Der Sinn des Lebens hatten wir schon. Was aber ist der Sinn des Todes?

13 Antworten

naja das Leben macht nur Sinn, weil es irgendwann endet. stell dir mal vor, wir wären unsterblich. Was würden wir dann machen wollen? Nur weil wir eine begrenzte ZEitspanne haben, um unsere Ziele, Träume und was weiß ich zu verwirklichen, können wir das auch tun. Der Sinn ds Lebens ist das Leben selbst, den im Endeffekt ist es egal wie wir unser Leben gestalten, hauptsache wir leben und somit endet der Grund, warum wir Leben, mit dem Tod. Was danach kommt kann keiner sagen und es ist ja auch egal, das wichtige ist nur, dass wir versuchen, unser Leben nicht zu vergeuden (und selbst das wäre egal, weil keiner kennt den Sinn des Lebens). Und all das schaffen wir nur unter Zeitdruck.

Wenn wir sterben, geht das Leben aber weiter.

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Vor milliarden von Jahren kam das Leben auf die Erde.Warum? Warum soll überhaupt etwas entstehen, das angeblich versucht sich immer weiter zu entwickeln in dem es sich fortpflanzt? Woher dieser angebliche Drang? Warum soll die Evolution die treibende Kraft hinter allem und nicht bloß ein Nebeneffekt sein? Wenn unser Leben und unsere Existenz mit dem Tode endet und man angeblich nur Teil und Werkzeug der Evolution ist,warum sollte man dann leben und vorallem sich diese Frage stellen? Die Frage nach dem Sinn des Todes kann nur mit der Antwort auf den Sinn des Lebens beantwortet werden. Wenn das Leben einen Sinn hat dann hat auch der Tod einen Sinn. Je nachdem wie man seinen Sinn des Lebens definiert, definiert man auch den Sinn des Todes. Wer glaubt nur ein Haufen Zellen zu sein, der nur danach strebt seine Gene weiterzugeben und den Bestand der Nachkommen zu sichern,der wird den Tod als absolutes Ende dieses Prozesses und als das Schaffen für Platz und Neues ansehen. Meine Frage wäre dann nur...Was ist das Ziel dieser Evolution? Angenommen die Bedingungen ändern sich nicht mehr auf der Welt.Dann brauch man keine Evolution und keinen Tod mehr.Oder sollen sich die Arten untereinander noch im Zuge der Evolution versuchen zu übertrumpfen? Wenn es wirklich so wäre müsste die Entwicklung doch zu superintelligenten und superstarken Lebewesen führen.Warum werden Tiere dann nicht schlauer? Das Problem ist, dass eigentlich jede Frage irgendwann zu der Frage führt, die ich eingangs gestellt habe...Der Sinn des Todes ist, so glaube ich nicht das Ende sondern der Anfang von etwas Neuem.Mal ehrlich, auf ewig auf der Erde? Das wäre doch irgendwann schon langweilig...

Der Tod ist das sinnvollste überhaupt.Stell dir vor du müsstest ewig leben immer wieder lernen und grübeln immer wieder krank werden Angst haben und ewig gebrochenes Herz haben,du würdest wahnsinnig.Der Sinn des Todes: Erlösung.Ewig Ruhe.

Das Leben geht aber weiter:) für alle religiösen unter euch.

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Bei dieser sehr schwierigen philosophisch-theologischen Frage ist ein Zusammenhang von Sinn des Lebens und Sinn des Todes jedenfalls einleuchtend. Ratsam scheint eine Vorsicht, nicht überall das Vorhandensein eines tieferen Sinns anzunehmen. Ein Sinn sollte zumindest auch in dem Leben einer Person selbst liegen und sie nicht zu einem bloßen Mittel für etwas anderes machen. Die Frage nach einem Sinn richtet sich auf einen übergeordneten Zweck oder ein Ziel, das etwas bejahenswert macht. Der Tod als ein Ende kann nicht dem Leben einen Sinn geben, den es ohne ihn nicht hätte. Denn dies würde darauf hinauslaufen, das es beendenswert wäre. Umgekehrt ist nicht ersichtlich, wieso das Leben, wenn es einen Sinn hatte, diesen durch seine Beendigung verlieren sollte. Höchstens läßt sich in manchen Fällen sagen, daß ein Leben nur in einem beklagenswert geringen Ausmaß zu einer sinnvollen Entfaltung seines Potentials gekommen ist. Im Begriff des Zwecks liegt nicht, nur für ewig Dauerndes zu gelten. Bei einer Deutung des Todes als Verwandlung (etwas Unsterbliches bleibt) wäre er ein Durchgang zu einem eventuellen Einzug in ein Paradies, einer höheren Bewußtseinstufe oder Ähnlichem. Auf einer Internetseite (http://www.uni-rostock.de/fakult/philfak/fkw/iph/thies/Tod.pdf) wird ein vierfacher Sinn des Todes aufgelistet:

  1. evolutionsförderndes biologisches Phänomen

    Der Tod trägt wie andere Erscheinungen dazu bei, das Leben mit einer fortgeschrittenen Ausstattung zu versorgen.

