Der Politiker als Wirtschafts-Sklave?

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9 Antworten

Die Politiker (übrigens nicht nur in Deutschland) hätten eigentlich die Aufgabe, die Auswüchse der Globalisierung zu regulieren und die Macht der Global Player im eigenen Land zu begrenzen. Sie tun es jedoch viel zu selten. Wohl, weil sie selber davon profitieren?

Und der wirtschaftliche Untergang wird auch nicht kommen, wenn wir uns diesen Kräften widersetzen, zumindest nicht für die kleinen Leute (und um die Finanzhaie, die immer ein Klagelied anstimmen, wenn sie nicht weitere Milliarden scheffeln können, ist es nicht schade). Es ist doch heute schon so, dass nur ein kleiner Teil der Bevölkerung von Wirtschaftswachstum und Welthandel profitiert, der größere Teil - vor allem in den Schwellenländern - verliert im Namen des wirtschaftlichen Aufschwungs seine Unabhängigkeit und seine Lebensgrundlagen (wenn z. B. auf fruchtbarem Ackerland die nächste Handyfabrik gebaut wird). Die weltweite Spekulation mit Lebensmitteln und Ackerböden empfinde ich als größte Gefahr, denn sie sorgt dafür, dass z. B. der ehemalige Bauer, der am Fließband in der Handyfabrik endet, sich das teure Essen nicht mehr leisten kann. Und selbst versorgen kann er sich auch nicht mehr.

Wie man etwas gegen diesen Prozess unternehmen kann? Durch Konsumverweigerung in erster Linie, zivilen Ungehorsam und Solidarität - in einer globalisierten Welt nicht nur mit den eigenen Landsleuten, sondern mit jedem, der sich ehrlich durchs Leben schlägt.

Ich denke bei zivilem Ungehorsam z. B. an jene Familie, die sich eine eigene biologische Kläranlage gebaut hatte, die jeder Überprüfung standhielt - und trotzdem zwangsweise ans Abwassernetz angeschlossen wurde. Da ich nicht glaube, dass ihre fehlenden Zahlungen die Gemeinde ruiniert hätten, denke ich, man wollte ein Exempel statuieren - wehret den Anfängen der Unabhängigkeit!

Und bei Solidarität an jenen Menschen, der den Häuserbau mit Hilfe alter Plastikflaschen, die mit Sand oder Schutt gefüllt werden, erfand. Damit gab er den Ärmsten ein billiges Baumaterial in die Hand. (Aber womöglich kommt dann wieder ein hohes Tier auf die Idee, das Bauen zu verbieten - mit irgendeiner fadenscheinigen Begründung, die jedoch darauf hinausläuft, den Leuten die finanzielle Unabhängigkeit zu vermiesen).

Und wer auf Ärmere herabsieht, weil sie sich vieles nicht leisten können, unterstützt die Politik der Großkonzerne. Denn die kreieren ja die Devise: "Haste was, dann biste was", um immer mehr zu verdienen.

Dabei sind sie genauso abhängig von uns wie wir z. Zt. von ihnen. Das sollten wir uns ständig bewusst machen.

Daher auch: Die Politiker müssten keine Wirtschafts-Sklaven sein. Sie wetteifern jedoch darum, sich um jeden Preis bei der Wirtschaft anzubiedern.

Solch eine Ansicht vertrete ich größtenteils auch, nur frage ich mich immer: was wären die ersten Schritte daraus (in der Politik)?

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@MaNic22

Die Macht der "kleinen Leute" zu stärken, vor allem jener, die Ideen und Energie haben, um etwas vorwärts zu bringen. Die Kapitalströme und den Konsum besteuern und nicht den Faktor Arbeit. Hat man sich denn inzwischen an die Spekulationssteuer getraut? Ich glaube nicht. Vor den Großkonzernen oder den Großbanken verhalten sich unsere Politiker oft wie das Kaninchen vor der Schlange, vor allem, wenn diese mit der Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland drohen (was sie so oder so machen, wenn sie alle Subventionen bei uns abgegrast haben). Dass inzwischen unzählige Handwerksbetriebe pleite und dadurch wahrscheinlich noch mehr Arbeitsplätze verloren gehen, interessiert dagegen nicht.

Ich wundere mich oft, dass ein kleines Land wie Finnland so viel Geld in die Bildung steckt, ein kleines Land wie Ungarn seine Rentner im Inland kostenlos reisen lässt und ein reiches und mächtiges Land wie Deutschland hat für all diese Dinge kein Geld. Ich würde sagen: es will für solche "unwichtigen Dinge" keines ausgeben. Wichtig ist bei uns, dass der Rubel rollt und das Geld nach oben fällt.

Danke für den Stern!

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@Claud18

Wer sollte denn diese "Steuerung" vornehmen? Also ich meine, "die Macht der kleinen Leute zu stärken"? Wer ist den dieser ominöse "man", der sich nicht an die Spekulationssteuer traut? Und dass Handwerksbetriebe letztendlich nicht nur, aber auch davon leben, von "Großkonzernen" Aufträge zu bekommen oder auch von Arbeitern, die von ebendiesen einen Lohn bekommen, der sie in die Lage versetzt, sie zu beauftragen, das ist dir sicher klar!? Es ist ja nicht so, dass ich nicht wüsste, dass diese Konzerne gute Geschäfte auf dem Rücken der Beschäftigten machen, aber die ökonimischen Zusammenhänge sind nun mal so, wie sie sind.

Oben hast du ja beschrieben, wen du mit diesem "man" meinst: die Politker, die manches tun oder nicht tun, weil sie was davon haben! Mag ja sein, aber der Sache nach haben sie sich, angeführt von USA, dazu durchgerungen, dieses System der Freigabe der Ökonomie an den Weltmarkt und die Kapitalströme einzurichten, gerade deshalb, weil sie für den jeweiligen Staat sich Standortvorteile versprechen. Wenn sie jetzt Kapitalströme beschränken, kann es wohl sein, die fließen genau um sie herum und lassen sich woanders nieder. So wollten sie es nicht!

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@Snanifo

Um was solte sich Politik und Wirtschaft drehen? Um die Mehrheit des Volkes.Dem ist aber nicht so.Die Konzerne maximieren ihren Profit mit Lohnrückgang der Beschäftigten.Wirtschaftliches und unternehmerisches Risiko werden mit Subventionen abgefedert.Der Steuerzahler bezahlt,ohne eine echte Gegenleistung zu bekommen.Die Konzerne machen Gewinn/der Staat Verlust.Die Staaten mit den besten Standortvorteilen sind pleite-wegen dem Standortvorteil.Der Staat/die Gesellschaft muss wieder als handelnder Akteur,als Bestimmer der Szene auftreten.Das tut er aber nicht,die Frage ist:warum? Wessen Vermögen ist in den letzten Jahren nur noch gestiegen? Und wieviel Prozent der Bevölkerung macht dieser Anteil aus? Wessen Lohn sinkt konstant? Und wie hoch ist dieser Prozentsatz? Weil es Gottgewollt ist?Ein Naturgesetz? Hat die Wirtschaft vor der Derugulierung nicht funktioniert? Ist die Anzahl der Zusammenbrüche(Crash Finanzmarkt) nicht gestiegen?Werden die Zyklen nicht immer kürzen? Warum? Naturgesetz? Höhere Gewalt-oder falsche Politik? Glaubst Du im Ernst,das es so endlos weitergeht? Eines fernen Tages müssen sich die Blankfeins,Ackermanns,Draghi,Issings und Consorten und deren Claqueure ggf.dafür verantworten.Warum fällt mir da Guillotine ein?Hm-ach ja 1789 ;-))

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@Wolff966

@ Snanifo

Die Standortvorteile versprechen sie sich nur für ihresgleichen. Sie machen eine Klientelpolitik, von der nur wenige etwas haben. Ich merke dabei nur, dass mir immer mehr weggenommen wird, weil ich weder jung noch aggressiv noch rücksichtslos genug bin, um mit den Wölfen zu heulen und weil ich auch auch keine vermögenden Eltern beerben kann.

Das ist aber kein Naturgesetz.

