Depressionen, verzweifelt und kein Arzt der hilft, was tun?

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7 Antworten

Wenn du Suizidgedanken hast, solltest du dich im Notfall an diese Nummer wenden:
0800 - 111 0 111

Darüber hinaus besteht natürlich die Möglichkeit dich selbst stationär in eine psychiatrische Klinik einweisen zu lassen, wenn du den Verdacht hast, dass deine Suizidgedanken schlimmer werden.

Mittelfristig solltest du auf jeden Fall den Termin beim Psychiater anpeilen.

Langfristig denke ich, wäre eine stationäre Reha nötig um zu sehen woher deine Depressionen kommen.

Ich habe einige Menschen in meiner Familie die phasenweise an Depressionen leiden und es ist wirklich sehr schwer. Im Prinzip geht es gar nicht ohne regelmässige, psychiatrische Betreuung und jeder von denen war auch schon stationär in Behandlung bzw. auf Reha.

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"Niemand darf was erfahren, ich will nicht krank geschrieben werden oder irgendwie meine Mutter mit einweihen in diese Gedanken!"

Wenn du so weitermachst, wird es garantiert nicht besser. Vielleicht führen genau solche Gedankenmuster zur Depression. Einzelheiten muss deine Mutter ja nicht wissen.

Geh auch dann zum Psychiater, wenn du denkst dass es nicht mehr nötig ist. Wahrscheinlich brauchst du auch Medikamente. Eine langfristige Änderung deiner Denkmuster und damit deines Verhaltens ist ebenfalls unabdingbar (wofür du wiederum den Psychiater brauchst).

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Kommentar von rescuemod
08.02.2017, 22:28

Auf der Arbeit gibt es viel zu tun, und ich weiß dass ich wieder Ärger bekomme wenn ich mich krank schreiben lasse und vergesse Informationen weiterzugeben bzw. ungeliebte Arbeiten abzutreten. Das hab ich schon oft genug nach Urlauben gehabt :/

Die letzten male wo ich so eine Depression hatte, habe ich auch auf einen Psychiater-Termin lange warten müssen. Und als der Termin dann anstand war ich schon wieder total happy, übereifrig, hab viel unternommen. Und an die Gedanken von "damals" konnte ich mich nicht im entferntesten erinnern - und so hab ich den Termin abgesagt.

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Depressionen gehen mit Lethargie einher, der Unfähigkeit mit deinem Alltag klar zu kommen. Was du beschreibst klingt nach Burn-Out, und ja auch das kann mit Depressionen einhergehen. 

Ruf bei der Telefonseelsorge an, such dir einen anderen Hausarzt, vorallem ältere "Semester" neigen dazu sowas zu unterschätzen. 

Fakt ist, Depressionen häufen sich und Fakt ist auch das seit die Diagnostizierten Depressionen sich mehren die Suzidrate gesunken ist.

Mach nichts unüberlegtes. Wenn dir keiner Helfen will ruf den Notarzt. Nicht die eleganteste Lösung, aber im Zweifel rettet sie dir noch das Leben.

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bei welchen ärzten warst du denn schon?

spreche mal mit deinem hausarzt was er meint mit einer Psychotherapie. ich weiss, die wartelisten sind oft sehr lange. aber es gäbe auch die möglichkeit  psychisch funktionelle ergotherapie verschrieben zu bekommen. dort ist die wartezeit meist nicht ganz so lange und die therapie dort ist gut, nach meiner Erfahrung.

über deinen hausarzt bekommst du ein rezept mit 10x und dieses kannst du 3-4x wiederholen.

wäre vielelicht ein versuch wert.

im netz kannst du nach Adressen suchen und mal anfragen wie die wartezeit in den ergopraxen sind.

alles gute!

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Kommentar von rescuemod
08.02.2017, 22:22

Zuerst bei einer Neurologin wegen meinem ADHS. Schon da wurden die Depressionen "entdeckt". Davor aber schon bei 2-3 Psychologen.

Meist such ich diese auf wenn es mir wie jetzt dreckig geht. Aber dann muss man sich um einiges kümmern oder die Wartezeit geht über 3-8 Wochen. Und da bin ich da irgendwie wieder happy und hab das alles vergessen :o

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Ruf nochmal deinen Psychiater an. Erzähl ihm, dass du häufiger starke Suizid Gedanken hast. 

Hol dir in der Apotheke hochdosiertes Johanniskraut und nimm das bis deine Therapie beginnt. 

Und rede mit deiner Mutter. Spätestens, wenn du bei dem Arzt warst, bekommt die das mit. 

PS: Überall wo ein Berg runter geht, geht auch wieder einer rauf. Gute Besserung.

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Kannst du nicht noch bei ein paar anderen Psychiatern anrufen? Vielleicht kriegst du bei einem anderen einen früheren Termin, notfalls in einer anderen Stadt.

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Also erstens, eine Depression geht nicht "einfach so" vorbei. ^^ Du solltest dich bei mehreren Psychologen melden und sobald einer einen freien Therapie Platz hat, solltest du den auch wahrnehmen. Ich leide seit 11 Jahren unter einer chronischen Depression, ich weiß wovon ich rede. Irgendwann, wenn man keine Hilfe erhält, wird man sich vor Verzweiflung das Leben nehmen, ich war schon oft davor. Und hoffentlich bekomme ich demnächst eine Zustimmung von der Krankenkasse, damit ich einen Psychologen aufsuchen kann. AN ALLE DIE DEPRESSIV SIND, VIEL GLÜCK!!!

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Kommentar von rescuemod
08.02.2017, 22:24

Auch wenn sie nicht "einfach so" vorbei gehen, habe ich dennoch das Gefühl, dass bis ich Arzttermine bekomme (meist mehrere Wochen Wartezeit) ich schon gar nicht mehr depressiv bin. Ganz im Gegenteil, ich bin happy, übereifrig, plötzlich wieder total sportlich und gehe meinen Hobbys nach als ob nie was gewesen wäre.

Und natürlich streite ich alle Selbstmordgedanken zu diesen Zeiten ab...

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