Deswegen kann ich Menschen mit Religion nicht ernst nehmen! Was ist Eure Meinung?

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43 Antworten

So lange du Menschen, die eine Vorstellung von einem persönlichen Gottesbild haben, nicht diskriminierst und herablassend behandelst, bleibt dir deine Meinung unbenommen.

Ansonsten hättest du meiner Ansicht nach ein Toleranzproblem.

Ich bin als Buddhist zwar religiös, glaube allerdings nicht an einen personifizierten Schöpfergott. Trotzdem lasse ich gerne jedem Menschen seinen Glauben - auch den, an einen Gott.

Religion ist für mich dann kritikwürdig, wenn sie den Menschen massiv seiner persönlichen Freiheiten beraubt, oder zur Diskriminierung missbraucht wird.

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Kommentar von DonUownDerDoUg
22.03.2016, 21:49

Ich habe ebenfalls nichts gegen Menschen die an Gott glauben. Ich habe mehr etwas gegen den Glauben an sich. 

Es ist völlig verständlich warum Menschen an Gott glauben. Mich stört es nur extrem das es eine Lüge ist. Je älter ich wurde desto klarer wurde mir das und irgendwann konnte ich nicht mehr an Gott glauben. 

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Kommentar von Enzylexikon
23.03.2016, 21:43

Vielen Dank für den Stern. :-)

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Deine Gedanken kann ich sehr gut nachvollziehen. Das Konzept eines Schöpfergottes ist auch für mich unlogisch. Und ich kann auch nicht nachvollziehen, dass so viele Menschen ihr komplettes Leben nach einem Buch ausrichten. Aber: auch wenn ich die Ideen dieser Menschen nicht ernstnehmen kann, versuche ich trotzdem, die Menschen ernst zu nehmen.

Ich war schon immer Atheist bzw. Agnostiker (ich schwanke) und habe seit meiner Jugend immer wieder Kontakte mit religiösen Menschen, vor allem Christen. Keiner von ihnen hat mich je diskriminiert, weil ich nicht ihren Glauben hatte. Aber mir war es auch nie wichtig, ihnen zu beweisen, wie unlogisch ihre Sicht der Dinge für mich ist. Ich wollte eher verstehen,
was es für sie und ihr Leben bedeutet.

Ich muss aber auch sagen, dass ich oft an die Grenzen meiner Toleranz stoße, wenn religiöse Anschauungen auf weltliche Themen übertragen werden. Zum Beispiel beim Thema Homosexualität, was mich auch selbst betrifft. Viele religiöse Menschen halten es immernoch für eine Krankheit oder Sünde. Mir konnte noch niemand nachvollziehbar begründen, was am
Ausleben der Homosexualität denn nun konkret die Sünde sein soll bzw. wem ich damit schade. Da kommen dann immer irgendwelche Bibelzitate, aber kein eigenes Denken. Die eigene Urteilsfähigkeit wird durch irgendwas vorgekautes ersetzt. Sowas macht mich rasend. Es wird Zeit, dass jegliches Gedankengut, welches Menschen daran hindert, frei zu denken, frei zu lieben, frei zu leben, endlich in den Müll kommt! Selber denken!

Nichtsdestotrotz habe ich durch die Beschäftigung mit religiösen Inhalten und durch Gespräche mit religiösen Menschen eine Menge dazugelernt. Das hilft mir immer wieder dabei, zu verstehen, wie Menschen ticken oder warum die Welt ist wie sie ist. Ich habe eine Menge Leute kennengelernt, die durch ihren Glauben viel Positives in die Welt bringen. Viele Christen setzen sich zum Beispiel für die Bewahrung der Schöpfung, sprich Natur- oder Artenschutz ein. Oder helfen Armen oder Benachteiligten. Das Gegenteil gibt es zwar auch, also Manipulation und Machtmissbrauch, aber man sollte trotzdem nicht alle über einen Kamm scheren, sondern die Sache differenziert betrachten.

Und wie du schon festgestellt hast, ist der Glauben für viele Menschen eine große Stütze in ihrem Leben. Die will ich ihnen lassen. Wenn sie dadurch mit dem Leben besser zurecht kommen, warum nicht?

Noch etwas: es kommt auch viel dummes, unüberlegtes, kurzsichtiges, destruktives von Atheisten, die nicht über den Tellerrand schauen oder denen so etwas wie Verantwortungsbewusstsein völlig fremd ist. Die völlig egozentrisch leben und denken. Da ist es mir tausendmal lieber, wenn jemand, der an Gott und an die Bibel oder sonstwas glaubt, sich z.B. am Konzept der Nächstenliebe orientiert und dadurch einen friedlichen Umgang mit seinen Mitmenschen anstrebt. Und sei es aufgrund eines Buches. Fakt ist: er will etwas leben, was ich auch
gut finde. Also muss ich ihn nicht auf seinen für mich unlogischen Glauben reduzieren. Denn wir haben etwas wichtiges gemeinsam!

Also mein Tip für dich: sei ein bisschen bescheidener mit deiner Meinung oder deinem Urteil. Man kann als Atheist mit einem gottgläubigen Menschen sehr interessante Dinge bequatschen, wenn man sich drauf einlässt und nicht immer gleich alles auf wahr oder falsch überprüfen muss. Und: wenn es nur ums Recht haben geht, kommt meistens eh nix konstruktives bei raus. Nur verhärtete Fronten. Bringt keinem was.

Du hast deine Wahrheit, die anderen ihre. Und irgendwo dazwischen trifft man sich.

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Kommentar von Imago8
23.03.2016, 23:08

Was mir noch dazu einfällt:

Gerade für Atheisten, aber auch für jeden anderen, kann die Auseinandersetzung mit verschiedensten religiösen Inhalten dazu beitragen, den eigenen Blick zu weiten. Denn Religionen bieten Antworten auf viele kleine und einige sehr große Fragen an. Und daher sind sie auch ein gutes Übungsfeld, um herauszufinden, was einem selbst wichtig ist.