  2. Voraussetzung unbedingter Menschenrechte

Wenn der Tod nicht das absolute Ende des ganzen menschlichen Individuums wäre, würde unser Leben nicht den Wert haben, den wir ihm zuschreiben.

  1. formgebende Kraft für unser Leben

    Der Tod ist das wichtigste Merkmal unserer Endlichkeit, das uns dazu anhält, mit der Zeit unseres Lebens sinnvoll umzugehen.

  2. dezentrierende Perspektive

    Die Tatsache unseres Todes zeigt uns, wie unwichtig wir an sich sind. Sie kann uns daher das Zurücktreten von uns selbst lehren.

Während die Antwort von Kai nur einen Zusammenhang sekundärer Art angibt, bei auf der Ebene des Gesamtsystems auch noch offenbleibt, warum nicht besser eine andere Art der Energiezufuhr geschaffen worden ist, enthält die Antwort von Floyd3i neben Punkt 1 noch einen weiteren, nicht aufgelisteten Gedanken: Weil die Welt und ihre Ressourcen begrenzt sind, sorgt die Endlichkeit dafür, daß ein der Möglichkeit nach bestehendes Leben neuer/weiterer Lebewesen auch eine Verwirklichungschance bekommt. Diese Überlegung findet sich vielleicht schon bei dem griechischen Philosophen Anaximander (lebte etwa 610 - 546 v. Chr. in Milet). In einem erhaltenen einzelnen Satz (gesammelt in den Fragmenten der Vorsokratiker) erklärt er: "Anfang und Ursprung der seienden Dinge ist das Grenzenlos-Unbestimmbare. Woraus aber das Werden ist den seienden Dingen, in das hinein geschieht auch ihr Vergehen nach der Schuldigkeit; denn sie zahlen einander gerechte Strafe und Buße für ihre Ungerechtigkeit nach der Zeit Anordnung." Bei allen Gedanken wäre zu überprüfen, ob es sich um einen Sinn handelt oder nur um eine Funktion oder eine Auswirkung.

Diese Antwort ist nahezu gleich mit einer von mir am 25.01.2007 als angemeldeten Benutzer gegebenen, die wegen Zeitüberschreitung als "von einem Gast geschrieben" erschien. Auf meine Bitte hat sie das gutefrage.net-Team inzwischen gelöscht.

mensch albrecht! da hast du aber sehr viel aus dem intellekt geschrieben. höre doch mal auf deine seele, was die dazu sagt!

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@Nowka

zu Nowka - Wieso trennen Sie Seele vom Intellekt? Albrecht gab eine den gesamten Menschen betreffende Antwort.

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zu Albrecht...begrenzte Ressourcen..- Das setzte eine gerichtete Evolution voraus, die ich nicht zu erkennen vermag. Die Evolution nutzt die Gegebenheiten, ist opportunistisch, jedoch gegenwartsgebunden. Ich erkenne in der Evolution keine Zukunftssicht.

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Voll zustimmen kann ich dir nicht. Weil die Welt und ihre Ressourcen begrenzt sind, sorgt die Endlichkeit dafür, dass ein der Möglichkeit nach bestehendes Leben, neuer/weiterer Lebewesen auch eine Verwirklichungschance bekommt ?

Die Endlichkeit betrifft den Einzelnen. Da es trotz der Endlichkeit immer mehr Menschen geben wird, endet irgendwann die Verwirklichungsschance.

Dieser Punkt ist dann erreicht, wenn die Erde ihre Bevölkerung nicht mehr ernähren kann.Dann gibt es keine Möglichkeit mehr, sich zu verwirklichen.

Wann dieser Punkt erreicht ist, weiss heute niemand. Durch Kriege , Epidemien verschiebt sich dieser Punkt in die Zukunft.

Dann gibt es nur für die eine Verwirklichung, die noch überleben können.

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@Ontario

Wenn es keinen Tod gibt und immer mehr Menschen geboren werden, wird ein Grenzpunkt für der Ressourcen unvermeidlich erreicht. Meine Aussage über Verwirklichungschancen neuer/weiterer Lebewesen enthält also einen zutreffenden Hinweis auf eine Vorausssetzung.

Bei unbegrenzter Vermehrung kommt die Verwirklichungsschance an ein Ende. Aber daraus folgt nicht, es gebe diese Verwirklichungschance unter keinen Umständen. So ist nicht zwingend, daß es ständig und für alle Zeit immer mehr Menschen geben wird.

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Das Leben verliert nicht den Sinn, wenn du tot bist, sondern du hörst auf zu leben, weil du eben gestorben bist.

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