Der Unterschied zu Linken oder Rechten Politischen Einstellung?

9 Antworten

Links und Rechts kann man unterschiedlich beschrieben. In beiden Fällen gibt es Autokratische (klare Herrschaft von Einzelpersonen oder Gruppe} und auch liberale Formen. Beispiel Kommunismus is links, weil man dem Staat mehr Einfluss über das Wirtschaftsgeschehen gibt und Autokratische ist es auch weil für den Weg zum Kommunismus gibt es eine herrschende Gruppe die über alles andere bestimmt. Hitler Nationalsozialismus ist rechts Autokratische. Wirtschaftlich mehr Freiheiten bei den Unternehmen dabei aber wieder komplette Kontrolle der Bevölkerung durch eine Gruppe (sei NSDAP Partei/ Führer).

Links liberal wären zum beispiel die SPD oder Grünen. Mehr Kontrolle über Unternehmen dafür mehr Freiheiten bei allen Leuten. Rechts lieberal da fällt mir allerdings nix ein.

Speziell bei Kommunismus und den Nazis is der größte unterschied: die einen sehen Unterteilung der Menschen in Klassen die es aufzulösen gilt. Die andren sehen unterschied in Nationalität und Ethnie bei der es eine Überrasse gibt die andere Ethnien/Völker beherrschen muss damit alle es besser haben.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

da gibt es viele Punkte auf die man eingehen kann, prinzipiell liegt den beiden aber ein Unterschiedliches Bild der Identifikation zugrunde.

Grob gesprochen sehen politisch Linke sich als Weltbürger, sie identifizieren sich global als Teil der Menschheit, sie stehen für Weltoffenheit und jeder Mensch hat für sie die gleichen Rechte verdient. Fortschritt ist ihnen wichtig, sie streben die stetige gesellschaftliche Weiterentwicklung an die sich an die Gegebenheiten anpasst. Daher sind Linke auch oft sehr freundlich gegenüber Minderheiten, weil Minderheiten häufig Opfer von Diskriminierung und Unterdrückung sind. Da man sich gleiche Rechte für alle wünscht ist man eben speziell auch gegenüber Minderheiten sehr offen.

Die politische Rechte identifiziert sich in der Regel innerhalb von nationalen Grenzen. Sie sind also beispielsweise nicht "Mensch" nach dem eigenen Weltbild, sondern z.B. "Deutscher". Sie für die politische Rechte stehen die Bürger mit der Staatsangehörigkeit an erster Stelle und sie vertreten im Allgemeinen die Sicht, die Staatsbürgerschaft sollte auf Menschen beschränkt bleiben die im Land geboren werden bzw. deren Eltern schon fest im Land leben. Durch diese Identifikation ist die politische Rechte eher verschlossen gegenüber allem von Außen. Außen bedeutet in dem Fall nicht nur geografisch, also aus anderen Ländern, sondern auch außerhalb der bekannten Dinge und der bisherigen Kultur. Dazu zählen dann teilweise auch Homosexuelle, da diese in der Vergangenheit nicht geduldet wurden, oder beispielsweise auch Frauen in bestimmten Berufen. Ihnen liegt die Einstellung zugrunde, dass es gut ist wie es war und man nicht verändern soll/muss. Speziell also Minderheiten, die in den vergangenen Jahrzehnten weltweit sehr an Rechten dazugewonnen haben, sind daher oft ein Feindbild von politischen Rechten.

Das wäre zumindest mal grob die soziologische Dimension bzw. die Einstellungen bezüglich der Gesellschaft.

Man kann da ganz viele Unterschiede festmachen, von Wirtschaftssystemen über politische Systeme und Strukturen etc.

Aber auch diese grobe Einordnung darf man nicht zu eindeutig verstehen, denn "links" und "rechts" lässt sich genauso schwer zusammenfassen wie z.B. "Mann" und "Frau", unter beiden Einteilungen gibt es letztlich dann doch Millionen von Individuen die in vielen Dingen verschiedene Meinungen haben. Ich hoffe aber die Antwort hilft ein wenig zu verstehen, aus welcher Weltsicht heraus die politischen Meinungen zustande kommen.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Teilgebiet meines Studiums

Linke stellen das Wohl der Allgemeinheit über die Freiheit des einzelnen. So wie in der Ameisenkolonie. Linke sind nicht sozialer. Die Ränder sind auf jeden Fall sozialer als die Mitte. Linke sind auch nicht toleranter. Toleranz heißt, dass einen etwas stört, aber man es hinnimmt. Linke nehmen nicht mehr störendes hin als Rechte. Im Gegenteil. Wie oft gibt es Demos gegen Rechts, aber quasi nie Demos gegen Links. Es gibt höhstens Demos für Rechts, so wie es Demos für Links gibt. Rechte denken eher lokal, national. Rechte sind eher für Föderalismus und Linke eher für Zentralismus. Rechte sind für Wettbewerb und dafür, dass sich Arbeiten lohnen muss. Wer nichts macht, obwohl er kann, hat auch nichts. Rechte sind für Chancengleichheit, anstatt Gleichmacherei. Rechte würden nie Geld mit der Gießkanne verteilen und empfinden es nicht als schlimm, wenn jemand mehr hat als der andere, solange er es verdient hat. Linke empfinden Ungleichheit als ungerecht.

Die Linken sind für Arbeitseinkommen und die Rechten für Kapitaleinkommen. Die Linken für Planwirtschaft sowie Produktionsmittel und Banken in Hand des Staates, die Rechten für Marktwirtschaft sowie Produktionsmittel und Banken in privater Hand. Die Linken sehen als Feind die Unternehmer, die Rechten sehen als Feind die Menschen, die anders aussehen (oder sind).

Ich werde jetzt bestimmt Schläge von anderen die sich für Linke halten bekommen, aber hier

https://www.vorwaerts.de/artikel/mensch-steht-mittelpunkt-unseres-handelns

hier

https://www.rosalux.de/publikation/id/1380/im-mittelpunkt-steht-der-mensch-die-allgemeinen-menschenrechte-und-die-europaeische-linke/

und hier

https://www.gruene.de/artikel/im-mittelpunkt-unserer-politik-steht-der-mensch-mit-seiner-wuerde-und-freiheit

ist das Ziel linker Politik schön beschrieben. Linke Politik ist Politik für den Menschen, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion etc.

Mit rechter Politik verbinde ich difuse Begriffe wie "Volksgemeinschaft", "Vaterland" aber auch "Familie". Sprich, Rechte stellen eine wie auch immer geartete Organisation über den Einzelnen.

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