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Ich glaube nicht an Gott, genau wie du. Allerdings habe ich eine Idee davon, warum noch immer so viele an Gott glauben.

- ein Mensch in dieser Welt zu sein ist eine rätselhafte und bodenlose Sache, es gibt keine letzten Gewissheiten.

- Die Freiheiten, die man heute in der westlichen Gesellschaft hat, sind toll, aber es ist schwierig damit umzugehen, dass man alles werden kann, alles tun kann, alles glauben kann, nichts tun muss. Man sehnt sich nach einer Identität, einem sicheren Hafen, einer absoluten Moral.

- Mit Leid, Schmerzen und Versagen umzugehen ist ist schwierig, ein Halt hilft.

- Manche Gläubige haben ein geschlossenes Weltbild, das vielfach mit subjektiven Erfahrungen und Bestätigung durch andere Gläubige unterfüttert ist und nur schwer angreifbar ist. Falls du Zeit hast, englisch verstehst und eine sehr persönliche und farbig erzählte Erläuterung davon haben willst, such auf youtube nach " From Theism to Atheism (Evid3enc3 - complete deconversion series)".

- Zuletzt rationalisieren viele Gläubige ihren Glauben zu einem großen Teil. Das heißt sie glauben nicht wirklich an einen himmlische menschenähnliche Person, sondern an etwas geheimnisvolles, weniger offensichtlich absurdes, einhöheres Prinzip oder dergleichen. Die heiligen Schriften werden dabei als symbolhafte Geschichte der Beziehung zu diesem geheimnisvollen Wesen oder Prinzip gedeutet und nicht wörtlich genommen. Diese sichtweise ist besonders in Deutsxhland, und witzigerweise gerade unter einem Teil der engagierten Gläubigen, sehr weit verbreitet.

Manche bekennende Gläubige haben fast dem Atheismus entsprechende Positionen  zu den meisten Glaubensgrundsätze oder pflegen einen persönlichen, emotionalen Mystizismus ohne Absolutheitsanspruch oder Pantheismus, den sie irgendwie für vereinbar mit ihrer Kirche halten.

Im Extremfall findest du sogar Leute, die Gott verehren und zu ihm beten und gleichzeitig bewusste Atheisten sind. Das passt tatsächlich zusammen, wenn man die Ritualhandlugen als ein persönliches Psychodrama ohne totalen Wahrheitsanspruch betrachtet oder eine andere Rechtfertigung bemüht (muss nicht irrational sein!). In ähnlicher Weise verehren z.B. lavaysche Satanisten (Church of satan) ihren Luzifer und sind gleichzeitig davon überzeugt, dass es ihn nicht gibt.

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Kommentar von NoHumanBeing
24.03.2016, 11:45

Die Freiheiten, die man heute in der westlichen Gesellschaft hat, sind toll, aber es ist schwierig damit umzugehen, dass man alles werden kann, alles tun kann, alles glauben kann, nichts tun muss.

Da unterliegst Du einer Illusion.

Stichwort "alles werden kann": Ich könnte beispielsweise nicht Präsident der vereinigten Staaten von Amerika werden (nicht, dass ich das wollte, nur als Beispiel), weil ich nicht in den USA geboren bin. Ich denke auch nicht, dass ich etwa zum Milliardär werden kann.

Stichwort "alles tun kann": Nein, auch das kann ich nicht. Zum einen habe ich keine unbegrenzten Fähigkeiten. Zum anderen muss ich mich an Gesetze und andere Regeln/Vorschriften halten. Ich könnte mit ihnen natürlich brechen, aber dann hätte ich die Konsequenzen dafür zu tragen.

Es gibt keine "absolute Freiheit". Das ist eine Illusion. Du wirst nach wie vor "beherrscht", von der Regierung, auch wenn Du sie frei gewählt hast, von den Medien in Deiner Meinung, von Wirtschaft und Konzernen, die Dir unsere "Leistungsgesellschaft" aufzwängen. Wir sind nicht frei. Allenfalls haben wir die Wahl, von wem wir uns knechten lassen. Das ist allerdings auch kein individuelles Recht, sondern ein Entschluss, der per Mehrheitsentscheidung gefasst wird. Das heißt Du musst Dich letztlich dem Willen der Mehrheit fügen, oder vielmehr dem Willen derjenigen Personen, von der die Mehrheit repräsentiert werden möchte. Echte Freiheit ist das nicht. Klar, es ist eine sehr viel weniger schwere Einschränkung, als eine Diktatur, aber es ist nach wie vor keine echte Freiheit. Wenn Du "echte Freiheit" haben wolltest, müsstest Du vermutlich in einer Anarchie leben.

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Ich bin mir zu 100% sicher, dass Gott eine Erfindung ist und es früher erfunden wurde um die Menschen zu kontrollieren, Geld zu machen und, das aller Wichtigste, um Menschen Trost zu schenken.

Ich bin da anderer Meinung. Nach allem, was ich bislang über Neurowissenschaft gelesen habe, ist die Religion eine *positiv ausgedrückt* alternative Schaltung im Gehirn.

Wenn beispielsweise das Zentrum für Mitgefühl sehr stark aktiv ist, kann einem Menschen der ganze Kosmos als belebt vorkommen.

Religiöse Gefühle lassen sich auch fast auf Knopfdruck erzeugen, wenn man gewisse Bereiche im Temporallappen stimuliert.

Gute Bücher zum Thema schreibt z.B. Sam Harris, ein atheistischer Neurowissenschaftler. Sehr lesenswert zum Thema Atheismus allgemein ist natürlich Richard Dawkins.

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Ich glaube auch nicht an Gott.

