Deutschland nach dem 2.Weltkrieg, was konnte man tun?

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4 Antworten

Schlich und einfach! Es gab Nichts anderes zu tun als wieder aufzubauen. Geld spielte da zunächst eine untergeordnete Rolle. Nahrung musste genügend vorhanden sein, damit die Menschen Ihren Überlebensinstinkt voll und ganz auf den Aufbau konzentrieren konnten. Was jedoch viel wichtiger war, war das verloren gegangene Vertrauen wieder zu gewinnen, um von der Weltgemeinschaft langfristig Hilfe zu bekommen. Siehe Marshallplan. Zudem war die strategische Ausrichtung der Politik im Kalten Krieg ein wichtiger Schritt zur gelungenen Erholung der deutschen Wirtschaft.

Geh doch mal ins Altersheim und frage die Menschen, die dabei waren.. so bekommst Du Antworten erster HAnd...

bwohl es in Deutschland beziehungsweise dem Vorstellungsraum des heutigen deutschen (National)-Staates mehrere markante Nachkriegszeiten gegeben hat (beispielsweise nach dem Dreißigjährigen Krieg 1648, nach dem Wiener Kongress 1815, nach dem Ersten Weltkrieg 1918), haben sich die Begriffe „Nachkrieg“ und „Nachkriegszeit“ eigentlich nur für die Periode nach 1945 eingebürgert. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges lag ein Großteil Europas, so auch Deutschlands, in Trümmern. Die Alliierten beschlossen nach der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht eine Politik der Demokratisierung, der Demilitarisierung, der Entnazifizierung, der Dezentralisierung und der Demontage. Aus der Sicht großer Teile der deutschen Bevölkerung war dies aber Politik der Sieger nach der Niederlage – nur wenige vermochten die Besetzung Deutschlands als persönliche oder als allgemein-politische Befreiung vom Nationalsozialismus Deutschlands zu betrachten. Nachkriegszeit wurde in Deutschland zur umgangssprachlichen Zeitbestimmung für die Jahre nach dem ebenfalls umgangssprachlichen „Zusammenbruch“ von 1945 und zugleich eine Kontrastbeschreibung zur „Vorkriegszeit“, an die viele nun ihr Handeln direkt anschließen lassen wollten – das Leben fortsetzen. Eine „Befreiung“ wurde nur in der Sowjetischen Besatzungszone öffentlich propagiert, im Volksmund tauchte der Begriff erst viel später auf. Eben nicht für die Mehrheit, die ihre Hoffnung eher auf einen deutschen Endsieg gesetzt hatte, aber für kleinere Gruppen war es durchaus eine reale Befreiung gewesen: für die Insassen der Konzentrationslager, für die in der Zeit des Nationalsozialismus politisch Verfolgten (z. B. für überlebende Juden, Sinti und Roma, für Mitglieder der Kirchen, für Liberale, Sozialdemokraten, Kommunisten, Pazifisten, Wertkonservative u. a. m.), für „Abweichler“ (z. B. Geisteskranke, religiöse Minderheiten, Homosexuelle), für ausländische Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene. Für die meisten anderen galt, sofern es sich nicht um Flüchtlinge und Vertriebene aus den Ostgebieten handelte: Sie „merkten es gar nicht“, der Füher..war „weg“ und „die Besatzung herrschte“, mit einer parlamentarischen Demokratie konnten die meisten nichts anfangen bzw. waren diesem Regierungssystem nach dem Scheitern der Weimarer Republik entfremdet. Es überwog noch viele Jahre deutlich die Selbstwahrnehmung der Deutschen als Opfer und nicht auch Täter des Krieges. Das von Deutschen angerichtete Leid wurde verdrängt oder ignoriert. So stießen von den westlichen Besatzungsmächten initiierte Filmvorführungen über NS-Konzentrationslager bisweilen auf wütende Ablehnung; bereits wenige Jahre nach Kriegsende wurde ein „Schlussstrich“ gefordert, was „die Sache mit den Juden“ anging. Diese weitverbreitete Mentalität kam auch im gern verwendeten Begriff „Stunde Null“ für die Situation des Mai 1945 zum Ausdruck. Im Positiven überwog jedoch das Gefühl einer tiefen Erleichterung (keine Alarme mehr – man kann endlich wieder durchschlafen). Auch blieb der Überschwang der Karnevalsfeiern von 1946 bis 1949 noch lange im allgemeinen Gedächtnis. Wegen der desolaten Verhältnisse blühte vielerorts die Kriminalität, der eine schwache und überforderte Polizei kaum Herr wurde.

Hi, Zitat aus (Morgenthau Plan) Directive JCS 1067 - Link: Deutschland wird nicht besetzt zum Zwecke seiner Befreiung, sondern als ein besiegter Feindstaat. Ihr Ziel ist nicht die Unterdrückung, sondern die Besetzung Deutschlands, um gewisse wichtige alliierte Absichten zu verwirklichen. Bei der Durchführung der Besetzung und Verwaltung müssen Sie gerecht, aber fest und unnahbar sein. Die Verbrüderung mit deutschen Beamten und der Bevölkerung werden Sie streng unterbinden. Zitatende. Es gab nix, nur die Bauern hatten was. Alle größeren Städte waren zerstört. Millionen Soldaten in Gefangenschaft. Fabriken wurden demontiert. Auf den Rheinwiesenkagern krepierten und verhungerten dt. Gefangene. Die Bevölkerung litt argen Hunger. 1945/1946 wurden seltenst mal 1000 Kalorien erreicht. Meistens lag die Versorgung deutlich drunter. Kohle, Benzin gabs auch nicht.. Lebensmittelspenden aus Irland und der Schweiz wurden nicht angenommen. Dazu der Hungerwinter 1946/47, der zusammen mit einer Typhusepidemie an die 1000.000 Menschen das Leben kostete. Wobei die USA selbst Essensabfälle mit Petroleum übergoß, damit diese nicht verwertet werden konnten. Auch medizinische Produkte waren extrem beschränkt. Da gab es nur den Schwarzmarkt und Prostitution sowie Diebstahl. Wer etwas hatte, konnte zu den Bauern aufs Land wandern und tauschen. Schmuck, Bücher, Kleider gegen Lebensmittel. Waren schlimme Zeiten, insb. weil die Dutschen rechtlos waren, dazu noch aus ihrer Heimat vertrieben wurden was die Not im Rumpfdeutschland noch vergrößerte. Gruß Osmond

http://germanhistorydocs.ghi-dc.org/sub_document.cfm?document_id=2297&language=german

Trümmer mit den Händen sammeln, Arbeitshandschuhe gab es auch nicht!

http://de.wikipedia.org/wiki/Tr%C3%BCmmerfrau

die Stadt daraus wieder aufbauen...

Und wenn man Hunger hatte den Spitz der Bekannten fangen, ausnehmen, häuten, braten und Essen. Natürlich ins Geheimen, dass sie es nicht mitkriegen...

Oder Wildvögel am Weiher fangen, und diese braten...

Wen man Glück hatte hat man auch ein verirrtes Pferd auf der Straße gefunden, das man erschlagen, und das Fleisch untereinander aufteilen konnte.

Mein Opa hat erzählt, dass sie sogar damals im Winter erfrohrene Raben und Krähen vom Feld als Gulasch gegessen haben (Das Fleisch war sehr hart, und hatte Wildgeschmack!)

Das alles konnte man damals "machen" ;) !

Gruß: Isa`

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