Deutsche Bahn. zu unrecht von Schaffnerin wegen Schwarzfahren bestraft?

11 Antworten

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Die Strafe wurde dir zu Unrecht erteilt. Klarer Fall von Schikane und typisches, sehr hinterwäldlerisches Machtgehabe über Jüngere. ( ich vermute das du im Teenager Alter bist )

Dein Verhalten war moralisch und rechtlich absolut großartig. Du hast perfekt gehandelt. Erst siehst du keinen ( oder auch defekten, wäre das Gleiche ) Fahrkarten Automaten am Bahnsteig.

Dann ist auch im Zug kein Fahrkarten Automat vorhanden. Daraufhin suchst du freiwillig von dir aus und völlig korrekt im ganzen Zug ( was du in so einer Situation auch musst ) nach einer Schaffnerin, um bei selbiger ein entsprechendes Ticket lösen zu können.

Anstatt sich diese Schaffnerin nun über dein vorbildliches Verhalten freut und dir ein entsprechendes Ticket ausstellt, stellt sie dich gegen jede Logik als Schwarzfahrerin hin und verlangt von dir das erhöhte Beförderungsentgelt.

In der Hinsicht ist das ein versuchter Betrug nach § 263 StGB von der Schaffnerin gewesen.

Nun ist hier auf beiden Seiten die Beweislage dünn. Beide habt ihr keine Zeugen. Doch das musst du auch nicht. Eine Schaffnerin kann ja auch viel erzählen.

Selbst wenn man ein gültiges Ticket hat, kann sie aus Spaß an der Freude und aus reiner sadistischer Willkür behaupten, man hätte bei einer Kontrolle eben gar kein ( gültiges ) Ticket vorgezeigt.

Ich rate dir:  Mach eine Kopie vom "Knöllchen" und schreib unter Beilage dieser Kopie einen Brief an das entsprechende Verkehrsunternehmen ( steht auf dem "Knöllchen" drauf, Adresse evtl. googeln ) .

Dort schilderst du sachlich, möglichst frei von jeglichen Emotionen und Ausrufezeichen, den Vorfall und äußerst, dass du den absoluten freiwilligen Willen hattest, eine Fahrkarte kaufen zu wollen, die Schaffnerin dir das aber gänzlich verweigerte und überhaupt nicht auf dich einging.

Das sie andere Fahrgäste, die ebenso keine Tickets hatten aber nicht wie du auf die Schaffnerin zukamen, viel freundlicher behandelt hat. Dazu schreibst du das es an deiner Einstiegshaltestelle XY ( Name des Orts ) keinen Fahrkarten Automaten gibt und dieser auch nicht im Zug vorhanden war.

Das lässt sich alles durch das Unternehmen nachprüfen. Als Abschluss bittest du darum, dass das Unternehmen von dem erheben des erhöhten Beförderungsentgelt und einer Strafanzeige wegen Erschleichen von Leistungen ( schwarzfahren, § 265a StGB ) absehen und dies dir schriftlich bestätigen soll.

Dazu verlangst du, dass das Unternehmen die Schaffnerin zu ihrem Verhalten befragen soll und du dich über selbige wegen ihren nicht hinnehmbaren Verhalten beschwerst.

Auf Strafanzeigen gegen die Schaffnerin würde ich aber verzichten. Denn die wird wenig erfolgsversprechend sein. Zu wenig Beweise.

Teenager nicht, aber habe den berühmt berüchtigten Migrationshintergrund und eine Kappe verkehrt herum auf dem Kopf. Ich wollte aber nicht direkt mit Rassismus Vorwürfen beginnen.

Vielen Dank für die sehr umfangreiche Antwort. Ich werde genau so vorgehen.

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@Husi93

Es ist ok, dass du nicht gleich diese Rassismus Schiene gefahren bist, aber ist es auch nicht verkehrt das du es mal erklärt hast.

Sahen denn andere kontrollierte Fahrgäste, die auch kein Ticket hatten und die du beim kontrollieren beobachtet hast, irgendwie nach einem Migrationshintergrund aus?

Wenn nein, dann liegt wohl Rassismus oder zumindest pure Schikane durch dein Aussehen vor. 

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Hallöchen. Da ab dem 13.12 Fahrplanwechsel war bzw jedes Jahr ist, wird die privat Bahn die dort gefahren ist die Strecke an die DB abgegeben haben. Diese wird wohl nicht wissen, dass dort kein Automat steht, dementsprechend die Reaktion der Kontrolleurin.
Geh zum Service Center des nächst Grossen Bahnhofs und rede mit denen, ich denke, dass diese nicht einknicken werden, da die Leute dort nicht wissen ob dort ein Automat steht oder nicht, zudem darf man nur einsteigen, wenn man eine gültige Fahrkarte hat, ist in dem Fall doof. Mein Tipp, bevor du einsteigst schau ob ein kontrolleur an deiner Station draussen steht und den abfahrauftrag gibt und rede mit diesem vorher darüber, dann müsste er dir auch ein ticket ausstellen.
Bezüglich der Strafe, sollten die Leute nicht einknicken, dann ist es schwer da was zu machen, sprich zahlen und drauf aufmerksam machen, dass dort kein Automat steht.
Liebe grüsse und viel Erfolg.

