Depressionen, Selbstmord etc?

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Support

Liebe Arieza2004,

Du solltest Dir zusätzlich zu der Hilfe hier auf unserer Plattform auch noch Hilfe von außen holen. Es ist wichtig, eine Vertrauensperson zu haben, mit der man auch „in real“ darüber sprechen kann. Scheue Dich also nicht, nach noch weiterer Unterstützung zu fragen. Das kann ein guter Freund, ein Verwandter oder auch eine Vertrauensperson sein.

Überregional kannst Du Dich immer auch an die Telefonseelsorge unter 0800-1110111 oder 0800-1110222 oder im Chat auf www.telefonseelsorge.de wenden.

Oder schau mal hier (dort gibt es auch extra eine Kinder- und Jugend-Rufnummer): http://www.nummergegenkummer.de

Alles Gute,

Klaus vom gutefrage.net-Support

9 Antworten

Oh das kenne ich gut. Mir ist es nicht in der Schule, sondern im Studium passiert. Leide mittlerweile seit 5 Jahren unter Depressionen, langsam wird es ein wenig erträglicher. Ich kann dir nur schildern, wie sich alles bei mir abgespielt hat.

  1. Medikamente. Ich bin ein sehr rational denkender Mensch. Ich konnte mir nicht vorstellen, wie eine Psychotherapie wirken sollte. Damals kanne ich den Unterschied zwischen einer richtigen Psychotherapie und einer oberflächlichen Psychotherapie noch nicht, dazu aber später. Kurzum, ich nahm aufgrund meiner schweren Depressionen zuerst Medikamente ein. Bald kam langsam die Ernüchterung. Das Medikament, welches mir zuerst gegeben wurde wirkte nicht, dass zweite auch nicht, dass dritte auch nicht usw. Jedes Mal eine neue Hoffnung, die entäuscht wurde. Ich habe sage und schreibe 14 Antidepressiva durchprobiert bis ich eines fand, dass mich wenigstens ansatzweise stabilisierte. Gut gehts mir damit immer noch nicht, aber besser. Das mit dem durchprobieren ist so ne Sache. Immer hat man am Anfang starke Nebenwirkungen und muss 4-6 Wochen warten bis man weiss, ob es was taugt. Das reinste Geduldspiel.
  2. EKT. Eine Elektro-Krampf-Therapie, kurz EKT wurde bei mir nach ca. 3.5 Jahren der Erkrankung gemacht. Ich galt als therapieresistent (nicht ansprechend auf diverse Psychopharmaka). Ich hatte grosse Hoffnungen auf die EKT, da man sagt, dass es das effektivste Mittel gegen Depressionen ist, das es gibt. Leider half auch EKT bei mir nichts. Das Ausprobieren mit all den Medikamenten ging weiter (bis ich eines fand, welches wenigstens ansatzweise half).
  3. Psychotherapie. Ich sagte mir damals, ich werde alles tun um diese Krankheit zu besiegen. Ich ging also in eine Psychotherapie zu einer Therapeutin, die auf Depressionen spezialisiert ist. Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt schon alles probiert, also blieb mir keine andere Wahl. Bald bemerkte ich den Unterschied zwischen einer Psychotherapie und dem oberflächlichem Gequatsche in anderen Therapien. Ich entschied mich also meine Psychoanalyse weiter zu machen. Ich verstehe heute immer noch nicht wie eine Psychoanalyse funktioniert, doch es hat mir sehr geholfen. Erste Veränderungen spürte ich nach ca. 1 Jahr. Nach ca. 2 Jahren bemerkte ich eine langsame Zustandsverbesserung.

Die Psychotherapie mache ich weiter, auch das Medikament das mich ansatzweise stabilisiert nehme ich weiter. So hoffe ich meinen Weg trotz allen steinigen Passagen weitermachen zu können.

Hallo Arieza2004,

Ich weiß genau, was du durchmachst und ich weiß, wie hart es ist. Ich kann dir aber versprechen, wenn du bereit bist zu kämpfen und an dir zu arbeiten, wirst du jeden Tag dankbar dafür sein, dich nicht umgebracht zu haben.. :)

Ich bekam mit 19 wegen Schlafstörungen, Millionen von unnötigen und negativen Gedanken und extremer Launenhaftigkeit, Antidepressiva und Schlaftabletten. Außerdem erzählte mir der Arzt, dass das unheilbar ist und ich mein restliches Leben immer mal wieder das Zeug brauch. Diese Medikamente waren erst der Grund, dass ich tatsächlich "krank" wurde mit Suizidgedanken usw. (Wie blöd, dass ich die Nebenwirkungen erst zu spät gelesen hab..) xD

Da mir die Tabletten sowieso nicht guttaten habe ich sehr viel im Internet gelesen, um da eine Lösung zu finden. Mein Wunsch war es, endlich glücklich zu werden.. Und diesen habe ich mir vor 2 Jahren selbst erfüllt. 

