Der Berg ruft!

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10 Antworten

Hallo liebe/r RumLum,

jeder verantwortungsbewusste Bergfreund wird sich schwer tun, Dir hier zu dieser Tour zu raten, wenn Du schon von vornherein sagst, dass Du über keinerlei alpine Erfahrung und Ausrüstung verfügst.

Sinnvoller wäre es, die ein oder andere Tour zum "Probieren" zu machen, damit Du mehr eigenes Gespür für Deine Fähigkeiten bekommst. Und selbst wenn Du die Kondition und die Nerven für die Zugspitze hast - Du musst Dir vielleicht neue Bergschuhe kaufen und Du läufst Dir offene Blasen an den Füßen, dann muss Dich die Bergwacht mit Heli aus dem Reintal holen.

Aber trotzdem hier mal eine Antwort:

Ja, man kann auf die Zugspitze nur mittels wandern (ohne Kletterei etc.) kommen, und zwar von Garmisch übers Reintal (länger und flacher) oder von Ehrwald übers Gatterl (kürzer und steiler).In beiden Fällen ist es für "Otto Normalbergsteiger" ratsam, auf der Knorrhütte unterhalb des Zugspitzplatts zu übernachten.

"Ohne größere alpine Schwierigkeiten" heißt aber trotzdem, dass man trittsicher und auch einigermaßen schwindelfrei sein sollte, dass man keine Probleme auf steinigen Wegen und Geröll sowie Altschneefeldern haben sollte.

Als Ausrüstung braucht man natürlich passendes Schuhwerk, und bergtauglicher (warme) und wetterfeste Bekleidung - in dieser Höhe ist immer ein Wetterumschwung und drastische Temperaturstürze möglich.

Viel Spaß!

Martin

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Kommentar von RumLum
15.06.2011, 22:59

Dankeschön ;-)

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Ich habe die Zugspitze zwei mal bestiegen. Vor zwei Jahren von Ehrwald. Das ist die kürzlichste Route zur Zugspitze. Auf dem Wegzeiger stand 6 Stunden. Wir haben 8 St. gebraucht, aber mit einer lange Pause und vielen Fotopausen. Die Route ist anstrengend . Hat auch einen kleinen Klettersteig. Man braucht Klettersteigset und Helm. Ist sehr leicht, trotz gab es tödliche Unfälle, weil viele ohne Ausrüstung gehen. Letzten Sommen sind mein Partner und ich über Höllental gegangen, dafür haben wir 11 Stunden bei Hitze, gefühlt 30 Grad gebraucht, sind 7 St.vorgegeben. Die Route hat 2 Klettersteige. Die sind für erfahrene technisch nicht schwierig, aber für Anfänger ohne Kenntnisse nicht machtbar. Klettersteigset + Helm wichtig! Da ist die Sache mit dem Schneefirn. Dafür braucht man Steigeisen. Diese Tour ist wegen die Länge und Höhenunterschied sehr schwierig und bei ganze unsere Erfahrung in den Bergen hat uns an unsere Grenze gebracht. Besonders wegen der Sonne und Hitze. Ich habe damit nicht gerechnet und habe etwas zuwenig Wasser dabei gehabt. Habe aus Not Gletscherwasser getrunken.

Ich kenne die Berge aber auch anders. Es kann stark regnen, auch plötzlich stark schneien. Man muß für alles gerüstet sein. Wichtig Wetterprognose! Ich würde dir nur die eine Route empfehlen über Reintal. Da hat man zwei Hütten auf dem Weg.

Aber bevor du auf die Zugspitze gehst, probiere den Daniel (gegenüber) zu besteigen (bietet sehr schöne Aussicht auf die Wettersteingebirge). Da kannst du dein Fitness ausprobieren und dich an die Höhe aklimatisieren.

Die Bergschuhe muß du auch einlaufen, sonst bekommst du womöglich Blasen an den Füssen.

Wegen Ausrüstung müsste ich noch viel schreiben. Da du deine Frage vor schon fast einem Monat gestellt hast, gehe ich davon aus , daß du schon vieles weist.

Falls du noch Fragen hast, schreibe eine Kommentar oder schicke mir eine Nachricht.

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Wenn Du latschen willst fange mal mit der Ausrüstung bei Dir an. Die Füße sind es kaum gewohnt den ganzen Tag zu gehen. Schon gar nicht in Bergschuhen. Trainiere das. Es gibt nichts Wichtigeres an Ausrüstung.

Dann merkst Du von selbst dass Stöckelschuhe nicht so günstig sind. Trainierst Du regelmäßig merkst Du das dass Wetter unterschiedlich ist. Auf dem Weg zu einer Bergspitze darfst Du damit rechnen mit allen Wettern beglückt zu werden. Einschließlich Schnee wenn Du in den nächsten Wochen losziehst. Durchaus.

