Der Mensch alle Tiere überlegen, warum würden wir so schlau, von Evolution gewollt?

10 Antworten

die erde verändert sich und die tierarten mit ihr. der mensch ist in einer phase entstanden, in der das klima sehr unbeständig war in afrika, wo unsere vorfahren lebten. mal trocken, mal feucht, mal weniger vegetation, mal mehr. da war es nicht mehr so gut möglich, immer den gleichen (intuitiv verankerten) lebensstil durchzuziehen und die menschen haben größere gehirne entwickelt, um anpassungsfähig zu bleiben und auf umweltveränderungen angemessen zu reagieren. so die anerkannte lehrmeinung. dass die körperkraft beim menschen im vergleich zu seinen nächsten verwandten stark nachgelassen hat, hat gute gründe. natürlich wird körperkraft weniger wichtig, wenn man dank seiner intelligenz zahlreiche kulturtechniken entwickelt, die für die meisten tätigkeiten nur noch sehr wenig kraftaufwand erfordern. dann kann man eine menge energie einsparen, wenn man einen weniger muskulösen körper hat, denn muskeln verbrauchen permanent energie, sogar, wenn sie gerade nicht benutzt werden. diese eingesparte energie konnte der mensch in andere dinge investieren. zum beispiel in eine höhere reproduktionsrate. menschen mit mehr muskelmasse konnten das nicht und wurden mit jeder neuen generation immer weiter verdrängt, bis ein neues optimum an körperkraft erreicht wurde. dass affen ein drei mal kleineres gehirn haben, hat übrigens auch etwas mit sparsamkeit zu tun, denn große hirne verbrauchen besonders viel energie. affen ernähren sich vor allem von obst und beziehen somit ihre energie aus fruchtzucker. damit kann man schon einiges anfangen, aber mehr als 450 ccm hirnvolument kann man sich davon nicht leisten, selbst wenn man den ganzen tag am fresen ist. große hirne sind energetisch betrachtet ein sehr teurer luxus.

Menschen sind nicht nur durch biologische Evolution so schlau, sondern auch durch kulturelle Evolution. Menschen betreiben viel Nieschenkonstruktion. Das bedeutet, sie formen ihr Umfeld mit dem Effekt, dass sie ihre eigenen Überlebensstrategien verbessert. Und das trifft auch auf kognitive Fähigkeiten zu: Menschen können mithilfe des Internets weitweit kommunizieren, mithilfe von Maschinen komplizierte Rechnungen lösen und mithilfe von Texten oder Fotos ihr Gedächtnis unterstützen. Und diese durch Technologie gestütze Intelligenz entwirft natürlich noch bessere Technologien und so weiter.

Klimatische Veränderungen brachten es so mit sich, dass bestimmte Affenarten den Regenwald verließen und sich in die Savanne begaben. Dort mußten sie auf Grund der hohen Gräser aufrcht gehen, um so eine bessere Sicht zui haben. Dadurch hatten sie ihre Hände frei, die so besser genutzt werden konnten.

Da diese Affen nicht so aschnell wie die Tiere der Savanne waren, mußten sie sich was einfallen lassen, um dennoch an sie heranzukommen. So entstanden mit der Zeit die ersten Waffen. Auch weitere Werkzeuge mußten gebildet werden, da anders als im Regenwald, nun nicht mehr alles in Handweite sich befand.

Mit der Arbeit, die so erforderlich war, bildete sich das Hirn immer mehr aus, aso dass es zur Menschwerdung des Affen kam.

Die Evolution will überhaupt nichts. Sie ist nicht zielgerichtet, sie geschieht einfach - ergebnisoffen.

Ob unsere vielgepriesene Schlauheit uns wirklich zu Herren dieses Planeten macht, wird sich nach einem ABC Krieg zeigen - oder nachdem wir erfolgreich den Ast abgesägt haben, auf dem wir sitzen. Darum sage ich ja immer, wir mögen schlau sein, aber leider nicht klug.

Kann sein, daß wir die Krone dann an Ratten und/oder Ameisen/Insekten abtreten müssen.

 

Ich gebe dir recht, dass auf irgendeine Weise die Evolution diese Entwicklung "gewollt" hat. Es waere ja ueberaus naiv, anzunehmen, dass komplexe Lebensformen durch zufaellige Genveraenderungen entstehen koennen. Evolution ist zielgerichtet, wir kennen nur (noch) nicht die Mechanismen, die sie hierfuer anwendet.

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