Depressive Episode und Depression, gibt es einen Unterschied?

4 Antworten

Nein, es gibt keinen Unterschied zwischen einer depressiven Episode und einer Depression. Die depressive Episode ist eine spezifizierung um was für eine Art bzw. Form der Depression es sich handelt.

Es gibt verschiedene Formen von Depressionen. Hier jene, die im internationalen Diagnoseverzeichnis ICD-10 vermerkt sind:

  • Als eine depressive Episode bezeichnet man auch die „klassische“ Depression. Meistens haben die Betroffenen selbst bis zu diesem Zeitpunkt keine Erfahrungen mit Depressionen oder diese liegen bereits länger zurück. Die Dauer einer depressiven Episode dauert im Durchschnitt 6 Monate. Bei einer Behandlung (z.B. dem Ansprechen auf ein Medikament) kürzer. Dies sagt jedoch nichts über den Einzelfall aus. Es gibt Menschen, die leiden markant länger oder kürzer an dieser Form der Depression. Nach erfolgreicher Therapie verschwinden die Symptome meist gänzlich und der Patient kann sein Leben ohne grössere Einschränkungen weiterführen. Zu einem Rückfall kommt es nicht oder nur in sehr grossen Zeitabständen.
  • Rezidivierende Depressionen sind zyklisch immer wiederkehrende depressive Episoden. Die symptomfreie Zeit zwischen diesen Schüben ist unterschiedlich lang. Im Durchschnitt beträgt sie 4-6 Jahre. Rezidivierende Depressionen sind die häufigste Form der Erkrankung. Meist wird versucht durch die kontinuierliche Einnahme von Medikamenten (vor allem Antidepressiva und Stimmungsstabilisatoren bzw. mood-stabilizers) einen Rückfall zu verhindern. Dies bedeutet folglich, dass viele Menschen mit einer rezidivierenden Depression ihr Leben lang Medikamente einnehmen müssen, also auch dann, wenn sie symptomfrei sind. Zudem soll eine intensive Psychotherapie helfen den Patienten zu stabilisieren.
  • Bei einer Dysthymie ist der Patient nie symptomfrei, anders als z.B. bei der rezidivierenden Depression. Diese Form der Erkrankung verläuft oft auf dem Niveau einer leichten Depression mit gelegentlichen Tiefschlägen. Sehr selten sind chronische Depressionen, welche über Jahre hinweg als „schwer“ eingestuft werden. Die Behandlung einer Dysthymie bzw. einer chronischen Depression gilt als schwierig (aber nicht unmöglich). Es kann sein, dass die Medikamente den Patienten auf tiefen Niveau stabilisieren, so dass wenigstens die Tiefschläge verhindert werden. Eine Remission (Beseitigung aller Symptome) erreicht die betroffene Person mittels Medikation jedoch nicht. Von einer Dysthymie spricht man in der Regel erst, wenn die Depression mindestens zwei Jahre oder länger andauert.
  • Von einer psychotischen Depression spricht man, wenn neben der depressiven Episode zusätzlich psychotische Anzeichen wie Wahnideen auftreten. Diese können sich u.a. in einem Verarmungswahn, Verschuldungswahn, Versündigungs- oder Verkleinerungswahn äussern. Beispielsweise kann jemand mit einer psychotischen Depression felsenfest von Dingen überzeugt sein (z.B. das Verschulden der Krankheit AIDS), die er unmöglich begangen haben kann (Verschuldungswahn). Durch realitätsbezogene Gespräche ist der Betroffene nicht von seinen Wahnideen abzubringen.Die Symptomatik ist oft schwerer und die Dauer der depressiven Episoden länger als bei einer Depression ohne zusätzliche wahnhafte Anzeichen. Diese schwere Form der Depression kommt äusserst selten vor.

Wie du siehst, sind 6 Monate der Durchschnittswert und absolut üblich. Eine Episode kann bis zu zwei Jahren andauern, erst dann spricht man von einer Dysthymie bzw. chronischen Depression. Das heisst jedoch nicht, dass es bei dir 2 Jahre dauern wird. In der Praxis sind 6-12 Monate absolut normal.

Mehr zu Depressionen und deren Behandlungsmöglichkeiten findest du hier: http://deprimed.de/depressionen/ (empfehlenswerter Link).

Hoffe dir ein wenig weitergeholfen zu haben...

PS: Leide seit 6 Jahren unter einer rezidivierenden Depression und Dysthymie.

Eine depressive Episode kann schon mehrere Monate andauern. Die Annahme das diese kurz ist, ist zwar nachvollziehbar, aber nicht richtig. Grade unbehandelt kann sie über ein halbes Jahr dauern.

Hier in hilfreicher Link dazu: http://flexikon.doccheck.com/de/Depression

Wenn jemand Depressionen hat, spricht man von einzelnen dpressiven Episoden. Es gibt da symptomatisch (o.ä.) keinen Unterschied, es ist lediglich eine sprachliche Differenzierung, da eine depressive Episode eben irgendwann vorbei geht, irgendwann aber wieder eine auftreten kann, so wie die Stimmung auch ohne Depressionen zu haben auf und ab geht.

Bei bipolaren Störungen wird es ja noch deutlicher, da sich depressive und manische Phasen abwechseln.

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