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@Claud18

Standortvorteile sind nicht fuer dich oder sie, sondern fuer den Standort, die Nation. In der Nation fallen die Ziele des Staates und die "ihresgleichen", der Unternehmerschaft, fast zusammen. So haben beide was davon, die Nation einen oekonomisch starken Standort und die Unternehmer ihre Profite! Die Leute haben die Arbeit, diese Profite zu erwirtschaften. Sie haben den Lohn davon, der es ihnen mehr schlecht als recht erlaubt, zu (ueber)leben! Das "Wegnehmen", das du beklagst, ist weder deinem Alter, noch der geringen Ruecksichtslosigkeit zu verdanken, sondern der Kalkulation des Staates und der Unternehmer! Wahrlich kein Naturgesetz!

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@Wolff966

@wolff966

Die Konzerne und andere Unternehmer(Kapitalisten) maximieren ihren Profin nicht nur mit Lohnrueckgang der Beschaeftigten, sondern auch mit Neueinstellungen und Lohnerhoehungen beim Boom. Wenn du damit sagen willst, dass Loehne und Profite grundsaetzlich einen unvereinbaren Gegensatz darstellen Loehne sind Kosten, die man minimieren muss), dann stimme ich dir zu!

Wirtschaftliches und unternehmerisches Risiko werden nur da durch Subventionen und Rettungsschirme abgefedert, wo es fuer den Staat und den Standort nuetzlich erscheint. Beleg dafuer sind die vielen Insolvenzen, die nicht nur in der Krise, sondern auch im Boom stattfinden. Ausserdem sind Staaten nicht unternehmerisch taetig und machen Gewinne oder Verluste, sondern befoerdern "ihr" Kapital, also das am Standort agierende so, dass die Wirtschaft moeglichst boomt und Steuern abwirft. Dass das nicht immer gelingt, liegt an der weltweiten Konkurrenz der Staaten untereinander. Machen wir uns nichts vor, dies haben Staat als "handelnder Akteur" und Wirtschaft auch schon vor der Deregulierung gemacht! Aber auch die Deregulierung haben ja die Staaten gemacht, nicht um sich eine Krise einzuhandeln, sondern um dem anzulegenden Kapital mehr Bewegungsspielraeume zu ihrem, des Staates, Nutzen zu geben.

Dass die Staaten mit den besten Standortvorteilen pleite seien und das geau deswegen ist einfach mit den Beispielen Deutschland und Griechenland zu widerlegen!

Ich habe uebrigens nirgends was von Naturgesetz und hoeherer Gewalt gesagt, hoffe auch, dass es nicht endlos weitergeht, bin aber der Meinung, dass das nicht von selber geht, weil mit dem Funktionieren genau diesen Systems die Interessen von Staat und Kapital einhergehen und die Ausgebeuteten national immer noch auf ihren Lohn am Ausbeutungsplatz setzen.

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@Snanifo

Unter Deregulierung meinte ich die Deregulierung des Finanzmarktes,und Staaten die sich dort einen Vorteil erhofften sind pleite-oder fast pleite.Griechenland war weder ein attraktiver Wirtschafts-noch ein attraktiver Finanzstandort!Griechenland ist ein Sonderfall,das Land erfüllte nur die Eurokriterien,weil Politik im Verbund mit Goldmann&Sachs die Bilanzen gefälscht haben.Ansonsten hat Griechenland die Wirtschaftskraft von Hessen.Es hat 0,2%der Weltwirtschaftsleistung und etwas unter 5% des BIP innerhalb der Eurozone.Gb und Irland sind entweder pleite oder nahe dran.Beide galten als das europäische Eldorado im Finanzmarkt.Ob Politiker es nur gut meinten ist irrelevant.Die Tat als solches gilt.Die griechischen beteiligten Politiker meinten es auch gut-verstiessen aber gegen geltendes griechisches Recht.Es war genaugenommen Hochverrat.Aber das nur am Rande.Der US-Finanzmarkt wurde unter Clinton richtig dereguliert.Nun stellt sich die Frage warum?Welche hehren Ziele und Vorstellungen hatte man? Oder war es nur die schlichte Tatsache das die Wallstreet seinen Wahlkampf finanzierten?Bestanden also Abhängigkeiten?Oder war es nur eine konsequente Fortsetzung eines bestimmten Handlungsmusters,seit Gründung der FED in den USA-egal wer Präsident ist,egal welche Partei regiert.Die Liste der US-Finanzminister spricht da Bände.Ein nicht unwesentlicher Teil derer war aus der Branche selbst-davor und danach wieder in der Finanzbranche tätig.Robert Rubin etwa unter Clinton(vorher auch bei Goldmann&Sachs-dieser Teil fehlt in der dt.Ausgabe von Wiki-in engl.und US-Wiki jedoch nicht) schuf wichtige Vorraussetzungen für eine fast völlige Deregulierung.Unter Paulson(Bush jr.Ära) gab es keinerlei Regulierung.Den Crash löste er auch selbst aus-mit der Weigerung der Lehmann-Bank zu helfen.Kritiker warfen ihm schon damals vor,Konkurrenten von G&S damit in den Ruin zu treiben,sie sollten damit Recht behalten.Hier nochmal Paul Krugmann(Wirtschaftsnobelpreisträger 2008)und anerkannter Wirtschaftsexperte:"Es ist eine Tatsache,das grosse Teile der Finanzindustrie zu einer Form von organisierten Verbrechen verkommen sind.Einem Spiel,bei dem eine Handvoll Menschen sehr grosszügig bezahlt werden,Konsumenten und Investoren auszubeuten.Wenn wir nicht dagegen vorgehen,werden die Verbrecher weitermachen". Die Unterstützung bestimmter Politiker werden sie dafür bekommen.

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@Wolff966

Zum Zweiten richtet sich meine Hauptkritik gegen diesen unregelmentierten,enthemmten und entfesselten Finanzmarkt.Dieser agiert mittlerweile völlig losgelöst von der realen Wirtschaft.Da tun sich Paralellen zu 1929 auf.Kurzfristige Profitmaximierung und fehlende Eigensicherung sind zwei verhängnisvolle Entwicklungen.CDO's hier besonders CDS(Credit Default Swap's) gehören verboten.Es sind finanzielle Massenvernichtungswaffen.Bei einer Eigenkapitalquote von 10%(laut Basel II) stehen Kreditinstitute auf einem schmalen Brett.Das Volumen von old Economy-also reale Produkte produzierende Firmen und Konzernen-an der Wallstreet ist ca.5-8 Billionen US Dollar(Mischprodukte sind berücksichtigt)-dem gegenüber steht das Volumen von Hedge Fonds und Finanzkonstrukten mit ca.60-80 Billionen US-Dollar! Auch hier wieder wie 1929-Dinge also die uns früher gelehrt haben das es der Welt schadet-dieses wird nun weiter als zukunftsweisend propagiert.Nun stellt sich zwangsläufig die Frage,wer davon profitiert.Die Antwort kennen wir beide-nicht wahr? Von daher:Sie haben den Lohn davon, der es ihnen mehr schlecht als recht erlaubt, zu (ueber)leben! Das "Wegnehmen", das du beklagst, ist weder deinem Alter, noch der geringen Ruecksichtslosigkeit zu verdanken, sondern der Kalkulation des Staates und der Unternehmer! Wahrlich kein Naturgesetz! ist diese Aussage zwar richtig-aber bedenke folgende Sichtweise:Warum fällt mir da Guillotine ein?Hm-ach ja 1789 ;-))

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@Wolff966

Zunaechst mal nur zur Guillotine, wie ich das verstehe. Der Rest spaeter, wenn ich wieder einen Kopf dafuer habe. Meines Wissens haben die 1789 hauptsaechlich Royalisten und Fans enthauptet bis runter zum letzten Friseur. Wenn die nach deiner Meinung Bestohlenen und Geknechteten dies auch machen wuerden (ich seh das zwar nirgends, aber nehmen wir das an), und im Kapitalismus weitermachen wuerden wie bisher, haetten sie nichts gewonnen. Ja das ist ja schon das tragische, dass zumindest viele wenn nicht die meisten die Anfragen und Klagen an "ihre" Politiker richten, auf die "guten" Unternehmer setzen und ihren Arbeitsplatz. Dabei uebersehen sie, dass die Politiker und der Unternehmer, also allgemein gesprochen Staat und Kapital, ob bestochen oder bestechend oder nicht, den Arbeitsmann/frau benutzen, und das genau nach Recht und Gesetz, um ein starkes Deutschland bzw. einen hohen Gewinn zu erhalten. Natuerlich gibt es auch kriminelle Geschichten bei beiden, aber das ist nicht das Bestimmende des Ganzen!

