Deutsche Bank kündigt Konten tunesischer Studenten ohne Angabe von Gründen

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13 Antworten

hm......

  • Zentrale der DB anfragen.

  • Ggf. mal die Tun.Botschaft ins Boot nehmen.

  • Regionale Presse

  • Verbraucherzentrale

  • BaFin. ev.

Wäre nett, wenn du uns hier auf dem laufenden halten würdest.

•Regionale Presse

Damit würde ich direkt zu BILD gehen - die stehen doch auf solche Ausländerfeindlichkeiten für ihre Berichterstattung.

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@Innerlicht

Genau! Nachdem der Fragesteller auch schreibt

"Dass die Bank Gebrauch von einem Abschnitt der AGB macht [...], ist ja nicht sehr schlimm."

Sollte man da durchaus gleich die vollste Eskalationsstufe wählen! Immer mit Vollgas drauf. :-D

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Meine Frage hierzu wäre, ob es sinnvoll wäre, dass man eine Klage gegen die Bank einrichtet, weil sie mit so einem Akt eine Art von Diskriminierung ausübt.

In meinen Augen ist dies diskriminierend und damit unwirksam. Ob die Sache allerdings Aussicht auf Erfolg hätte solltest du ehr einen erfahrenen Rechtsanwalt fragen. Ein streitiges Verfahren im dem du als Kläger beweislastig wärst, solltest du niemals ohne Rechtsbeistand führen.

Es bleibt auch immer eine Möglichkeit sich an die Presse zu wenden, besonders wenn dies Methode zu haben scheint.

Wie du selbst schreibst, ist die Bank gar nicht verpflichtet, ihre Kündigung zu begründen.

Vielleicht liegt eine Namensgleichheit mit einem Konto vor, auf dem "ungewöhnliche Beträge" transferiert wurden

Eine Klage wegen des Antidiskriminierungsgesetzes kostet nur Geld und bringt dich nicht wirklich weiter.

Die Antwort, wie man da vorgehen könnte, hat dir ja schon jenshiller gegeben.

Und wenn du nun ein neues Konto brauchst, empfehle ich die HypoVereinsbank. Das Girokonto ist dort kostenlos, unter der Bedingung, dass du jeden Monat EUR 25 auf ein Sparkonto bei der HypoVereinsbank einzahlt. Damit kann man leben, finde ich. Sparen schadet ja nicht.

Das Konto bleibt auch kostenlos, wenn du irgendwann nicht mehr studierst.

http://www.stuvus.uni-stuttgart.de/

Die Studenten könnten sich an die Sudierenden vertretung wenden


alle Betroffenen können sich an den Internatianlen Ausschuss der Stadt Stuttgart wenden

stuttgart.de/internationalerausschuss

vergleichbar mit einem Ausländerbeirat


außerdem kan sich jeder von Euch an die Auslandsvertretung oder das Konsulat von Tunesien wenden ....


evtl. wäre auch die einschaltung der Presse nicht schlecht ..

aber das macht gglfs. auch einer der oben genannten ...

schalte unter diesen Umständen doch ganz einfach die Ausländerbeauftragte der Bundesregierung Bundesministerin Aydan Özuguz ein. Auch Leserbriefe in der lokalen und überregionalen Presse (Bildzeitung) können mit Sicherheit die DB unter Druck setzen. Abgesehen davon halte ich von der DB sowieso nicht viel, geht lieber zu einer Sparkasse oder zur Volksbank, denn wenn ihr zur Postbank geht kann früher oder später das gleiche passieren, da beide inzwischen eng verbunden sind.

Wenn trotz Rückfrage tatsächlich eine Begründung verweigert wird und eine Häufung unter tunesischen Studenten vorkommt, könnte ein öffentliches Interesse an diesem Umgang der DB mit ihren Bankkunden bestehen. Vielleicht interessiert sich eines der einschlägigen Fernsehprogramme dafür (WAS o.ä.).

Die bereits beschreibenen Schritte einreichen. Zusaetzlich vielleicht noch ueber SAT.1 Akte die Story einreichen. Oder ZDF Hammer der Woche. Unglaublich...

Zurueck zur Deutschen Bank wuerde ich an Deiner Stelle nach Klaerung der Lage aber nicht gehen. Fuer solches Verhalten sollten die nicht noch mit Kundentreue belohnt werden.

Es gibt sicherlich lokale Banken (Volksbank, Sparkasse, Sparda usw.) die Dich gerne als Kunden aufnehmen.

An den Petitionsausschuss des Bundestags wenden dann kommtdas Thema eventuell in der Politik an.

"Letztes Jahr zu dieser Zeit..." ..."dass sie alle Studenten/innen (bzw. Ingenieure) tunesischer Herkunft sind, welche an der Uni Stuttgart studieren..."

Sieht wohl eher nach einem Fake-Schreiben aus - als E.Mail?...

Was sagt denn die Deutsche Bank dazu?

Ich kann mir kaum vorstellen, daß völlig grundlos Bankkonten nur von einer Volksgruppe gekündigt werden - und das jedes Jahr wiederholend? - zumal das schon längst publik geworden wäre...

Korrektur

Ich habe gerade etwas gefunden - in der Tat wird gewissen Ausländern pauschal das Konto verweigert - auch pauschale Kontoauflösungen werden vorgenommen.