Nadine.

Ich habe gerade gelesen, dass dort die westfahlenbahn fährt. die sind nicht dafür befugt Automaten auf die Bahnhöfe zu stellen, da diese der DB gehören und den privat bahnen die Gleise nur vermieten bzw die privat Bahn dafür zahlt da zu fahren. Ich würde an deiner Stelle Beschwerde einreichen bei der westfahlenbahn!

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@naddel26091994

naddel:  Wenn am Einstiegsbahnhof kein Ticket Automat des entsprechenden Verkehrsunternehmen steht, ist das nicht das Problem des Kunden.

Dann muss und darf der Kunde das Ticket erst im Zug kaufen. Wenn auch dort kein Ticket Automat ist, dann geht der Ticket Erwerb nur über die Schaffnerin, was dann gerade keine Straftat und auch sonst kein Fehlverhalten darstellt.

Man muss niemals auf Teufel komm raus ein Ticket vor Fahrantritt besitzen. Soll man es sich aus dem Schuh ziehen? Auch ist man nicht verpflichtet ein Online Ticket zu kaufen.

Wenn man angeblich vor Fahrantritt ein gültiges Ticket besitzen muss, warum hat die Schaffnerin bei den ganzen Personen, die im Zug der Fragestellerin mit anwesend waren und kein Ticket hatten, nichts diesbezüglich gesagt?

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Lese heute hier durch Zufall die Beiträge -ungeachtet der sich heftigst widersprech-enden Einschätzungen vieler Vorkommentatoren- mit Interesse gelesen und fühle mich dazu veranlasst verspätet einen umfänglichen Beitrag zu schreiben.

Spätestens mit bundesweit geltender Anpassung des Erhöhten Beförderungsentgelts (vulgo: Strafe aus dem Vorhalt des "Schwarzfahrens") von Euro 40,- auf Euro 60,- zum 01. Juli 2015 haben sich alle damit befassten Interessenvertreter (Politiker, ÖPNV-Vorstände und Repräsentanten eines hoch-lukrativen neuen Geschäftsfeldes nämlich dem "Nachforderungsinkasso") von der Öffentlichkeit und der Justiz weitestgehend unbemerkt phantasievolle neue "Rechtsinterpretationen" einfallen lassen und erweiterte Handlungsvollmachten für sich gewinnmaximierend in den Allgem. Beförderungsbedingungen versteckt.

Der Einfachheit halber hat man zuerst die gesetzlichen Regelungen zur Beweis- führung einer Tatfeststellung nach § 265 a StGB (vulgo: schon benannte Schwarz- fahrt unter dem Begriff "Leistungserschleichung") in der Neufassung der Allgem. Beförderungsbedingungen nach StGB durch Beweisumkehrlast dem Fahrgast für den Fall einer unberechtigt erhobenen Nachforderung auferlegt (darauf spekulierend das kaum ein Fahrgast über persönliche Eloquenz oder ausreichende juristische Kenntnisse verfügt sich erfolgreich gegen eine unberechtigte Forderung zu wehren). Im nächsten Schritt hat man trickreich faktisch alle Widerspruchsgründe, (z.B. "kein Kleingeld annehmender Fahrkartenautomat", "defekter Fahrkartenautomat", "kein Fahrkartenautomat im Zug", "kein Zugbegleitpersonal mit der Bereit- schaft Fahrkarten im Verbund zu verkaufen" oder "Zeitkarte zuhause vergessen") zu haltlosen Schutzbehauptungen uminterpretiert. Um hier trotzdem noch vereinzelt vorkommende Widersprüche möglichst für Erfolgsfälle zu behindern, werden seit längerem auf den Feststellungsbelegen (EBE oder FN-Nacherhebung tituliert) keine vollständigen Unternehmensadressen mehr angegeben und Widerspruchsfristen auf max. 7 Kalendertage (nicht Werktage) begrenzt. Zum Schluss wird seit Neuestem das bei vielen Unternehmen eingesetzte und i.d.R. häufig nur massig qualifizierte Kontrollpersonal dazu angehalten, in möglichst vielen Fällen einer durch sie festgestellten "Leistungserschleichung" die Datensätze in ihren Prüfgeräten immer nur mit "00" (keine Fahrkarte)zu kodieren. Etwaig vorgebrachte Begründungungen für das Fehlen einer gültigen Fahrkarte (wie schon oben erwähnt) werden so bewusst und gewollt ignoriert.

Die hier angeführten Veränderungen bringen faktisch allen Verkehrsunternehmen bei dieser Art und Auslegung der Fahrkartenkontrolle und der daraus abgeleiteten Nach- forderungen eine lukrative Mehreinnahmequelle, da diese nur dem die Kontrolle durchführenden Unternehmen selbst zur Anrechnung kommt und keiner Veröffentlichungspfllicht unterliegt.