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@Snanifo

Ich meinte beides.Guillotine-muss ich wohl nicht erläutern ;-)) 1789:gehört zu den folgenreichsten Jahren der neuzeitlichen europäischen Geschichte. Die Abschaffung des damaligen feudalabsolutistischen Ständestaats sowie die Propagierung und Umsetzung grundlegender Werte und Ideen der Aufklärung als Ziele der Französischen Revolution – das betrifft insbesondere die Menschenrechte – waren mitursächlich für tiefgreifende macht- und gesellschaftspolitische Veränderungen in ganz Europa und haben das moderne Demokratieverständnis entscheidend beeinflusst.Ergo,eine neue Zeit,nicht nur den Herrn wechseln um weiter geknechtet zu sein,nicht Amboß,sondern Hammer sein! Bitte verzeih meine etwas blumige Ausschmückung ;-))

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@Wolff966

Aber genau das hat die Französiche Revolution für die meisten Leute gebracht, und das auch noch abgesichert durch Recht und Menschenrecht: den Wechsel des Herrn! War es vorher der Kaiser, König, Fürst oder Adliger aber auch Klerus, so war es danach der Kapitalist und der gewählte Prasident oder Kanzler, also Kapital und Staat! Also in deiner blumigen Sprache gesprochen, immer noch Amboss und keineswegs Hammer!

Nun zum 23.07. 20.09 ff. Beide haben sich vom Euro was erhofft, bei beiden ist es zunächst nicht aufgegangen, also das Anleiern mit neuem Geschäft durch billige Kredite, aber Deutschland ist nicht pleite, Griechenland ist zahlungsunfähig!Soweit zur Tatsache. Was heißt denn, dass Griechenland kein attraktiver Finanzstandort ist? Viele Banken und Anleger haben das dafür gehalten! Und andere Fachleute in Finanzen und Ökonomie haben wir nicht ! Hast du vergessen, dass man sie auch Spekulanten nennt? Wie du und ich können sie nicht in die Zukunft schauen und denen vorzuwerfen, sie hätten es gut gemeint, aber nicht gut gemacht, geht tatsächlich an dem System unserer Wirtschaft vorbei! Wir haben nun einmal keine Planwirtschaft, wo Leute Einfluss auf den ökonomischen Gang der Dinge haben, z.B. einen 5-Jahresplan, wo auch auf die ökonomischen Grundlagen, damit meine ich Einsatz des Materials, der Maschinen und der Arbeitskräfte, Einfluss genommen werden kann. Dies ist alles dem freien Spiel des Marktes überantwortet. Und die Teilnehmer dieses Marktes kümmern sich letztendlich nur um eines, ob aus ihren Investitionen für sie was rausspringt oder wenn schon Verlust, dann dieser minimiert wird. Das ist so bei mehr oder weniger reguliertem Finanzsystem.

Zu deinen Bemerkungen über die Geringfügigkeit der Masse der griechischen Wirschaftsleistung frage ich dich nur, warum ist das den Euroländern ca 200 Milliarden € wert? In dieselbe Richtung geht die Erklärung des "Betruges" bzgl. der Fälschung der Bilanzen. Glaubst du wirklich, die hätten das nicht gewusst? Übrigens wie bei Italien auch!

Du hast ein profundes Insiderwissen über die Verflechtungen zwischen Politik und Wirtschaft in den USA. Aber glaubst du nicht, dass diese Leute, ob Wirtschaftsmensch oder Politiker, nicht freuwillig diesen crash herbeigeführt haben? Eine Deregulierung, damit das Geld den Bach runter geht? Das finde ich doch etwas weit hergeholt! Wenn die Spekulanten Verbrecher sind, dann frage ich mich, warum die im Rechtsstaat, der Demokratie noch ihre Arbeit tun dürfen! Das ist durch "Mafia" nicht zu erklären. Ich würde das erklären durch ein Prinzip unseres Wirtschaftssystems: Anfangs und Endpunkt ist: aus Geld mehr Geld zu machen! Dies wurde mal wieder von diesen Leuten vorgeführt! Auch die Produktion ist nur Material diesen Vorgangs. Und dass die Spekulandten sich ein eigenes Betätigungsfeld mit Geldwetten geschaffen haben, ist nur die Konsequenz dieses Prinzips! In diesem Fall sind tatsächlich die Interessen des Staates und die der Finanzwirtschaft nicht identisch! Auch Obama hat die Finanzkrise nicht nach den Wunschkriterien der Finanzindustrie und Anleger gemanagt, sondern nach der systemischen Bedeutung für den Staat! Übrigens wie Merkel in Deutschland auch!

10 % Eigenkapitalgrundlage stellen dann kein Problem dar, wenn sämtliche ausgegebenen Kredite und Anlagen wieder mit einem mehr oder weniger dicken Plus zurückkommen! Wieviel wäre denn recht? 20 %, 40 Prozent oder was? Da würde sofort wieder der Streit über Abschnüren der Konjunktur losgehen!

Übrigens, wenn sich der Finanzsektor so verselbständigt ("völlig losgelöst von der realen Wirtschaft") hätte, wo wäre dann das Problem? Dann würden die das doch auf ihrere Spielwiese ausmachen und Gewinn und Verlust sich nur auf diese "Spieler" auswirken! Leider ist das aber nicht so und alle diese Anlagen fordern ihren Zins bzw. Profit! Profitieren tun die Leute allerdings auch nicht, die ihr Geld in jetzt faulen Papieren angelegt haben, siehe Hypo Real Estate oder Lehmann Brothers oder andere. Manchem ist dabei zumindest ein Teil oder sogar sein ganzes Vermögen bei einer "sicheren" Anlage verloren gegangen. Dass hedgefonds und andere Anleger versuchen, auch aus der Produktionssphäre mehr Geld herauszuquetschen, ist eigentlich nur verschärft das normale Geschäft der Eigentümer und Manager, manchmal kurzfristig, mal langfristig! Dass bei dieser Konstellation die Arbeiter nicht gut wegkommen, ist bei dieser ganz normalen Profitmaximierung wohl selbstverständlich. Dass sie es sich gefallen lassen, eher nicht! Das muss eher was mit ihrer gewussten und auch akzeptierten Abhängigkeit zu tun haben.

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@Snanifo

Und wie löst man solch ein Problem? Das ist doch die Kardinalsfrage,nicht durch einen Eliten-sondern durch einen Systemwechsel.Bist Du anderer Ansicht?

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@Wolff966

Systemwechsel klingt so harmlos, hat aber gewalttige Sprengkraft. Und gewalttätige Gegner!

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@Snanifo

Das ist richtig,denn soetwas stellt alles in Frage,zumindest für diejenigen die Macht und Kapital haben.Das werden die Verlierer sein.Aus Fäulniss und Morast wächst dann die neue Saat-etwas ganz Neues.Wieder etwas blümerant formuliert ;-)) Ich,werter Snanifo,wäre dabei.

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@Wolff966

Leider tun erstens diejenigen, die Macht und Kapital haben, uns nicht den Gefallen, von selber zu verfaulen und zu vermorasten! Und zweitens steckt leider auch in den Leuten, die das Nachsehen haben, ein Stück Akzeptanz dieses sie kaputt machenden Systems. Das heißt drittens auch, dass nichts wie die Saat von selber wächst, aber das hinzukriegen, da, lieber Wolff966, wäre ich dabei!

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Globalisierung ist nichts, was über uns kommt. Wir sind selbst mittendrin und rühren fleißig mit im Brei. Nur, die wenigsten wissen das, ahnen die Folgen ihres Handelns. Wenn seit der EURO-Einführung als Reaktion auf die relative Verteuerung die Supermärkte nur so aus dem Boden geschossen sind, weil die Leute in Ihrer Angst, für ihren Verdienst nicht mehr genügend zu bekommen, vorzugsweise zu ALDI und Co gerannt sind, Billigimporte sprunghaft in die Höhe gegangen sind und massiv Arbeitsplätze exportiert wurden, dann war das auch Demokratie, eine Entscheidung der Mehrheit, nur haben die nichts davon geahnt, dass sie faktisch abstimmen.