Es sind einige ganz wichtige Regeln dabei. Wenn du lernst, jeden Tag gut zu dir zu sein und dich zu lieben, auch mit "Fehlern" & wenn du verstehst, dass dein Hirn in Lage ist, sich sowohl positive, als auch negative Gedankenmuster anzueignen, wird sich deine Sichtweise von allem komplett verändern und du wirst merken, wie viele Wunder und Geschenke dir das Leben jeden Tag zu bieten hat. 

Ich bin mir sicher, du wirst sehr viel im Internet finden, wenn du mal schaust. Lass das Wort Depression am besten weg und such eher nach Dingen, die dein Leben positiv verändern können. Zb. Wege zum Glück, Arbeit mit dem inneren Kind, warum verzeihen wichtig ist, Selbstliebe, Selbstbewusstsein stärken usw.. schau am besten im youtube und versuche dort auch mal eine Hypnose aus. Bei mir war es das, das Wunder bewirkt hat.. :) 

Ich war am Anfang so begeistert, dass ich es nicht fassen konnte. Jeden Tag ging es mir besser und besser und ich fing an, nur noch das gute in Allem zu sehen. Ich bin für jede Kleinigkeit dankbar und spreche das Danke aus.. seit dem hat es nie aufgehört. Es wächst und wächst.. 

Ich drücke dir die Daumen und wünsche dir viel Kraft. Glaub mir, wenn du da erst mal draußen bist, bist du 100000 mal stärker als die meisten Leute :)

Ich weiß, dass was ich jetzt sage ist vielleicht keine Hilfreiche Antwort, aber selbst wenn du jetzt denkst das alles aussichtslos erscheint, du keine Lust mehr am Leben hast und der Außenseiter bist, halte durch! Lass das los was dich runterzieht und such dir Menschen die dich so mögen wie du bist. Änder deine Einstellung, klar manchmal erscheint alles negativ aber das gute kommt meistens ohne das du es suchst, es erwartest oder eindringlich darauf hoffst, es passiert einfach ganz plötzlich! Und wer weiß vielleicht bist du in ein paar Jahren glücklich verheiratet hast Kinder oder bist schwanger und hast einen Job! Und hey wiederhol halt die Klasse klar jetzt denkst du dir nee nich noch ein Jahr an dieser Schule aber manchmal hilft das...du machst das jahr nochmal, findest in deiner neuen Klasse vielleicht sogar Freunde, schreibst Bewerbungen und hast dann in 2 Jahren einen guten Job. Und wenn die Schule zu viele schlechte Erinnerungen für dich verbirgt mach dein letztes Jahr an einer ander anderen Schule nochmal...! Wie alt bist du denn und so...?

Ich bin 17, und diese Schule kann man nicht wiederholen (Berufschule, das ist ein neues System). Ich kann auch nicht an einer anderen Schule weiter machen, da es ebenfalls nicht möglich ist. Aber danke für deine Antwort:)

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Das is blöd aber das mit deiner besten Freundin versteh ich... hab meine vor nem 3/4 Jahr verloren bin also auch ziemlich allein

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Du brauchst dringend Psychologische Hilfe!!!

Ich weiß was Du durchmachst, ich bin von Geburt an Depressiv und habe zusätzlich noch eine mittelschwere Depression bekommen nach meiner ersten Ausbildung.

In der Schule konnte ich mich gut halten weil ich schriftlich gut war, aber ich war wie Du viel zu Still.

Ich wollte mich auch nicht an Psychotherapie wenden, aber nach über einem Jahr wo ich nur noch die Wand angeschaut habe und von der Umwelt gar nichts mehr mitbekommen habe, bin ich zwangseingeliefert worden. Es war wirklich extrem zu der Zeit.

Anfangs hatte ich da auch Probleme, denn ich konnte mit dem Programm nichts anfangen und ich wollte nicht als verrückt abgestepelt werden.

Nachdem ich dann von anderen gehört habe, wie es Ihnen ging konnte ich mich teilweise öffnen, (denn von dem meisten Leuten werde ich eh keine mehr wieder sehen.)

In Gesprächen fand ich einen Teil meines Problems und konnte lernen damit umzugehen, damit ich wieder in den Alltag konnte und mir eine neue Perspecktive schaffen.

Leider habe ich die Therapie zu früh aufgegeben, sodass ich mich jetzt wieder Problemee habe, aber es nicht mehr so extrem werden lasse und mich jetzt wieder in Therapie begebe.

Da das hier für sowas sehr öffendlich ist, kannst Du mir gerne auch direkt schreiben!

Was sagt denn der Arzt oder Therapeut der die Depression diagnostiziert hat dazu?

Ich würde in einem solchen Fall zur Klinik raten.

Ich möchte mal behaupten, mich mit Depressionen auszukennen. Ich kann das sehr gut nachvollziehen, was du durchmachst, auch wenn ich zugeben muss, dass ich noch nie wirklich ein Außenseiter war oder mich wirklich "alle" gehasst haben.

Bei mir haben die Depressionen so richtig angefangen, als meine Tagesmutter gegangen ist. Ich konnte mich mit ihr so verdammt gut unterhalten, es war einfach jedes mal eine Erlösung, ich hatte jemanden, der für mich da war, wenn ich mich elend fühlte etc.

