Deutschland war schon immer ein Vielvölkerstaat, warum stößt dies heutzutage auf Kritik und ist die berechtigt?

 - (Politik, Deutschland, Geschichte)

Das Ergebnis basiert auf 25 Abstimmungen

Diese Kritik ist berechtigt 64%
Diese Kritik ist nicht berechtigt 36%

16 Antworten

Diese Kritik ist berechtigt

Die Menschen hatten damals sehr viele Kulturelle Gemeinsamkeiten.

Bei der Kleinstaaterei ging es im wesentlichen darum an wenn man seine Steuern etc. abdrücken muss.

Damals war es viel schwerer als heute große Staaten zu organisieren.

Und diese Kleinstaaterei hat sich in Deutschland lange gehalten.

Ausserdem hatten die Grenzen auf der Karte abgesehen von der Steuerpflicht damals im Alltag kaum Relevanz.

Diese Kritik ist berechtigt

Solche Sinnlossätze sollen den Boden für eine ungezügelte Einwanderung vorbereiten. Nach dem Motto:

"Wir waren schon immer ein Vielvölkerstaat, also komme, wer will."

Nur war die Situation vor Hunderten von Jahren eine andere. Zum einen war Deutschland damals vergleichsweise menschenleer. Zum anderen bedeutet Einwanderung gelegentlich Krieg zwischen den Eingeborenen und den Zuwanderung. Deswegen werden auch damals die Eingeborenen nicht immer von der Zuwanderung begeistert gewesen sein.

Diese Kritik ist berechtigt

Klar war es immer ein Vielvölkerstaat. Aber es macht einen sehr grossen Unterschied, ob die Völker assimiliert wurden oder nicht. Viele Menschen der Bevölkerungsgruppen, die gegenwärtig immigrieren, leisten keinen Beitrag zur Assimilation und bilden Subkulturen. Das ist nicht per-se schlecht, aber all zu oft negieren die Subkulturen auch die Rechtshoheit des Staates.

Diese Kritik ist nicht berechtigt

Eine Kultur ist niemals homogen. Das würde unweigerlich in absolute Dekandenz münden.

Es ist also immer eine Befruchtung und Bereicherung gewesen, wenn Menschen anderer Kultur ihre Einflüsse einbringen.

Wer das verweigert, hat Kultur nicht verstanden, hat ein gestörtes Verhältnis zu Identität.

Ob nun Neid, Angst oder einfach Dummheit die Quelle für Xenophobie ist, sei dahin gestellt. Aber jede Abschottung, Separierung, Homogenisierung ist zum Schaden der eigenen Kultur.

Auf ein buntes Deutschland und eine bunte Welt.

Diese Kritik ist berechtigt

Deutschland war nie ein Vielvölkerstaat. Seit der Landnahme der Germanen und der Bildung des deutschen Volks ab etwa 800 gab es so gut wie keine Einwanderung. Erst im 17. Jahrhundert wanderten einige Zehntausend französische protestantische Hugenotten ein, die sich schnell assimilierten. Zwischen 1860 und 1910 kamen 1,5 Millionen katholische Polen ins Ruhrgebiet, pro Jahr als nur 30000, und die hatten dieselbe Religion und integrierten sich schnell.

Ansonsten gab es nie Multikulti, nie andere Sprachen, nichtchristliche Religionen (außer Juden) und fremde Kulturen auf deutschem Boden.

Deine Karte zeigt keine verschiedenen Völker, sondern lediglich Fürstentümer, in denen aber überall Deutsche lebten, die deutsch sprachen und die gemeinsame deutsche Kultur hatten.

Erst ab etwa 1960 kamen Menschen andrer Kultur ins Land.

In dem Großreich dieser Karte gab es an den Rändern Mehrheiten von Polen, Tschechen, Slowenen, Italienern, Franzosen, Flamen und Holländern.

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