Depressionen, SVV und Hilfe holen?

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9 Antworten

Hallo PiaFabienne,

wie wäre es denn, wenn Du erst einmal zu jemandem gehst, zu dem Du Vertrauen hast? Das könnten Deine Eltern, ein Verwandter oder ein lieber Freund sein. Bedenke: Einer der wichtigsten Schritte im Kampf gegen Depressionen ist, dass Du mit jemandem darüber sprichst! Ich meine, Gespräche auch außerhalb einer Therapie. Warum ist das so wichtig? Nun, niemand kann wissen, wie es in Deinem Herzen aussieht, wenn Du nicht aus Dir herausgehst und Dich jemandem mitteilst. Außerdem ist es ein Heilungsprozess, Gefühle in Worte zu kleiden, denn allein über Deine schmerzlichen Erfahrungen zu reden, kann Deinem Herzen Erleichterung bringen. Wenn Du jedoch Deine Gefühle in Dich einschließt und unterdrückst, dann leistest Du Deinen Depressionen nur Vorschub. Doch ist hier auch ein Wort zu Vorsicht angebracht: Überlege Dir ganz genau, wem gegenüber Du Dich öffnen willst. Es sollte sich auf jeden Fall um eine vertrauenswürdige, mitfühlende und verständnisvolle Person handeln, die selbst stark genug ist, Dir wirklich beizustehen.

Ein weiterer Schritt ist, dass Du Deinen eigenen Wert erkennst. Mangelndes Selbstwertgefühl spielt bei Depressionen nämlich eine entscheidende Rolle. Oft ist dieses aufgrund von körperlicher oder psychischer Misshandlung in der Kindheit entstanden. Auch wenn frühere negative Erlebnisse bei Dir emotionelle Narben hinterlassen haben, solltest Du daran denken, dass dies nichts an Deinem Wert als Mensch ändert. Daher solltest Du Dich um eine ausgeglichene Ansicht über Deinen wahren Wert als Person bemühen.

Es kann allerdings etwas geben, dass Dir immer wieder Dein Selbstwertgefühl raubt, wenn Du Dich nämlich wegen jedes kleinen Fehlers selbst zerfleischt. Wenn es auch Dir so ergeht, dann denke daran, dass eine solche unvernünftige Fehlersuche Deine Selbstachtung in einem erheblichen Ausmaß untergräbt. Vergiss nicht: Wir alle haben unsere Fehler und Schwächen. Doch wir haben auch Stärken. Statt sich auf eine penible Fehlersuche zu begeben, sollte man lieber an das denken, was man besonders gut kann. Vielleicht setzt Du Dich einfach mal hin und schreibst all die Stärken und positiven Eigenschaften auf, die Du an Dir entdeckst.

Es gibt noch etwas, das zu einem mangelnden Selbstwertgefühl beitragen kann. Es könnte die übertriebene Sorge sein, von anderen anerkannt zu werden und die Angst vor Ablehnung. Es mag sein, dass in der Vergangenheit Menschen zu Dir unfreundlich und gefühllos waren. Denke jedoch daran, dass Dein wahrer Wert nicht daran gemessen wird, ob Dich andere mögen oder nicht.

Depressionen können manchmal sehr schlimm und anhaltend sein und man hat das Gefühl, sie würden nie enden und es sei unmöglich, sie jemals zu überwinden. Bedenke jedoch, dass keine Situation hoffnungslos ist! Ich selbst kenne jemanden, der eine sehr lange depressive Phase durchmachte, sich seine Situation sich dann jedoch in relativ kurzer Zeit erheblich besserte, weil er ein anderes Medikament bekam, dass wesentlich besser half, als das alte. Ärzte sagen, dass Depressionen gut behandelbar sind und oftmals sogar wieder völlig heilen können.

Da ist noch ein Aspekt, den Du nicht unbeachtet lassen solltest: Es gibt jemanden, dem Du nicht gleichgültig bist und der Dir auf eine Weise helfen kann, zu der kein menschlicher Ratgeber, Helfer oder Arzt in der Lage ist. Ja, ich spreche von Gott. Ich möchte Dir hier zwar keine Predigt halten, doch finden sich in der Bibel trostreiche Aussagen, die Dir vielleicht Mut machen . Sie zeigen, dass Gott ein unvergleichlicher Helfer und Tröster sein kann. Hier sind einige Texte, die mir besonders gut gefallen:"Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir. Blicke nicht gespannt umher, denn ich bin dein Gott. Ich will dich stärken. Ich will dir wirklich helfen. Ja, ich will dich festhalten mit meiner Rechten der Gerechtigkeit" (Jesaja 41:10). Ich weiß ja nicht, ob Du überhaupt an Gott glaubst, doch viele, die mit Depressionen zu kämpfen haben, hat ein enges, persönliches Verhältnis zu Gott sehr geholfen, damit fertig zu werden.

