Der derzeitige Holzmarkt in Deutschland - wie weit kaann das unsere Wirtschaft noch verkraften?

4 Antworten

Was ich begreife ist, dass gut gezahlt wird für Holz,

Und das ist der Punkt. Die Betriebe verkaufen an den Höchstbietenden.

aber was nützt denn das, wenn dafür sämltiche Betriebe pleite gehen?

Nun es sind nicht die selben Betriebe. Es gibt kein Gesetz das vorschreibt Betriebe müssten andere Betriebe vor dem Bankrott retten. Wir haben immer noch einen relativ freien Markt auf welchem jeder Betrieb weitgehend das tun darf was er möchte.

wer ein Haus bauen wollte, zahlt nun mindestens das Dreifache...

Das tat er sowieso schon. We gerade ein Haus baut, dem ist nicht zu helfen…das ist als würde ich ein Iphone X für 7.000€ Kaufen.

Ich kapier einfach nicht, wie das die Waldbesitzer mitmachen können. So geldgeil kann man doch echt nicht sein, dass man damit die Wirtschaft zerstört.

Die Wirtschaft ist bereits zerstört. Wir warten nur noch auf den Funken.

Also wenn ich ein Waldbesitzer wäre, dann würde ich mich gegen diesen Trend stellen. Die USA hat Tonnen an Holz in ihren eigenen Wäldern. Ich hätte viel zu viel Bedenken, dass versucht wird, Deutschland erpressbar zu machen.

Wenn man alles verkauft was man hat, muss man irgendwann von anderswo einkaufen. Dann ist man in der Hand von anderen. Hat denn da niemand Bedenken?

Abgesehen davon denke ich, würden die Handwerker hier auch etwas besser zahlen, wenn sie wüssten, dass ein paar Waldbesitzer weniger auf Geld gepolt sind, als auf Solidarität. Nur - man kann halt die Menschen nicht auspressen wie Zitronen. Ich kann mir nicht vorstellen, wie man so versessen auf Geld sein kann...

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Es stimmt, Holz ist derzeit teuer. Jahrelang war es zu billig, die Waldbewirtschaftung war lange Zeit unrentabel. Bei Stürmen oder zur Vorbeugung von Schädlingen wurde oft mehr Holz geschlagen oder stand mehr zur Verfügung, als gebraucht wurde. Jetzt holen die Waldbesitzer mehr an Einnahmen herein. Allerdings ist das für die Waldbesitzer eine langfristige Sache; Bäume stehen ja nach dem Abholzen für lange Zeit nicht mehr zur Verfügung.
Man sollte die Kosten für Bauholz jedoch auch nicht überbewerten. Ob der Kubikmeter im Einkauf 500-600€ kostet oder 1200-1500€, das macht beim Endprodukt nicht so viel aus; lediglich im Baumarkt, wo überteuertes Holz angeboten wird. Es kann sich ja jeder ausrechnen, wieviel Holz in seinem gekauften Produkt enthalten ist.
Abgesehen davon müssen die Ausländer noch die Transportkosten aufschlagen, sie kaufen gleich das Holz im Wald, kaufen also viel minderwertige Ware mit, die sie ebenfalls erst in den Heimathafen transportieren müssen.
Die Probleme liegen dann eher in der Weiterverarbeitung, den Sägewerken usw., die nicht optimal ausgelastet sind.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Die Holzpreise, die sich z. B. verdreifacht haben, kommen i. d. R. nicht beim Waldbesitzer an.

Profiteure sind Sägewerke, Exporteure und Holzhändler.

Nur, um dein Bild mal zu korrigieren.

Wenn du ein Produkt hast, dass du für 15 € ins Ausland verkaufen kannst, dann verkaufst du es nicht für 8,50 € an einen deutschen Betrieb.

Money Talks, mehr zu verstehen gibt’s da nicht.

Wenn man aber sieht, was daraus resultiert, sollte einem Geld weniger wichtig sein als ein funktioniernder Markt vor Ort, oder nicht? Man muss doch auch ein Gewissen haben...

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