Der Vater meines 9 Jährigen Sohnes hat sein Haus vor fast 10 Jahren seinem ältesten Sohn überschrieben. Hat mein Sohn Erbschaftsanspruch auf das Haus?

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6 Antworten

Ihr Sohn wäre, wenn sein Vater verstirbt, einer seiner gesetzlichen Erben. Und zwar: Wenn der Vater bei seinem Tod noch verheiratet ist, würde die Ehefrau 1/2 und die Kinder (zwei Söhne oder mehr ??) die andere Hälfte zu gleichen Teilen erben. Ist er nicht verheiratet, würden nur seine Kinder und zwar zu gleichen Anteilen erben.  Eine Anrechnung des an den 1. Sohn übertragenen Hauses auf dessen Erbteil fände nur statt, wenn das der Vater bei der Übertragung bestimmt hätte (das müsste im Übertragungsvertrag stehen). 

Ist das nicht der Fall  und wenn 10 Jahre nach der Übertragung verstrichen sind, was ja demnächst  sein wird, gibt es auch keine fiktive Hinzurechnung des Hauswertes zum Nachlass im Sinne einer Pflichtteilsergänzung mehr. 

Wenn Ihr Sohn den Vater bei dessen Tod  gesetzlich, d.h. bei Fehlen eines Testaments, beerben sollte, fällt nur das Vermögen des Vaters in den Nachlass, das ihm am Todestag noch gehört hat, also nicht das Haus.  

Sollte der Vater Ihren Sohn enterben bzw. ihn im Testament nicht bedenken, hätte der Sohn einen Pflichtteilsanspruch in Geld gegen den Erben, und zwar in Höhe der Hälfte des Wertes seines gesetzlichen Erbteils.  Hoffentlich ist das für Sie verständlich - sost fragen Sie einfach nochmals nach.

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Kommentar von loeckchen02
17.03.2016, 18:50

Der Vater ist nicht verheiratet. es gibt nur die beiden Kinder. Als "angeblich" das Haus überschrieben worden sein soll und das Testament gemacht worden sein soll war unser Sohn noch nicht geboren. Unser Sohn ist 9 Jahre alt und es soll vor fast 10 Jahren gemacht worden sein.

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Hat mein Sohn Erbschaftsanspruch auf das Haus?

Nein.
  1. Erb- und Pflichttelsrechte entstehen erst mit dem Tod des Erblassers, nicht durch dessen lebzeitige, einseitig begünstigende Schenkungen.
  2. Das Haus gehört ja nicht mehr zu dem Vermögen des Kindsvaters, mithin dessen Nachlass. Und nur der würde (hälftig neben einer Ehegattin) an seine leiblichen Kinder anteilig vererbt.
  3. Nach etwa 6 Jahren bestand bereits rein rechnerisch kein Pflichtteilsergänzungsanspruch deines Sohnes mehr, sofern er gesetzlicher Erbe würde, also nicht durch Testament davon ausgeschlossen ist.
  4. Genau 10 Jahre nach Übergabe besteht für ihn auch rein rechtlich kein Pflichtteilsergänzungsanspruch mehr.

Im Ergebnis hätte dein Kind (demnächst) leider keinerlei Teilhabe an der Immobilie oder dessen Schenkungswert  :-(

G imager761

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Es ist auch egal, wann das 2. Kind gezeugt wurde. Die Schenkung(notarielle Überschreibung) hatte schon stattgefunden. Hätte er den 2. Sohn bedenken wollen, hätte er ein neues Testament errichten können z.B.

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Lebt der Vater deines Sohnes denn jetzt noch, dann kann er nichts vererben.

Selbst eine Ausgleichszahlung für eine Schenkung, baut sich pro Jahr um 1/10 der Summe ab. Du müsstest also in diesem Jahr noch den Erbfall eintreten lassen, wie auch immer du das machen willst, damit noch ein Ausgleich gefordert werden könnte.

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Kommentar von loeckchen02
17.03.2016, 18:33

ja der Vater lebt noch, ist aber Pflegebedürftig. Und man kann Ihn leider nicht fragen ob diese Aussagen stimmen, da er nicht sprechen kann.

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Was ist den überschreiben? Das ist ein Ausdruck für ein Damenkränzchen, man kann ihn auch in der Kneipe verwenden, denn er sagt gar nichts über die Art und Weise der "Überschreibung"

Meinst du eine notarielle Schenkung?

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Kommentar von loeckchen02
17.03.2016, 18:30

Laut Aussage der Freundin des Bruders würde dem Bruder meines Sohnes das Haus gehören und im Testament (das genau so Alt ist) nur der Bruder stehen würde.

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Auf das nicht unbedingt direkt, aber es steht ihm ein angemessener Pflicht-Erbanteil zu, wenn er darauf bestehen würde.

Diesen müsste der ältere Sohn ihm dann auszahlen.

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Kommentar von Mandrinio
17.03.2016, 18:21

ach überschrieben sagst du ? Nein denn natürlich nicht !!!

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