Um das einmal etwas genauer zu betrachten, soll an dieser Stelle besonders die DEUTSCHE BAHN AG, incl. ihren Töchtern DB Regio AG, als Betreiber der bundesweit in allen Verkehrsverbünden majoritätsbeteiligten S-Bahnen hervorgehoben werden. Es sind in einzelnen Verbünden wiederum einzelne S-Bahn-Linien bekannt, auf denen eine fast 100%ige Kontrolldichte aus Sicht des Unternehmens monatlich Mehrein- nahmen aus Kontroll-Nachforderungen in höheren Mio-Beträgen erzielt werden. Um dieses mit Kontrollen bestmöglich sicher zu stellen werden die Kontroll-Mitarbeiter -egal ob im eigenen Tochterunternehmen "DB Sicherheit" oder bei privaten Dienst- leistern tätig- arbeitsrechtlich dazu verpflichtet je Einsatzstunde mindestens eine "Leistungserschleichung" je Kontrolleur festzustellen. Alle Feststellungen werden, wie bereits vorher schon erwähnt, nur als "00" kodiert und alle Beschuldigten werden unter Erhebung der Personaldaten aus amtlichen Ausweispapieren erfasst. Die Daten werden onlline direkt an bahn-eigene Server übermittelt und dauerhaft (fragwürdig) gespeichert.

Hier kommt jetzt ein bemerkenswertes Firmenkonglomerat zum Einsatz: unter der Firmierung "DEUTSCHE BAHN AG Fahrpreisnachforderung", Baden-Baden, findet sich unter gleicher Firmierung und Adresse ein juristisch höchst fragwürdig agierendes Inkasso-Unternehmen aus dem Unternehmensbestand der BERTELSMANN Verlags- gruppe: "ARVATO Finance Solutions". Gleichzeitig auch "INFOSCORE Forderungs- managment GmbH" als deren Tochterunternehmen für den Aufgabenbereich des FN-Forderungsinkassos fast aller Verkehrsverbund-Unternehmen aus der Verbundpart- nerschaft mit S-Bahnen der DB Regio AG.

Wer also eine FN-Erhebung -ungeachtet ihrer Berechtigung- nicht binnen einer Woche in Höhe von Euro 60,- auf das Konto des kontrollierenden Verkehrsunternehmens überwiesen hat, wird mit dem 8. Kalendertag als "Schuldner" an die Firma "INFO- SCORE Forderungsmanagment GmbH" weitergereicht und ab dann ebenfalls in deren Systemen erfasst. Nächster Schritt ist dann eine um das bis zu Dreifache der Ausgangsforderung verteuerte Nachforderung. Schon mit dem ersten Brief unterbreitet man dann scheinheilig ein Teilzahlungsangebot; damit soll der "Schuldner" zu einem Forderungsangebot übertölpelt werden. Wie das im Detail abläuft ist an vergleichbarer Stelle schon ausführlich beschrieben worden, muss hier also nicht mehr wiederholt werden. So lange allerdings von INFOSCORE der Individual-Mandatsnachweis zur Durchführung solcher Inkassoforderungen nicht beigefüht ist, kann man diese Schreiben ruhigen Gewissens in die Ablage "P" über- führen. INFOSCORE Forderungsmanagment GmbH betreibt nur in Ausnahmefällen weitergehende Beitreibungsmassnahmen selbst, sondern versucht des höchsten noch einmal über die zufällig ebenfalls unter gleicher Adresse residierende "Rechtsanwaltsgesellschaft R. HAAS & Kollegen" oder tauscht "Schuldnerdaten" mit weiteren, ebenfalls bereits bekannten Inkasso-Unternehmen. Wer mit seinen Daten einmal in diesem Datenkarussel landet kommt nur in einzelnen und nachdrücklich betriebenen Fällen wieder heraus.

Seit kurzen gibt es von dort aber offensichtlich zusätzlich eine neue Inkasso-Masche: es wurde bereits bekannt dass über ARVATO an zahlungsunfähige "Schuldner" ein weiteres Unternehmen aus dem Konglomerat namens "reBuy" herantritt und anbietet für den Schuldner die Zahlungsverpflichtung bei INFOSCORE zu übernehmen. Im Gegenzug soll der Schuldner zum Weiterverkauf entbehrliche Wirtschaftsgüter zur Zeitwert- ermittlung bei "reBuy" anzuzeigen, eine Kaufofferte zu akzeptieren und diese Gebrauchtgüter zu deren abschliessende Wertermittlung an das Unternehmen "reBuy" zu schicken. Ein Schelm der Böses dabei denkt!!!

Sorry für die systemeigenen Worttrennungen und einzelne Schreibfehler aus automatischen Wortvervollständigungen. Der fehlerfreien deutschen Sprache bin ich ansonsten mächtig.

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