Deutschaufgaben für Flüchtlinge?

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7 Antworten

Ich finde den Einstieg mit "Ich soll ..." schon mal schwierig. Was sagen denn "die Flüchtlinge"? Vermutlich sagen sie alle etwas anderes und haben unterschiedliche Voraussetzungen und Bedürfnisse. Jedenfalls müssen die erst einmal wollen, bevor Du loslegen kannst. Ich würde ihnen nichts vorsetzen, sondern würde sie fragen, was sie für Interessen haben.

Es gibt eine "Willkommensbroschüre" in mehreren Sprachen. Vielleicht kannst Du deren Inhalt als Vorlage oder Ideengeber verwenden. Es geht unter anderem um Sitten und Gebräuche in Deutschland.

http://www.refugeeguide.de/de/

Gruß Matti

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Hallo,

es gibt mittlerweile kostenlose Unterrichtsmaterialien im Internet: Die Deutschlehrer tauschen sich so aus.

Hier sind zwei  Links:

http://wikis.zum.de/willkommen/Hauptseite

hier bitte die beiden Links unten beachten: Arbeitsblätter Deutsch, Materialien zum Deutschlernen:

http://www.zdf.de/menschen-auf-der-flucht/arbeitsmaterialien-zum-deutschlernen-40063244.html


Du findest im Übrigen auch Bücher für Deutsch als Fremdsprache in der Stadtbücherei. Die sind  nicht alle gut. Ich kann empfehlen,  auch die speziellen für Jugendliche auszuleihen, auch wenn Du Erwachsene unterrichtest. Sie sind weniger Grammatiklastig.

Nach der Gliederung so eines bUches kannst Du dann ungefähr vorgehen.

Ich würde ganz einfach zunächst mit der Personenvorstellung beginnen und dazu Fragen sowie Antworten einüben : Wie heißt Du? Ich heiße...

Das schreibst du dann an die Tafel und spricht es ersteinmal selbst vor. Das lässt Du dann jeden Teilnehmer mit dem Nachbar üben.

Da es offenbar kein offizieller  Sprachkurs/Integrationskurs ist, bist Du ja relativ frei und musst keine grammatischen Verrenkungen exerzieren, so kannst Du, wie in dem oben beschriebeben Beispiel zunächst einmal Alltagssituationen durchnehmen: Sich vorstellen, Einkaufen, auf dem Amt etc.

Ich würde viel mit Bildern und Körpersprache arbeiten.

Viel Erfolg!





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Hallo, ich unterrichte derzeit 3 Flüchtlingskurse, die Teilnehmer haben bei Null angefangen. Ich verwende dafür vom Klett Verlag Literatur für Einstiegskurse mit den Titeln "Berliner Platz" und "Zusatzaufgaben". Teilweise verwende ich zusätzlich Kopien aus "Schritte 1 Plus". Da die Flüchtlinge in der Regel das Geld für diese Bücher nicht ausgeben wollen, scanne ich meist die Seiten ein und werfe sie mit einem Projektor an die Wand und lasse die Aufgaben von den Flüchtlingen an der Tafel /Whiteboard lösen, das macht dann den Unterricht interaktiv.

Gruß

Wolfgang

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Eine Frage vorweg, in welcher Stadt lebst Du denn? Ich wohne in Hamburg und es ist beinahe unmöglich Stellen mit Flüchtlingsbezug zu finden, ich hab mich schon totgesucht daran! :o   

Ich würde sagen, dass du natürlich je nachdem wie weit sie sind anders vorgehen musst. Können sie alle schon lesen, schreiben? Ich unterrichte Flüchtlinge seit einigen Monaten in Deutsch und alphabetisiere sie zum Teil auch. Ich habe auch tatsächlich viele, die nicht mal in ihrer eigenen Sprache lesen oder schreiben können, also ist für viele das ganze Konzept von Schrift was neues. Also ja, sollte das der Fall sein und du musst bei Null anfangen musst du gucken welche Buchstaben am sinnreichsten sind als erstes zu lernen. Vokale sind klar, die braucht man öftesten. Und dann Konsonanten, die man öfter braucht, sodass sie schon früh ganze, simple Worte schreiben/lesen können. Sowas wie "Sonne", "Banane" usw., Worte in denen bestimmte Buchstaben öfter vorkommen. Es gibt dazu ein recht hilfreiches Buch, aber mir ist der Name entfallen, ich werde versuchen das so schnell wie möglich in Erfahrung zu bringen und mich dann noch mal zu melden.   