Ich denke, dass Menschen der damaligen Zeit keine richtige Erklärung für unser aller Dasein hatten und daher der Meinung waren, ein übernatürliches Wesen hätte alles erschaffen. Heute wissen wir, dass das Universum durch den Urknall entstand und wir haben uns durch eine lange Evolutionskette von Mikroorganismen zu Menschen entwickelt. In der Bibel ist davon nie die Rede. Laut diesem Buch hat es die Dinosaurier nie gegeben, die Mensch stammt nicht vom Affen ab, und die Erde ist gerade mal ein paar Tausend Jahre alt. Heute gibt es Museen mit Dinosaurierknochen, wir wissen, die Affen sind unsere nächsten Verwandten und daher haben wir denselben Vorfahren, und wir wissen, dass die Erde sage und schreibe 4,5 Milliarden Jahre alt ist.

Die Sache mit dem Himmel und der Hölle wurde vermutlich erfunden, um die Angst vorm Tod zu nehmen, die beim Menschen ja naturgegeben ist. Zudem wollten sie wahrscheinlich, dass sich alle gut benehmen und haben deshalb erzählt, man käme in die Hölle um seine Sünden förmlich zu verbrennen. Dann wiederum schlachtete die Kirche alle ab, die nicht ihrer Religion angehörten, sagte es wäre ein Auftrag Gottes, und es war okay.

Außerdem ist es für mich ein wenig "verdächtig", dass die Kirche genau dann sagt, der Inhalt der Bibel bestünde bloß aus Metaphern, als sie wissenschaftlich widerlegt worden ist.

Meine Meinung ist und bleibt: Es gibt keinen Gott.

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Kommentar von NoHumanBeing
24.03.2016, 02:09

Zudem wollten sie wahrscheinlich, dass sich alle gut benehmen

Das klingt ja fast schon fast positiv. Ich würde eher sagen, man wollte, dass andere sich unterwerfen. Man wollte sie bedrohen.

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Du hast schon Recht mit dem was du schreibst. Dennoch muss man sich die Fragen des Lebens mit deiner gewachsenen Sicht beantworten. Dann kommst du unweigerlich zu einer anderen Definition von Gott. Selbst bei einem Atheisten ist Gott Nichts, so wie das Nichts nach seinem Tod. Was andere "noch" glauben, ist deren Sache und nicht zu bewerten, denn wir wachsen zu unserer Zeit.

Albert Einstein z. B., als einer von vielen hoch intelligenten Menschen, unterrichtet im Juden- und Christentum, war sehr gläubig und hat sich dem Gottesbegriff von wissenschaftlicher Seite genähert. Er hat Jesus geschätzt und die Wunder der Bibel abgelehnt..."Dieser mit einem tiefen Gefühl verbundene, feste Glaube an eine überlegene Vernunft, die sich in der Erfahrungswelt offenbart, entspricht meiner Vorstellung von Gott."

Das Chi, Dao oder den heiligen Geist etc. bestreiten die wenigsten.

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meine Meinung zu diesem allem: es ist mir vollkommen egal, was du glaubst: Rosa Einhörner, Spaghettimonster, biblischer Gott oder eben nichts.

Denn der Glaube sagt gar nichts über einen Menschen aus. Es gibt gläubige Vollpfosten und es gibt ungläubige Vollpfosten. Man kann ihnen einfach nicht entrinnen.

Deine Denkweise wirkt auf mich ziemlich intolerant. Außerdem kann man nicht für sich selber die freie Wahl der Religion fordern und dann den Mitmenschen vorschreiben was sie zu glauben haben.

Ich will nicht, dass mir jemand vorschreibt, was ich glauben habe oder mir aufgrund, was ich glaube, gewisse Charaktereigenschaften attestiert. Also mache ich das nicht bei anderen.

Es gibt viele Menschen, die gewisse Sachen bei anderen nicht nachvollziehen können und ihnen am liebsten das vorschreiben, was ihnen zu gefallen hat, was sie zu essen haben, wie sie zu aussehen haben und und und... Bewundernswert finde ich, die zu sich stehen, auch wenn sie damit anecken werden. Das ist nicht leicht.

Wenn man sich deinen Text so durchliest, kommt mir diese Frage hoch: Wenn auf einmal alle Gläubigen verschwinden würden, was hättest du dann noch, um dich als besserer Mensch zu fühlen?

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Es gibt da so 'nen Spruch: "Woran erkennt man, ob jemand Veganer ist? Er wird es dir sagen." (Nix gegen Veganer^^)

Das ähnliche Gefühl hab ich inzwischen bei vielen Atheisten (ich bin übrigens selbst keiner und hab persönlich auch was gegen die Kirche). Nur weil ich nicht an Gott glaube, muss ich das doch nicht jedem auf die Nase binden und nur weil jemand anderes in meinem Umfeld gläubig oder religiös ist, muss ich mit ihm keine Diskussion darüber anfangen. Solange man damit keine Ansichten vertritt, die andere Menschen in irgendeiner Weise schaden oder einschränken, kann es mir doch völlig egal sein, was diese Menschen glauben oder nicht glauben. Ganz im Gegenteil: Wenn der Glaube an einen Gott an dem man sich immer wenden kann, einem Trost und Sicherheit spendet, insbesondere in schwierigen Situationen, dann ist das doch was positives. Auch wenn ich selbst nicht dran glaube, kann ich das doch trotzdem anerkennen und mich für die Person freuen. Du hast doch sogar selbst geschrieben, dass du Menschen kennst denen es in schwierigen Situationen Halt gibt, sogar du selbst hast das gebraucht. Hättest du damals gewollt, dass dann jemand auf dich zukommt und deinen Glauben schlecht macht? Nein. Warum soll ich also versuchen, diesem Menschen seine Vorstellung kaputt zu machen? Nenn mir einen einzigen Grund. Ich muss den Glauben andere Menschen nicht teilen, ich muss ihn lediglich respektieren.

aber wir werden für immer im Geiste hängen bleiben wenn wir an Lügen der Vergangenheit glauben.

