DHL Schadensfall; ausreichend verpackt; keine Äußerlichen Schäden also kein Geld?! HILFE!

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4 Antworten

Ich habe mir mein iPhone von einem Freund zuschicken lassen (Münster - München), da ich es bei meinem Heimaturlaub dort vergessen hatte. (Paket normal bis 500€ versichert)

OK.

Als es bei mir ankam war die Rückseite gesplittert.

Das deutet aber auf erhebliche Krafteinwirkung hin. Nur "Runterfallen" des Paketes genügt da m.E. nicht.

Ich habe es bei DHL eingeschickt und die haben mir bestätigt, dass das Paket ausreichend verpackt war und deswegen eine Schadensersatzvorderung genehmigen.

Immerhin. Das ist aber nur eine Bestätigung der weiteren Schadensbearbeitung, keine Zusage einer Schadenersatzleistung.

DHL [hat] mir jetzt einen Breif geschickt, dass Sie den Schaden nicht übernhemen würden, da das Paket von außen nicht beschädigt sei und deswegen nicht beim Transport beschädigt wurde !

Das kann ich nachvollziehen. Ich kann diesen Schadenshergang nämlich auch nicht glauben. Wenn wirklich die Rückseite des iPhones zersplittert ist, wie Du schreibst, müsste das Paket faktisch zwingend äußere Zeichen des Aufpralls zeigen.

Ich habe Zeugen für den Zeitpunkt des Ein- und Aupackens !

Dann benötigst Du von diesen beglaubigte Aussagen an Eides Statt.

Haben die mir doch schon quasi gesagt, das ich Geld erwarten kann oder?

Nein. S.o.

darauf beruhen lassen will ich es auch nicht !

Dann musst Du klagen.

Einen Anwalt einschlaten würde vermutlich zum Prozess führen und mir wiederum Geld kosten.

Das ist korrekt. Das Klagerisiko liegt bei Dir, und ist erheblich. Alternativen hast Du aber keine, wenn Du Ersatz willst.

Die Sachlage ist jedoch eigentlich so eindeutig, dass man es darauf fast schon ankommen lassen kann.

Nein. So wie geschildert ist vielmehr anzunehmen, dass ein Gutachter und der Richter zum selben Ergebnis käme wie DHL selbst. Irgendwer in der Versandkette lügt (meine Meinung).

Am besten Sie lassen sich erst einmal den Zeitwert des IPhone , wenn es nicht defekt wäre - von einem Fachmann nennen. Dann beantragen Sie über diese Summe, vielleicht auch geringfügig niedirger, einen Mahnbescheid. Formulare hierfür bekommen Sie in jedem gut sortierten Schreibwarengeschäft. Benennen Sie als Grund: Schadenersatz wegen Schlechterfüllung (Transportschaden). Als Anspruchsgegner müssen Sie DHL (den Vorstand)benennen. Nehmen Sie die genaue Anschrift aus dem Impressum der Homepage. Den Mahnbescheid reichen Sie bei dem Amtsgericht ein, dass für Ihren Wohnsitz zuständig ist. Gebühren für den Mahnbescheid betragen ca. € 50,--. Kreuzen Sie bitte an dass im Falle der Fristversäumung Vollstreckungsbescheid ergehen soll. Haben Sie bittekeine Angst, es selbst zu machen. Die Gerichte sind gehalten, Naturparteien fachlich zu unterstützen. Sollte DHL dem Mahnbescheid widersprechen, müssen Sie durch das Zeugnis Ihres Freundes nachweisen, dass die Sache sachegerecht verpackt war. Vielleicht aber kommt es nicht soweit. Wenn Sie weitere Hilfe brauchen, schreiben Sie mich ruhig an. Haben Sie Mut. Sie schaffen das, wenn Sie wollen.

Zackentod 07.06.2013, 00:15

...ist aber nicht sicher - und die Kosten für den Bescheid sind immer weg...

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Buerger41 07.06.2013, 12:17
@Zackentod

Wenn man nur sich wehren sollte, wenn alles sicher wäre, brauchte man weder Gerichte noch Anwälte.

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Buerger41 07.06.2013, 12:16

Ich vergaß noch hinzuweisen, dass Sie sich schriftlich die Ansprüche aus dem Transportvertrag mit DHL abtreten lassen müssen, denn den Vertrag hat Ihr Freund abgeschlossen. Daher ist er Anspruchinhaber.

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...ohne Anwalt wird das auf keinen Fall was - und ob mit, ist auch fraglich...

Eindeutig ist nur der Schaden, nicht die Entstehung...

Das Problem steckt im 1ten Satz.

ich habe mir mein iPhone von einem Freund zuschicken lassen

Das 2te Problem ist:

dass das Paket ausreichend verpackt war

Es bleibt also die Möglichkeit, dass dieser Freund wohl das Handy unfachmännisch in das Paket eingelegt bzw. brachial eingedrückt haben muss, dass dieses dabei gesplittert ist und er dies vielleicht gar nicht selbst weiß.

Selbst wenn er Zeugen hätte, so könnten diese nie bezeugen, dass die untere Seite unversehrt geblieben ist, als dieser Freund das Handy eingelegt hat.

Denn um dies bezeugen zu können, so hätten diese Zeugen es ja wieder auspacken müssen um es sich selbst anzusehen. Dies war aber nun mal nicht der Fall.

Meine Prognose zu dieser Sache:

NULL Chance. Spare dir deine Mühe.

Buerger41 07.06.2013, 12:22

Sorry, aber das sind Ausführungen von jemandem, der vorgibt Ahnung zu haben, aber die Beweislastregeln nicht beherrscht.

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user3096 07.06.2013, 15:23
@Buerger41

Beweislastregeln hin- und her.

Bei der Tatsache, dass die Ware ordnungsgemäß verpackt und dieses Paket unbeschädigt war, wird jede/m Richter/in überzeugen, dass dem Transportunternehmen keine Schuld zuzuweisen ist.

Im Übrigen hat der Handybesitzer hier einen Freund beauftragt das Handy zu versenden.

In diesem Fall geht rechtlich das Transportrisiko eh zu Lasten des Auftragsgebers bzw. des Handybesitzers.

Beweisen kann es der Freund zudem nicht ob das Handy unbeschädigt war, nachedem er es eingelegt hat, auch wenn er unzählige Zeugen herbeischafft.

Außerdem kann ja auch der Handybesitzer selbst sein eigenes Handy beschädigt haben beim auspacken.

Was mich jedoch sehr befremdet ist, dass der Handybesitzer hier schreibt. Hier hat normaler Weise der Versender, also der Versicherungsnehmer mit DHL den Schaden zu melden und Nachweise zu erbringen. Wieso ist das nicht so, dies ist schon sehr komisch?

Daher ist für mich diese Sache schon mehr als suspekt und vermute, dass auch DHL so denkt und deshalb die so bewährte Verschleppungstaktik anwendet, so wie es Versicherungen gerne tun. Meist auch zu Recht tun!

Im Übrigen häufen sich bei Folgemodelle bzw. nach Vorstellung einer neuen Generation eines neuen Gerätetypes die Schäden an Alt-Geräte extrem.

Viele Leute wollen sich halt mit fingierten Schadenfällen ein neues Gerät beschaffen und sich dadurch möglichst schadlos halten.

In diesem Fall passt der Zeitraum echt mehr als gut. Ist doch das Iphone 5 seit September 2012 bei uns auf dem Markt.

Mehr brauche ich mir nun nicht vorstellen wie die DHL Mitarbeiter in dieser Sache denken könnten.

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