Deutsche Geldinstitute haben das Recht, ungestraft an kriminellen Aktionen wie der Erpressung mit Hilfe von Computerviren zu profitieren. Wieso eigentlich?

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7 Antworten

Wenn wir anfangen würden, Ukash oder Paysafe nur deshalb zu verurteilen, weil sie gerne mal ganz gezielt kriminelle Energien fördern (wie beim "Bundespolizei-Trojaner"), müssten wir irgendwann auch darüber nachdenken, wie Kriminaltät ohne die Unterstützung unserer Banken aussehen würde.

Steinzeitlich.

Ich will das nicht!

Früher wurden Menschen mit Hilfe von Waffen ermordet. Heute werden sie mit Hilfe von Banken erpresst.

Dettelbach in Unterfranken z.B. hat die epresste Summe überwiesen. Die Bürgermeisterin lebt noch. Ohne Ukash oder Paysafe hätte man sie sicher einfach gekillt.

Ich finde es deshalb gut, wenn die Bundesregierung solche kriminellen Geldinstitute ungestraft gewähren lässt. Wenn die Merkel solche Typen verärgern würde, würden die sie bestimmt auch umlegen. Oder wir Steuerzahler müssten Merkels Monatseinkommen alleine bestreiten.

Das kann niemand wollen, der ein wenig Sinn für die Funktionsweise unserer Wirtschaft hat.

Als nächstes willst du bestimmt auch noch Korruption oder Steuerhinterziehung kriminalisieren. Und dann jammern, wenn tausend deutsche Multimillionäre aus unserem Land wegen Unterdrückung nach Monaco fliehen würden.

Schattentraum

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Kommentar von TanjaStauch
27.03.2016, 03:18

Du kennst dich ziemlich gut mit der Realität aus.

Und beschreibst sie leider so, wie ich sie auch kenne, aber nicht öffentlich beschreiben würde.

Liebe Grüße,

Tanja

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Haben sie denn wirklich das Recht daran zu verdienen? Es ist sehr schwierig rechtmäßig erworbenes Einkommen von unrechtmäßig erworbenem zu unterscheiden.

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Kommentar von TanjaStauch
27.03.2016, 03:23

Ja.

Banken haben in Deutschland IMMER das Recht, Geld zu verdienen. Sie haben auch an zwei Weltkriegen und an Völkermord mitverdienen dürfen.

Und was sie auf Kosten von Millionen von Menschenleben kassiert haben, haben sie immerhin RECHTMÄSSIG erworben.

RECHT ist - keinesfalls immer - aber manchmal eben doch das Gegenteil von GERECHTIGKEIT.

Grüße,

Tanja

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Sie begehen diese Straftaten ja nicht. Die Straftaten begeht ein Krimineller, der bei Verfolgung und Festnahme auch mit entsprechender Strafe rechnn muss. Die Bank hat an Sich ja nichts verbotenes getan, denn die Weiterleitung von Geld ist erstmal ihre normale Geschäftstätigkeit.

Ansonsten müsste man auch die Post dafür bestrafen, dass sie einen Erpresserbrief zugestellt hat oder eine Tankstelle dafür bestrafen, dass sie einem Bankräuber Benzin für sein Fluchtauto verkauft hat.

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Kommentar von TanjaStauch
21.03.2016, 21:41

Da gibt es einen kleinen, aber feinen Unterschied: Die Bank kann sehr gut nachverfolgen, auf wessen Konto das Lösegeld landet.

Und sie könnte zumindest nach den ersten Straftanzeigen die bewusste Unterstützung der Verbrecherinnen sehr gezielt einstellen. Die von Schattentraum genannten UKash und Paysafe hielten bei diversen Trojanern ganz gezielt die Hände auf.

Okay, ich persönlich habe den Verdacht, dass sich die ganzen "Marken-Konzerne", die mit solchen Geldinstituten ganz offen zusammenarbeiten und ihre Logos stolz auf den Trojaner-Seiten präsentieren, in dieser kriminellen Umgebung wohl fühlen.

