Der Oberarzt der psychiatrischen Klinik meiner Stadt behauptet ich hätte keinen eigenen freien Willen, um eine Zwangsbetreuung durchzusetzen?

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6 Antworten

Es liegt natürlich in der Natur eines Oberarzt in einer psychiatrischen Klinik, eine entsprechende Bewertung deines momentanen Zustandes vorzunehmen. Vielleicht bist Du selber nicht in der Lage, zu entscheiden ob du wirklich fähig bist oder nicht. An der Stelle muss jemand für dich die Verantwortung übernehmen

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Kommentar von LisaKNB
22.09.2016, 09:45

er hat mich das letzte mal vor 6 Jahren gesehen

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Grüß Dich LisaKNB!

Was ich hier nicht verstehe ist die Kombination von Freier Wille und Zwangsbetreuung.

Den etwas irreführenden Begriff 'Zwangsbestreuung' verstehe ich jetzt als eine amtlich bestellte Betreuung. Also eine Betreuung, die über das Amtsgericht entschieden wird, nachdem ein Antrag dazu vorliegt und dann bei einem Besuch durch einen Betreuuer (wahrscheinlich ist es auf jeden Fall eine eigens vom Amtsgericht bestellte Person) vom Amtsrichter positiv beschieden wird.

Es müsste jetzt auch gefragt werden, ob Du die Person bist, die betreut werden sollte? Oder geht es darum, das Du einen Antrag zur Betreuung einer anderen Person stellen willst und dem der Oberarzt nicht zustimmen kann? Dann aber wäre es egal, weil das Amtsgericht sowieso frei entscheidet, ganz unabhängig von dem, was der Antragsteller wünscht.

Das alles ist aber, so wie Du das hier schilderst, reichlich unklar und etwas verworren.

Zum weiteren Verfahren:

Wenn dieser Antrag positiv entschieden wird, dann wird es sowieso auch gegen den Willen des zu Betreuenden entschieden, wenn das notwendig ist. Diesen Antrag kann jedermann stellen, wenn dieser meint, jemand bräuchte eine amtlich bestellte Hilfe im Sinne dieser Betreuung. Man möchte so vermeiden, das eine Hilfe nicht stattfindet wenn sie gebraucht wird. So wird eine Hilfeleistung initiiert, die sonst nicht stattfinden würde. Die Kriterien zur Betreuungszusage sind sehr streng, damit die Freiheit der zu betreuenden Person nicht unnötig eingeschränkt wird.

Ich selbst hatte auch schon mal so einen Antrag ausgefüllt für eine Person, die selbst nicht in der Lage war über ihre eigene Angelegenheiten aus medizinischen bzw. sozialen Gründen zu entscheiden. Die Entscheidungsfähigkeit war nicht gegeben. Da war große Not vorhanden und die Person wollte sich nicht dreinreden lassen. Wer dann Betreuer wird, wird dann vom Amtsgericht entschieden. Der Antragsteller kann sich auch selbst vorschlagen, selbst dann, wenn es ein Familienangehöriger ist, was aber nicht immer ratsam ist.

Dann aber braucht es nicht den "freien Willen", also eine Zustimmung von der zu betreuenden Person zur amtlichen Betreuung, welche vom Amtsgericht kontrolliert wird.

Eine Straftat ist das auf keinen Fall, was der Oberarzt da sagte.

Aber nochmal:

Es klingt alles ein wenig unklar, weil die Umstände von Dir nicht deutlich genug geschildert wurden.

Herzlichen Gruß

Rüdiger

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Kommentar von vonGizycki
22.09.2016, 11:00

Korrektur:

... vom Amtsrichter positiv oder negativ beschieden wird.

Nachmal gefragt: Wünscht Du für Dich eine solche Betreuung? Dann sähe das etwas anders aus, denn dann würdest Du Dir Freiheiten nehmen lassen, was unnötig wäre, im Sinne der Aussage des Oberarztes. Das hätte dann Sinn.

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Kommentar von LisaKNB
22.09.2016, 11:06

Es geht um mich selbst.... man hat sich Diagnosen aus den Fingern gesogen und behauptet ich hätte keinen eigenen freien Willen, so ist es im Betreuungsgesetz geregelt... Da ich nicht im Koma liege habe ich auch einen eigenen freien Willen. Selbst vor Ort beim Betreuungsgericht sagte man mir ich müsse vorm Gericht einfach sagen, dass ich das nicht Wünsche und alles wäre ok. Nur wenn Dr. Oberober.... der mich kaum kennt dann zählt das natürlich mehr al eine ehemalige Psychiatriepatientin (der Stempel klebt an der Stirn)

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Nein keine Straftat. Warum soll es strafbar sein wenn er seinen Beruf ausübt. Nur weil du anderer Meinung bist? Es muß ja einen Grund haben warum er zu dem Ergebnis kommt. Das macht er ja nicht zum Spaß. Ich würde gerne mal seine Meinung/Diagnose dazu hören. Ich vermute das sie dich vor dir selbst schützen wollen/müssen.

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Kommentar von LisaKNB
22.09.2016, 09:54

so stellt er es offiziell da, komisch dass jeder auf das Wort eines Oberarztes hört, auch wenn er wahrscheinlich selbst psychische Schäden hat

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nö, das ist lediglich seine Meinung die er kundgetan hat.

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Nein, das ist seine Meinung bzw. Diagnose.

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Kommentar von LisaKNB
22.09.2016, 09:42

er hat mich das letzte mal vor 6 Jahren gesehen, meiner Meinung nach hat jeder Mensch einen eigenen freien Willen

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es gibt viele krankheiten wo keine freier wille vorhanden ist?

z.b. alkis hat der flaschengeist die macht über den feienwillen der menschen?

wenn man sowas sowas sagt was soll da schlimm sein?

krank zu sein ist keine schande? eine schande ist nichts dagegen zu tun?

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