Der Vermieter sagt, Einbauten und auch Deckenabhängungen (Styropor) müssen raus - was ist dran?

7 Antworten

Die von dir erwähnten Änderungen der Mietsache stellen bauliche Veränderungen dar zu deren Rückbau der Mieter zum Mietende verpflichtet ist.

Der Vermieter kann bis dahin auch nach Ablauf der Kündigungsfrist die Abnahme der Wohnung verweigern. Du müsstest deshalb bis zur Beräumung weiter Miete zahlen.

Wenn Du das mit Tapeten vergleichst, solltest Du bedenken, dass diese normalerweise nur ca. 1 mm auftragen und somit die Räume nicht wesentlich beeinträchtigen.

Styroporverkleidungen oder gar -abhängungen, wie man sie gerne in Altbauten gemacht hat, um die Zimmerhöhe zu reduzieren, wirken sich jedoch ganz massiv auf die Eigenschaft einer Wohnung aus. In einem Fall sind es vielleicht nur wenige cm, um die sich die Zimmerhöhe reduziert und im anderen Fall gleich 1 Meter oder mehr.

Der eine findet es vielleicht gar nicht lustig, wenn sehr hohe Altbau-Räume beheizt werden müssen und der andere mag den Charme überhoher Zimmerdecken.

Wenn viele m² Styroporabfälle entsorgt werden müssen, ist das für den Vermieter auch nicht lustig. Zudem ist es bei sehr lange bewohnten Wohnungen oft so, dass im Lauf der Zeit aufwändige Einbauten vorgenommen wurden. Raumteiler, Deckenabhängungen, Holzverkleidungen im Almhüttenstil uvm.

Oftmals auch noch total rustikal und damit überhaupt nicht mehr zeitgemäß. Da ist es doch wohl nachvollziehbar, dass ein Vermieter oder eine WBG nicht damit einverstanden ist, dass die Wohnung mit diesen Einbauten zurück gegeben wird.

Wenn solche Einbauten dann auch noch bereits vor Jahrzehnten eingebracht wurden, handelt es sich bei dem Müll, den man nun rausräumen muss, ggf. auch noch um Problemabfälle, deren Entsorgung erhebliche Mehrkosten verursacht.

Wie eingangs geschrieben, mit Tapeten überhaupt nicht vergleichbar.

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Danke auch für deinen Kommentar.

Als "Müll" würde ich das jetzt nicht bezeichnen. Meine Schwie-Eltern haben alles sehr gepflegt!!!!

Die Deckenhöhe ist dadurch nicht groß beeinträchtigt.

Es handelt sich auch nur um die Neuerungen im Mietrecht.Ich will hier nicht etwas durchsetzen, was nicht Rechtens ist!!!

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@juste55

Unter Müll verstehe ich die wunderschön gepflegten Einbauten, die sich im Moment der Entfernung in Abfall verwandeln, der nicht mehr weiter verwendbar ist, sondern entsorgt werden muss. Und außerdem habe ich die Bezeichnung "Müll" nicht speziell auf die Wohnung Deiner Schw.-Eltern, Gott hab sie selig, bezogen, sondern ganz allgemein auf Einbauten welcher Art auch immer.

Speziell zu Deiner Frage nochmal. Es wurden also Deckenplatten aus Styropor an die Decke geklebt und es sind Fußböden verlegt worden, die die WG nun raus haben will.

Bei dem BGH-Urteil geht es aber speziell um Tapeten, die nicht entfernt wurden. Deckenverkleidungen gab es in dem Fall offenbar nicht und Fußböden wurden vermutlich entfernt. Deshalb kann man aus dem Urteil nicht ableiten, dass es gleichermaßen auch auf Deckenverkleidungen und Fußböden anzuwenden ist.

Tapeten könnt Ihr dran lassen, aber Fußböden und die Deckenverkleigungen aus Styropor sind zu entfernen.

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.... viel Kraft in dieser schweren Zeit.

Dann wird es bestimmt ein Nutzungsvertrag sein, die WB-Genossenschaften und Gesellschaften vereinbaren meist so etwas und das ist denn so, auch in meinen Nachbarschaften.

Bedenke/beachte die Kündigungsfristen!

Woher ich das weiß:
Berufserfahrung
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ja, danke, es ist fristgerecht gekündigt.

Und vielen Dank auch für deine Wünsche zur Kraft:-))

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