Der Umgang mit dem Tod in unserer Gesellschaft?

10 Antworten

  • Im Mittelpunkt steht weit überwiegend leider immer noch "wegsehen und nicht dran denken, solange es geht". Der Tod ist immer noch stark tabuisiert und sehr negativ überfrachtet.
  • Kaum jemand spricht offen über seinen eigenen Tod oder den naher Verwandter. Das ist zu einem großen Teil natürlich auch nachvollziehbar, weil Lebenswille oder auch Trauer eben sehr starke Gefühle sind. Auf der anderen Seite ist dieses Verschließen der Augen vor dem Tod natürlich nicht gerade förderlich, um bestmöglich mit so einer Situation umzugehen.
  • Testamente und Patientenverfügungen erfordern für die meisten viel Überwindung und nur wenige sehen den Tatsachen wirklich gerne in die Augen.

In den meisten Fällen ausgesprochen lächerlich und Realitätsfremd. Viele glauben einfach immernoch der Tod wäre ein Feind den es zu bekämpfen gilt, anstatt zu akzeptieren, das der Tod selber nur ein Bestandteil des Leben ist und das es nur der Verlust geliebter Personen ist, den wir als Menschen wirklich fürchten.

Noch seht tabuisiert

Sehr langsam wird das Tabu aufgebrochen, weil sich mehr Menschen für dieses Thema interessieren/ interessieren "müssen". Was im System der Organspende gerade passiert und angedacht wird, wird jeden selbstbestimmten Menschen dazu bewegen, sich mit dem Tod auseinander zu setzen.

Durch meine Arbeit auf einer Intensivabteilung und später Palliativstation, habe ich einen intensiven und respektvollen Umgang mit dem Tod gehabt. Eíne Patientenverfügung ist z.B. ein wichtiges Medium, ärztlichen Entscheidungsträgern, Medizinischem Personal und Angehörigen die eigenen Sichtweisen zu vermitteln, so wie den würdevollen/zweifelsfreien Umgang und Entscheidungen zu meinem Sterneprozeß zu vermitteln.

Es fällt leider vielen Menschen immer noch schwer, sich mit dem eigenen Sterben und Fremdtod auseinander zu setzen. Unsere Bevölkerung wird immer älter, da kommt es zwangsweise dazu, sich mit dem Thema auseinandersetzen zu müssen.

Macht eure Patientenverfügung, wenn ihr einen würdevollen Sterbeprozeß erleben möchtet.

Ich denke, dass die Gesellschaft den Tod aufgrund von Angst überwinden will und daher auch sehr viel dafür tut, um das Leben zu verlängern bzw. den Tod hinauszuzögern.

Obwohl nicht bewiesen ist, dass der natürliche Tod schlechter als die Geburt ist.

bis jetzt recht positiv... zumindest in meinem Umfeld.

Wenn ein Kollege gestorben ist hat der ganze betrieb Schwarz getragen und der Familie eine kleine Spende zu kommen lassen.

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