Das betrifft in erster Linie iranische und syrische Bürger aber wohl auch Tunesier.

Das ist schon seit Jahren (seit mind. 2006) bekannt und betrifft auch andere Banken.

Der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, dem auswärtigen Amt sowie der BAFIN ist das also bereits bekannt - es gab hierzu auch eine Anfrage im Deutschen Bundestag.

Man beruft sich teilweise auf entsprechende Schreiben von div. Aufsichtsbehörden, die jedoch eine Aufforderung einer pauschalen Verweigerung von Konten allerdings nicht ausdrücklich fordern.

Emily Haber, Staatssekretärin im Auswärtigen Amt, wies den Präsidenten des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken bereits in einem Brief (2013) darauf hin, dass es "nach deutschem und europäischem Recht keine Verbote hinsichtlich der Eröffnung und Führung von Konten für iranische beziehungsweise iranisch-stämmige Personen in Deutschland gibt". Es sei denn, sie wären auf der entsprechenden Liste der EU namentlich aufgeführt.

Die Deutsche Bank, Commerzbank und andere verweigern im Hinblick auf das Bankgeheimnis meist die Auskünfte, über die Gründe der Vorgehensweise; ansonsten wird lapidar auf "geschäftspolitische Gründe" verwiesen.

Der Hintergrund wird aufgrund Problemen der Banken in den USA vermutet.

Keine Bank möchte aufgrund von Sanktionsbeschränkungen vom US-Bankenmarkt ausgeschlossen werden - daher möchte man gewisse Staatsangehörige nicht mehr als Kunden haben; zudem machen wohl Geschäftspartner aus den USA Druck, sich von gewissen Kunden zu befreien.

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@DerSchopenhauer

Es gibt allerdings hilfsweise zunächst die Möglichkeit eines Sperrkontos für ausländische Studenten einzurichten - weitere Infos dazu bei den Banken..

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@DerSchopenhauer

Man sollte sich daher zunächst an die Antidiskriminierungsstelle des Bundes wenden und auch das auswärtige Amt konsultieren (Frau Huber ist allerdings nicht mehr Staatssekretätin im aA) - hier sind nunmmehr Stephan Steinlein oder Dr. Markus Ederer als Staatssekretäre zuständig.

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@DerSchopenhauer

Danke für die Info. Das mit den iranischen Studenten habe ich auch mitbekommen. Das gehört aber zu den wirtschaftlichen Sanktionen von dem Westen gegen den Iran. Mit Tunesien hat sowas zumindest meiner Meinung kaum zu tun. Das Land wird von Deutschland offiziell wirtschaftlich unterstützt und es macht dann kaum einen Sinn, wenn gleichzeitig tunesische Bürger von deutschen Banken ausgeschlossen werden. Außerdem hat dies in unserem Fall nur mit der Deutshen Bank zu tun. Sowas ist nie mit einer anderen passiert und die betroffenen hatten alle Konten bei anderen Banken geöffnet und haben dabei und danach gar keine Probleme gehabt.

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@Moduro

Die Iraner sind ja nur ein exemplarisches Beispiel und es betraf sowohl andere Staatsangehörige als auch andere Banken, aber eben am meisten traf es Deutsche Bank Kunden - ich habe ja geschrieben, daß die vermeintlichen Ursachen wohl nicht in Deutschland zu suchen sind, sondern in den USA; die USA selbst und die Investoren in den USA sind insofern rigoroser, alsdaß sie ggf, pauschal weitere Staatsangehörige muslimischer Staaten als "unerwünschte" Bankkunden ansehen.

Die Deutsche Bank ist die größe Bank aus Deutschland in den USA - ein nicht unerheblicher Teil der Umsätze wird dort getätigt und man möchte hier ggf. nichts riskieren - ein Sachzwang zum Nachteil in Dewutschland lebender ausländischer Kunden auf seiten der Deutschen Bank könnte vermutet werden.

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Ich würde es an deiner Stelle auch einfach mal bei der Presse / den Medien probieren. Da es für dich wohl schwierig sein wird, das Ganze vor Gericht beweisen zu können, ist etwas Medienrummel da sicher die bessere Alternative. Die bleiben da schon dran, wenn sie deinen Verdacht teilen und setzen die Deutsche Bank ziemlich unter Druck.

Finde das, was du geschrieben hast, wirklich unerhört. Würde mich bei der Deutschen Bank allerdings auch gar nicht wundern.

Ich würde die Verbraucherzentrale kontaktieren

Vergiss die Verbraucherzentrale. Die braucht kein Mensch. Die wollen von einem Gebühren - und zwar nicht nur dann, wenn man selber von denen eine Auskunft möchte, sondern auch dann, wenn man die auf etwas aufmerksam machen möchte, was nicht so läuft, wie es soll.

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Meine Frage hierzu wäre, ob es sinnvoll wäre, dass man eine Klage gegen die Bank einrichtet, weil sie mit so einem Akt eine Art von Diskriminierung ausübt.

Deine Beweisführung dürfte schwierig werden....

Diskriminierung

wirst du auch beweisen müssen...

Dass die Bank Gebrauch von einem Abschnitt der AGB macht und Konten ohne Angabe von Gründen kündigt, ist ja nicht sehr schlimm

Na also...was soll die Aufregung ?

Es gibt doch genug Banken^^

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