Deutsch-sowjetische Freundschaft?

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8 Antworten

Also soweit ich weiß war da nix von Freundschaft. Vom Westen aus sowieso nicht (siehe adenauers politik) und in der folgenden DDR auch nicht. Im Gegenteil. Die Sowjetunion hat ebenfalls viele Verbrechen dort begangen und Wirtschaft von dort wegverlagert und Reputation verlangt. Stalin hat angeboten Deutschland zu einem neutralen Land machen, weder sowjetisch noch westlich geprägt. Ansonsten seh ich da eigentlich keine Freundschaft. 

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Es ist auch ein Mythos. Es gab keine große Völkerfreundschaft zwischen der DDR und der UdSSR (und deren Bürger). Heißt aber nicht, dass es gar keine privaten Freundschaften gab.

Die Freundschaft wurde von oben, also von der SED verordnet, eine wirkliche Freundschaft gab es nie.

Das erkennt man auch, als Anfang der 1990er Jahren die Alliierten aus Berlin abzogen; während die US Soldaten von der Bevölkerung mit Wehmut verabschiedet waren, kam es leider bei der Verabschiedung der sowjet. Armee zu einigen sehr unschönen Szenen die sicherlich nicht sein mussten.

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Kommentar von schmerberg
02.02.2017, 17:21

Selbst die privaten Freundschaften wurden stramm geregelt.

Hier war eine große Anlage der CA, klar, viele Offiziere (Soldaten waren nur eingesperrtes Fußvolk) und etliche deutsche Angestellte, viel Frauen.

Da hat es schon manchmal "gefunkt" und die Freundschaft wurde heimlich und  horizontal vollzogen. Die Freundschaftskinder blieben vaterlos, da der aus Freundschaft sofort in Sibirien verschwand, um den Weltfrieden an der kalten Front zu verteidigen!

дружба - Freundschaft!

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Das sind nichts weiter als leere Worte gewesen. Die DDR war im Grunde von der UDSSR abhängig. Ein Verhältnis auf Augenhöhe hat es zwischen beiden Staaten nie gegeben. Gleiches gilt auch für die BRD, nur war der direkte Einfluß der UDSSR hier nicht so groß.

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Kommentar von schmerberg
02.02.2017, 17:14

In der BRD zählte die Deutsch-Amerikanische-Freundschaft mehr

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Das war ein staatlich verordneter Verein in der DDR mit fast Pflichtmitgliedschaft, wenn man schon nicht in der Partei oder bei der FDJ war.

Die "Freundschaft" hielt sich sehr in Grenzen, aber für Priviligierte gab es manchmal "internationale" Kontakte auf Sparflamme.

Real war es eher eine vom Kreml dominierte Muss-Freundschaft, um manche politische und wirtschaftliche Interessen der UdSSR abzudecken. So wurden aus Freundschaft Schiffsdieselmotoren zum Schleuderpreis oder Nulltarif geliefert, Textilien, Elektrogeräte, klar Freundschafts-Uran für alle A-Bomben kam aus Aue/Erzgebirge ("Beteiligung am Weltfrieden") usw., die Liste wäre unendlich lang.

Dafür sagte Moskau aus lauter Freundschaft, wie Sozialismus auszusehen hat und wie man es effektiv umsetzt. Notfalls wurden aus Freundschaft auch mal ein Aufstand mit lustigen Panzern "geordnet"

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Kommentar von Huckebein3
02.02.2017, 20:03

Dass du nicht aus der DDR kommst und sie deshalb auch nicht ansatzweise kennst, spricht aus jedem deiner Sätze.

Der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft musste man nicht angehören, und deshalb war sie auch nicht staatlich verordnet. Eine Legende wie viele, die über die DDR hier grassieren!

Es gab z. B. Betriebe in der DDR, die vorzugsweise für den sowjetischen Auftraggeber, auch für die Armee,  gearbeitet haben, in erster Linie Baubetriebe. Hier waren schon aus der engen arbeitsmäßigen Bindung viele in der DSF, ohne davon einen bestimmten Vorteil gehabt zu haben. Viele waren nicht drin, ohne einen bestimmten Nachteil gehabt zu haben.