Und die Politiker mussten vielfach auf die so geschaffenen Situationen reagieren, sich um die internationalen Beziehungen kümmern, ermöglichen, dass Arbeit in Deutschland billiger und flexibler wird (Leiharbeit). Kaum einer, der nicht über Leiharbeit jammert, ohne zu ahnen, dass er sie selbst mit heraufbeschworen hat. Auch der Sicherheitsfimmel an allen Ecken und Enden kostet und zieht Konsequenzen nach sich.

Demokratie spielt sich innerhalb dieser Verflechtungen ab, und wenn man nicht weiß, welche wirtschaftlichen Folgen das eigene Verbraucherverhalten hat, wählt man womöglich politische Parteien, die das abzustellen versprechen, was man selbst angerichet hat. Der größte Irrtum der Demokratiekritiker ist der Glaube, dass wir nur über die Wahlen politisch gestalten.

Wir gestalten mit jeder Entscheidung: Wo wir einkaufen, was wir einkaufen, ob wir für jede 100 Meter Entfernung unbedingt mit dem Auto fahren müssen, ob das ein umgebauter Panzer sein muss und ob wir massenhaft Fans nur von den erfolgreichen Vereinen sind, die so erfolgreich sind, weil sie Starspieler bezahlen, worüber dann natürlich Klage geführt wird. Ob wir trotz Warnungen zu fett essen, zu viel und uns auf leichtsinnige Abenteuer mit Drogen einlassen, zwischen realer und fiktiver Welt nicht mehr unterscheiden mögen, ob wir für jeden Bips Medikamente schlucken und das Wort "Nebenwirkungen" ein Fremdwort ist, ob wir gefährliche Fansportarten betreiben und kein Problem damit haben, die eigenen Knochen zu ruinieren, weils ja Krankenhäuser gibt und Krankenkassen. Auf gut Deutsch, unsere gesamte Lebensweise prägt nicht nur unsere deutsche Welt, sie prägt auch die internationale Beziehungen.

Globalisierung, das sind die Folgen unserer Lebensweise - und zwar als Schwarmverhalten - wo die Mehrheit ist, fliegt die Mehrheit hin, und Politiker dienen und bedienen, auch mit Illusionen, die wir so gerne pflegen. Das große Kapital spielt viel weniger eine autarke Rolle, als mancher gerne wahr hat. Es hat nämlich eine Schwachstelle: Kapital will sich vermehren. Und wo es sich vermehrt, bestimmen wir wiederum mit, obwohl das keiner gerne hört. Es ist ja so schön, einen Sündenbock zu haben.

Du hast durchaus recht. Doch ist es nicht auch so, dass die Wirtschaft alle manipulativen Möglichkeiten einsetzt, um das erwähnte gewünschte Verhalten hervorzurufen? Ob wir darauf hereinfallen oder nicht, liegt natürlich an uns selbst.

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@Claud18

@Claud18

Korrekt - Zusatzfrage: Wer ist "Die Wirtschaft"? - Hängen wir da nicht auch alle mit drin? Da will der Opel-Marketing-Mann dem BMW-Marketing-Mann weismachen, dass Opel das emotionalere Fahrgestell ist und die Merzedes-Marketing-Frau lacht sich einen Ast und dem Porsche-Facharbeiter gehen sowieso nur Gedanken durch den Kopf, wie er Leute findet, die ihm sein Werksauto mit kleinem Aufschlag - für die immer noch günstig - abkaufen. Die EDEKA-Frau stellt ihren Angebotssekt - wie sie meint - in meine Augenhöhe (nicht ahnend, dass ich prinzipiell keinen Sekt trinke) und ich schau ihr auf die Schuhe, ob ich sie nicht in ein Gespräch verwickeln kann über die neuesten Modelle. Jeder hat sein Häuschen, seine Wohnung, seine Familie und im Zweifel trifft man sich abends im Turnverein und überlegt gemeinsam, wie man die nächste Kinderolympiade anziehend aufmachen kann. Denn der Verein braucht zahlende Mitglieder.

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Eine scharfsinnige Sichtweise, die vielleicht mal so manchen seine Eigenverantwortung aufzeigen würde. Aber ich würde unser KaufVerhalten ebenfalls nicht als autark darstellen. Ich denke vielmehr, dass eine Wechselbeziehung zum Kapital und zur Wirtschaft besteht.

Denn was hatten die (weniger wohlhabenden) Leute für eine Wahl, als bei steigenden Preisen die Billig-Discounter aufzusuchen? Diesbezüglich wohl keine.

Anders sieht es in von ihnen genannten Bereichen wie Sicherheit und Gesundheit aus, wo der Deutsche scheinbar verwöhnt bis hin zu leichtsinnig agiert. Mein ganzes Land kommt mir manchmal vor wie ein einziger Hypochonder in Sachen Tabletten. Das mag wohl wahr sein.

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@MaNic22

Da bin ich wohl eine Ausnahme - ich habe eine Aversion gegen unnötige Tabletten und nehme nur die vom Arzt verordneten. Und ein Auto kann ich mir sowieso nicht leisten, auch wenn ich irgendwann mal den Führerschein gemacht habe.

Aber im Discounter muss ich auch einkaufen. Was für eine Alternative gäbe es noch außer teuren Bioläden? Selber pflücken oder direkt vom Bauern kaufen (dann weiß ich auch gleich, wo es herkommt). In der Großstadt ist das etwas schwierig, zumindest muss ich dann weite Wege auf mich nehmen. Aber als ich noch in einer kleineren Stadt wohnte, habe ich prinzipiell den vom Land kommenden Bauern die Eier oder die nicht EU-Norm-gerechten Äpfel abgekauft. Hier hat man dagegen noch den türkischen Markt - auch wenn das Obst und Gemüse wohl vom gleichen Großmarkt kommt wie beim Discounter, so unterstütze ich beim Kauf wenigstens kleine Gewerbetreibende.

Aber das mit dem Häuschen und dem Turnverein: Ist es wirklich noch so? Ich habe festgestellt, dass zumindest die Kinder der Häuslebauer im Westen zum Teil auch schon zwischen befristeten Arbeitsverhältnissen und Hartz IV leben - so wie die Leute im Osten, die sich kein Vermögen aufbauen konnten (und jetzt schon gar nicht mehr).

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Also ich könnte genauso gut fragen, ob die Globalisierung die Menschen dazu zwingt, sich den Gesetzen der Schwerkraft zu unterwerfen. Vielleicht hinkt der Vergleich etwas, aber die Ökonomie folgt, ähnlich wie die Schwerkraft, ihren eigenen Gesetzen. Genauso wie wir uns an die Naturgesetze anpassen müssen, so müssen wir auch mit den Gesetzen der Ökonomie umgehen.

Wenn z.B. ein Produzent ein gleichwertiges Produkt für niedrigere Kosten anbietet im Vergleich zu einen anderen Hersteller, so wird der günstige den teuren Produzenten stets dominieren. Andererseits hat ein Arbeiter stets die Möglichkeit zu einem anderen Arbeitgeber zu wechseln, wenn er dort mehr Lohn erhält. Auch der Kunde hat stets eine Wahl, denn letztlich bestimmt seine Wahl beim Einkauf, ob und welche Produkte gefragt sind und zu welchen Konditionen usw. usf.

Viele Politiker meinen sich diesen Gesetzen nicht unterwerfen zu müssen und wundern sich dann über die Folgen ihres Eingreifens wie Massenarbeitslosigkeit und Staatsverschuldung. Und ja, natürlich wird es stets Bereiche geben, in denen der Staat eingreifen muss. (Siehe Finanzkrise)

Meiner Meinung nach verliert die Demokratie erst ihre Legitimation, wenn sie meint sich den Gesetzen der Ökonomie nicht anpassen zu müssen.

Das ist Unsinn.

Globalisierung gibt es seit einigen zehntausend Jahren. Die Archäologen finden Artefakte auch bei uns welche nachweislich auf internationalen Handel verweisen. Und gerade hier bei uns steht sie noch am Anfang, wenn sie überhaupt noch was finden kann vor lauter Straßenbau, Häuserbau und so fort. Es scheint so zu sein dass früher nicht nur wirtschaftliche Abhängigkeiten da waren sondern auch die Stellung eines Menschen, eines Volkes innerhalb der Nachbarn stark davon abhing. Die Forschung steht noch am Anfang. Wir haben ja lieber im Ausland gegraben, graben da oft gerne noch lieber.

