Der schein nach §34a.

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2 Antworten

Hallo Dini1,

was willst du denn machen – wenn du an der Pforte arbeitest?

Angestellter oder als Selbständiger?

Fordert den das dein Arbeitsgeber?

Also zu unterscheiden wäre eine Unterweisung nach § 34a GewO oder die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO.

Ich stelle dir hier mal die bundeseinheitlichen Rahmenstoffplan für die Sachkundeprüfung ein

http://www.ihk-lueneburg.de/linkableblob/321914/.3./data/Rahmenstoffplan_Sachkundepruefung-data.pdf;jsessionid=4651E274DF817BEE16B76A51413DECA2.repl2

Somit weißt du was dein Chef alles wissen müsste.

Als angestellter Pförtner, wenn es von deiner Aufgabenstellung nicht anders beschrieben brauchst du genau so wenig wie ein Kaufhausdetektiv oder ein „Türsteher“ eine Unterweisung noch eine Prüfung ablegen, es sei denn dein Arbeitsgeber fordert so etwas als Einstellungskriterien.

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Kommentar von Dini1
07.07.2011, 14:11

Ich werde als Springer eingesetzt, das heisst eigenlich am Empfang in einer Wach und Schließgesellschaft, da kann es dann aber auch passieren as ich in einer Uni z.b bei einer Veranstaltung an der gadrobe stehe oder an der Pforte

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Kommentar von oliberlin
02.11.2011, 22:08

Das ist so aber nicht ganz richtig: Je nachdem wo er angestellt ist braucht er sehr wohl die Sachkunde nach § 34a Gewerbeordnung. Ist er als Türsteher bei der Disco selber angestellt braucht er garnichts (naja, breite Schultern vielleicht), ist er bei einem Sicherheitsunternehmen angestellt, welches den Laden betreut braucht er die Sachkunde. Genau das selbe Spiel als Ladendetektiv, stellt ihn das Kaufhaus ein braucht er nix (ausser ner Portion Aufmerksamkeit und Erfahrung), ist eine Fremdfirma beauftragt, die ihn bezahlt, brauchts die Sachkunde.

Übrigens ändert auch die Tatsache ob er als Angestellter oder Selbstständiger dort tätig wird etwas, nur wer ihm den Lohnbeutel füllt ist relevant. Als Selbstständiger Detektiv oder Wachunternehmer benötigt er zusätzlich noch eine Gewerbeerlaubnis nach § 34 a GewO, deren Erteilung an bestimmte Voraussetzungen geknüpft ist. Details habe ich auf den Seiten der Handelskammer Hamburg gefunden, die Regelungen sind aber bundeseinheitlich, so dass man das recht gut übernehmen kann: http://bit.ly/vEoIt0

Ganz abgesehen davon würde ich jedem empfehlen, der in dem Bereich arbeiten will die Sachkunde zu machen. Die ist zwar in meinen Augen auch erheblich verbesserungs- und ausbaufähig, die Unterrichtung ist dagegen aber nichts als Augenwischerei, da dort nur die bloße Anwesenheit Pflicht ist und nicht das tatsächliche Lernen oder gar Verstehen von dem, was der Dozent da vorn quatscht. Abgesehen davon ist man mit der reinen Unterweisung doch erheblich eingeschränkt: Die meisten Firmen ziehen doch Personal mit Sachkunde vor da dieses dann in so gut wie jedem Bereich der privaten Sicherheit eingesetzt werden kann, wo nicht entweder zusätzliche Prüfungen/Sachkundenachweise (z.B. die Waffensachkunde nach § 7 WaffG) oder Sicherheitsüberprüfungen (z.B. Sicherheitsüberprüfungen nach SÜG oder Zuverlässigkeitsprüfungen nach § 7 LuftSiG) erforderlich sind.

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Du brauchst ihn, damit du Leute abtasten und in die Taschen gucken darfst.

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