Ja, es gibt einige Menschen, die aufgrund ihres Glaubens ziemlich zurückgeblieben sind. Aber mal ganz ehrlich: Wie viele sind das denn heutzutage im Vergleich zum Rest? Das "Argument" alle Christen (oder auch jede große andere Religion) glauben all den Quatsch in der Bibel wie Schöpfunsgeschichte, Jungfrauengeburt etc und sind dabei grundsätzlich unfähig ihren logischen Menschenverstand einzuschalten, ist genauso überholt wie die Vorstellungen einiger religiöser Menschen. Natürlich gibt es diese Menschen, aber das ist heutzutage die absolute Minderheit. Nur fallen diese Menschen, da ihre Ansichten nun mal von der Allgemeinheit abweichen, halt deutlich mehr auf.

Außerdem habe ich noch nie ein Argument gehört, das wirklich beweist, dass es Gott gibt. Jedes Argument oder angebliche Beweis ist widerlegbar.

Es heißt Glaube und nicht Wissen. Und den hat man oder eben nicht. Aber man braucht keinen Beweiß dafür.

Also alles in allem: Komm mal etwas von deinem hohen Ross runter und halte dich mit deiner Meinung etwas mehr zurück bzw. formulier sie vorsichtiger. Wenn man Menschen von vorne rein nur mit Ablehnung begegnet erzeugt das nur noch mehr Ablehnung und davon hat am Ende keiner was. Wenn beide Seiten ein gewisses Verständnis füreinander zeigen, können da sehr wohl konstruktive Unterhaltungen entstehen und meistens merkt man, dass man doch deutlich mehr gemeinsam hat, als zunächst angenommen.

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Ich freue mich mit euch zu diskutieren

Das finde ich super.

ich kann Menschen die an Gott glauben überhaupt nicht ernst nehmen

Wisst ihr was ich noch am Besten an Religion finde? Ihre zurückgebliebene Logik

Die letzten beiden Aussagen kann ich Dir noch nicht einmal übel nehmen, zumal die Ausformulierung Deiner Frage ja auch klar erkennen lässt, dass Du eine faire Diskussion suchst.

Es geht Dir ja nicht alleine so, dass Dir die Christen "komisch" vorkommen und dass Du unsere Logik wie zurückgeblieben einstufst. Das war übrigends schon immer so. Auch schon im Altertum und auch in den ersten Jahrhunderten des Christentums kam das Evangelium vielen wie eine Dummheit vor. - Dass ausgerechnet ein Gekreuzigter die zentrale Lösung meines Lebensproblems sein soll und zudem alle Macht im Himmel wie auch auf der Erde hat - ist gelinde gesagt - unglaublich. Es gibt darauf nur zwei mögliche Antworten. Entweder es ist total neben der Spur und entspricht einer nicht nur zurückgebliebenen Logik, sondern sogar einer völlig abstrusen Logik - oder - oder es ist wahr.

Schau Dir die Welt der Quantenphysik an, schau Dir die neuesten Entdeckungen in der Kosmologie an. Wie oft ist es so, dass die Wahrheit in der Nähe des Unvollstellbaren liegt. So auch hier. Die Natur trägt die Handschrift des Schöpfers.

Im 1. Kor. 1,18 liest man

denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden ist's eine Gotteskraft.

Es ist eine Frage des Blickwinkels, der Perspektive. Was Dir fehlt ist die persönliche Begnung mit Jesus Christus. Wenn Du ihn kennen würdest, dann würdest Du das, was Du für zurückgebliebene Logik hälst mit ganz anderen Augen sehen. Am Kreuz von Golgatha ist nämlich in Wahrheit auch etwas für Dich geschehen. Deine Freiheit ist da erkauft worden mit einem ziemlich hohen Preis. - Und Du bist auf einen guten Weg. Du gehts den Dingen auf den Grund. Du willst es wissen. Das finde ich gut.

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Deswegen kann ich Menschen mit Religion nicht ernst nehmen! 


Ist doch okay. Ich kann damit leben. Solange meine Familie, meine Freunde, und die Menschen mit denen ich zusammenarbeite, mich ernst nehmen, bin ich zufrieden. Ich als Christ, bin es gewohnt, dass man mir  anonym im Internet, Vernunft, Logik, Bildung und Intelligenz abspricht. Ich bin da ganz entspannt. In meinem realen Leben kommt das dafür eigentlich so gut wie nie vor.


Aber ich frage mich, warum dir das so zu schaffen macht, dass Menschen einen Glauben an Gott haben? Du hast deine Überzeugungen und bist dir zu 100% ganz sicher. Wäre das nicht ein Grund, mit dem Glauben anderer Menschen, neutral und entspannt umzugehen? Es gehört doch zur Freiheit des Menschen, zu glauben was er mag. Ich käme nie darauf einen Menschen, auf Grund anderer Überzeugungen, oder eines anderen Glaubens, gering zu schätzen.
Also bleib locker, und versuch den Glauben, und die Überzeugungen anderer zu respektieren. 


Da ich aus sicherer Quelle weiß, dass auch Atheisten, und Andersgläubige, gerne christliche Feiertage begehen, wünsche ich dir und deiner Familie, ein frohes und gesegnetes Osterfest!

LG :-)


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Kommentar von Suboptimierer
23.03.2016, 11:50

Da ich aus sicherer Quelle weiß, dass auch Atheisten, und Andersgläubige, gerne christliche Feiertage begehen, wünsche ich dir und deiner Familie, ein frohes und gesegnetes Osterfest!

Sehr neckisch. An Ostern bekommen sogar Muslime frei und frei bekommen würde jeder gerne. Christen würden auch gerne zuhause bleiben, wenn der Tag, an dem das Spaghettimonster mit Soße überzogen wurde, deutschlandweit als Feiertag gelten würde, an dem nicht gearbeitet werden soll (ohne Abstriche vom Urlaub).