Internationale Konzerne sind nur dank der von der Politik gemachten Gesetzgebung möglich. Ich gebe ein relativ einfaches Beispiel welches in den Archiven mancher politischen Magazine und Zeitungen nachgelesen werden kann: Mercedes Benz. Manches Jahr wurden die Steuergesetze so verändert dass dieser Konzern in unserem Land absolut keine Steuern bezahlte. Dafür aber in USA. - Wie geschrieben: In den Archiven nachschauen.

Nun ist es aber so dass unsere Politiker von UNS gewählt werden, von UNS bezahlt werden. Und wie immer im Leben ist es so, dass die Mäuse auf den Tischen tanzen ist die Katze aus dem Haus. Anders ausgedrückt: Je weniger Menschen sich wenigstens ein Thema aussuchen um es zu verfolgen, auf die Wahrung der eigenen und der Interessen der Kinder und Enkel zu achten und sie auch im Bedarfsfall zu erzwingen, je mehr entfernen sich die Politiker von ihrem im Grundgesetz festgelegten Auftrag, den Willen des Volkes umzusetzen. Denn das Volk spricht ja nicht, es fragt nicht mal.

Diese hochgestochenen Labereien lenken von dieser Tatsache nur ab. Ich beobachte seit vielen Jahren dass wegen der Menschenrechte im Ausland rumgetönt wird vor allen Dingen dann wenn sie in diesem Land nachweislich Gerichtsurteilen mit Füßen getreten werden. Um eine einzige grobe Überschrift zu nennen.

Wer von uns weiß dass wir Alle uns die Finanzen unserer Kommune zur Brust nehmen können? Da muss ich gar nicht in die weite Welt. Seit 2008 - ich glaube Mai 2008 Bericht dazu im focus gelesen zu haben über ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs - ist schön erklärt durch Richter wie Der internationale Konzern existiert ja nicht in der Luft. Der schafft vor Ort Arbeitsplätze.

Der wenn ich mir jetzt diese ganzen Rüstungsaufträge ansehe die durchaus sehr kritisch betrachtet werden können: Da bangen kurzfristig Denkende um ihren Arbeitsplatz. Nicht zum ersten Mal. Von nicht mal 12 bis Mittag wird gedacht. Menschenrechte spielen keine Rolle. Nichts. Die Hauptsache, morgen ist noch Arbeit da. Und nur ja nicht darüber auch nur laut nachdenken ob es nicht andere Arbeit geben könnte. Hier lohnt es im spiegel-archiv die letzte Hälfte der 1960-iger bis Ende der 1980-iger durchzuschauen. Da steht schon Alles. Auch zu unserem Getöne bezüglich Globalisierung. Da wird aufgezeigt dass wir heute keine Arbeitslosen mehr haben müssten hätten wir mit einer Umstellung zur Umsetzung christlicher Werte damals begonnen.

Also lassen wir uns von dem Gegaggere nicht ins Bockhorn jagen. Wenn ein Herr Fenrich unwidersprochen und beschließen kann es wird eine Baufirma beauftragt die 50.000,- Euro mehr Steuergelder kosten wird weil sie nachvollziehbare persönliche Gründe vortrug hat das mit Globalisierung nichts zu tun. Da ist eine 250.000 Einwohner große Kommune einverstanden dass 50.000,- Euro Steuergelder für nicht genauer bezeichnete "persönliche Gründe" ausgegeben werden.

Gruß aus Karlsruhe

Ich denke mehr das du damit ein zusätzliches Problem darstellst, als das alte zu widerlegen. Natürlich gab es Globalisierung schon früher, aber nicht in dem Umfang, dass man als Spekulant mit einem Mausklick 100.000 $ in eine andere Währung umtauschen konnstest und gleichdarauf wieder zurück.

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@MaNic22

Danke für den Einwurf.

Tatsächlich haben Fachleute die Politik massiv vor den Auswirkungen gewarnt als die Möglichkeit geschaffen war. Sie haben in Fachbüchern, in Essays, in Interviews und wo auch immer möglich, selbst über den Rechtsweg, versucht die Politik dazu zu bewegen entsprechend zu handeln dass dies nicht möglich ist. Denn was möglich ist hängt von den Regeln ab. Nicht von den Möglichkeiten Die Möglichkeiten können in ihrem Gebrauch eingeschränkt werden. Beispiele dafür finden wir überall im Alltag. Brauchst nur vor die Tür gehen und stehst wahrscheinlich in einer fahrzeugeschwindigkeitsbegrenzten Zone. Also wo wo nur 50 kmh gefahren werden dürfen. Ist auch mehr möglich.- In den Archiven der politischen Medien nachlesbar, in Büchern nachlesbar, im Netz recherchierbar.

Diese Fachleute wurden ausgelacht, von den Politikern als unwissend, nicht verstehend, den Überblick nicht habend und was sie so alles an heißer Luft von sich gaben beworfen. Und der deutsche Michel versteckte seinen Kopf in den Sand und behauptete ja doch nichts ändern zu können. - Auch dies nachlesbar.

Mal eben mit einem Knopfdruck Millionen weltweit verschieben?

Vor einiger Zeit stand in der kostenlosen Zeitung für Karlsruhe, dieser Mode sei man hier auch nachgegangen. Der Verlust habe sich aber in Grenzen gehalten. Ich kann Dir gerne verraten warum: Ein einziger Mensch hat dagegen protestiert von denen die mit unseren Steuergeldern rumspielen. Da er im Nebenberuf mehr verdient als er von Steuergeldern an Gehalt erhält hörten sie auf ihn. Es war also hier vor Ort ein einziger Mensch der verhinderte dass Karlsruhe nicht in tiefsten Schulden steckt. - Was für so manche andere Stadt und manches Bundesland in diesem Land ebenso Gültigkeit haben könnte anstatt Insolvenz anzumelden als Folge.

Es gibt viele Ausreden um keine Verantwortung zu übernehmen. Das ist in Ordnung und gut so. Denn sie zeigen Lücken auf, machen auf Defizite aufmerksam die behoben gehören.

Der schönste Apfel kann nicht entstehen ohne Erde in der Wurzeln Fuß fassen, Nahrung aufnehmen können.

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@dawala

Ich glaube du betrachtest das in einem zu kleinen Rahmen. Ein einzelner Mann kann vielleicht lokale Dinge beeinflussen, aber keine Global Player.

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@MaNic22

Auch die Global Player stinken beim Sch.... . Sie sind nur Menschen. Und sie machen das was sie ungestraft dürfen. WAS sie ungestraft dürfen bestimmen die von UNS Gewählten und Bezahlten.

Es macht einfach keinen Sinn ein Haus vom Dach her bauen zu wollen. Irgendwie steht es dann nicht. Der normale Mensch fängt mit dem Fundament an.

Wir sind sieben Milliarden Menschen auf der Welt und lassen uns von einigen wenigen Zehntausend aussagen, auf der Nase herum tanzen. Ganz aktiv. Wir zahlen sie noch dafür. Wir kriechen ihnen noch wo rein dafür. Das ist UNSERE Verantwortung, UNSER Anteil.

Heute können wir uns nicht mehr mit Unwissenheit heraus reden. Schon gar nicht in diesem Land. Wenn ich, seit Jahren gewungen unterhalb des Existenzminimums zu leben von Offiziellen, in der Lage bin mir das nötige Wissen anzueignen, wie viel mehr all jene Anderen denen auch nicht ungestraft die Ausweise von Bibliotheken gestohlen werden können wie in meinem Fall. Hier in Karlsruhe z.B. ist die Badische Landesbibliothek. Für sehr geringes Entgelt kann dort eine Unmenge an Literatur ausgeliehen werden und anderer Datenträger. Nachgelesen werden, wie die Zusammenhänge sind, wo welche Verantwortung tatsächlich liegt, welche Dinge woraus entstehen und so fort. Jede öffentliche Bibliothek ist in der Lage von anderen Bibliotheken gegen kleines Geld Literatur zu bestellen. An Geld kann also die Unwissenheit nicht liegen, auch nicht an den mangelnden Informationsmöglichkeiten.

