Der Vorgang einer Dialyse?

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2 Antworten

Dialyse funktioniert durch Osmose, das ist ein Konzentrationsausgleich durch eine semipermeable (halbdurchlässige) Membran. Die Stoffe wandern von der Seite der höheren Konzentration zur Seite mit der niedrigeren Konzentration. So ist es möglich, Giftstoffe wie z.B. Harnstoff und überzählige Elektrolyte aus dem Körper zu entfernen, wenn die Nieren nicht mehr funktionieren.

Es gibt mehrere Arten von Dialyse. Bei der Peritonealdialyse ist das Bauchfell die Membran. Es wird eine Dialysatflüssigkeit durch einen ständigen Zugang in die Bauchhöhle gegeben und nach ein paar Stunden ausgetauscht. Das muss man dann mehrmals am Tag machen.

Bei der Hämodialyse werden zwei Nadeln in einen Shunt gelegt. Ein Shunt ist ein Kurzschluss einer Arterie mit einer Vene, so dass auf der Vene ein hoher Druck ist. Durch die eine Nadel fließt das Blut in das Schlauchsystem, wird im Dialysator gereinigt und fließt dann wieder zurück in den Körper durch die zweite Nadel. Im Dialysator fließt das Blut durch sehr kleine Röhrchen, direkt daneben fließt Dialysatflüssigkeit, durch Osmose werden dann die Giftstoffe entfernt. Pro Minute fließen meist 250-300ml Blut durch das System, die ganze Behandlung dauert 4-8h (8h in der Nachtdialyse) und muss dreimal pro Woche gemacht werden, lebenslang oder bis ein Transplantat erfolgreich implantiert wird.

Ich bin selbst Dialysepatientin, wenn Du noch Fragen hast, kannst Du mich gerne ansprechen.

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Kommentar von LiiChan
03.01.2016, 21:17

Danke, also braucht man die Membran um eine höhere Konzentration zu bekommen ? Und wo wird die Membran dann hineingesteckt und kann man die Membran auch wirklich sehen ? (entschuldigung für so viele Fragen)

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Was hat das alles mit Bauchfett zu tun? Du hast da wohl was mißverstanden.

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Kommentar von LiiChan
03.01.2016, 21:14

oh, ich meine Bauchfell

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