Der Weg zur Lehrerin an einer Grundschule oder Realschule. Wer kennt sich aus?

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2 Antworten

"Ich kann mir nun leider nicht vorstellen, dass sie dort Praktikanten annehmen, ausserdem habe ich ja selber schule."

Vor dem Studium muss man ein Eignungspraktikum machen. Wenn du generell ein Praktikum machen willst um zu erkunden, ob du gut mit Kindern auskommst, kannst du auch in einen Kindergarten oder Hort gehen. Schule kennst du sonst ja auch.

"Ich muss doch Abitur machen und danach studieren richtig?"

Wenn du Lehrerin werden willst ja. Ansonsten nein.

"Die Fächer, die ich unterrichten wollen würde, könnte ich doch frei zusammenstellen oder?"

Nein das könntest du nicht. Je nach Studienordnung und Uni sind einige Kombinationen zugelassen und andere nicht.

"Und wie ist das mit dem Gehalt..? Ich ahne halt, dass ein Realschullehrer mehr verdient als ein Grundschullehrer.."

Richtig. Normalerweise müsste man davon gut leben können. Das Problem ist, dass du ja bei dir Zuhause arbeitest und dazu auch Arbeitsverbrauchsmaterialien kaufen musst (Drucklerpatrone, funktionierenden PC, Eddings, Schneidemaschine, Laminiergerät, Tonpapierplakate, Bücher usw usw), dass auch in der SChule manchmal das Papier alle ist und du was von zuhause mitbringen musst, willst du es gut machen oder die Stadt kommt und verlangt, dass du für den Lehrerparkplatz mit bezahlst (das gibts so in keinem anderen Job). Auch viele Materialien wirst du selbst bezahlen- und dann immer gleich in Klassenstärke. Eltern machen manchmal Stress wegen Klassenkasse oder du bist gar keine Klassenlehrerin und hast darauf noch nicht mal Zugriff.....und dann willst du auch, dass du Unterricht machen kannst und Hefte oder Kleber da sind.

"Müsste ich da vorher noch 1 Jahr oder so als Referendarin oder wie man solche Leute nennt, durch die schule laufen und anderen Lehrern beim Unterricht helfen?"

Ja das müsstest du. Und es ist viel mehr als nur "helfen", du unterrichtest dann schon selbständig und wirst in alle Richtungen dabei beobachtet, geprüft und bewertet. Man verlangt von dir Projekte und nicht nur Buchunterricht. Denn am Ende kommt noch ein neues Examen mit Examensarbeit und Prüfungen.

"Und was findet ihr besser, Realschule oder Grundschule?"

Jedem das Seine.

"Und welchen Schnitt müsste ich erreichen um das Studium zu bestehen?" Eine 4. Eigentlich eine 4,4 aber dann hieße es ja, dass da Fächer mit 5 dabei sind und durch diese Fächer wäre man dann durchgefallen und muss sie eh wiederholen."*

"Wie gut ist der Weg zum Ziel zu schaffen?"

Harter Weg- härter als so mancher glaubt, darum wirst du auch nicht viele verständnisvolle Worte hören. Eher Spott der Sorte "Na lesen und schreiben kannste ja wohl." oder "Lehrer haben doch genug Zeit, das haben die hinzukriegen. Andere arbeiten härter."

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Ich kann mir nun leider nicht vorstellen, dass sie dort Praktikanten annehmen

Aber natürlich tun sie das! Sogar mit Kusshand. Zumindest war das bei mir so. Schulen sind über jeden Praktikanten dankbar, weil es eine Kraft mehr in der Klasse ist. Natürlich unbezahlt, aber du lernst so viel dazu! Ein Vor- bzw. Eignungspraktikum muss man meines Wissens nicht machen (wie meine Vorschreiberin schrieb). Ich habe zwar Praktika vor meinem Studium gemacht, aber sie waren nicht Pflicht. Das habe ich für mich selbst gemacht.

Ich muss doch Abitur machen und danach studieren richtig?

Nicht unbedingt. An manchen Unis kannst du mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung im pädagogischen Bereich studieren, musst aber vorher eine Prüfung ablegen. Aber das machen nur wenige Unis, meine tut es ;)

Die Fächer, die ich unterrichten wollen würde, könnte ich doch frei zusammenstellen oder?

Wenn es nicht das Gymnasium ist, an das du willst, dann musst du Mathe, Deutsch oder Englisch wählen. Eins davon ist Pflicht. Bei dem Zweitfach hast du meist freie Wahl. An vielen Unis gibt es noch das Grundlagenstudium dazu. Wenn du Mathe machst, musst du als Grundlage Deutsch nehmen und umkehrt.

Und wie ist das mit dem Gehalt..?

Das ist ganz gut und als Lehrer bekommst du gleich das volle Gehalt, das wird dann mit den Jahren aber auch nicht mehr, wie in anderen Berufen. Es sei denn du willst Rektor/in werden.

****Müsste ich da vorher noch 1 Jahr oder so als Referendarin oder wie man solche Leute nennt, durch die schule laufen und anderen Lehrern beim Unterricht helfen?**

Ja, man nennt sie Refrendare. Und das muss jeder Lehrer machen. In NRW sind es glaub 2 Jahre, in NDS 1 1/2, soll aber auch 1 Jahr verklürzt werden. Das istvon Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

Lg:)

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