Ich erlaube mir das aus Erfahrung: Wir waren maximal 70 KrankenpflegeschülerInnen die verantwortlich dafür zeichnen dass es heute einen Ambulanten Krankenpflegedienst in D gibt. Da hätten wir uns auch hinter dieser faulen Ausrede verstecken können.

Die Schaffung eines Gleichstellungsrechts für Baden-Württemberg wurde von vielen Dämchen auch immer nur gefordert, auf die bösen Anderen geschimpft in den Medien. - Bis die hier Schreibende neben einer 80-Stunden-Woche überprüft von wenigen engagierten Frauen in vier Wochen den Text entwarf der wortwörtlich übernommen wurde.

Dass die Fahrten zur Bundeswehr und nach Hause bezahlt werden ist einem Einschreiben meines Vaters an den damals zuständigen F.J. Strauß zu verdanken der nur noch umsetzen brauchte.

Das Gleiche gilt auf internationaler Ebene. Wobei wir heute auch noch die ePetitionen haben.

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@dawala

Um den Global Playern Vorschriften machen zu können benötigt man aber Zusammenarbeit aller Länder. Denn sobald wir Ihnen hier etwas auferlegen, was ihnen nicht gefällt, verlagern sie sich einfach dorthin, wo dem nicht so ist. Und wie realistisch kann es schon sein, dass alle 197 Staaten an einem Strang ziehen und keiner von ihnen versucht, daraus seinen Vorteil zu schlagen?

PS: Dennoch bewundere ich euer Engagement :)

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@MaNic22

Um den Global Playern Vorschriften machen zu können benötigt man aber Zusammenarbeit aller Länder.

Dann hlöre Dir mal die internationale Kritik zu vor allen Dingen unseren politischen Vertretern gerade bei dem Thema an.

Auf EU-Ebene wurde Merkel vor gar nicht so langer Zeit vorgeworfen die deutsche Politik habe uns Steuerzahler um Milliarden gebracht. - Hier als ein einziges von vielen Beispielen. Letztes Jahr mit dieser Herumzögerei als die Krise begann und durch Merkel und ihre .... befördert wurde. Finanzexperten können das auch gut und allgemein verständlich darlegen, nachweisen. Wer wählt denn solche Diebe? Doch wir, oder? Warum hören wir nicht mal hin was das Ausland über diese Subjekte sagt die UNS angeblich vertreten?

Ein einfaches und relativ leicht nachvollziehbares Beispiel ist die Deutsche Bahn. Ausgerechnet dieser kleiner hysterische Schreihals, dieser NIchtsnutz von einem Hartmuth Mehdorn wurde berufen um sie an die Wand zu fahren, jährlich noch subventioniert mit 5 Milliarden Steuergeldern als Geschenk dafür!!!! - Beschäftige Dich mal mit diesem Unfähigen!!! Der hat vor der Bahn schon ein Heilbronner Unternehmen fast an die Wand gefahren. So wie dann die Bahn. Und kassiert dafür Steuergelder. Nun magst Du erwidern das hat nichts mit Global Playing zu tun? Dann betrachte mal die Finanzen dieses Unternehmens so lange dieser Giftzwerg da was zu sagen hatte! Brüsseler Finanzexperten schüttelten den Kopf, die Londoner Börse fragte nach ob die DB ihren Verstand verloren hatte. Und dieses Subjekt erklärt in der Presse, die - um mal ein Beispiel raus zu picken - 2 Milliarden die für ein insolventes britisches Unternehmen in den Sand gesetzt wurden stammten auf gar keinen Fall von unseren 5 Milliarden Steuergeldern. Dann hätten wir diese 5 ja gar nicht zahlen brauchen, oder? Wenn das Unternehmen so viel Geld über hat um es im Ausland zum Fenster raus zu werfen. - Nun sag mir wo ist das Geld geblieben? Der Fall ist ja noch nicht so lange her.

Beschäftigst Du dich mal mit dem Thema Zyprexa. Wie dieser Dreck nach Europa kam, was das mit den Aktien des Herstellers machte. Der Hersteller nimmt den Dreck in USA nach fast 200 Toten vom Markt, zahlt freiwillig an Geschädigte und Angehörigen große Summen um Prozesse zu verhindern. Die Deutsche Arzneimittelkontrrollbehörde fordert das Unternehmen auf sich um Zulassung bei der EU-Behörde zu bewerben. Mit dem gleichen Schreiben mit dem sie in USA um Zulassung nachkamen wendeten sie sich an die EU. Wurde abgelehnt. Wendet sich unsere deutsche Behörde an die Firma und schlägt ihr vor doch bitte umzuformulieren. Und schon wird zugelassen. Das Auf und Ab an der Börse dadurch kannst Du nachvollziehen. Darüber hinaus kannst Du nachlesen im Netz was dieses Zeug mit den Menschen macht. Was hilfsbedürftige Menschen für einen Preis zahlen damit der Global Player Gewinn macht.

Zwei Beispiele aus verschiedenen Bereichen kurz angedeutet. Vertiefst Du nur eines mittels Internet wird Dir schlecht, aber auch bewusst, wie Zusammenhänge sind, welchen Anteil wir durch unsere von uns bezahlten Vertreter an diesem Betrug haben. Sie agieren in unserem Namen. Laut Grundgesetz sind sie verpflichtet unseren Willen umzusetzen. So lange wir schweigen, so lange wir ihnen nicht auf die Finger schauen, so lange wir nicht danach fragen was Andere über sie wissen, so lange wir uns einbilden wir könnten eh nichts machen und darauf warten dass die anderen 196 Staaten für uns unseren Vertretern aufzeigen wo Bartel den Most holt wird sich nichts ändern. Denn unsere Vertreter sind international durchaus an führender Stelle verantwortlich für die Grundlagen.

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@dawala

Das stimmt. Man muss als gutes Beispiel voran gehen. Bleibt die Frage, ob und wer einem folgt...

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Nicht die "Globalisierung" zwingt die Staaten, sich als nationale Politik den Marktmechanismen zu unterwerfen, sondern die großen und ökonomisch starken Staaten machen in der Globalisierung genau ihre ökonomische Macht und öfters auch die militärische geltend gegenüber anderen Staaten, die die eingerichtete Weltordnung für eigene, den starken Staaten nicht genehme Ziele benutzen wollen. Was heißt denn, "aus dem Welthandel "selektiert"? Außer durch politische Tat ist das eigentlich nicht möglich.

Dies hat 2 Seiten: einmal kann ein Land durch nicht "marktkonformes Verhalten" sprich Überschuldung bankrott gehen, d.h. gegenüber seinen Gläubigern zahlungsunfähig werden. Dann wird es sich jeder Geschäftsmann, ob Produzent, Anleger, Banker usw. 10 mal überlegen, dort auch nur einen Cent zu investieren oder in dieser Währeung Geschäfte zu machen. Diesem Lan kann geholfen werden durch den IWF und die Weltbank mit Auflagen. Zum anderen werden bestimmte Länder, die politisch unliebsam sind und sich nicht der von den führenden Staaten vorgesehenen Weltordnung beugen, entweder durch Boykott(Cuba), Handelsbeschränkungen(iran, Nordkorea und andere Schurkenstaaten) bis zu militärischem Eingreifen (Irak, Libyen u.a) zu konformem Handeln gezwungen bzw. ihnen dieses "nahegelegt", sie dazu erpresst.

Genau dieses erfolgt hauptsächlich durch Demokratien aus Nordamerika und Westeuropa, die diese "Mission" als sehr gerechtfertigt für sich betrachten und in der Regel einsehr demokratisch national denkendes Volk hinter sich wissen. Legitimation würden sie erst verlieren, wenn sich die eigenen Leute gegen den eigenen Staat wenden.

Du klingst ziemlich von der westlichen Ideologie angetan. Wir, die guten Demokraten, zwingen die "Schurkenstaaten" zu konformen Handeln. Wir sind eine wirtschaftliche Gemeinschaft, wo überschuldeten Ländern geholfen wird. Die Erfahrung hat uns doch gelehrt, oder ist uns gerade am lehren, dass beide Annahmen Illusionen nahe kommen. Siehe NahOst-Kriege und PIGS-Staaten.

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@MaNic22

Ich denke, das "helfen" hast du hineingelesen, höchstens wenn dus in diesem Sinne meinst: Ich helf dir gleich (wenn du nicht tust, was ich will).