Geh nicht allein. Auch wenn da irgendwo steht der Weg sei für Anfänger wart Du noch nie am Berg. Da ist die Latscherei anders als im flachen Land. Oder so um die Hügel rum. Ein einheimisches Wesen als Begleitung macht viel Sinn. Es kennt die Wetterverhältnisse.

Nimm Deinen Abfall mit wenn Du zurückgehst.

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Kommentar von RumLum
15.06.2011, 18:24

Ich denke schon, dass meine Füße es gewohnt sind so viel zu laufen. Denn ich geh gerne, viel und besonders lange spazieren. Können bis zu 6h werden. Aber mir ist bewusst, dass es bei dem Berg schon was anderes ist.

Nimm Deinen Abfall mit wenn Du zurückgehst.

Auf so einen Satz habe ich gewartet =)) Ja, mache ich natürlich! Niemand will einen Müllberg haben ;-)

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Kommentar von Ascocenda
03.07.2012, 19:48

Stöckelschuhe eignen sich aber so gut für den Höllentalferner :-D

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Bringst du denn die nötige Kondition mit? Immerhin sind das doch mehr als 2000 m Höhendifferenz aufwärts. Wäre für die erste Bergwanderung nicht ein "einfacherer" Berg empfehlenswert? Schliesse dich einer Gruppe an und denk daran, gut sitzende Wanderschuhe sind das allerwichtigste.

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Kommentar von RumLum
15.06.2011, 18:17

Ich glaube schon, dass ich die nötige Kondition habe. Und ich will mich nicht unbedingt an einer Wandergruppe anschließen, aber trotzdem danke ;-)

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Also: Von Garmisch aus, also über die Nordseite (Höllental) - für Anfänger absolut tabu. Wenn, dann mit Bergführer.

Von Süden aus, über Reintal (von Garmisch aus, aber der längste Anstieg) oder über das Gaistal - Steinernes Hüttl (evtl. hier übernachten) - Gatterl - Knorrhütte - Zugspitze.

Aber auch hier diesen Weg als Neuling nicht allein gehen.

Wenn Du aber schon in der Gegend bist, würde ich Dir erstmal eine "Testtour" durch das Höllental zur Höllentalanger-Hütte und von dort über die Knappenhäuser - Hupfleitenjoch - Osterfelder, oder (mit Seilbahnhilfe) über den Normalweg (nicht Klettersteig) zur Alpspitze empfehlen.

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Kommentar von RumLum
15.06.2011, 18:19

Danke ;-)

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das kansnt du auch an einem Tag machen. Ist nicht all zu anspruchsvoll. Als ersten Berg würd ich ihn aber trotzdem nicht empfehlen.

Und überhaupt solltest du dir paar Leute suchen die schon erfahrener sind.

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Kommentar von iThinkiSpider2
15.06.2011, 01:39

Achja, technische ausrüstung brauchst du nicht.

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Schau mal hier:

http://www.outdooractive.com/de/bergtour/zugspitzregion/entlang-des-normalweges-von-garmisch-durch-das-reintal-auf-die-zugspitze/-1874096893394167032/

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Kommentar von setus
15.06.2011, 08:25

Geht, ist aber der längste Anstieg.

Am Besten mit Übernachtung auf der Reintalanger

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Der Weg für Anfänger: Kauf dir ne Fahrkarte für die Zugspitzbahn ...

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Kommentar von RumLum
15.06.2011, 01:39

nein. ich will lieber latschen! ^^

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Hmm also wenn Du noch nie beim Bergsteigen warst dann fahr lieber mit der Seilbahn auf die Zugspitze.

Es gbt praktisch keinen Weg ohne Kletterei auf die Zugspitze.

Aber wenn Du unbedingt hoch willst könntest Du folgendes machen. Du gehst zuerst auf die Sonnenspitze und die Tajakante. Die liegen direkt gegenüber und von dort hat an den wahrscheinlich schönsten Blick auf die Zugspitze.

http://caterinamrenes.com/tajakante-mieminger-kette/

Wenn Du Dich dort wolhl gefühlt hast, machst Du 2 Tage später die Zugspitze durch das Höllental. Da solltest Du aber körperlich sehr fit sein für eine ausdauernde Tour mit mehr als  2000 hm Unterschied an einem Tag. Evtl. kannst Du auch wieder unterwegs übernachten. Letztes Jahr war die Hütte uf 1400 hm wegen Umbau geschlossen. Das macht aus der Zugspitzbesteigung dann eine sehr abwechslungsreiche 2 Tagestour. Vorsicht Mit Klettersteigpassage!

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