Depressionen und ich Ritze mich Hilfe.?

7 Antworten

Hallo Jenigizan,

grundsätzlich ist es so, dass Depressionen ärztlich behandelt werden sollten. Wenn bei Dir der Eindruck entstanden ist, eine Therapie bringe nichts, dann man das daran liegen, dass sich in einer Therapie Fortschritte oft nur sehr langsam einstellen. Es ist also Durchhalten angesagt! Es gibt eben bei der Behandlung von Depressionen keine schnellen Lösungen. Hast Du auch schon einmal über eine medikamentöse Behandlung nachgedacht. Du könntest Dich bei Deinem Hausarzt oder einem Facharzt darüber beraten lassen.

Bei Depressionen gibt es eine Menge an Möglichkeiten, was man - neben der ärztlichen Behandlung - selbst dagegen unternehmen kann. Eine davon ist z.B. körperliche Bewegung. Die moderne Medizin hat z. B. erkannt, dass Sport ein sehr wirkungsvolles und nicht zu unterschätzendes Mittel gegen Depressionen sein kann. Verschiedene Untersuchungen, die sich mit der Wirkung von sportlicher Betätigung auf Depressionen befassen, haben erstaunliches zutage gefördert: Regelmäßig und ausdauernd Sport zu betreiben, hat eine ähnliche stimmungsaufhellende Wirkung wie die Behandlung mit Antidepressiva.

Auch wenn es Dir anfangs möglicherweise schwer fallen mag, Deinen Körper in Bewegung zu setzen, wirst Du nach einiger Zeit erstaunt sein, welche Wirkung diese einfache Maßnahme auf Deine psychische Verfassung hat. Einige Forscher sind sogar der Meinung, dass Sport eine echte Alternative zur Behandlung mit Psychopharmaka darstellt. Das gilt vor allem bei leichten bis mittelschweren Depressionen.

Doch selbst bei schweren Depressionen gilt Sport als ausgezeichnetes Mittel zur unterstützenden Behandlung. Dieser große Erfolg ist zum Teil darauf zurückzuführen, das Ausdauersport zur vermehrten Ausschüttung von sogenannten Endorphinen führt. Diese Stoffe erzeugen Glücksgefühle und dämpfen Angstgefühle. Bei sehr schweren Depressionen kommt man allerdings nicht umhin, Antidepressiva zu nehmen. Diese wirken stimmungsaufhellend, antriebssteigernd und auch angstlösend.

Experten empfehlen neben der Medikamententherapie auch eine psychotherapeutische Begleitung. Bei der Therapie geht es darum, negative Denkmuster und innere Einstellungen zu verändern. Es ist also wichtig, sich auch in ärztliche Behandlung zu begeben und nicht zu meinen, dass allein der Sport dazu verhilft, wieder gesund zu werden. Was aber könntest Du noch tun, um gegen Deine Depressionen anzugehen?

Ganz wichtig ist es gerade jetzt, dass Du nachsichtig und geduldig mit Dir selbst bist. Mach Dir immer wieder klar, dass es eben Zeit braucht, aus Deinem Tief wieder herauszukommen und dass eine Depression nicht ewig dauert. Du kannst sie überwinden und wieder völlig gesund werden! Vergiss das nie!

Da die Depression vorübergehend Deine Leistungsfähigkeit hemmt, solltest Du Dir auch nie zu viel an einem Tag vornehmen. Lerne es, immer nur kleine Aktivitäten durchzuführen und belohne Dich , wenn Du sie geschafft hast. Das versetzt Dich in eine positivere Stimmungslage. Ja, Erfolge, wenn anfangs auch nur sehr gering, können ein erster Hoffnungsstrahl sein. Auch wenn Dir oft danach zumute ist: Lasse Dich nicht einfach hängen, indem Du Dich in Dein Mauseloch verkriechst. Das macht es letztendlich nur noch schlimmer. Werde aktiv, auch wenn es Dich große Überwindung kostet! Und wenn Du es geschafft hast, dann sei stolz auf Dich!