Ich wünsche Dir, dass Du die Hilfen findest, die Du brauchst, um Deine Depression zu überwinden und wieder Freude an Deinem Leben findest! Glaub mir, die Mühe lohnt sich!

LG Philipp

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Kommentar von Philipp59
04.12.2016, 05:32

Vielen Dank für den Stern!

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Überwinde deine Angst, sie ist vollkommen unbegründet. Ich war mal für 1 Tag bei meiner Tante (Diplompsychologin) in der Psychiatrie. Das hat auf mich so gewirkt, wie eine Kinderfreizeit. Nur, dass der Tag komplett durchstrukturiert ist, die "Kinder" Erwachsene/Jugendliche (je nach Klinik) & die Teamer Psychologen sind.

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als erstes mal gut das du weist das du hilfe brauchst. Psychologen haben sehr viele patienten mit dem gleichen problem. Sie stecken dich auch nicht einfach in die psychiatrie. Dafür musst du eine gefahr für andere sein also so etwas sagen wie :" ich werde morgen den und den schlagen " oder "ich will mich morgen umbringen" . Wenn so etwas nicht vorkommt, macht er da normalerweise nichts. Unter 18 brauchst du für längeren psychiatrie aufenthalt sowieso die elterneinverständnis. Geh zum psychologen die beißen nicht. Die wollen dir nur helfen.

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Hallo, es ist kein spaßiges Thema und man sollte es Ernst nehmen.

Du musst nicht unbedingt in Therapie gehen aber Fakt ist nun mal dort können dir Experten und geschultes Personal helfen damit aufzuhören -> das du dich besser fühlst. Es muss dir auch nicht peinlich sein. Manchmal reicht es auch mit einer Person z.B jemand aus dem Freundeskreis dein Problem zu erläutern und diese/r dir dann hilft oder jemanden aus der Familie. Ich hoffe ich konnte dir helfen, viel Glück wünsche ich dir.

Mfg WirRegeln

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du musst in eine psychatrie erstmal. wenn es dir danach besser geht kannst weiterleben ansonsten kannst auch ewig dort bleiben! hast kein schulstress mehr usw

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Das nicht viel von Psychologen hält kann ich gut verstehen , habe selber meine Erfahrungen damit gemacht aber irgedeinen musst du dich anvertrauen . 

Du musst unbedingt über deine Ängste mit jemandem reden sonst stürzt du wirklich ganz ab . 

Ich wünsche dir das du den Mut findest dich jemanden zu öffnen . Es nicht einfach , ich weiß . Aber deine einzige Chance um nicht in den suizid zu geraden . 

LG Luci 

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Hallo. bis auf das Ritzen bzw. Schneiden kommt mir das selbst sehr bekannt vor.

Du mußt aber zu jemanden gehen der dir weiterhelfen kann. Und wenn die Erfahrung mit dem letzten Psychologen/Psychotherapeut blöd war , dann ist er nicht der richtige gewesen.

Niemand wird dich sofort irgendwo Einweisen wollen., aber das es ohne Hilfe nicht geht hast du zum Glück erkannt.

Ich habe mich damals selbst Eingewiesen, sonst würde ich dir heute nicht schreiben können.

Es gibt im Netz auch diverse Anlaufstellen an die du dich wenden kannst.

Das erspart dir auf dauer keine Therapie, könnte aber vielleicht im ersten Moment helfen.

Wenn du sonst noch etwas darüber wissen möchtest, kannst du dich sehr gerne melden.

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Dass du nicht mehr zum Psychologen willst kann ich verstehen. Ich werde da auch niemals hingehen egal wie oft mir das gesagt wird. Wenn du willst, können wir mal privat schreiben. ^^ Du bist nicht allein.

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Du bist genau dort wo ich vor 2 Jahren war. Ich verstehe das verdammt gut. Ich wurde auch zu einem Psychologen geschickt, obwohl ich nicht wollte, aber es hat mir geholfen. Das muss es aber nicht.

Mir ist etwas anderes passiert; eine Person ist in mein Leben gekommen die alles verändert hat, und ich bin jetzt wieder glücklich, verletze mich nicht mehr. Halt bitte durch, es wird immer etwas geben, was dir wieder hilft. Ich spreche aus erfahrung. Wenn du willst können wir skypen oder schreiben, sag einfach bescheid.

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