Nichtsdestotrotz würden Christen nicht die in diesen Zusammenhang gehörenden Rituale definieren oder sie verallgemeinern oder für sich abwandeln (Bsp. Weihnachten, dass Atheisten zum Fest der Liebe umdeuten). Schon gar nicht würden Sie aufgrund so eines Feiertags an das Spaghettimonster glauben.

Ich glaube, das ist dir bewusst, ebenso wie deine Provokation.

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Kommentar von Purphoros
24.03.2016, 00:02

Als Christ einem Atheisten frohe Weihnachten/Ostern zu wünschen, wird oft als Provokation verwendet und daher auch leicht so verstanden.

Allerdings ist es inkorrrekt, diese Feiertage als christlich zu bezeichnen. "Ostern" war ursprünglich ein keltisches Fest, ebenso wie "Weihnachten". 

Weihnachten wurde von der Kirche auf Ende Dezember gelegt, um das keltische Julfest zu assimilieren. Traditionen wie der Weinachtsbaum und Lebkuchen sind keine christliche Tradition, sondern entstammen der keltischen Symbolik.

Das selbe gilt für Ostern. Hasen und Eier sind Fruchtbarkeitssymbole, die aus den assimilierten Frühlingsritualen der keltischen Naturreligionen stammen.

Da weder Christen noch Atheisten Weihnachten und Ostern wirklich für sich beanspruchen können, sind - zumindest für mich - die Glückwünsche absolut in Ordnung. Ich wünsche dir auch ein frohes Osterfest. ;^P

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Ich bin selber Atheist und muss sagen: Mir geht deine Frage ganz schön auf die Eier.

Warum?! Das habe ich schon mal erwähnt. Hier nochmal:

Jeder darf glauben an was er will, es ist mir völlig egal. Solange er anderen damit nicht die ganze Zeit auf die Eier geht, indem er sie überzeugen will oder sonstiges. Das gilt für BEIDE SEITEN!

Solche "Fragen" jetzt noch zu stellen, halte ich für mehr als unnötig, jeder Mensch ist frei und jeder Mensch darf sein Leben (solange es andere nicht schädigt) so frei entfalten, wie er will.

Wenn du eh nicht an Gott glaubst, beschäftige dich einfach nicht mit dem Thema und gut ist.

Da brauchst du jetzt nicht versuchen mit anderen darüber zu diskutieren.

Das eben geschriebene bezog sich auch nur auf DEINE FRAGE, nicht gegen DEINE PERSON, nur um das nochmal klarzustellen.

Ich habe nur erwähnt, dass mir so ein Getue ziemlich auf die Eier geht.

Lg

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Kommentar von BlauerSitzsack
23.03.2016, 07:31

Ps. Ich schaue immer wieder, wie andere Antworten so ankommen und muss ihnen dann eben einen Daumen nach oben geben, also meinen abziehen, da ich meist sehr neutral bin.

Fast jeder der geschrieben hat, er glaubt an Gott und dass er denkt, dass das Universum nicht einfach so entstanden sein kann, bekommt erstmal `ne schöne Ladung Dislikes.

Und das ist Meinungsfreiheit im Jahr 2016.

Einer hat geschrieben, der Fragesteller hat Probleme und kriegt einfach mal 7 Dislikes. Ich meine WTF er hat ja im gewissen Maße auch recht, dass es den Fragesteller nicht zu interessieren braucht, aber obwohl er nicht mal beleidigend wurde, sondern nur seine neutrale Meinung schilderte.

DAS ist die Gute-Frage-Communtity.

Und ich schäme mich manchmal fast ein Mitglied zu sein.

7

Ausgezeichnet !!!

Anspruchsvoller Gläubiger mag manipulieren, die .Religion als Mittel der Sozialen Kontrolle benutzen. Die verschiedenen Formen der Anbetung, die sich in der römischen Welt durchgesetzt haben wurden alle von den Menschen als gleich wahr aufgefasst, den Philosophen als gleich falsch und von den Friedensrichtern als gleich hilfreich. Man betrachte nur die sogenannte Religiosität vieler zeitgenössischer Politiker, deren Handlungen und Behauptungen, sie glaubten an die Gebote der Religion, denen sie angehören, Lügen strafen. Einzelne könnten ebenso vorgeben zu glauben, weil es gesellschaftlich inakzeptabel wäre dies nicht zu tun, sie wollen nicht außerhalb des Mainstream sein, oder fürchten, sie würden nicht wiedergewählt, oder geliebt, wenn sie anders behaupten.

Sogenannte Gläubige glauben vielleicht nicht an die Wahrheit Ihrer Behauptungen, stattdessen denken Sie , Anderen ginge es besser oder sie wären besser zu kontrollieren, wenn diese Anderen glauben würde. 

Wenn anspruchsvolle Gläubige behaupten religiös zu sein, haben sie häufig etwas anderes im Sinn, als das was die  reife Öffentlichkeit glaubt Sie mögen praktizierende Theologen sei , die argumentieren, dass Gott nicht omnipotent ist, die Welt beinhalte und sich  verändere. Sie könnten Gott als eine Anti-entropische Kraft identifizieren, die das Universum durchdringt und es zu einer höheren Stufe der Organisation führt.

Als Antwort für die Schwierigkeiten, Gründe für Dinge zu finden, die nicht sichtbar sind, kombiniert mit den vielfältigen Erklärungen des Glaubens könnte man sich dem Glauben zuwenden.

Es ist einfach etwas ohne gute Gründe zu glauben, wenn man dazu entschlossen ist - wie die Königin in "Alice im Wunderland", die manchmal...nicht weniger als sechs unnötige Dinge schon vor dem Frühstück glaubt. 

Zu einem , wenn man solchen Glauben damit rechtfertigt, das man das Recht auf sein Meinung hat, ganz gleich wie wenig wie durch Belege gestürzt wird, beruft man sich auf ein politisches oder ein gesetzliches Recht, nicht auf eines der Erkenntnis. 

