Der Rechtsanwalt eines Gläubigers (Bank) will eine "Ausführliche Selbstauskunft", was kann das für Fogen haben?

4 Antworten

Schulden machen ist keine Straftat, sonst müsste unser Bundesfinanzminister die Todesstrafe bekommen. Vergiss also den Blödsinn mit Gefängnis und Staatsanwalt. Im Gegenteil, wer dich so droht irgendwas zu unterschreiben, begeht selbst eine Straftat und zwar versuchte Nötigung und Erpressung.

Unterscheibe auf gar keinen Fall so eine Erklärung, da können Fallen drin sein, die ein Laie nicht erkennt und nachher musst du sogar noch mehr bezahlen als jetzt. Daher solche Aufforderungen ignorieren und auf die Drohungen nicht reagieren. Der Anwalt kann dir gar nichts.

Was besser ist, der Anwalt schickt wieder einen Gerichtsvollzieher vorbei. Der sieht, dass du nichts hat und wird dir den Offenbarungseid (heißt nun Vermögensaufstellung) abnehmen. Wenn du dich weigerst, dies abzugeben und nur dann kann auf Antrag des Gläubigers Erzwingungshaft angeordnet. Aber nur dann und sonst nicht. Gibst du den ab, so hat der Gläubiger sein rechtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft und diese Ausstellung hat 3 Jahre Gültigkeit, heißt du musst keine neue abgeben.

Wo steht was von Drohung ?

Du bist verpflichtet bei Schulden eine Auskunft abzugeben ansonsten wird der Schufa gemeldet das du dich weigerst, dann kriegst du nirgends mehr irgendwas.

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@BlackyGizmo

In einem Kommentar des FS erscheint der Hinweis, wenn die freiwillige Selbstauskunft nicht ausgefüllt wird, wird mit Staatsanwalt gedroht.

Bitte mal genau lesen! Es geht um die Selbstauskunft, nicht die EV!

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Der Rechtsanwalt fühlt vor, ob Du trotz Pfändungsfreigrenze von € 1079,99 so bescheuert bist und eine Ratenzahlungsvereinbarung eingehst...

Zitiert nach:

http://alt.forum-schuldnerberatung.de/forumneu/archive/index.php/t-54537.html

Die Selbstauskunft und die Ratenzahlungsvereinbarung sind typische Formulierungen, die sehr viele RAe und Inkassos immer wieder unbedarften Schuldnern vorlegen. Es handelt sich nämlich nicht nur um eine einfache Vereinbarung zur Ratenzahlung, sondern gleichzeitig ein selbstständiges Schuldanerkenntnis. Ich rate meistens, solche Vereinbarungen nicht ohne adäquate Gegenleistung (z.B. Zinsverzicht, Teilerlass von Kosten, günstigere Verrechnungsreihenfolge) zu unterschreiben. Dies gilt vor allem dann, wenn man aus dem unpfändbaren Einkommen Raten leisten will. Oft wird auch versucht, Kosten anerkannt zu bekommen, die man sonst nicht durchsetzen kann (z.B. Kontoführungskosten).
In der Ratenzahlungsvereinbarung werden die bisherige HF, die Kosten und Zinsen zu einer neuen selbstständigen Forderung zusammengefasst auf die Zinsen erhoben werden. Es fallen also deutlich mehr Zinsen an als bisher. Zudem wird eine Einigungsgebühr fällig, die auch verzinst wird. Zunächst einmal wirst du einige (vllt. sogar viele) Raten nur zur Tilgung der neuen Kosten aufbringen müssen, ohne, dass die eigentliche Forderung weniger wird.
Nicht genug, du verzichtest praktisch auf alle Rechte als Gläubiger (wie z.B. Einrede der Verjährung, Widerspruch im gerichtlichen Mahnverfahren). Nicht zuletzt trittst du auch das pfändbare Einkommen an die Gläubiger ab und sollst, damit es einfacher wird, gleich in der Selbstauskunft die erforderlichen Daten angeben, wo die Abtretung offengelegt werden kann, falls die Raten nicht mehr gezahlt werden können.
Ganz zum Schluss, im letzten Satz, wird es dann noch mal richtig schön: Wenn du der Ratenzahlungsvereinbarung nicht ausdrücklich widersprichst, tritt sie nach 20 Tagen in Kraft mit all' den Folgen, die ich oben beschrieben habe!

