Despressionen und Grübeleien vor dem Aufstehen...was dagegen tun?

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10 Antworten

Deiner Beschreibung nach handelt es sich um eher diffuse Ängste, deinem Job nicht gerecht zu werden. Daraus entstehen gern solche Endlos-Grübelschleifen, wie sie dich am frühen Morgen überkommen. Die Inhalte dieser Grübeleien solltest du Ernst nehmen und auf ihren Realitätsgehalt überprüfen, allerdings nicht am frühen Morgen, sondern tagsüber. Schreib alles auf, was dir dazu einfällt, jede Unsicherheit und Frage und jeden Zweifel. Diese Dinge kannst du dann sortieren und auf ihren Wahrheitsgehalt abklopfen. Gleichzeitig kannst du checken, welche Möglichkeiten es gibt, mit dem jeweiligen Punkt umzugehen oder das Problem zu lösen.

Mit solch einer strategischen Vorgehensweise holst du die Gedankenwolke auf einen realen Boden. Erstens erkennst du, was da wirklich dran ist, zweitens werden dadurch die morgendlichen Episoden verzichtbar - du hast ja bereits alles auf rationale Weise festgehalten und das auch noch schwarz auf weiß. Endloses gedankliches Sich-im-Kreis-Drehen entsteht fast immer dadurch, dass das Thema nicht wirklich strategisch bearbeitet wurde. Versuch es mal damit!

MAX1981 13.03.2014, 12:23

Hey, vielen Dank für deine Antwort. Besten Dank für Deinen Rat mit dem aufschreiben ...klar, hätte ich auch selber drauf kommen können, ...damit werde ich jetzt auf jeden Fall erstmal starten. Lieben Gruß, MAX

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Grundlage für Ängste bzw. Unruhezustände ist eine falsche Vorstellung von dem, was "passiert", wenn man tatsächlich mal eine Aufgabe nicht in den Griff bekommt. Und siehe da: es passiert meist relativ wenig. Es kommt kein Schlägertyp ins Büro, Deine Familie wird nicht gekidnappt und Du wirst auch nicht mit Betonschuhen ins Wasser geworfen.

Man gibt sein Bestes, egal ob angestellt oder selbständig, und kommt so weit wie möglich. Und wenn es mal nicht mehr geht, muss man evtl. beiseitetreten und jemand anderen vorlassen. Das ist alles.

Du kannst ruhig schlafen, wenn Du tagsüber Dein Bestes gegeben hast. Du bist nicht dafür verantwortlich, was andere von Dir und Deinem Können bzw. Leistungsvermögen erwarten!

MAX1981 13.03.2014, 12:29

Deine Denkweise ist so richtig und realitätsnah! Du hast exakt recht, 98% der Gedanken hat und Bedenken sind völlig ungerechtfertigt und wenn dann mal was schief geht - umbringen wird es einen nie. Nur dieses in den "dunklen Momenten" ebenfalls genauso zu sehen ist leider sehr, sehr schwer aber trotzdem vielen, vielen Dank für Deine Antwort! Lieben Gruß, MAX

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Das was du beschreibst, klingt noch nicht nach Depression, eher nach einer Angst vor dem Unbekannten. Der Gang zu einem Therapeuten, war denke ich trotzdem gut, nur hast du vermutlich einen ziemlich schlechten erwischt.

Du solltest dich auf jeden Fall nach einem anderen umsehen, denn das kann dir schon enorm weiterhelfen. Du bist in einer schwierigen neuen Situation, die dir momentan über den Kopf wächst. Angst( die übrigens in normalem Ausmaß völlig normal ist) kann sich auch mal verselbständigen und da denke ich, solltest du dir auf jeden Fall professionelle Hilfe suchen.

Leider sind die guten Therapeuten oft ausgebucht und haben lange Wartezeiten. Man kann über die Krankenkasse eine Liste bekommen, von Therapeuten, oder man kann sich auch erstmal an eine soziale Beratungsstelle wenden, die wissen auch oft Rat und haben ausgebildete Leute, mit denen man auch reden kann.

MAX1981 13.03.2014, 12:25

Hey CB450, auch das werde ich auf jeden Fall versuchen, nur wie Du schon geschrieben hast - die ersten 3 die ich angefragt habe, hatten noch nicht mal Zeit sich mein Anliegen überhaupt anzuhören. Besten Dank, MAX

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hallo, MAX1981, die Frage ist doch hier nicht, wie man seinen "Kopf überlistet"....Die Frage ist eher, weshalb du so viel grübelst, obwohl doch dann, wenn du auf der Arbeit bist, alles recht glatt läuft. Ist denn deine Angst begründet? Gab es schon Anzeichen, daß du die Arbeit nicht bewältigen konntest? Vielleicht hilft es schon, dir im Klaren darüber zu werden, ob du die Arbeit wirklich gerne tust! Schreib doch mal Tagebuch und öffne dort deine Gefühle. Das könnte für dich ein Anfang sein. Vielleicht grübelst du auch, weil du dich zu wenig mit anderen Menschen über deine Gefühle und Hoffnungen austauschst oder dir in deinem Leben etwas neben deiner Arbeit fehlt? Das gilt es herauszubekommen! Alles Gute!

Du solltest ein Coaching, Selbstbewußtseins -training machen. Das gibt es für Führungskräfte. Das wäre in deinem Fall sicherlich angebracht. Lass dir keine Depression einreden. Vertraue auf dich.

Vllt versuchst du mal nen Psychologen aufzutreiben der eher mit mittlerem Managment arbeitet?