Man mag ein Recht darauf haben, zu sagen was man will, aber man hat  nur eine Erkenntnis basierte Rechtfertigung, wenn es gute Gründe und Belege zur Untermauerung für die Behauptung gibt. Wenn jemand eine Behauptung aufstellt, ohne sich um Begründungen und  belege zu kümmern, sollten wir de. Schluss ziehen, dass es demjenigen schlicht egal ist, was wahr ist. 

Religion mag uns auf die gleiche Art helfen wie Whisky einem Trinker hilft.

Wenn religiöse Glaube nur vulgäre Aberglaube ist, dann Begründern wir unser Leben auf Wahn vorstellungen. 

Weil Menschen ihre Kindheit abschließen müssen, sie müssen ihrem Leben mit all seiner Trostlosigkeit und all seiner Schönheit im Gesicht sehen, all seiner Lust uns seiner Liebe, seinem Krieg und seinem Frieden. Sie müssen den Welt besser machen. Kein Anderer wird es tun.

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Zunächst einmal: Ich kann das meiste, was du sagst, gut nachvollziehen. Ich selbst glaube auch nicht an Gott. Schon als Kind (ich war in einem katholischen Kindergarten) fand ich den Gedanken absurd, dass >etwas< uns und unser Universum erschaffen haben und kontrollieren soll.

Allein das Leid in großen Teilen der Welt ist für mich Grund genug, NICHT an Gott zu glauben.

Allerdings gibt es eine Sache, die ich mit der Zeit gelernt habe: Der Glaube an Gott hilft vielen Menschen. Es hilft ihnen, mit ihren Ängsten (z.B. die Angst vor dem Tod) fertig zu werden. Und wenn es ihnen hilft - mein Güte, dann ist das nunmal so. Und damit hat jede Form von Religion ihre Daseinsberechtigung bereits verdient.

Du und ich, wir müssen nicht an Gott glauben. Aber wir sollten akzeptieren und tolerieren, wenn andere das tun. Wenn's ihnen hilft, dann soll's mir recht sein.

Ich unterhalte mich sogar echt gerne mit Freunden und Bekannten über ihre Religion. Ohne das abwertend zu meinen: Ich finde das irgendwie unterhaltsam.

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Kommentar von DonUownDerDoUg
23.03.2016, 17:16

Danke für dein Kommentar. Ich sehe es genau so wie du.

Außer einer Sache. Ich akzeptiere das Menschen an Gott glauben und ich lass sie damit in Ruhe. Jedoch kann ich sie einfach nicht mehr ernst nehmen wenn sie starten über Gott zu reden oder mal zwischendurch sagen ''Das ist haram - Das ist gegen Gott's Wille''. 

Ich hab einfach damit ein Problem und das gebe ich zu. Ich weiß nicht wie das Problem lösen kann. 

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Um über die Ernsthaftigkeit von Glauben zu diskutieren, muss erst geklärt werden, was Glauben überhaupt bedeutet. Der Definition nach ist Glauben nichts weiter als die bloße Annahme oder das Fürwahrhalten einer Sache oder auch eines Umstandes, dass der Glaubende zum gegenwärtigen Zeitpunkt des Glaubens mittels seiner sinnlichen Wahrnehmung nicht bestätigen, aber auch nicht widerlegen kann. 

Beispiel: du willst einen Freund unangekündigt besuchen und siehst sein Auto in der Einfahrt stehen. Warum klingelst du also? Richtig, weil du glaubst, ist zu Hause. Du hast ihn weder im Haus gesehen noch gehört noch hast du ihn hineingehen sehen, und doch sagt dir das Auto in seiner Einfahrt, dass er höchstwahrscheinlich zu Hause ist. 

Ganz ähnlich verhält es sich mit dem Glauben an Gott. Niemand kann sagen, ob es ihn gibt oder nicht, es sei denn, er macht einem ganz persönlich die Tür auf und offenbart sich. Warum kannst du die Leute, die von einet solchen Offenbarung berichten, nicht ernst nehmen? Eben deshalb, weil du selbst noch keine solche Offenbarung bewusst wahrgenommen hast. In deinem Fall stehst du also wieder vor dem Haus deines Freundes, aber diesmal steht sein Auto nicht vor der Tür. Stattdessen komme ich vorbei und sage dir: "Hey, der Typ ist aber da, ich habe ihn vorhin ins Haus gehen sehen." Welchen Grund hast du, an meiner Aussage von vornherein schon zu zweifeln und sie nicht ernst zu nehmen?

Kommen wir nun einmal zur Religion, denn der Glaube an Gott und der Anschluss an eine Religionsgemeinschaft sind zwei Paar Schuhe. Eine Religion lenkt den nnüchternen Glauben in vorgeschriebene Bahnen und arbeitet dabei vor allem mit Verhaltensregeln. Im Grunde dienen diese Regeln immer dazu, dass Menschen miteinandet friedvoll umgehen und Konflikte vermeiden. Dagegen ist meiner Meinung nach - und deiner sicherlich auch - erst einmal nichts einzuwenden. 

Doch leider gibt es in beinahe jeder großen Religion immer wieder Menschen, welche diese Regeln für ihre Zwecke ausgenutzt haben: sobald einer behauptet, dass die Nichtbefolgung einer scheinbar banalen Regel mit schwersten nachweltlichen Strafen belegt wird, hat er jeden Gläubigen bei den Eiern: da niemand beweisen kann, was nach dem Tod tatsächlich geschieht, muss er die anderen nur genug Angst vor dem Jenseits machen, um ihn ganz nach seinen eigenen Maßstäben zu manipulieren. Und leider tun dies viele große Religionen heutzutage immer noch genauso wie sie es seit Jahrtausenden tun. Und solche Menschen kann ich ebenfalls nicht ernst nehmen, auch wenn ich selbst an Gott glaube.

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Kommentar von Etter
23.03.2016, 03:03

"Richtig, weil du glaubst, ist zu Hause. Du hast ihn weder im Haus
gesehen noch gehört noch hast du ihn hineingehen sehen, und doch sagt dir das Auto in seiner Einfahrt, dass er höchstwahrscheinlich zu Hause ist."