Als ich 14 wurde hat das Jugendamt sie nicht mehr bezahlt. Seit dem habe ih mit Depressionen zu kämpfen, traue mich aber auch nicht, sie anzurufen oder zu besuchen.

Aus deinem Text kann ich nicht wirklich herauslesen, worin genau die Ursache deiner Depressionen liegt.

Wie lange sind sie schon da? Worin siehst du selbst die Ursache? Was genau hättest du gerne anders?

All die Antworten auf diese Fragen fehlen mir, um dir wirklich weiterhelfen zu können.

Professionelle Hilfe würde ich dir im Gegensatz zu vielen anderen nicht raten. Ich habe zwar selbst noch nie welche genommen, aber ich bin der Meinung, dass es anders viel besser geht...

Für mich stellt sich die Frage: Was genau hast du nach der Schule vor?

Wenn ich auf all diese Fragen eine Antwort hätte, könnte ich dir vllt besser helfen.

Ich muss zugeben, ich bin nie ganz fertig mit meinen Depressionen geworden. aber die werden besser, seit ich mit einer Freundin aus dem Internet geschrieben habe und wieder die Hoffnung auf eine beste Freundin gehabt habe.

Bei mir kamen die Depressionen größtenteils daher, dass ich niemanden hatte, der etwas mit mir unternehmen wollte. Also niemanden, der nicht so oberflächlich ist. Niemand, der sich auf verrückte Dinge einlassen würde.

Eine Freundin aus dem Internet hat mir zumindest die Hoffnung darauf gegeben, auch, wenn nie etwas daraus geworden ist...

Aber es hat mir geholfen. Ehrlich.

Du musst beachten, dass all das nur meine Erfahrungen sind, dass ich dich gar nicht richtig kenne bzw einschätzen kann.

Aber ja...vllt antwortest du ja in den Kommentaren auf meine Fragen...und vllt kann ich dir dann etwas besser helfen...oder zumindest verstehen...

LG

Zeitreisende123

Zu Selbstmord würde ich dir allerdings nicht raten. Ich habe oft selbst daran gedacht...aber weißt du...

Uns kann noch so verdammt viel im Leben passieren, es kann sich noch so viel ändern...will man die Chance verpassen, dass sich vllt etwas ändert?

Ich habe mir jedes Mal wieder klar gemacht, dass es besser ist, weiterzuleben, als sich umzubringen, allein aus dem Grund heraus, dass die Wahrscheinlichkeit existiert, dass es wieder besser wird.

Ich würde es niemals wagen, diese Hoffnung zu erlischen...

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Ich kann es selber nicht beschreiben diese Leere in mir. Ich habe keine Freunde mit denen ich etwas machen kann, ich habe vor einem halben Jahr meine beste freundin verloren, einfach weil sie ersatz gefunden hat. Das hat mich dann nochmal so richtig runter gezogen. Ich wünschte auch Internetfreundschaften zu haben, nur ich weiß nicht wie ich das anstellen sollte. Ich werde früher oder später sowieso nur wieder alleine gelassen.

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@Arieza2004

...ich weiß nicht...Internetfreundschaften sind sws oft nicht sehr beständig...aber selbst wenn sie nicht lange hält, tut es gut, jemanden zu haben, mit dem man immer aktuell über seine Probleme reden kann, finde ich...welche zu finden ist gar nicht so schwierig, wie du vllt denkst...

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ist organisch alles abgeklärt? blutwerte? lass deinen eisenwert (ferritinwert), vitamin D, B12, zink ... testen.

zuwenig eisen und vitamin D begünstigen Depression.

was sind das für narben? verletzt du dich selber?  bist du momentan in einer Therapie? wenn nein, dann wäre das die erste massnahme für dich, nach einer therapeutin zu suchen.

Richtig. Ein zu niedriger Eisenwert begünstigt die Depressionen. Aber selbst wenn sie/er mehr Eisen zu sich nimmt, wird das die Depressionen sicherlich nicht einfach wegzaubern, da ihre Ursache eigentlich immer viel tiefgründiger ist als einfach nur Eisenmangel.

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Narben von Selbstverletzung, Ich war in Therapie, doch das hat nichts gebracht da ich zu negativ denke.

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Jesus spricht: "Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken." (Matthäus 11,28)

Jesus wird dir helfen, wenn du ihm nachfolgst und dich ihm anvertraust. Er kann dich trösten und dir die Freude zum Leben geben.

Rede mit deinen Nächsten. Erzähle Ihnen Alles, was dich bedrückt. Vor allem gib nicht auf! Ich wünsche dir viel Kraft, Mut und Zuversicht!

"Ich bin gekommen, dass sie das Leben und volle Genüge haben sollen." (Johannes 10,11)

Liebe Grüße

Hol dir unbedingt professionelle Hilfe!
Aber ansonsten: Es gibt für alles eine Lösung! Selbstmord ist keine.

Viel Glück :)

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