Der müsste deine Situation ja schon von anderen Patienten kennen und sich drauf eingestellt haben. :)

Versuche es mal mit EFT (Emotional Freedom Techniques). Hat bei mir super geholfen und ist echt einfach. Dazu gibt es ganz viele Bücher bei einem bekannten Online-Kaufhaus.

Liebe Grüße und alles Gute!

ArmesHascherl

Sicher ist es ratsam dann auch mit Vorgesetzten über Deine Bedenken zu sprechen.
Mache Dir ganz einfach mal eine Liste mit Stichpunkten um zu sehen WO Deine Bedenken sind. Vielleicht reicht es manchmal schon aus, das Ganze mal mit einer Person zu besprechen und Lösungen auszuarbeiten.
Wechselt man die Arbeitsstelle muss man sich bestimmt erstmal einleben. Vieles ist neu und ungewohnt. Aber sind dann nicht auch die anderen Mitarbeiter dazu da einen zu unterstützen und zu helfen?! Also: fragen kostet nichts.

Nirakeni 13.03.2014, 08:02

Dazu kann ich auf keinen Fall raten. Er wäre unter Umständen "abgestempelt als Psycho" und das wäre ja nicht gerade hilfreich.

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Kinderbuecher 13.03.2014, 08:10
@Nirakeni

Was ist denn das für ein Blödsinn. Wenn man irgendwo neu ist, dann kann man
doch z.B. Arbeitsabläufe etc. (keine Ahnung wo da jetzt genau die Probleme sind) mal mit anderen besprechen.
Es kommt doch auch auf die Position an, die man dort einnehmen soll.
Sicher ist das nicht irgendeine Handlangertätigkeit. Auch wenn es für manche verpönt ist zu reden, so sollte das hier doch der erste Anlaufpunkt sein, der Vorgesetze.
Das hat doch nichts mit Psycho zu tun.

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Introvertiert84 13.03.2014, 10:35
@Kinderbuecher

Das Problem an der Sache ist einfach das ER schon ein Vorgesetzter ist .... er soll also andere Menschen führen/anleiten/etc

Geht er jetzt in der Hierarchie einen Schritt nach oben und "heult sich dort aus" dann bekommt er dort den Stempel "nicht belastungsfähig", "beruflich überfordert" etc etc

Selbst wenn er anmerkt das es ansich unbegründete Ängste sind ... in einer Hierarchie zeigt man nach unten keine Schwäche und nach oben schon gar nicht.

Hier gehts um mittleres Managment, also nicht Unternehmensführung aber er hat zB ne Abteilung unter sich. Und seine Chefs (also auf der Leiter ne Sprosse höher) werden sich es dann nochmal überlegen ob sie nen "Schwächling" andere Mitarbeiter führen lassen wollen, die Antwort ist meistens n klares NEIN!

Das mag dir jetzt furchtbar ungerecht und total unmenschlich vorkommen, es mag dir sogar als ausgemachter Blödsinn vorkommen (was du ja ansich auch schon so kund getan hast) aber es ist eben leider Fakt.

So läuft der Hase in (größeren) Unternehmen bzw im Managment.

Wer "unfähig" ist Menschen zu führen wird aus so ner Position schnell wieder raus gekantet. Und das ist bei ihm auch gut möglich, denn in solchen Positionen ist sowas wie Kündigungsschutz schon durch die laufenden Arbeitsverträge mehr oder weniger ausser Kraft gesetzt. Denn dann bekommt er seinen nächsten Vertrag einfach nicht .... aus die Maus.

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Introvertiert84 13.03.2014, 08:09

Ganz falscher Ansatz!

Dann ist er bei seinen Vorgesetzten als "nicht belastungsfähig" gebrandmarkt .... die nächste Beförderung kommt dann wohl erst kurz vor der Rente ... nicht sein Ansinnen, denke ich mal.

Und Hilfe bei Untergebenen zu suchen .... schwierig, wenn die wittern das er "schwach" ist hat er bei denen verloren.

Ein Chef muss ein Chef sein und auch ein Chef bleiben.

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Dann ist der Job vielleicht einfach nicht das Richtige und Du solltest einen Gang zurückschalten. Über Jahre hinweg, kann das in einem Burn Out enden...

http://www.lebenshilfe-abc.de/stress.html

MAX1981 13.03.2014, 12:39

Auch wenn das komisch klingen mag, ... ich habe ernsthaft auch schon darüber nachgedacht - nur, was häufig auf unverständnis trifft - es ist hin und wieder schwieriger wieder eine Stufe "runter zu gehen" als eine Stufe "hoch zu gehen", denn einmal ist der Erwartungsdruck des aufgebauten Umfeld an Deine Person gewachsen und wenn du wieder zurückruderst wirst Du weniger ernst genommen UND was ein noch größeres Problem ist - Es nimmt Dich kaum jemand auf einer "niedrigeren" Stelle in einem anderen Unternehmen, da sich keiner erklären kann warum Du von einer aussichtreichen Position in einem Konzern in ein kleineres Unternehmen auf eine "niedrigere" Stelle mit geringerem Verdienst wechseln möchtest. Da nimmt Dich leider kaum jemand ernst, es sei denn Du spielst von Anfang an mit offenen Karten,... aber in einem Gespräch sich zu outen, dass man die Stelle wechseln möchte weil die bisherige Stelle einen psychisch überfordert ist eine eher schlechte Ausgangsposition für die ggf. neue Stelle... Aber trotzdem auch Dir natürlich vielen Dank für Deine Antwort! Gruß, MAX

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Geh zu einem anderem Psychologen....

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