Abschätzung von Wahrscheinlichkeiten. Wenn sein Auto nicht in der Einfahrt steht und alles dunkel ist, dann sinkt die Chance, dass er Zuhause ist. Durch gewisse Eigenschaften (Auto in Einfahrt, Licht im Haus an) steigt die Chance.

"Ganz ähnlich verhält es sich mit dem Glauben an Gott."

Das würde bedingen, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ein Gott existiert hoch ist. Alleine schon aufgrund der Menge an Religionen, sowie der noch höheren Menge der Glaubensrichtungen, verkleinert sich aus meiner Sicht die Wahrscheinlichkeit.

"dass Menschen miteinandet friedvoll umgehen und Konflikte vermeiden"

https://de.wikiquote.org/wiki/Andersgl%C3%A4ubige

"friedvoll"

"dass die Nichtbefolgung einer scheinbar banalen Regel mit schwersten nachweltlichen Strafen belegt wird"

http://www.bibleserver.com/index.php?ref=Markus16%2C16&trl_desig=EU&language=de&gw=go

Markus 16,16

Gibt noch mehr Beispiele unter dem Wikiquote-Link.

Aber das ist nur meine Sicht auf Religionen.

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"ein Beispiel für die Christen: Der Papst ist also der heiligste Mensch?"

Nö, er ist das Oberhaupt der Kirche, wirtschaftlich gesprochen der Chef.

Am Ende ist doch immer die Frage wovon gehst du aus?

Wenn du vom bärtigen, alten Mann auf seiner Wolke sprichst, so redest du nur von einem Sinnbild das wir bei Gott im Kopf haben, doch am Ende ist Gott gar nicht so konkret wie du es betrachten möchtest. Gott könnte auch einfach eine kosmische Energie oder ähnliches sein.  Davon ab hast du das Problem der Beweislast. Du forderst einen Beweis für einen Glauben, der eben nicht bewiesen werden kann weil er Glaube und nicht Wissen ist. Drehen wir das Ganze aber um, ist es dir nicht möglich eine nicht existenz eines Wesens zu beweisen, dass wir als Gott definieren könnten. Damit ist wiederum eine Patt-Situation geschaffen.

So lange niemanden geschadet wird, lass die Leute doch etwas glauben. Du musst es nicht, das ist eine freiwillige Sache. Entweder tut man es oder eben nicht. Wird der Glaube nicht missbraucht kann er positives sein wie ein Halt im Leben. Hier kommt wieder Akzeptanz und Toleranz zum tragen (von beiden Seiten).

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Kommentar von KittyCat2909
24.03.2016, 16:44

"ein Beispiel für die katholischen Christen: Der Papst ist also der heiligste Mensch?"



Nö, er ist das Oberhaupt der Katholischen Kirche, wirtschaftlich gesprochen der Chef.

Zwei Gründe, warum ich nie die katholische Konfession annehmen würde. Mit 'Christen' im herkömmlichen Sinn hat ein Papst nichts zu tun- geschweige eine 'höhere' Position inne zu haben, wie jeder andere x beliebige Mensch. Vor Gott sind alle Menschen gleich.

der Christliche Glaube dient meiner Meinung nach einer Richtungs-Grundlage , die für Güte, Mitmenschlichkeit und eben erdenklich Gutes steht.

Mir ist es jedenfalls deutlich lieber, wenn man gut von mir denkt und spicht, als andersherum, egal ob Christ oder anderes. Ein 'guter' Mensch ist nicht  schlecht und das ist gerade in der heutigen Zeit eine Auszeichnung die immer weniger haben oder gar verdienen.

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Ist doch im Grunde erstmal egal, ob es einen Gott gibt oder nicht.
Letzten Endes zählt doch, was er für die Gläubigen dieser Welt bedeutet.

Hoffnung.

Wie Superhelden in einem Film.
Warum wohl mögen alle Spiderman, Superman oder Batman?

Weil Sie den Menschen Hoffnung geben.
Hoffnung darauf, dass es besser sein kann.
Darauf, dass man immer eine Wahl hat und sich für den "richtigen" Weg entscheiden kann.

Deshalb.

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Ich bin selbst auch Atheist, deswegen wirst Du mit mir nicht wirklich diskutieren können. Aber:

Das beste Argument (was auch kein perfektes Argument ist) für Glauben ist: Das kann nicht alles aus Zufall so sein, wie es jetzt ist. Von allen möglichen Zuständen, die ein Universum annehmen kann, warum sollte es so sein, dass es zweibeinige, denkende Wesen auf einem bewohnbaren Planeten gibt, die alles mögliche treiben? Scheint es nicht irgendwie wahrscheinlicher zu sein, dass es kein Leben gibt? Wenn Du am (zeitlichen) Anfang des Universums wärst: Würdest Du dann wetten, dass irgendwann zweibeinige Menschen auf einem Planeten herumlaufen und solche Sachen machen, wie wir es tun? Also ich würde wahrscheinlich dagegen wetten. Dass das aber doch so ist, scheint eine relativ krasse Tatsache zu sein. Und weil das aus einer übergeordneten Perspektive relativ unwahrscheinlich scheint, dass die Dinge so sind, wie sie sind, schließen daraus manche: Das muss geplant gewesen sein! Denn das könnte erklären, warum so etwas "unwahrscheinliches" passiert. Das heißt: wenn ich keinen Gott annehme, dann erscheint das vielleicht unwahrscheinlicher, dass die Dinge sind, wie sie sind, als wenn ich einen Gott annehme (kann man sich natürlich auch drüber streiten, aber in etwa so was geht in den Köpfen ab).

Und findest Du diesen Gedankengang wirklich so dumm? Ich finde, dass das zwar kein Beweis für Gott ist und deswegen bin ich ja auch immer noch Atheist, aber ich halte Menschen, die sich auf dieser Grundlage für Gott entscheiden, nicht für völlig blöd, sondern das ist eigentlich relativ nachvollziehbar für mich.

