Der Tochter von einer Bekannten wird immer wieder der Urlaub gestrichen - was kann sie tun?

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5 Antworten

Sie sollte nächstes Mal den Urlaub schriftlich beantragen, auf einem Blatt, auf dem ein Feld für die Unterschrift durch den Betrieb enthalten ist, und sie sollte darauf bestehen, dass die Unterschrift dorhin kommt und sie den Antrag bzw ein Doppel mitnimmt.

Sollte sie die Unterschrift nicht bekommen, darf sie gerne ein weiteres Schreiben an den Betrieb richten und um die schriftliche Bestätigung bitten. Dabei würde ich eine Frist setzen und darauf hinweisen, dass bei Überschreiten der Frist ein Anwalt eingeschaltet wird.

Alternativ wäre auch ein Gang zum Betriebsrat möglich, aber ich wette, dass es in einem solchen Betrieb keinen Betriebsrat gibt.

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Sie sollte entweder versuchen ihre Ansprüche mit einem Rechtsanwalt durchzudrücken, oder im schlimmsten Falle das Unternehmen zu verlassen.

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Die Genehmigung eines Urlaubs richtet sich nach der "geübten Praxis" im Betrieb, zumal es eigentlich keiner Genehmigung bedarf. Der Arbeitgeber muss Ablehnungen begründen und der Grund mus absolut unvorhersehbar sein. Wenn das permanent wegen einer Krankheitsvertretung geschieht, ist das kein ausreichender Grund. Urlaub kann übrigens auch nicht anderweitig ausgeglichen werden ... und dann auch noch mit einem zweifelhaften Gutschein.

Obiges gilt erstmal nur für den gesetzlichen Urlaubsanspruch. Für darüber hinausgegenden je nach Gestaltung im Vertrag.

Um nun den Antrag nachzuweisen, würde ich eine mündliche Zusage der Teamleiterin nochmal per Mail an diese dokumentieren ("wie eben besprochen habe ich mir in der Zeit von ... bis ... notiert." o. ä.)

BTW: Der Betrieb scheint nicht ganz koscher zu sein. Man kann nur dazu raten, dass sie sich Eiben anderen Arbeitsplatz sucht.

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"Nach §3 I BUrlG steht jedem Arbeitnehmer auf Basis einer Sechs-Tage-Woche ein gesetzlicher Mindesturlaubsanspruch von 24 Tagen zu. Für eine fünftägige Arbeitswoche gilt dementsprechend ein geregelter Urlaubsanspruch von mindestens 20 Tagen." BUrlG= Bundesurlaubsgesetz

Dies gilt auch für Arbeitnehmer die keinen festen (schriftlichen) Arbeitsvertrag unterschrieben haben!

Des Weiteren ist zu beachten dass mündliche Vereinbarungen NIE rechtmäßig sind. An sich kann sie einfach nicht mehr kommen und kann sagen dass sie die Firma garnet kennt. Es ist ja nirgendwo ein schriftlicher Arbeitsvertrag vorhanden. Somit steht ihr auch eigentlich kein Gehalt zu.

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Kommentar von PeterSchu
21.09.2016, 15:59

"Es ist ja nirgendwo ein schriftlicher Arbeitsvertrag vorhanden. Somit steht ihr auch eigentlich kein Gehalt zu."

Das ist vollkommen falsch. Auch mündlich geschlossene Arbeitsverträge sind gültig. Genauso wie es ein gültiger mündlicher Kaufvertrag ist, wenn du beim Bäcker Brötchen kaufst.

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Es ist verboten, sie soll zum Arbeitsgericht gehen mit den Stunden die sie gemacht hat. 

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