Hinzuschreiben, wies bei uns zugeht, heißt doch noch lange nicht , es gutzuheißen!

Die Schurkenstaaten stehen in Anführungszeichen, das soll heißen, die sind zu solchen erklärt worden, als Feind auserkoren! Wenn du diese Titulierung mitmachst, bist du auf der gleichen Argumentationsschiene wie die Staatsmänner. Und überschuldeten Ländern wird letztendliich die Schuld erlassen, um sie weiterhin fürs Geschäft nutzen zu können und die Schuldentitel, die der Staat über die Banken und Geschäfte abgesichert hat, ev. ihren Wert behalten oder auch wenigstens einen Teil davon. Oder auch, um wichtige Banken bei Nichtabsicherung nicht auf ihren schlechten Papieren sitzen bleiben und so die ganze Bankenzunft in Schwierigkeiten bringen.

Bei den Nahostkriegen Irak-Iran und später der eigene Eingriff ist es keine Illusion, dass Saddam Hussein gefangen, abgesetzt und tot ist und dass das neue Regime zumindest tendenziell amerikafreundlich ist. Der Iran ist inzwischen politisch ziemlich isoliert, im Fall Ghaddafi ist noch nicht alles entschieden, aber es wird unter anderem alles militärische dafür getan, die Rebellen an die Macht zu bomben. Das sind doch alles keine Illusionen, ob es mir gefällt oder nicht! Und zumindest ist auch durch die illiardenschweren Rettungsprogramme Beruhigung im Bankensektor eingetreten. Das muss mir nicht gefallen, aber es ist nun mal so!

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Ich wurde heute gefragt ob ich für oder gegen Atomkraftausstieg bin.

Eine scheinbar einfache Frage. Meine Interviewerin wusste nicht dass bereits Mitte der 1970-iger Jahre ein Bremer Professor im Spiegel nachwies dass die bis dahin gezahlten Steuergelder 200.000 Arbeitsplätze für mindestens drei Generationen in sogenannter alternativer bzw. regenerativer Energie bindet. Nun scheint das eine nationale Frage zu sein. Wenn nicht dieser Professor vor internationalem Publikum aus seiner Vorlesung durch Polizeigewalt in die Psychiatrie verbracht worden wäre. Wo ihm Teile seines Gehirns trotz internationaler Proteste raus gerissen wurden. Wo er unter Drogen gesetzt wurde. Wo ihm Stromstöße durch das Gehirn gejagt wurden.

Und während er litt baute die USA ein Gezeitenkraftwerk nach seinen Vorstellungen das heute noch funktioniert.

Und während er litt arbeitete sich Australien bezüglich Sonnenutzung an die Weltspitze. Während zeitgleich der Erfinder und seine mittelständischen deutschen Förderer von der Politik behindert wurden wo es nur ging

Und so fort.

Bis, schlussendlich, in NRW das modernste Kohlekraftwerk der Welt den ersten Testlauf erfolgreich mit Steuergeldern kräftig subventioniert abgeschlossen hatte. Da bekamen es die Chinesen für einen Appel und ein Ei. Um wenige Jahre später ein bedeutend schlechteres - auch wieder von uns subventioniert - hinzustellen. Der stern dokumentierte.

17 AKW sind in unserem Land wenn ich es recht weiß. Die Schweiz hat den Atomkraftausstieg beschlossen. Österreich meines Wissens. Immer mehr Länder beschließen ihn. 17 x 200.000 = 3.400.000.000 Wie viele Arbeitslose haben wir? Wir könnten heute führend sein in diesem Bereich. Wir könnten hier tatsächlich DIE Führungsrolle haben international. Statt dessen bremst diese Regierung wo sie kann international und geifert dann verlogen es läge an Anderen. Nachlesbar im Netz, hörbar im Radio, nachlesbar in politischen Magazinen, Tageszeitungen die sich noch eine freie Berichterstattung nicht ganz nehmen lassen, nachlesbar in Büchern, Abschlussberichten von internationalen Tagungen.

Es reicht, nimmt sich jeder von uns ein einziges Thema vor. Mal so richtig zur Brust, Vertieft sich. Und wird feststellen dass jede einzelen Person in diesem Land durchaus eine Menge Möglichkeiten hat gegenzusteuern.

Das allerdings ist dann mit Arbeit verbunden.

Nicht nur mit Arbeit, sondern auch mit Verständnis. So leid es mir tut, aber ich habe deinen Text nicht erschließen können. Welche AP werden genau wo gebunden? Worin wären wir Deutsche führend?

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@MaNic22

Musst Du dich ja nicht entschuldigen wenn ich mich nicht verständlich ausdrücke. -:)

Die in EIN AKW gesteckten Steuergelder statt dessen bereits spätestens 1980 in alternative Energien gesteckt hätten 200.000 Menschen für mindestens drei Generationen Arbeit verschafft. Mathematisch:

1 = 200.000 17 AKW haben wir wenn ich es recht weiß. Also 17 x 200.000 = 3,4 Millionen

Nun magst Du fragen was sollen die denn alle machen?

Den Energiebedarf deir Industrie um 40% senken. Plusenergiehäuser bauen. Anstatt Klärwerke Biogasanlagen bauen und betreiben was eben auch einen anderen Abwasserfluss aus den Haushalten sinnvoll macht der sich aber schlussendich noch für unsere Enkel rechnet. Statt die Nutzung von brauchbarem Sperrmüll verbieten sie umsetzen. Ausschlachten unserer Elektrik.

Um nur wenige gerne unter den Teppich gekehrten Themen aufzuschreiben.

Wäre jetzt noch angesichts von den jetzigen Veränderungen weltweit zu AKW zu bedenken dass wir gefragte Fachleute in die Welt schicken könnten. Unsere Technologien exportieren könnten. .....

Und, vor allen Dingen, wir müssten uns nicht mehr vorlügen lassen die Internationale Atombehörde sei neutral. Ihr Auftrag ist weltweit den Bau von AKW zu fördern. Was ist daran neutral?

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@dawala

Zwei Dinge lassen mich aber an den Zahlen zweifeln. Zum einen ist die Schätzung von 200.000 m.E. wirklich großzügig und zum anderen würden gleichzeitig die AKW-AP verloren gehen. Nichts desto trotz klingt eine solche Ausrichtung sinnvoll.

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Der Anfang wäre es schon den völlig enthemmten Finanzmarkt zu regulieren.Damit wäre schon viel Schärfe aus der Kamikaze-Dynamik genommen.Leider sind polit.und wirtschaftliche Eliten dermassen vernetzt und verbandelt,das sie schon fast eine Mafia-ähnliches Konstrukt bilden.Natürlich leidet die Demokratie darunter.Natürlich möchten ärmere Staaten reicher werden.Jedoch gilt es hier bestimmte Standards durchzusetzen.Unter welchen Bedingungen verkaufen denn die meisten Lohnsklaven in der dritten Welt und China ihre Arbeitskraft?Der Staat,die Gesellschaft-die Politik muss wieder agierender Akteur werden und nicht getriebenes fremdbestimmtes Instrument der Wirtschaft!Leider sehe ich derzeit keine Besserung.

Der Staat braucht und will doch,dass 2Mill. Arbeitslose die sogenannten Lohsklaven in Schach halten...In Deutschland leben dafür dienstleistende Konsumenten...

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Was würde passieren, wenn man den "völlig enthemmten Finanzmarkt " regulieren würde. Dadurch, dass wir in einem System der Staatenkonkurrenz leben, und die Regulierung für verschiedene Staaten verschiedenes als Folge hätte, ist das ein eigentlich unmögliches Unterfangen. Allein in Europa würde diese Regulierung über eine Finanztransaktionssteuer bedeuten, dass England nicht mitmachen würde, weil es durch liberale Finanzgesetze zum Finanzplatz Europas geworden ist und wesentliche Nachteile dadurch hätte. Von den USA ganz zu schweigen. Es liegt also nicht an der Vernetzung und Verbandelung der polit. und wirsch. Eliten, sondern an den unterschiedlichen Interessen, die verschiedene Länder in der internationalen Konkurrenz, und das ist ein Hauen und Stechen, gegeneinander haben.

