Der Charakter des Friedensvertrags von Brest-Litowsk?

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4 Antworten

Völlig dämlich gestellte Frage. Ja, ich weis vom Lehrer so dämlich gestellt. Aber deswegen sind auch deutsche Schüler so schlecht in Geschichte.

Verträge haben keinen Charakter. Verträge sind das worauf sich 2 oder mehr Seiten einigen KÖNNEN un ter der Voraussetzung ihrer Interessen UND Ressourcen.

Der Friedensvertrag von Brest-Litowsk ust gekennzeichnet durch den Entschluss der Bolschewiki und insb. Lenin Deutschland als Kriegspartei auszuschalten, sei es auch zu den schwersten Bedngungen für Sowjetrussland. Das hatte wiederrum 2 Gründe. Der Bürgerkrieg nagte stark an der Substanz des jungen Landes. Der war aus Sicht Lenin nicht zu gewinnen wenn man zumindest das Deutsche Reich nicht aus der Gleichung hat. Und zweitens war eins der wichtigsten Versprechen der Bolschewiki bei der Revolution - Frieden(ganz konkret als Frieden mit Deutschland in diesem Fall. Ende der Beteiligung am 1.WK). Dieses Versprechen wurde damit eingelöst und auch propagandistisch ausgeschlachtet, keine Frage. Die Verluste durch den für Sowjetrussland harten Vertrag musste die sowjetische Seite in Kauf nehmen. Die Rote Armee war erst im Entstehen, die politischen Gegener der Bolschewiki waren dabei einen Bürgerkrieg landesweit zu entfachen. Füe die deusche Seite kam es auch gelegen. Dem Reich ging es auch nicht sonderlich gut. Da Russland als Kriegspartei weg zu haben und dann noch zu günstigen Bedingungen war sehr wlllkommen.

Beide Seiten hatten keine Lust und keine Kraft mehr richtig zum kämpfen, aber die sowjetische Regierung war in einer noch schlimmeren Lage als das vom Weltkrieg geplage Deutschland. Das bestimmte den "Charakter" des Vertrages was auch immer das sein soll.

Es ist nner eine Gleichung. Weil 2 Seiten die Unterschriften setzen. Die schwächere Seite muss mehr geben, damit die Gleichung funktioniert.

Letzendlich hat auf  lange Sicht die swjetische Seite die Obehand behalten wenn man den weiteren Verlauf der Geschichte ansieht. Also kann man konstatieren, dass der Vertrag damals eine richtige Entscheidung war.

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Kommentar von earnest
18.05.2017, 16:39

An der Frage ist NICHTS Dämliches.

Der Vertrag von B-L war auch keine langfristig "richtige Entscheidung", weil er Sowjetrussland unerträgliche Bedingungen aufdrückte, die später in Versailles als Rechtfertigung dienten, Deutschland harte Bedingungen zu stellen - die übrigens deutlich weniger hart waren als die in B-L diktierten Bedingungen.

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Die Deutschen hatten militärisch gesiegt und sie diktierten den Russen ihre harten Bedingungen. Doch fast nichts von dem, was im Vertrag stand, wurde tatsächlich umgesetzt. Dennoch sollte der Frieden von Brest-Litowsk von 1918 die Zukunft ganz Europas beeinflussen.

Für die Russen wie für die Deutschen war der Vertrag sehr wichtig: Lenin und Co. brauchten ihn, um ihre Oktoberrevolution zum Erfolg zu führen, die Deutschen versprachen sich davon, mit den im Osten frei werdenden Kräften dem Krieg im Westen eine Wende geben zu können.

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Kommentar von ArjunasPfeil
18.05.2017, 13:30

Die Deutschen haben militärisch eben nicht gesiegt.

Und der Vertrag hat Deutshland recht wenig genützt. Der 1.WK endete in Versaille.

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Kommentar von leRusse
20.05.2017, 13:57

Russland befand sich damals noch im ersten Weltkrieg auch nach dem die Bolschewiki die Macht an sich gerissen haben.... unter Lenin war der Krieg noch im Gange...

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Die Deutschen konnten den Oktoberrevolutionaeren diktieren was sie wollten, denn es war nicht ihr Krieg.

Sie wollten unbehelligt die Revolution durchziehen und hatten somit nur Vorteile von diesem Friedensvertrag.

DE dachte, durch die Beendigung des Zweifrontenkrieges, das Blatt zu ihren Gunsten noch einmal wenden zu koennen. Dieses stellte sich schnell als Irrtum heraus und DE musste bedingungslos kapitulieren.

Der Vertrag von Versailles erwies sich als schwere Buerde. Die Franzosen hatten noch ihre Niederlage von 1871 im Hinterkopf.

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Ich würde sagen, ein aggressiver immerhin hatte Sowjetrussland 26% seines europäischen Territoriums verloren und damit auch viele wichtige Ressourcen wie Kohle.

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