Deutsch-Syrische Scheidung - ist Mahar zu zahlen wenn die Frau den Mann verläßt - wer hat Beweislast

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3 Antworten

An sich gilt der gültige Ehevertrag so wie er unterschireben wurde. Ich nehme an, mit "Mahar" ist hier eine Art Abfindung für die scheidende Frau gemeint. Sofern der Ehevertrag an sich weder Gesetzes- noch Sittenwidrig ist, ingeriert der deutsche Staat nicht in die Vertrags- und Familienangelegenheiten seiner Bürger und Bewohner.

Da die Frau wohl nicht in Deutschland lebt und die Ehe selbst in Syrien geschlossen wurde und es sich um eine Ehe auf Entfernung handelt, kann man entweder deutsche ode Syrische Behörden mit der Scheidung bemühen. Beide würden wohl den Ehevertrag nicht Grundsätzlich in Frage stellen.

In Deutschland könnte die Ehe nach Ablauf des Trennungsjahres problemlos geschieden werden.

In Deuschland ist die Anwesenheit und Beteilung beider Eherleute am Prozeß nicht zwingend erforderlich. Es reicht, wenn einer sagt "Ich mag nicht mehr" und nach dem Trennungsjahr ist man wie frau geschieden.

Wenn dem Eheman die Scheidungsunterlagen z.B. wegen unbekannten Wohnsitzes nicht zugestellt werden konnten, so ist dies für die Durchführung einer Scheidung unschädlich.

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Kommentar von Indy72
25.06.2008, 11:47

PS: "Hörensagen" hat vor Gericht kaum Bedeutung. Wenn die Frau auf ihre Entschödigung (in Deutschland nannte man das früher "Kranzgeld") nicht genauso schriftlich und bezeugt verzichtet, wie bei de Unterzeichnung des Ehevertrags, so ist der Ehevertrag nachwievor gültig.

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Kommentar von Yippiieee
25.06.2008, 13:57

Danke für Deine Antworten...kannst Du dazu was sagen? 1. Wie ist es wenn sich die Frau aus eigener Entscheidung und ohne Streit/Anlass trennt und den Mann verlässt. Hat sie dann Anrecht auf die Maha die ja eigentlich der Absicherung verlassener Frauen dienen soll? Sie lässt sich nicht selber scheiden - in dem Fall wäre klar dass keine Maha gezahlt wird. Sondern sie hat sich durch verlassen des Landes entzogen mit dem Mann die Scheidung ohne Mahar-Forderung mündl. vereinbar und eine Scheidung eingereicht oder vorgetäuscht (das ist nicht klar). zum heutigen Zeitpunkt möchte der Mann sie nicht "mehr zurück haben".

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Kommentar von Yippiieee
25.06.2008, 13:59
  1. Der Mann wohnt immer noch an dem Wohnsitz wo auch die Frau gemeldet war/ist. Sie weiß das sich an der Adresse nichts geändert hat. Ist davon auszugehen das das syrische Gericht in Damaskus die Scheidungspapiere nach Deutschland geschickt hätte wenn die Frau die Adresse angegeben hat? Sie lässt sich nicht selber scheiden - in dem Fall wäre klar dass keine Maha gezahlt wird. Sondern sie hat sich durch verlassen des Landes entzogen mit dem Mann die Scheidung ohne Mahar-Forderung mündl. vereinbar und eine Scheidung eingereicht oder vorgetäuscht (das ist nicht klar). zum heutigen Zeitpunkt möchte der Mann sie nicht "mehr zurück haben".
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Hi.Richtig ist, das in fast allen islamisch dominierten Ländern (außer Syrien und Ägypten - seit 1 Jahr) bei dem Scheidungswillen der Frau, der Mann die Mahr zurückfordern kann, bzw. keine Unterhaltspflicht mehr hat. Aber auch da ändert sich einiges. Es braucht eben Zeit. In Europa hat das 250 Jahre gedauert und die Araber sollen das in 20 Jahren machen.

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Wer will denn die Mahar in deutschland durchsetzen?????

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