Wenn man eine Depression hat, dann saugt man negative Gedanken quasi wie ein Staubsauger in sich auf. Außerdem drehen sich Deine Gedanken wahrscheinlich ständig um Deine eigene schlimme Situation und immer wieder kommt Dir Negatives in den Sinn. Was könntest Du gegen die Negativspirale tun, in der Du gefangen bist? Versuche doch einmal ganz bewusst über Folgendes nachzudenken: Gibt es etwas in Deinem Leben, wofür Du dankbar sein kannst? Welche Menschen sind für Dich da und lieben Dich? Gibt es weitere Menschen, die Dir helfen könnten? Gibt es etwas, was Dir guttun würde, um Dich für eine gewisse Zeit von Deinen negativen Gedanken abzulenken?

Wie Du ja selbst weißt, ist man bei einer Depression oft total am Boden. Dann ist man für jedes tröstende Wort sehr dankbar, nicht wahr? Ich habe festgestellt, dass die Bibel sehr viele trostreiche Gedanken enthält, die einen wieder aufrichten können. Ich weiß zwar nicht, ob Du an Gott glaubst, doch er verspricht gerade den Niedergedrückten folgendes: "Der Herr ist denen nahe, die verzweifelt sind, und rettet jeden, der alle Hoffnung verloren hat.  Zwar bleiben auch dem, der treu zu Gott steht, Schmerz und Leid nicht erspart; doch aus allem befreit ihn der Herr! " (Psalm 34:19, Hoffnung für alle). Auch wenn Gott Deine Depressionen nicht durch ein Wunder heilt, sichert er Dir hier zu, dass er Dir nahe sein und Dir helfen kann. Wichtig ist es aber, dass Du Dich ihm zuwendest.

Du siehst also, dass man eine ganze Menge gegen Depressionen unternehmen kann. Gib daher nicht auf und kämpfe weiter! Und nimm auch alle Hilfen an, die Dir zur Verfügung stehen. Dabei kann ein Gespräch mit einer mitfühlenden Person sehr wirksam und heilsam sein.

Ich wünsche Dir, dass es Dir gelingt, mit Deinen Depressionen immer besser fertig zu werden und sie eines Tages sogar ganz zu überwinden! Alles Gute und viel Kraft!

LG Philipp

Niemand ist es wert sich deswegen zu verletzen. Ein anderer Psychologe wäre sinnvoll. Ggf ein Psychiater. Solltest deinem Hausarzt die Ritzspuren zeigen und sagen, dass es dir sehr schlecht geht und dass man dich ggf in eine Psychiatrie schickt. Du brauchst nämlich Hilfe. Und zufrieden mit sich und seinem Leben ..im weitgehendsten Sinne zu sein, ist Das Wichtigste. So klappt das leider nicht.

Das Problem ist ich weiß nicht wieso aber ich ich will in keine Psychiatrie ich hab Angst davor..

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@Jennigizan

Mir gehts genauso. Allerdings lohnt es sich nicht sich für jemanden zuverletzen. Überleg auch mal was das für die jeweilige Person für ein Gefühl sein muss. Wegen dem Ritzen naja ich kenn die gründe von dir nicht und selbst wenn wäre ich wohl die falsche person um dich zu beraten. Wie wärs wenn du auf Ersatzskills umsteigst. Mit einem Gummiband aufs Handgelenk schnalzen, Linien malen statts zu ritzen, etwas scharfes essen, in ein Kissen schlagen oder etwas weiches. Würde dir auch raten eine Art Tagebuch zuführen. Immer wenn du das verlangen spürst dich selbst zuverletzen schreibst du stattdesen auf was du fühlst, wieso weshalb. Sag einer Therapeutin doch das du das gefühl hast das das nichts bringt . Vielleicht helfen auch 2 Termine pro woche oder so. Wiegesagt ich bin für ne Beratung eher die falsche Person da es bei mir in genau so eine richtung geht.

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DarkSoul3004 sagt da echt was Wahres. Also probier Mal andere Möglichkeiten..wie 2 Termine pro Woche

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Hast Borderline. Google das mal. Da stehen auch gute Tipps dagegen. Ja geh kn eine sogenannte „Tagesklinik“. Kann aus Erfahrung raus sagen, das hilft enorm. Mehr als du denkst. (Bei mir zumindest.) und dein Leben ist nicht sinnlos. :) Lass dich nicht unterkriegen von so spassten, der richtige kommt boch. :)

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