Diabetes: sehr hoher zucker nach alkohol?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hey

Ich hoffe, Dir geht es mittlerweile wieder besser? Es wäre schön gewesen, wenn Du geschrieben hättest, welche Art von Alkohol Du getrunken hast, denn das ist entscheidend. Und auch, was "sehr wenig" für Dich bedeutet :-) Grob zusammengefasst kann man sagen:

Für Menschen mit Diabetes Typ 1 oder Typ 2 ist Alkohol nicht verboten, für sie kann er jedoch schneller unschöne Folgen haben als für gesunde: Bereits ab einem Blutalkoholspiegel von 0,45 Promille ist die Zuckerfreisetzung aus der Leber gestört. Alkoholische Getränke ohne Zucker senken (in der Regel) den Blutzuckerspiegel.

Das Hormon Glukagon, das normalerweise zu einem sofortigen Blutzuckeranstieg führt, wirkt nicht mehr. (Zitat) „Insulin oder blutzuckersenkende Medikamente verstärken diesen Effekt noch“, sagt Dr. med. Jens Kröger, Vorstandsmitglied von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe und niedergelassener Diabetologe aus Hamburg-Bergedorf. Menschen mit Diabetes können daher nach dem Alkoholgenuss eine Unterzuckerung erleiden.

Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich Dir sagen, ein Cocktail, wo also Zucker und Alkohol zusammen kommen, hat gerne mal 3-4 BE. Anders verhält es sich mit Bier (was natürlich nicht für diese ganzen Mix-Biere gilt, denn diese enthalten oft wieder Zucker), diese senken den BZ wiederum.

Es gibt also gewisse Faustregeln, die Du nutzen kannst. Letztlich ist und reagiert aber jeder Körper individuell. Deswegen solltest Du deinen Blutzucker immer engmaschig kontrollieren, wenn Du Alkohol getrunken hast!

Gruß, Dana (Seit 30 Jahren Typ 1 Diabetikerin).

Erstmal Dankeschön für deine ausführliche Antwort! Eine frage noch: muss ich für diese zuckerhaltigen alkoholischen cocktails /mix-biere dann auch spritzen?

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@helpmegurl

@helpmegurl

Zuerst einmal danke für die Auszeichnung, freut mich, wenn mein Beitrag hilfreich war :-)

Und zu Deiner Frage: Ja. Wenn Du (z.B.) einen Pina-Colada trinken möchtest, muss Dir klar sein, dass dieser Cocktail zwischen 3-4 BE haben kann. Diese müsstest Du natürlich durch Insulin abdecken.

Jetzt wird es aber schwierig, denn: es spielen viele Faktoren mit hinein. Wann hast Du zuletzt vorher gegessen? Wie ist Dein Ausgangsblutzucker? Wie genau mixt der Barmann den Drink zusammen (etwas süß oder sehr süß)? Wie baut Dein Körper den Alkohol ab (schnell oder langsam)?

Ich zitiere da immer gerne meine Diabetologin aus den Anfangstagen meiner Erkrankung "alles eine Sache von Versuch und Irrtum" :-)

Andere Diabetiker können Dir also Tipps geben, aber Dir keine Sicherheiten im Umgang mit Alkohol geben. Du musst Dich rantasten.

Dabei solltest Du aufpassen, dass Du Menschen um Dich hast, die von Deiner Krankheit wissen und auch wissen wie mit Unter- bzw. Überzuckerungen umzugehen ist. Du solltest einen guten Ausgangsblutzucker haben (nicht zu hoch, nicht zu tief), als Grundlage solltest Du etwas leichtes Essen. Dann würde ich mit einer BE anfangen und den BZ immer wieder kontrollieren.

Letztlich kann man so viele Schulungen machen, wie man will (und das ist immer zu empfehlen), aber viele Dinge lernt man erst im Laufe der Jahre im Alltag!

Sollten noch Fragen offen sein, kannst Du dich gerne wieder melden! Alles Gute, Dana

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Wird man kaum beantworten können, mal ganz davon abgesehen, das niemand hier dafür die Vertantwortung übernehmen möchte.

Auf Deine zuvor gestellte Frage hab ich Dir erklärt, was in etwa in Deinem Körper abläuft.

Ich rate Dir gar nichts, da ich nicht Du bin. Allerdings wenn ich Du wäre, würde ich den BZ maximal auf 200 mg/dl drücken/spritzen und dann 8 Stunden später reagieren.

Natüröich weiss ich nicht, wie Du Dich überhaupt behandelst, Penner oder Pumper, stetige Basalrate oder Basalinjektion, CGM oder nicht.

Du hast Dich für den Alkohol entschieden, jetzt musst Du halt damit klar kommen. Man hatte Dir geraten, mit Deinem Diabetologen darüber zu sprechen.

Es sind halt sehr viel Faktoren zu berücksichtigen und das kann hier niemand, daher wird es auch keine brauchbare Empfehlung geben.

Nur so viel. Ein kurzfristig erhöhter Blutzucker schadet nicht wirklich, wenngleich er natürlich unvorteilhaft ist. Ketoazidose gibt es nur bei längerer Zeit stark erhöhtem BZ.

Wenn die Leberfunktion wieder einsetzt, wird der BZ weiter steigen, nur nochmal zur Erinnerung.

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