Es hat viele private Freundschaften gegeben, du wirst es nicht für möglich halten, die nicht verboten waren, aber immer ein wenig beäugt wurden, da es auch in der DDR eine gewisse Gruppe von Menschen gab, die den sowjetischen Truppen nicht freundschaftlich gegenüber standen. Oftmals waren es solche, die die erstbeste Gelegenheit genutzt haben, sich in den Westen abzusetzen, .

Ich pflege noch heute Briefwechsel (Mailwechsel) mit ehemaligen Freunden und Arbeitskollegen aus der ehemaligen SU, u.a. aus Russland, Weissrussland und der Ukraine, die sich damals noch nicht gehasst haben, bis auf die, die alle und jeden hassen...

Was du über Schiffsdieselmotoren schreibst, ist horrender Unsinn.
Alles, was mit der Produktion dieser Motoren, ihrem Versand besonders in die Sowjetunion, zusammenhängt, habe ich aus eigener Anschauung erlebt, indem ich in einem der größten Betriebe für Schwermaschinenbau in der DDR den unmittelbaren Kontakt zum Auftraggeber hatte, sowohl durch Dolmetscher - und Übersetzertätigkeit als auch durch Vermittlungstätigkeit im Rahmen des RGW (Rat für gegenseitige Wortschaftshilfe), im Rahmen derer es auch um die Preise und die Lieferbedingungen für Dieselmotoren und deren Ersatzteile ging, und die immer adäquat waren zu den Preisen, die von kapitalistischen Ländern wie England, Indien, Griechenland, Frankreich für diese Erzeugnisse bezahlt wurden. Das nur nebenbei. Den Betrieb gibt es nicht mehr...

Was du als "Ordnen mit lustigen Panzern" bezeichnest, wobei du dich wohl auf den 17. Juni 1953 beziehst, will ich mal  nicht als zynisch, sondern einfach als total unwissend bezeichnen, obwohl mir in deinem Fall das erstere besser gefallen würde,

Da die Sowjetunion im Rahmen des sogenannten "Warschauer Paktes" Verbündete der DDR war, hatte sie auch die Verpflichtungen eines Verbündeten wahrzunehmen, wie das heute ja wohl unter den Nato-Staaten auch ist. Was wir z.B. als Verbündeter der USA uns in Jugoslawien z.B. geleistet haben, steht wohl hier nicht zur Debatte...

Ehe du deine nassforschen Aussagen hier ablässt, solltest du besser ein wenig daruaf achten, dass sich hier etliche ehemalige DDR-Bürger tummeln, die gerne als Putin-Versteher und ewig Gestrige bezeichnet werden, aber in Sachen Verhältnis DDR-Sowjetunion den besseren Durchblick haben.
Es sei denn, man versteht sich als Widerstandskämpfer aus der DDR, die jetzt endlich als Westbürger ihren aufgestauten Frust hier herauslassen können.

Deine Einlassung, dass in der BRD die deutsch-amerikanische Freundschaft mehr zählte, lag wohl in erster Linie daran, dass die reichen, vom Krieg in ihrem Land verschont gebliebenen Amerikaner von dem abgeben konnten, was sie im Überfluss besaßen. Die Sowjetunion hatte außer ihrem Hass und ihrer Wut über den ihr aufgezwungenen Krieg mit Millionen von Toten, zahllosen vernichteten Dörfern und Städten und in deutschen KZ ermordeten Sowjetbürgern nichts zu bieten.

Wenn man das bedenkt, ist jede Freundschaft, ob innerhalb der DSF oder privat, umso höher zu bewerten.

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Freundschaft, das ich nicht lache, das war hohles Geschwätz, möglicherweise Ausdruck des Kalten Krieges, um so einen Kontrapunkt zu setzen.

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Nichts mit Deutsch sowjetischer Freundschaft 

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Stalin sagte- Hitlers kommen und gehen aber das deutsche Volk steht ewig!

Ein anderer Russe sagte -zwischen USA und Deutschland liegen Ozeane aber zwischen Deutschland und Russland ist die Geschichte!

Nur mal so am Rande....

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