Deutsh hilfe?

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4 Antworten

Der "fiktive" Erzähler – das ist nicht der Dichter selbst, aber wir erfahren nichts von ihm - ist verwundet und sein Diener bringt ihn zu einem verlassenen Schloss, in dem sie die Nacht verbringen. Das ist wie der Rahmen zu einem Bild - denn das "Bild" ist die Geschichte des ovalen Bildnisses.

Wir erfahren nichts vom Hintergrund oder wieso der Erzähler verwundet ist. Auch über das verfallende Schloss wird nichts erklärt. So ein dunkles, verlassenes Gebäude ist der klassische Ort für eine geheimnisvolle Gruselgeschichte. Die Wandbehänge und die Architektur sind fremd, alle geschilderten Einzelheiten erzeugen im Leser ein Gefühl der geheimnisvollen Unwirklichkeit.

Der Erzähler, der das Wundfieber spürt, wählt ein Zimmer, betrachtet intensiv alle Bilder und, statt einzuschlafen, liest in einem Buch, das auf seinem Bett liegt, über die Bilder.

Wie er um Mitternacht den Leuchter etwas verschiebt, im besser lesen zu können, entdeckt er noch ein Bild, ein ovales Porträt einer sehr jungen schönen Frau. Er macht kurz seine Augen zu, und dann erschrickt er, denn kurz kommt es ihm so vor, als wäre die junge Frau lebendig. Es verstört und, entsetzt ihn, wie lebensecht das Gemälde ist. Fasziniert betrachtet er das Bild mit der seltsam fremden Umrahmung, er möchte begreifen, wie der Maler diesen Eindruck erwecken konnte.

Schließlich aber wendet er den Leuchter wieder so, dass das Bild in der Dunkelheit verschwindet, und dann liest er im Buch nach, was dort über dieses Bild steht.

Das Bild stellt die Frau des Malers dar, die immer eifersüchtig auf die Kunst ihres Mannes war, weil er viel mehr Zeit mit dem Malen als mit ihr verbrachte und sie wegen seiner Kunst nicht genug von seiner Gegenwart hatte. Deshalb war sie auch bereit, ihm für ein Porträt Modell zu sitzen. Nun geschah aber das Unerklärliche: Je leidenschaftlicher sich der Maler mit seinem Werk befasste, desto mehr welkte sein Modell dahin. Er merkte gar nicht, oder wollte es nicht bemerken, dass die lebensechte Farbe, die er auf das Bild auftrug, von der Haut seiner Frau verschwand. „Er wollte nicht sehen, wie die Tönungen, die er darauf verteilte, den Wangen des Wesens entzogen wurden, das neben ihm saß“.

Als er mit seinem Bild endlich fertig war, war der Maler selbst erschüttert, so sehr war es ihm gelungen, die Lebendigkeit seiner jungen, schönen Frau darzustellen: „Wahrlich, das ist das Leben selbst!“ rief er aus, und wie er sich zu seinem Modell umdrehte, da war sie tot. Er hatte zwar ein Double geschaffen, aber beide konnten nicht nebeneinander leben. Wie sie starb, war der Übergang vom Leben in die Kunst vollständig, und das Bild hatte ihre „unsterbliche Schönheit“ eingefangen, ehe diese im Alter tatsächlich vergehn würde und vergessen werden konnte. Irgendwie, so scheint es, war der Künstler ein Vampir, der das Leben aus seinem Modell gesaugt hatte.

Die schöne junge Frau des Malers, um die es ja in der Kurzgeschichte eigentlich geht, ist eine völlig passive Gestalt. Sie verhält sich als Modell still und bewegungslos wie die Leinwand, auf der ihr Bildnis erscheint. Sie wird nur beobachtet, sowohl von ihrem Mann, der sie auf der Leinwand erstehen lässt und dessen Leidenschaft ihn zur aktiven Person in der Geschichte macht, als auch vom Erzähler, dem durch die Betrachtung ihres Bildes die Nacht schneller vergeht.

Nachdem der Erzähler aber erkennt, dass das lebende Bild nur eine Illusion gewesen war, wie er begreift, dass das Porträt zwar ein wahres Kunstwerk, aber kein lebender Mensch ist, da dreht er den Leuchter so, dass das scheinbar lebende Bild wieder verschwunden war. Der Maler aber hatte am Bild so intensiv gearbeitet, dass das Leben aus dem Menschen verschwunden war. So war das Bild geblieben.

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Kommentar von jetiame102
25.03.2012, 14:13

Vielen vielen dank du hast mir sehr weitergeholfen :-) ich hab es jetzt sogar verstanden ! also danke danke danke :-)

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Das ist wirklich lieb, dass du uns wenigstens Edgar Allan Poe als den Autor wissen lässt. Das ist schon allerhand.

Jetzt nur noch eine wirklich kleinwinzige Frage: welche Kurzgeschichte?

Dann ließe sich nämlich auch unter Umständen herausfinden, welche Tätigkeit gemeint sein könnte, von der der Schriftsteller irgendwie fasziniert ist.

Und dann wär's vielleicht auch möglich zu erläutern, wie er fasziniert ist.

Ja, und warum dankt denn eigentlich keiner hier "im Vorhinein"? Da wär dann wenigstens 1 schwerer Rechtschreibfehler weniger in einer so guten Frage.

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Kommentar von jetiame102
24.03.2012, 11:52

erst mal schon danke . dies ist meine erste frage hier und ich krieg das alles noch nicht so hin... also die geschichte heißt : das ovale portrait . ich hoffe du kannst damit was anfangen :-)

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Kommentar von jetiame102
24.03.2012, 11:52

erst mal schon danke . dies ist meine erste frage hier und ich krieg das alles noch nicht so hin... also die geschichte heißt : das ovale portrait . ich hoffe du kannst damit was anfangen :-)

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ach und thelegendkevin. soll ncht böse gemeint sein , aber ich stell hier jetzt einmal ne frage ,die ich nicht versteh und das heißt noch lange nicht das ich nachhilfe brauch ...

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Du solltest mal DeutschNACHhilfe bekommen ;)

Nur ein Tipp^^

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