Der Beruf des Zupfinstrumentenmachers (Zukunft)

4 Antworten

Selbst die größten Könner auf diesem Gebiet tun sich schwer, davon leben zu können. Viele müssen sich einen Zweitberuf suchen, um sozial abgesichert zu sein. Wenn es wirklich dein Herzenswunsch ist, solltest du dich mal mit entsprechenden Leuten persönlich unterhalten und dich aufklären lassen, wie deine Einkünfte in etwa aussehen.

Ich denke, generell hat der Beruf Zukunft. Einerseits sind akustische Instrumente stark im Kommen, andererseits erwacht ein gewisses Qualitätsbewusstsein und viele können und wollen sich auch ein handgebautes Instrument leisten.

Als Zupfinstrumentenmacher hast Du ja unterschiedliche Möglichkeiten: Ganz 'solo' oder gemeinsam mit jemand anderem. Am besten so, dass sich die Fähigkeiten und Kenntnisse ergänzen. Zum Beispiel ist einer für Konzertgitarren zuständig, der andere für Instrumenten mit Stahlsaiten. Und auch gute Manufakturen brauchen fachlich kompetente Angestellte, das wäre eine weitere Möglichkeit.

Als selbstständiger Gitarrenbauer ist es sicher nicht leicht, aber es halten sich doch einige, die langjährig tätig sind und dauerhaft hohe Qualität liefern. Neben dem Bau neuer Instrumente ist sicher das Reparaturgeschäft ein ganz wichtiges Standbein für eine Werkstatt. Aber es dauert sicher einige Zeit, bis man als Einzelkämpfer so bekannt ist, dass man seine Preise auch entsprechend anheben kann, um gut leben zu können. Da ist immer viel Idealismus dabei.

Seltsamerweise werden für Konzertgitarren deutlich höhere Preise bezahlt als für Stahlsaiter. Und in den USA wiederum für Steelstrings deutlich mehr als hier.

Rechne mal folgendes: Du baust 16 Gitarren im Jahr. Durchschnittspreis 3.000,--. Dazu sagen wir mal 200 Reparaturaufträge à 100,--. Das macht zusammen 68.000,-- Umsatz. Material pro Gitarre vielleicht 400,--, pro Rep.-Auftrag 10,--. Bleiben knapp 60.000,-- übrig. Du brauchst aber auch eine Werkstatt, die kostet Miete, Strom, Heizung. Sagen wir mal, 1.000,-- im Monat. Und gutes Werkzeug. Du musst Anzeigen aufgeben, eventuell sogar auf die Musikmesse. Du musst Dich selbst versichern undsoweiterundsoweiter. Am Ende kommt dann noch das freundliche Finanzamt. DA bleibt nicht soo viel hängen.

Allerdings, wenn Du mal etabliert bist, sieht es vielleicht anders aus. Oder wenn Du nach der Ausbildung bei einem renommierten Betrieb gearbeitet hast, dann hast Du gleich eine andere Ausgangsbasis. Z. B. Leute, die zuvor bei Stevens waren (Joe Striebel, Patrick Queener). Wenn Du von Null anfängst, dauert es länger. Oder Du schaffst Dir durch besondere Techniken und Fertigkeiten schnell einen guten Namen, wie beispielsweise Martin Wieland aus Hersbruck. Der baut einerseits gute Gitarren, andererseits schafft er's offensichtlich, aus fast jedem Instrument eine (noch) besseres zu machen, indem er z. B. die Beleistung nachträglich bearbeitet und optimiert. Was auch gut ist: Du suchst Dir einen Musiker, der Deine Gitarren liebt und spielt. Zum Beispiel Petteri Sariola, der eine Gitarre von Andreas Cuntz spielt ( oder schau mal nach Agostin Amigó). Die Gitarren von Andreas sind außerdem durch ihr eigenständiges Design sofort zu erkennen. Und/oder Du suchst Dir eine musikalische Nische, wie Heiner Dreizehnter, der neben seinen tollen Gitarren in Richtung Folk / Celtic geht und Irish Bouzoukis, Mandolas, Mandolinen & Co. baut.

Allerdings bist Du als Zupfinstrumentanmacher auf dem Gebiet nicht allein, denn um Gitarren zu bauen, braucht es heute keinen Meister mehr, Du kannst so ziemlich aus jeden Beruf kommen. Nur das Ergebnis zählt. Aber ich persönlich hätte sicher zu einem Meister ein größeres Vertrauen.

Auf jeden Fall wünsche ich Dir viel Glück und die richtige Entscheidung. Ein toller Beruf ist das ganz sicher!

Also ich gehe davon aus, wenn man wenig davon hört, und die welt zupfinstrumente braucht, hat der beruf zukunft, nur ist es fraglich ob du als alleinstehender zupfinstrumentmacher zukunft hast, da die leute natürlich bei qualitätsmarken kaufen ;)

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Gute 'alleinstehende Zupfinstrumentenmacher' bauen Qualität. Es dauert aber eben seine Zeit, bis man auch als Qualitätsmarke anerkannt wird. In den USA gibt es ein paar, die haben bis zu 6 Jahren Wartezeit und deren Instrumente fangen mal so bei läppischen 15.000 $ an.

Der hier ist z. B. auch ganz allein, aber inzwischen bei Kennern zur Top-Marke geworden: http://www.cuntz-guitars.info/ Und dabei bekommt man bei ihm schon ab ca. 3.000,-- ein tolles Instrument.

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