Seriöse Konzerne würden sich von dieser Art Werbung deutlich distanzieren und sicher auch Möglichkeiten finden, sie erfolgreich zu unterbinden. Aber "Seriös" und "Konzern" passt heute wohl zusammen wie ein "schwarzer Schimmel".

Grüße,

Tanja

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Dann liefere dafür mal einen Beweis. Bis dahin gehe ich mal davon aus, daß du dir da etwas zusammenfantasierst.

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Kommentar von TanjaStauch
20.03.2016, 00:58

Jup. Reine Phantasie. Zumindest für alle Menschen, die noch nie mit von einem Virus betroffen waren.

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Kommentar von Schattentraum
20.03.2016, 01:06

Die Bürgermeisterin von Dettelbach war auch so eine Fantastin und überwies 450 Euro.

Okay. Die Gemeinde hat jetzt mindestens 100.000 Euro Schaden, weil die Daten sich trotzdem nicht wieder herstellen ließen.

Aber irgendwo sind die 450 Euro angekommen. Und ein Geldinstitut hat sicher ein paar Cent davon mitkassiert. Und nicht nur von diesem Deal.

Aber ich bin Fan des Kapitalismus und käme deshalb nie auf die Idee, eine Bank dafür zu verurteilen, nur weil sie offensichtlich Verbrechen begeht. Oder von ihr zu verlangen, das Bankgeheimnis zu lüften und offen zu verraten, wen sie da begünstigt.

Sonst würden wir Banken ja geradezu zu schlimmeren Verbrechen zwingen.

Schattentraum

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Nach der gleichen Logik müsstest du z.B. auch die Betreiber von Telefonnetzen verurteilen, weil auch Telefonverbindungen zur Begehung von Straftaten genutzt werden, und die Betreiber ebenfalls daran verdienen.

Dasselbe könnte man auch anwenden auf z.B. Postdienste, öffentliche Verkehrsmittel, Autohersteller... - ja im Grunde auf jede Branche, weil nahezu jedes Produkt oder jede Dienstleistung auch in irgendeiner Form in Verbindung mit kriminellen Aktivitäten genutzt werden kann. Was ist mit den Herstellern und Verkäufern von Lebensmitteln, mit denen sich Kriminelle ernähren? Oder dem Hersteller des Papiers, auf dem ein Erpresserbrief geschrieben wird?

Kurz: Das in deiner Frage genannte Problem ist nicht auf Geldinstitute beschränkt und in der Praxis vom Anbieter eines Produktes oder einer Dienstleistung auch nicht so einfach zu lösen.

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So eindeutig läßt sich das nicht nachweisen.

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Kommentar von TanjaStauch
27.03.2016, 03:30

Nein. Nachweisbar ist vieles nicht.

Nicht mal die Schwerkraft. Sie wurde bisher noch nie "bewiesen".

Aber eben auch noch nie glaubhaft widerlegt.

Ich persönlich glaube an die Schwerkraft.

Und an die Schuld von Geldinstituten, die sich den Behörden gegenüber weigern, irgendwelche Informationen herauszugeben, die einen Sachverhalt klären könnten. Mit der Begründung, dass solche Informationen "unwirtschaftlich" sein könnten.

So wie ein Mörder halt auch nicht dazu verpflichtet ist, gegen sich selbst auszusagen. Weil es ihn belasten könnte.

Grüße,

Tanja

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Wieso profitieren Banken an kriminellen Aktionen? Wie ist das gemeint?

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Kommentar von TanjaStauch
27.03.2016, 03:15

Nicht so, wie du denkst.

Nur so, wie sie es real tun.

Also ziemlich pervers.

Aber die Realität ist zu dreckig, um das hier zu wiederholen.

Grüße,

Tanja

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