport
zu machen.

6. Möglichst viel Bewegen.

Diese Punkte
lassen sich ableiten aus den Bedingungen der menschlichen Evolotion. Und
wenn man überlegt, warum Öle wie Rapsöl, Olivenöl, Nussöle, die heute
als so revolotionäre Neuentdeckungen verkauft werden, wohl so eine
positive Wirkung auf unseren Körper haben. Weil sie schon immer - nur
eben nicht in gepresster Form - zu den Lebensmitteln gehört haben, die
zu ernten der Mensch in der Lage war.

Sport / Spazierengehen
als ausgleich für eine bewegungsarme Arbeit ist beispielsweise in Maßen
zwingend notwendig. Wenn man das aber tut, sinkt durch die
Energieabforderung der Muskelzellen zugleich erheblich das Risiko für
stoffwechselbedingte Erkrankungen wie Diabetes,
Fettstoffwechselstörung...

Fazit - Philosophisch:

Die
Evolotion ist ganz im Gegensatz zur technischen Fortentwicklung des
Menschen ein sehr langsamer Prozess, dessen Auslöser durch sehr kurze
Prozesse, wie kosmische Einwirkungen, Sonnenerosionen... die in der
Regel nicht durch den Menschen gemacht waren, darstellten.

Änderungen
traten sprunghaft auf, die darauffolgende natürliche Auslese dauerte
sehr lang an, bis sich eine neu entstandene Art etabliert hat oder
wieder in der Versenkung verschwand.

Aber der Mensch sorgt ja
inzwischen immer mehr selbst für Auslöser, Mutationen, Zellentartungen,
aus denen vielleicht irgendwann einmal durch Zufall eine Art entsteht,
die besser an die industrielle Lebensweise angepasst ist, sodass alle
Homo Sapiens Sapiens selbst eines Tages kaputt gehen. Die mutagenen
Prozesse, die der Mensch heute in Bewegung gesetzt hat und die seit
Jahren andauern, würden den optimalen Nährboden für einen weiteren
Schritt der Evolotion stark begünstigen.

Ein kurzer Schnitt durch
den menschlichen technologischen Alltag würde die Evolotion
wahrscheinlich schmunzelnd in die Hände klatschen lassen.

Grüße,

Mondragor

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Ja und nein. Glucose ist wichtig, denn er ist unser Brennstoff. Glucose kennen wir als Traubenzucker. Paralell dazu gibts es die Fructose und sie ist äusserst gefährlich.

Zucker, das was wir als Haushalts- oder Kristallzucker kennen, besteht zu 50 % aus Glucose und die anderen 50% aus Fructose.

Glucose geht über den Dünndarm direkt ins Blut und von da aus ins Gehirn (der grösste Glucoseverbraucher) und in die Muskeln. Das ist das was Du durch entsprechendes Training auch wieder verbrauchst.

Fructose hingegen wird über die Leber verarbeitet. In einer Frucht sind ausser Fructose auch Vitamine, Mineralien, Enzyme und Ballaststoffe. Vor allem die Ballaststoffe sind wichtig für die Verarbeitung von Fructose.

Den Maracujasaft würde ich in jedem Fall weglassen, weil natürlich in einem Saft die Fructose viel kompremierter ist, als in der einer Frucht und Ballaststoffe eigentlich gar nicht vorhanden sind.

Die Folgen von Fructose (Fruchtzucker) sehen so aus:

"Es gibt nicht nur einen engen Zusammenhang zwischen Übergewicht und vermehrtem Fruchtzuckerkonsum. Fructose lässt auch das Risiko für Fettleber, Bluthochdruck, erhöhte Harnsäurewerte und eine gestörte Glucosetoleranz im Stoffwechsel steigen. Zusammenfassen lassen sich diese Befunde unter dem Begriff metabolisches Syndrom. Die drastischsten Folgeerkrankungen: Diabetes, Schlaganfall, Herzinfarkt und Leberzirrhose."

Das mit dem Übergewicht kannst Du wegen Deines Trainings streichen, den Rest leider nicht. Reine Fructose versteckt sich oft unter anderen Bezeichnungen, einfach mal auf die Inhaltsangaben achten:

Häufig handelt es sich um Lebensmittel, die mit Fructosesirup (HFCS, kurz für High Fructose Corn Sirup) angereichert wurden. Denn seine Herstellung aus Maisstärke ist besonders billig. Für den Verbraucher ist Fructose als Zutat aber nicht einfach zu erkennen. Neben Maisstärkesirup wird sie auf Verpackungen auch Inulin, Fruchtsüße oder Fructooligosaccharid genannt. Manchmal fehlt die explizite Nennung auch ganz. Denn es gibt keine Kennzeichnungspflicht. "Sie können davon ausgehen, dass z. B. Softdrinks, Fertigprodukte, Fitnessriegel, Marmeladen, Eis oder Pudding einiges an Fructose enthalten", sagt die Hamburger Diplom-Ökotrophologin Heike Lemberger.

Mein Tipp, mach Dir einen Früchtetee, lass ihn abkühlen und süss ihn mit Traubenzucker, das ist Glucose pur und ist besser als Kristall- oder Fruchtzucker. Wenn Du magst, kannst Du auch noch etwas Gerstengraspulver zufügen, dann hast Du auch noch ordentlich Ballaststoffe. Reicht das nicht aus, gibt es noch Dextro Energen. :)

Falls Du Whey Proteine nimmst, schau Dir mal Hanfproteine an, die haben zwar nicht ganz so viel Eiweiss, aber sind reich an verzweigtkettigen Aminosäuren (BCAA) und haben besonders hohe Werte der Aminosäure L-Arginin. Ausserdem sind Hanfproteine frei von sog. Trypsininhibitoren wie sie z.B. im Sojaprotein vorzufinden sind.

Es gibt noch viele weiter Vorteile, aber das war ja nicht Dein Thema. Falls Du aber Interesse hast, kann ich Dir gern einen Link dazu posten.

Also zusammenfassend, Glucose ist nicht gefährlich wenn Du sie verbrauchst, Fructose schon. Versuch so viel Zucker und Fructose wie möglich durch Traubenzucker zu ersetzen.

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Das Diabetesrisiko steigt, wenn die Bauchspeicheldrüse mit täglich sehr hohen, künstlichen Zuckerdosen konfrontiert wird. 

Für den Sport brauchst du keinen Industriezucker, sondern komplexe Kohlenhydrate mit niedrigem bis mittlerem glykämischen Index. Damit überforderst du auch nicht deine Bauchspeicheldrüse.

Wenn du extrem lange Ausdauersport machst, brauchst du natürlich Nachschub in Form von Zucker. Das sind dann aber Ausdauereinheiten über eine Stunde Dauer. 

Nach dem Kraftsport machen zuckerhaltige Getränke oder Süßigkeiten in Kombination mit Whey Protein durchaus Sinn, um die Muskulatur schneller zu versorgen. 

Aber zu allen übrigen Zeiten haben hochglykämische Kohlenhydrate als Sportlernahrung keinen wirklichen Sinn.

Die Glykogenspeicher sind ja niemals wirklich leer, und werden vom Körper auch durch die übrige Nahrung wieder aufgefüllt.

Um Diabetes zu vermeiden, sollten größere Mengen Industriezucker in deiner Ernährung möglichst vermieden, und auf die Zeiten nach dem Kraftsport oder während/nach entsprechend langen Ausdauereinheiten beschränkt werden.

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Sehr gute Frage,

Ja klar . Sport ist wichtig aber wenn du täglich Zucker in großen Mengen zu dir nimmst ist die Wahrscheinlichkeit groß

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