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Kommentar von Etter
23.03.2016, 02:44

"Das kann nicht alles aus Zufall so sein, wie es jetzt ist."

Doch kann es. Warum sollte es nicht?

"Von allen möglichen Zuständen, die ein Universum annehmen kann, warum sollte es so sein, dass es zweibeinige, denkende Wesen auf einem bewohnbaren Planeten gibt, die alles mögliche treiben?"

Prinzipiell ist es nicht ausgeschlossen, dass es auch andere Wesen im Universum gibt. Dass wir gerade zweibeinig sind ist so, da es sich evolutionär durchgesetzt hat.

Ich finde es schon ziemlich vermessen zu glauben, dass wir die einzigen Lebewesen im Universum sind.

"Wenn Du am (zeitlichen) Anfang des Universums wärst: Würdest Du dann wetten, dass irgendwann zweibeinige Menschen auf einem Planeten herumlaufen und solche Sachen machen, wie wir es tun?"

Wenn mir jmd. gesagt hätte, dass das Universum einen Radius von >45 Mrd. Lichtjahre haben wird: Ja es ist eine Möglichkeit. Eine unter vielen. Bei leicht veränderten Bedingungen würden wir vll. anders aussehen.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Universum

Beispiel: Delfine und generell Fische, sowie Vögel. Gerade Delfine werden durchaus als intelligent angesehen. Dennoch haben sie aber keine 2 Beine.

Quelle: http://www.welt.de/wissenschaft/article6534940/Delfin-steht-Mensch-an-Intelligenz-kaum-nach.html

"Denn das könnte erklären, warum so etwas "unwahrscheinliches" passiert."

Ich würde es eher für unwahrscheinlicher halten, dass so etwas NICHT passieren kann.

"Und findest Du diesen Gedankengang wirklich so dumm?"

Darüber schweige ich mal.

Es gibt meinerseits andere Gründe, warum Leute an Gott glauben, welche zumindest ich besser nachvollziehen kann, als dieses Denken.

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Kommentar von BlackBanan24
23.03.2016, 21:22
Das beste Argument (was auch kein perfektes Argument ist) für Glauben ist

Nur mal so nebenbei: Seit wann braucht man für seinen Glauben Argumente? Es heißt Glaube und nicht Wissen ;)

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Mit mir kannst du da leider nicht diskutieren, ich bin ganz deiner Meinung XD

Aber es gibt Grund zur Hoffnung.

Die Zahl der Kirchenaustritte und Atheisten steigt seit Jahren weltweit immer weiter, während die Zahlen der Kirchenbeitritte kontinuierlich schrumpft (und zwar bei allen Religionen).

Das Internet und die damit verbundene weltweite Vernetzung begünstigen diese Entwicklung. In vielen Ländern wagten es Atheisten nicht aus ihren Religionen auszutreten, weil sie sich alleine und ausgestoßen fühlten. Durch etliche Foren lernen sie jedoch dass es viele andere Menschen wie sie gibt, was ihnen den nötigen Mut verleiht diesen Schritt zu wagen.

Der wissenschaftliche Fortschritt ist ein weiterer Punkt der diese Entwicklung begünstigt. Religion hat noch nie etwas gegen Wissenschaft ausrichten können. Immer schon musste sie sich den Erkenntnissen beugen und ihre Ansichten dementsprechend ändern um das Gesicht nicht zu verlieren.

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Kommentar von DonUownDerDoUg
22.03.2016, 22:10
Das Internet und die damit verbundene weltweite Vernetzung begünstigen diese Entwicklung.

Exakt!!! Das ist genau das was ich denke. Wir leben im 21.Jahrhundert. Wir sind auf einem ganz anderen Level als früher. Früher hatten sie nicht die Mittel die wir heute zur Verfügung haben.

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Kommentar von jaswf
22.03.2016, 22:23

genau!

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Kommentar von Aaron0402
22.03.2016, 22:25

Die Kirchenaustritte haben nicht immer was mit dem Glauben zu tun! 

Ich kenne einige Leute die nur ausgetreten sind um Steuern zu sparen, aber dennoch gläubig sind!

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Kommentar von MarkusKapunkt
22.03.2016, 22:26

Was du schreibst stimmt nicht ganz. Zwar hast du recht, dass die meisten großen Kirchen mit einem stetigen Mitgliederschwund zu kämpfen haben. Doch an anderen Stellen sieht es ganz anders aus: fundamentalistisch und extremistisch eingestellte Gemeinden, sowohl christliche als auch islamische, erfreuen sich in jüngster Zeit an einem regen Zulauf, auch in Deutschland.

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Deswegen kann ich Menschen mit Religion nicht ernst nehmen! Eure Meinung?

Meine Meinung würdest Du Deiner eigenen Äußerung nach ohnehin nicht ernst nehmen.

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Kommentar von vanillakusss
22.03.2016, 21:59

Hahahahahahahahaha.......

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Meine Meinung zusammengefasst:
Jedem das Seine. Ich bin selbst Atheistin, trotzdem respektiere ich die Meinung der anderen, wenn ich möchte, dass meine Meinung respektiert wird.

Für jeden Menschen ist das richtig, an das er glaubt. Nur, weil man selbst nicht daran glaubt, muss man die Meinung der anderen nicht schlecht reden.

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Kommentar von DonUownDerDoUg
22.03.2016, 21:43

Meinungsfreiheit kann ich verstehen. Ich sehe es so, dass man mit der Meinung anderer Leben muss aber sie nicht akzeptieren muss. Ich sage es nicht auf eine rassistische weise, sondern ich z.B muss nicht akzeptieren, das mein Kind ein Muslime sein MUSS nur im Iran leben zu dürfen. 
Ich bin Iraner und bin dort geboren also weiß ich wie es dort auch zugeht. 

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