Der , die , das , ein oder eine?

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5 Antworten

Als deutscher Muttersprachler muss man die Artikel nicht extra lernen, da man sie beim Spracherwerb als Kind automatisch erlernt. Aus diesem Grund hast du davon auch im Deutschunterricht nichts gehört.

Eindeutig sind die Artikel nur beim natürlichen Geschlecht: der Mann / die Frau. Alle anderen Artikel muss ein Nicht-Muttersprachler zum Nomen dazu lernen. Ein paar Regeln gibt es hier dennoch. Einige Endungen deuten auf ein bestimmtes Geschlecht hin, aber leider nicht alle. So sind z.B. Wörter, die auf "-heit" oder "-keit" enden alle weiblich (die Gesundheit, die Krankheit, die Müdigkeit, die Heiterkeit, ....).

"ein/eine" muss ein Nicht-Muttersprachler dann aber nicht mehr gesondert lernen, da der unbestimmte Artikel aus dem bestimmten Artikel abzuleiten ist.

der Apfel / das Haus > ein Apfel / ein Haus

die Tasche / die Tasse > eine Tasche / eine Tasse

Nur weibliche Wörter haben also den unbestimmten Artikel "eine".

es gibt ein paar regeln zb  immer "die" wenn ein wort mit -ung endet (zeitung, heizung, spülung etc); monate und jahreszeiten sowie niederschläge (regen, hagel, schnee etc) sind immer männlich; alles mit -in ist weiblich (schülerin, polizistin etc); männlich sind außerdem wörter, die mit -or (motor), -ant (elefant), wörter, die mit -heit oder -keit enden sind weiblich (heiterkeit, sicherheit), die meisten wörter die mit -e enden sind auch oft weiblich (lampe, ente) es gibt natürlich auch immer ausnahmen

Hallo,

leider gibt es zum richtigen Artikel im Deutschen nur sehr wenige
Regeln. Außerdem gibt es zu jeder Regel wenigstens eine Ausnahme – Ausnahmen bestätigen die Regel!

Das Geschlecht richtet sich nach dem biologischen Geschlecht:

die Frau – die Lehrerin, die Ärztin, die Fremde, aber: das Mädchen

der Mann – der Techniker, der Lehrer, der Kater, der Fremde

weiblich (= die) sind die Endungen

- heit (Freiheit, Menschheit)

- tion (Information, Kalkulation)

- keit (Heiterkeit, Einsamkeit)

- tung / ung (Zeitung, Vermutung, Meinung, Betonung)

- t (Fahrt, Naht) aber: der Bart

- e (Zunge, Reise, Freude) aber: der Junge etc.

- schaft (Mannschaft, Bekanntschaft)

- ei (Bäckerei, Schreinerei, Bücherei)

männlich (= der) sind die Endungen

- er (Finger, Fehler) aber: das Fenster, die Leiter

- ling (Frühling, Sperling)

sächlich (= das) sind wiederum die Endungen

- chen / -lein wiederum sind Mädchen, Mäuschen, Tischlein, Entlein

chen und lein machen die Wörter klein! heißt es im Deutschen.

Das Geschlecht kann an der Bedeutung erkennbar sein:

weiblich:

- Motorradmarken (von: die Maschine) – die Harley-Davidson, die Yamaha

männlich:

- Tageszeiten – der Abend, der Vormittag, der Nachmittag aber: die Nacht

- Wochentage – der Montag, der Freitag, der Samstag

- Monate – der Mai, der Dezember

- Jahreszeiten – der Frühling, der Sommer, der Herbst und der Winter

- Himmelsrichtungen – der Norden, der Osten, der Süden, der Westen

- Wetter – der Wind, der Schnee aber: die Wolke

- alkoholische Getränke – der Wein, der Cognac aber: das Bier

- Automarken – der Audi, der BMW

sächlich:

- Farbnamen: das Blau, das Violett

(Quelle u.a.: deutschalsfremdsprache.ch)

Zusammengesetzte Hauptwörter (Nomen, Substantive, Namenwort) bekommen immer den Artikel des hinteren Wortes vorangestellt:

- der Tisch - das Tuch --------> das Tischtuch,

- das Bett - die Decke -----------> die Bettdecke

Bei ins Deutsche übernommenen Wörtern werden häufig Analogien gebildet u. ä.

Welcher Artikel richtig ist, kannst du im Duden (duden.de) nachschauen.

Auch gibt es landschaftliche Unterschiede.

Wo ich herkomme, sagt man z.B. die Fanta,

wo ich jetzt daheim bin, sagt man das Fanta.

Ein lustiger Text zum Thema Artikel im Deutschen:

spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/zwiebelfisch-der-butter-die-huhn-das-teller-a-432890.html

:-) AstridDerPu

dafür gibt es keine bestimmte regel 

das hört sich jetzt dumm an aber man hört so zu sagen auf sein bauch gefühl und schaut ob es passt und sich gut anhört

Da gibt es keine Regeln. Die Artikeln müssen auswendig gelernt werden. 

blackoutd4 23.02.2017, 17:58

Natürlich... bei sovielen Wörtern... Warum einigte man sich nicht einfach auf EINEN einzigen Artikel.. im englischen hat man es deutlich einfacher -.-

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Elizabeth2 23.02.2017, 18:03
@blackoutd4

es wurde schon mal ein Versuch gemacht mit einer neuen Kunstsprache. Hat irgendwie nicht geklappt. Die heißt Esperanto. Man wächst halt auf mit der Sprache, das nennt man dann Muttersprache.

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adabei 23.02.2017, 18:07
@blackoutd4

Weil Sprachen sich nicht so entwickeln, dass sich da ein paar schlaue Leute zusammensetzen und sich auf etwas "einigen".

Auch im Englischen hat man sich nicht sich nicht auf den Artikel "the" geeinigt. Der hat sich einfach im Lauf der Sprachgeschichte entwickelt. Sprachentwicklung geht immer in Richtung Vereinfachung. Wenn wir also noch tausend Jahre warten, gibt es im Deutschen vielleicht auch nur noch einen Artikel. Diese deutsche Sprache würden wir beiden aber wahrscheinlich gar nicht mehr verstehen, genauso wie wir kaum etwas verstehen würde, wenn heute jemand mit uns Althochdeutsch spräche.

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ralphdieter 23.02.2017, 19:36
@Elizabeth2

Hat irgendwie nicht geklappt.

Wie kommst Du nur darauf? Tippe mal "Esperanto" in Deine Suchmaschine — es gibt unglaublich viele Bücher, Lieder, Filme und Veranstaltungen in dieser Sprache!

Dass Esperanto eine Muttersprache ersetzen soll, war nie geplant. Es ist einfach eine extrem leicht zu erlernende Fremdsprache.

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