Depressiv und Suizidal wegen der eigenen Generation?

Support

Hallo Melaniex2004,

Deine Situation klingt für mich sehr besorgniserregend. Sprich bitte unbedingt mit einem Menschen darüber, dem Du vertraust! Das kann ein guter Freund, ein Verwandter oder zum Beispiel auch eine Vertrauensperson aus der Schule sein.

Du kannst Dich zudem jederzeit an die Telefonseelsorge wenden. Dort ist rund um die Uhr jemand erreichbar und Du hast die Möglichkeit, ein anonymes und vertrauliches Gespräch zu führen: 0800/1110111 oder 0800/1110222 (gebührenfrei aus dem deutschen Fest- und Mobilfunknetz).

Auf der Webseite der Seelsorge kannst Du auch chatten, falls Du das lieber möchtest: http://www.telefonseelsorge.de/

Das Wichtigste ist jetzt: Überstürze nichts! Tu nichts, was  Dich in Gefahr bringt und was Du nicht rückgängig machen kannst!

An den Beiträgen anderer beobachten wir, dass es vielen Menschen sehr ähnlich wie Dir geht. Du bist nicht alleine; es gibt immer einen Weg in eine bessere Situation. Oft braucht man nur jemanden, der einem hilft, ihn zu finden. Rede deshalb schnell mit jemandem über Deine Gedanken und gib niemals auf! 

Auf dieser Seite https://www.gutefrage.net/aktionen/suizid-hilfe-bei-selbstmordgedanken/ haben wir für Dich weitere wichtige Hotlines, Links und Tipps zusammengestellt.

Zögere im Notfall bitte auch nicht, den Notruf 112 zu wählen!



Viele GrüßeTed, Support1 von gutefrage

18 Antworten

Was du in erster Linie brauchst sind erstmal nicht Leute die denken wie du, sondern die tolerant sind.

Meine beste Freundin ist links eingestellt, ich selber arbeite in einer Bank. Trotzdem habe wir uns gerne und akzeptieren, dass der andere eben in manchen Themen anders denkt. Schon in der Pubertät hatten wir immer mal unsere Differenzen , den anderen aber stets geschätzt. Wir meiden auch nicht alle "Streitthemen", manchmal diskutieren wir ganz gerne miteinander, auch wenn oft jeder bei seiner Meinung bleibt. Bei vielen anderen Themen verstehen wir uns auch gut.

und werde auch dafür von Klassenkameraden erniedrigt und beleidigt.

Das Thema solltest du dringend mal in der Schule ansprechen, wende dich da mit konkreten Beispielen an deine Lehrer und Kette aus darum, dass das Thema in der Klasse angesprochen wird.

Denn wenn sie wirklich für Toleranz usw. sind, dann müssen sie sich auch dir gegenüber ordentlich verhalten. Alles andere ist nur Heuchelei und zudem evtl auch strafrechtlich problematisch.

Ich kann dir nur raten deinen Weg zu gehen, spätestens im Studium triffst du einige ähnlich denkende. Solange zur Not einfach die Zähne zusammen beißen, wenn blöde Kommentare kommen und wie gesagt wenn es zu extrem wird Hilfe suchen.

Zudem solltest du mal mit deinem Psychologen reden, dass du dich bei ihm leider nicht wirklich verstanden fühlst. Evtl kann er etwas ändern oder ein Wechsel zu jemand anderen wäre sinnvoll.

Ich wurde für meine Jobwahl auch schon angefeindet von Fremden im Internet oder auch im echten Leben, aber zum Glück persönlich nie so wirklich schlimm. Digital ist mir das einfach egal, da meist eh keine sinnvollen Argumente kommen. Wenn man nicht psychisch schon angeschlagen ist, kann man da nur leichter drüber stehen, als in deinem Fall.

Von daher hoffe ich, dass du einen Psychologen findest bei dem du dich besser aufgehoben und verstanden fühlst, damit du irgendwann deinen Weg mit gutem Gefühl gehen kannst.

Wie gesagt, spätestens im Studium wirst du einige ähnlich denkende finden.

Ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen, dass es dir wieder besser geht mit der Zeit.

Kommt auf dein Umfeld an.

Bei Suizudalität und Depressionen würd ich allerdings an erster Stelle nicht im Außen nach Antworten suchen; sprich bei der Generation, das wär glaub ich schlichtweg zu oberflächlich gedacht.