Mein Rat: Finger weg!

Finger weg ist schwierig ... Mein Schuldenberater sagte, wenn ich die ausführliche Selbstauskunft nicht ausfüllen würde, würde mit der Gläubigeranwalt mit Gerichtsvollzieher oder gar Staatsanwalt drohen ...

Raten kann ich als Hartz IV-Aufstocker mit einem Einkommen aus momentan 400 oder manchmal sogar 0 Euro pro Monat momentan wirklich nicht zahlen ...

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@Laune777

http://www.meine-schulden.de/ratgeber/inkasso#elem\_004

Ich kann nur davon abraten, eine freiwillige Selbstauskunft abzugeben. Vor allem: unterschreibe weder eine Ratenzahlungsvereinbarung noch ein Schuldeingeständnis. Der Schuldenberater soll bitte noch einmal zu den möglichen Konsequenzen Stellung beziehen. Wenn Du eine dauerhafte Jobperspektive hättest und Du durch ein Vereinbarung mit dem Gläubiger über Schuldenerlass /- minderung einen Schlusstrich ziehen könntest, wäre die Aktion nach intensiver Prüfung aller Vereinbarungen durchaus sinnvoll.... Viele Gläubiger verzichten im Rahmen einer solchen Vereinbarung durchaus auf die Hälfte der Forderung. Außerdem steht noch die Prüfung einer Verjährung im Raum.

Deine Selbstauskunft kann auch lauten: ..beziehe ich seit .... ALG2 und gut...

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@Laune777

Mein Schuldenberater sagte, wenn ich die ausführliche Selbstauskunft nicht ausfüllen würde, würde mit der Gläubigeranwalt mit Gerichtsvollzieher oder gar Staatsanwalt drohen ...

Na und? Soll er doch den Gerichtsvollzieher schicken. Der wird feststellen, dass bei dir weiter nichts zu holen ist und wieder abziehen. Und eine Drohung mit dem Staatsanwalt könnte für ihn deutlich nach hinten los gehen. Eine erneute Vermögensauskunft dürfte für dich auch keine negativen Folgen haben...

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@Laune777

oder gar Staatsanwalt drohen ...

Wenn genau so etwas passiert, würde mich der Weg sofort zur nächsten Polizeidienststelle führen und dort würde ich den Anwalt wegen schwerer Nötigung anzeigen. Begründung: Versuch, mittels absolut absurden Drohgebärden, eine Unterschrift, Zahlungen und Informationen zu erzwingen, die so nicht abgegeben werden müssen bzw. der Versuch, dich unter Umgehung der Pfändungsfreigrenzen zu Zahlungen zu zwingen.

Daneben würde ich die Anwaltskammer, die für den Anwalt zuständig ist, informieren und beantragen, dass sie ihn wegen dieser Straftat (Nötigung) rauswirft.

Wenn der Anwalt was will, soll er einen Gerichtsvollzieher mit einer Abnahme der Vermögensauskunft beauftragen und die gibst du dann dort ab.

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Selbstauskunft? Man kann kaum so breit Grinsen, wie diese Anwälte lustig sind. 

Wenn er eine belastbare Auskunft über Deine Vermögensverhältnisse zu brauchen glaubt, muß er die eidesstattliche Versicherung von Dir fordern (und sie im Voraus bezahlen).

Alles, aber auch absolut alles, was Du ihm von Dir aus mitteiltst, stellt Dich dem Gläubiger gegenüber schlechter. Und eigentlich ist das das Erste, was die Schuldnerberatung erklärt.

Und: in -D- geht keiner wegen Schulden ins Gefängnis, so viel Platz ist das garnicht. Nur, wenn Du die eid. Vers. verweigerst oder eine falsche abgibst, droht Dir zu Recht der Kadi.

eidesstattliche Versicherung

Nur am Rande: Heißt mittlerweile Vermögensauskunft. Alles andere ist vollkommen korrekt. Immer wieder erstaunlich, wie hartnäckig sich das Gerücht hält, dass man wegen Schulden ins Gefängnis kommen könnte.

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@mepeisen

Du hast völlig recht, Vermögensauskunft ist richtig.

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