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@Snanifo

Oh nein,die meisten Profiteure dieses Systems sind nur ein paar Investmentbanken.Wenn D etwas beschliesst,dann gilt es national-würde aber nationale Kredithäuser schützen.Ferner würde das Aufsplitten einer Bank in Geschäftsbank und Investmentbank sehr hilfreich sein.Auch hier gilt es für nationale Banken.Leerverkäufe,CDS etc.sind komplett zu verbieten.Wetten auf Rohstoffe muss wieder begrenzt werden.Die Nachteile des vielgelobten London,als weiltweiter Finanzplatz darf ich gerne bewundern.GB hat das grösste Sparprogramm aller Zeiten,damit dieser Finanzplatz weiter besteht.D hat 1,1 Bio.Euro dem Versagen der Finanzwirtschaft hinterhergeworfen.Auf solche Finanzplätze darf verzichtet werden.Das schützt den Steuerzahler doch enorm.Das unser Rollstuhlfahrer in seiner Eigenschaft als dt.Finanzminister zum Eurogipfel gefahren ist mit einer Vorlage erstellt durch die Dt.Bank ist dann was bitte?Ein dt.Vorlage vor einem int.Gremium der private Gläubiger einbinden soll,erstellt von einem Gläubiger ist was bitte? Direkte Einflußnahme auf Staatsinteressen? Das der Rollstuhlfahrer die falschen Medikamente nimmt? Hier nochmal Paul Krugmann(Wirtschaftsnobelpreisträger 2008)und anerkannter Wirtschaftsexperte:"Es ist eine Tatsache,das grosse Teile der Finanzindustrie zu einer Form von organisierten Verbrechen verkommen sind.Einem Spiel,bei dem eine Handvoll Menschen sehr grosszügig bezahlt werden,Konsumenten und Investoren auszubeuten.Wenn wir nicht dagegen vorgehen,werden die Verbrecher weitermachen". Und wer lässt diese Verbrecher weitermachen,wer sitzt später in Aufsichtsräten und Stiftungen(wie beispielsweise Steinbrück)-Vertreter der polit.Kaste.Wer war einer Vizepräsidenten von Goldmann&Sachs zu dem Zeitpunkt als sie mit kriminellen griech.Politikern die Bilanzen fälschten um in den Euroklub zu kommen? Mario Draghi-der jetzt mit Zustimmung aller Präsident der EZB wird.Herzlichen Glückwunsch:das Euroroulette geht jetzt richtig los.

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Vermutlich nichts. Zwar sind diese entscheidungen die die politiker zwangsläufig fällen müssen höchst unpopulär, andererseits wären die folgen bei missachtung wesendtlich schlimmer und unpopulärer. Das volk denkt in dieser hinsicht leider meist zu kurzfristig und stellt soziale und gewissens fragen über den eigenen wohlstand und die eigene zukunft. politiker müssen heute national-kapitalistisch handeln um die zukunft des eigenen landes nicht zu gefährden. Die meisten ländern tuen dies bereits seit jahren - so auch unsere guten freunde aus frankreich. nur in deutschland ist die moral oft grösser - hier gibt es einfach zu viele vermeindliche gutmenschen.

Dem stimme ich zu, aber dieser Handlungszwang ist doch auch keine dauerhafte Lösung. Vielleicht kann man ja das Gesamtproblem, die fortschreittende Globalisierung, etwas einschränken...

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@MaNic22

Wie willst du das einschränken. wir sind eine globale welt. und auch die armen länder wollen zunehmend daran teilhaben an dem reichtum. und die westlichen länder müssen sehen, dass sie am ball bleiben um nicht unter zu gehen. die konkurrenz ist gross. so funktioniert nun mal das system. So war es schon immer, so lange es menschen gibt. ein gewisses potential an egoismus benötigt der mensch zum überleben. früher waren es der kampf um beute, später blutige kriege und heute ist es die wirtschafts- und finanzpolitik. stehen wir dazu.

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@marc120

Gerade den Finanzmarkt kann man sehr wohl einschränken,das war früher ja auch möglich.Gerade die in den 90-ern begonne Deregulierung brachte uns ja an den Rand des Zusammenbruchs.Wenn dem nicht Einhalt geboten wird,kommt der totale Crash schneller als gedacht.Ein unregelmentierter Markt,zerstört sich von alleine.Eine Arbeitskraft aus westl.Ländern mit unseren sozialen Sicherungssystemen kannst Du nicht mit einer unversicherten Arbeitskraft aus China oder Sonstwo vergleichen.Hier müssen bestimmte Grundkomponenten eingeführt werden.

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@marc120

Die armen Länder sind doch nur arm,weil wir ihnen unsere Demokratie aufzwängen wollen...Globalität ist von A****....

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@marc120

Die Einstellung so war es schon immer, so soll es auch sein, klingt so als würden wir in einer unveränderlichen Welt sein.

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@Wolff966

Wenn man aber in diesen ländern die gleichen grundkomponenten einführt, dann sind die arbeitskräfte dort nicht mehr so billig und mit deren wohlstand/aufschwung ist es bald vorbei. wieso sollte dann noch jemand dort produzieren, kann man ja dann gleich im land der kunden machen - in D z.B.

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@Klara2012

demokratie aufzwängen? hört sich an wie zwangsernährung. dankbar annehmen sollten sie diese...

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@MaNic22

es gibt nun mal gewisse dinge die es immer geben wird so lange es menschen gibt, weil menschen nun mal einfach so sind. das ist ein naturgesetz. ein wilder bär bleibt auch immer ein wilder bär. kommunismus ist ja schön und gut, funktioniert aber leider mit den menschen nicht...

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@marc120

Das wäre aber auch eine der drastischsten Maßnahmen überhaupt...

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@MaNic22

@marc120: Dann zählt hat die Qualität des Produktes,nicht die Qualität-und das manchmal zweifelhaft-der Arbeitskraft.So einfach ist das-denn wer profitiert am meisten durch gnadenlose und rücksichtslose Ausbeutung von Mensch und Natur?China darf in den nächsten Jahren 200 Mio(!!!!) Menschen umsiedeln,weil deren Lebensumfeld ruiniert worden ist.Dieser Preis ist sehr hoch und könnte das Land,den Staat zerreissen.Ist das der Preis? Dort besteht eine derartige Gefahr für das Regime,das solch Unruhen eine Dynamik auslöst,die auch Folgen für die Weltwirtschaft haben wird.

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@marc120

zu marc120:

"Demokratie aufzwängen? Hört sich an wie Zwangsernährung. Dankbar annehmen sollten sie diese...."

Seit wann heißt denn "Demokratie aufzwängen" Ernährung der Leute?! Schau dir doch mal die entwickeltsten Demokratien an! Von USA über die Nordeuropäischen Staaten bis zum Süden! Ja, viele reiche Leute gibt es tatsächlich! Aber daneben halt auch arme Schlucker, Arbeitslose und Rentner, die jeden tag den Cent rumdrehen müssen, nicht, weil sie nichts gearbeitet haben oder nicht arbeiten wollen, sondern weil genau die Ökonomie in dieser Demokratie keine oder nur eine schlecht bezahlte Verwendung für sie hat! Glaubst du wirklich, dass "Demokratie aufzwängen" bedeutet, die Leute im Land zu ernähren, du hast ja sogar ein ironisches "zwangs" hinzugefügt!? Geschäfte sollen mit und in diesem Land gemacht werden und denen soll nichts im Wege stehen, weder "kleinkarierte" Handelshemmnisse noch "falsche" politische Zielsetzung wie Entwicklung einer eigenen am Interesse des eigenen Staates ausgerichteten Nationalökonomie.

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@MaNic22

zu MaNic22:

Wenn du das unbedingt aus meinem Beitrag herauslesen oder in ihn hineininterpretieren willst, bitte schön!

Andererseits heißt das ja auch, du stimmst mit mir überein in dem, was ich da an Analyse über die Demokratie geschrieben habe! Ist doch ne gute Ausgangsposition für eine Diskussion!

Die Erwiderung habe ich übrigens zum Demokratieidealismus von marc120 geschrieben.

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Richtig erkannt...Demokratie wird uns anders verkauft,als sie im Endeffekt ist,und bei den Parteien kannst du nur zwischen Scheiße und Scheiße wählen..Wahlversprechen sind nur vor der Wahl aktuell.....Außerdem haben wir seit dem 1.Juli kein Wahlgesetz mehr...

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