Allerdings bin ich auch nicht komplett vom Buch überzeugt. Was vor allen Dingen wichtig ist, ist, dass Du ihnen von Anfang an nur beibringst wie die Buchstaben angewandt klingen, also nur die Laute und nicht wie die Konsonanten heißen. Also ihnen "K" nicht beibringen, als dass es "K(a)" ausgesprochen wird sondern halt nur "k". Oder nicht "(e)S", sondern nur "s". Weißt' was ich meine, richtig?  

Ich denke, einigermaßen lesen zu können ist sehr wichtig, weil sie dann auch leichter selber mitarbeiten können und nicht immer auf Unterstützung angewiesen sind. Sollten sie schon weiter sein ist Konversation der Schlüssel. Vielen fällt es besonders schwer Deutsch zu lernen, weil sie, sobald die Betreuung weg ist, keinen mehr haben der mit ihnen spricht. Also mit ihnen sprechen, auf Dinge zeigen und ihnen sagen was es ist, ist ein guter Anfang. Und bloß nie die Artikel vergessen, die sind besonders schwer zu lernen und sind später, für die Feinheiten von Deutsch, ganz besonders elementar.   

Ich bin auch keine Lehrerin, aber man gewöhnt sich schnell dran, dass man sich ab und an halt auch mit Händen und Füßen verständigen muss. Wenn du tatsächlich Arbeitsblätter ausdrucken willst, dann wären Vokabeln sicher hilfreich. Kleines Bildchen und daneben geschrieben, was sie sich da angucken. Erstmal sollten es Vokabeln, Vokabeln, Vokabeln (Artikel nicht vergessen!) sein, und Dinge wie "Haben" oder "Sein" müssen und werden sie nach und nach durch Konversation lernen.  

So, erstmal war's das von meiner Seite. Das ist übrigens nur meine Erfahrung so weit und wie gesagt mache ich das selber nicht beruflich. Selbstverständlich lernt auch jeder Mensch anders. Aber ich hoffe, das Ein oder andere hiervon hilft dir etwas weiter. Alles Gute! :) Wegen des Lernbuches melde ich mich noch mal, wenn ich's nicht total versiebe! 


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Gugu77 27.04.2016, 18:24


Ich wohne in Hamburg und es ist beinahe unmöglich Stellen mit Flüchtlingsbezug zu finden

Bitteschön: http://jobboerse.arbeitsagentur.de/vamJB/stellenangeboteFinden.html?execution=e1s4&d\_6827794\_p=1#a358706291

Du kannst da bei "Stellen mit folgenden Suchworten" : *Flüchtlinge* eingeben. Die Sternchen sind wichtig...

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Gugu77 27.04.2016, 18:30
@Gugu77

Ansonsten direkt  bei den Bildungsträgern nachfragen. Es wird derzeit viel in Maßnahmen für Flüchtlinge investiert. Je nach Qualifikation kannst Du als Jobcoach oder Deutschlehrer in einem Projekt arbeiten.

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Auf jeden Fall ist Deutschunterricht eigentlich eine sehr anspruchsvolle Tätigkeit. Welche Qualifikationen hast du denn? Auf welchem Stand sind deine "Schüler"? Wie viele Stunden pro Woche? 

Eine Menge Fragen, bevor man dich verantwortungsvoll beraten kann.

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Ich habe letztens im Internet eine sehr coole Seite gefunden bei denen du angeben kannst ob du Schüler oder Lehrer bist dann kannst du dir Aufgaben oder auch Arbeitsblätter ausdrucken die Aufgaben sind gegliedert von Klasse 1 bis 13 ich habe leider vergessen wie diese Seite heißt tut mir leid aber sei nicht zu voreilig und fange langsam an es gibt auch super coole Spiele mit denen man Deutsch lernen kann du kannst dir auch welche selbst ausdenken oder zusammen mit deinen Schülern du kannst auch mal in Buchhandlungen nachschauen oder deine eigenen Lehrer fragen

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Von welcher Seite aus machst Du das Praktikum?

Wenn vom Job Center, dann sollen sie Dich beraten wie Du mit den Flüchtlingen Deutsch lernst.

Überhaupt: wieso SOLLST Du?

Mich kann auch niemand zwingen, Brot zu backen oder Frisuren zu kreiren, weil ich dafür keine Ausbildung habe.

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Gugu77 27.04.2016, 18:20

"Job Center"

Die sind ja sooo kompetent. Vor allem in pädagogischer Hinsicht, lach

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