Oft hat man innerlich andere Wunden, Defizite, Bedürfnisse auf die niemand geschaut hat.

Sprich ganz offen mit deiner Therapeutin - zögere aber nicht zu wechseln, wenn ein guter Austausch nicht gelingt und du dich unverstanden fühlst.

Ich mag diese Trender auch nicht besonders, es ist vor allem oft heuchlerisch von Lifestyle-Linken, aber so ist eben der Zeitgeist. Jeder sucht in jungen Jahren nach etwas, womit er sich identifizieren kann, ist ein ganz normaler Selbstfindungs/Entwicklungsprozess. Es gab auch immer welchr, denen es nicht reingepasst hat, sich so anzupassen - und das ist auch okay.

Denkt man n bisschen anders, ist man halt erstmal oft allein. Aber du wirst schon den richtigen Leuten begegnen, spätestens wenn du studierst.

Im Grunde bist du nur für dich und deines verantwortlich.

Steh zu deinem, Kopf hoch u Nase hoch.

Was andere denken u tun ist deren Sache.

Wenn jemand frech wird, verschaff dir mit nem schlagfertigen Satz, Respekt.

Tu, womit du dich wohl fühlst.

Und schau, ob jemand gleiche Art und Geisthöhe, wie du, hat.

Man muss nicht allen gefallen.

Du bist nicht anders. Sondern die anderen sind alle gleich.

 - (Schule, Psychologie, Politik)

Also zuallererst wünsche ich dir viel Gesundheit und sehr viel Kraft! Ich kann dich vielleicht stückweit beruhigen: in der sek1 sind die meisten Schüler*innen noch Kinder im Kopf und das Verhalten bringen manche sogar noch mit ins Abitur. Ziele zu haben ist absolut was schönes! Ich finde Menschen, die Ziele haben und gewisse Interessen mitbringen, deutlich interessanter und deutlich authentischer, als Menschen, die Leute auslachen, die sich klare Ziele gesetzt haben und vor Augen haben, wie sie ihre Zukunft gestalten wollen :D

Ich rate dir stark, die Jahre über deine Zähne zusammenzubeißen. BWL ist natürlich kein leichtes Fach, aber da wirst du höchstwahrscheinlich auf Leute treffen, die dir ähnlich sind (im Kopf, nicht unbedingt mit dem Stress oder den Problemen) oder die gleichen Beweggründe fürs Studium haben wie du. Das bedeutet, dass du dich mit diesen Leuten auf einer Ebene unterhalten kannst und dich sogar im besten Fall konform fühlst.

Lenk dich definitiv mit Sachen ab! Das kann eine Serie sein, ein Buch, ein Film, ein Spaziergang, Musik, Sport (kann ich sehr stark empfehlen), beten, aktives unterhalten mit einer Person, die dir zuhört, austauschen von Problemen, Sorgen oder schönen Geschichten usw.

Ich hoffe, dass es dir schon bald besser geht und kann dir mit auf den Weg geben: eine Blume auf der Landschaft, bleibt nur eine Blume, aber eine Blume, die auf einem, ihr unbekannten Ort wächst, ist mehr als eine Blume. Damit meine ich: dass du dich nicht anpassen kannst, muss dich nicht zu einer schlechten Person machen, genau sowenig wie es die anderen zu einer schlechten Person macht. Jedoch kann es dich ganz klar besonders machen!

Merke dir: ein Baum hört nicht auf zu leben, wenn er seine Blätter verliert. Immerhin folgt nach dem Verlust mit sich bringenden Herbst, ein Frühling, der ihm neue Blätter schenkt. Damit will ich sagen: Versuch deinen Sorgen stand zu halten, denn auf jede Träne folgt ein Lächeln.

Lg

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Erstmal Hallo,

Bin 16 und kann sagen das ich linkes Gedankengut generell für Schwachsinn halte, habe auch kein Problem mit anderen. Denke nicht das dieses Problem ein generelles ist. Ich speziell bevorzuge die FDP, weil ich die kommunistische Einstellung für wenig hilfreich halte, zumindest wenn einem daran gelegen ist, dass die deutsche Wirtschaft ihre Antreiber verliert. Denke also du kannst durchaus auch anders eingestellte in deinem Alter kennenlernen. Das ist ja alles Ansichtssache.

LG lostmyAimonce

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