Depressionen seit mehreren Monaten?

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9 Antworten

Lassen wir mal die Kirche im Dorf: Du leidest unter Motivationslosigkeit und das schon seit einiger Zeit. Das halten wir fest.

Ich würde bei Dir aber tatsächlich noch keine Depression vermuten, da spricht nach den Angaben, die Du gemacht hast, noch nicht wirklich viel für. Eine Depression ist eine Krankheit und Krankheiten diagnostiziert ein Arzt. Wenn Du sicher gehen willst, dann geh einfach zu einem Arzt, aber bitte keine Eigendiagnosen.

Aber es ist doch erstmal völlig egal, was Du hast und woher das kommt, das Ziel sollte ja eher sein, die Symptome zu lindern. Du meinst, es würde Dir helfen, auszuwandern und in einem anderen Land neu anzufangen, verstehe ich das richtig? Wenn Du Dich in Deinem Umfeld unwohl fühlst, kann ich diesen Gedanken auch vollkommen verstehen.

Hast Du schon mal darüber nachgedacht, woran es denn liegt, dass Du Dich in Deinem Umfeld nicht wohl fühlst? Kommst Du mit Deinem Freunden nicht klar, überfordert Dich die Schule oder Deine Eltern? Überlege Dir doch mal in einer ruhigen Minute, was tatsächlich dazu führt oder führte.

Wenn man die Ursache kennt, ist es auch immer leichter, eine Lösung für ein Problem zu finden. Also denke doch mal darüber nach, dann fallen Dir bestimmt auch Lösungen ein. 

Bei familiären Problemen ist es immer ratsam, das Gespräch miteinander zu suchen und sich auszusprechen und damit die Probleme zu beheben. Ist das Problem aber tatsächlich das soziale Umfeld, könnte man sich auch überlegen, sein Umfeld zu ändern, sei es durch ein "Ausmisten" im Freundeskreis, ein Klassenwechsel oder in extremen Fällen ein Umzug.

Ich wünsche Dir alles Gute.

Hey!
Ich bin ein wenig entsetzt, was hier z.T. für Kommentare geschrieben werden. Man merkt an deinem Text, dass es dir nicht gut geht und du verzweifelt bist. Es klingt so, als würde die jetzige Umgebung überhaupt nichts für dich sein - was stört dich denn, das speziell an diese Umgebung gebunden ist?

Ich möchte ein wenig warnen vor solchen Schritten, denn sowas fühlt sich oft wie eine Lösung an und kann sogar kurzfristig eine Besserung bringen. Allerdings, wenn das Problem tiefer liegt, hast du alles hier aufgegeben und hast die gleichen Probleme in deiner neuen Umgebung, was in Kombination noch viel schlimmer werden kann. Es gibt Menschen, die ihr Leben lang auf der Flucht vor ihren Problemen sind, und nie die eigentlichen Probleme anpacken.

Es kann trotzdem gut sein, dass es einfach "nur" die unpassende Umgebung ist und du einen Wechsel brauchst - allerdings würde ich vor so einem radikalen Schritt eine genaue Analyse der Ursachen durchführen und einiges probieren, vor Ort zu verändern. Und genau für diese Aufgaben sind Therapeuten perfekt ausgebildet. Ich habe deine Bedenken, dass eine Therapie nichts bringt, wahrgenommen. Mein Vorschlag wäre, dass du ein paar Termine bei unterschiedlichen Therapeuten machst und einige wenige Stunden (die probatorischen Sitzungen) nutzt, und dein Problem schilderst. Vielleicht wirst du in deinem Vorhaben bestärkt, vielleicht entwickelt ihr auch total die unerwarteten Lösungen, die es dir ermöglichen, trotzdem wieder glücklich zu werden - und auswandern kannst du dann sowieso noch, wann immer du willst.

Alles Gute!

Lieber ilovemysquad,

sprich am besten ehrlich mit deiner Sozialpädagogin. Die Leute hier scheinen alle Psychologie studiert zu haben und genau zu wissen, was mit dir los ist, aber das halte ich für Unsinn.

Erklär der Sozialpädagogin die ganze Situation, also welche Probleme du hast, wie du dich fühlst, wie lang das schon so geht und so weiter. Die hat auch Erfahrung damit und wird dir die richtigen Fragen stellen, wenn du nicht weißt, wie du erzählen sollst. Sie kann dann sicher einschätzen, ob du mal zu einem Arzt gehen solltest.

Dass man sich in der Pubertät in seinem Umfeld nicht wohlfühlt, ist ganz normal. Da mussten wir alle durch, das geht irgendwann vorbei. Hinterfrage vielleicht mal ehrlich, ob du wirklich in deine Heimat willst, oder ob du nur nicht mehr da sein willst, wo du jetzt bist. Vielleicht präsentiert dir dein Gehirn das als die ultimative Lösung, Gehirne sind ein bisschen durchgeknallt. Das kannst du selber am Besten entscheiden.

Du bist noch minderjährig, das mit dem Auswandern wird dann allein ohnehin schwierig. Versuche mal, dein Leben hier besser zu machen. Finde irgendwas, was dich dazu bringt, rauszugehen, finde Leute, die du magst. Vielleicht findest du damit die Stärke, dein Abi zu machen. Es sind nur zwei Jahre, dann kannst du machen, was du willst - aber: du hast einen Schulabschluss in der Tasche, das ist nie verkehrt.

Ich kann mir durchaus vorstellen, dass eine Depression dadurch ausgelöst wird, dass du hier weg willst und nicht kannst. Sei offen gegenüber dem, was dir die Sozialpädagogin rät. Dass du nicht das Gefühl hast, eine Therapie könnte dir helfen, ist bei Depressionen auch normal. Aber sieh es mal so: in einer Therapie kannst du lernen, wie du dein Leben hier so gestaltest, dass es dir besser geht. So lange, bis du auswandern kannst.

Nicht jede flaue Phase und nicht jeder Wunsch nach Veränderung bedeutet sofort, dass man eine Depression hat.

Aber heutzutage ist es wohl in Mode, sich bei jeder Unzufriedenheit sofort eine schwere psychische Störung zu attestieren.

Lieber ilovemysquad,

Ich verstehe dein Problem und finde es schade, dass solch ein junger Mensch unter solchen Problemen leidet. Die Schule abzubrechen ist keine Lösung, da dir auf der Suche nach einem Job das Abitur sehr hilfreich sein wird. Du solltest versuchen, dir Hobbys zu suchen, an denen du Spass hast und die deinen Alltag bereichern. Dies wird dir helfen wieder ins Leben zurückzufinden. Obwohl es albern klingen mag, mach einen Mittagsschlaf. Das gibt dir wirklich viel Energie zurück. Auswandern solltest du erst nachdem du die Schule abgeschlossen hast. Ich hoffe, dass ich dir helfen konnte,

Dein Traktor

Das macht man gerne, wenn man sich  nicht wohl fühlt, davon zu träumen: wenn ich woanders wäre, dann ginge es mir besser.

Das Dumme ist nur, dass man sich selbst aber mitnimmt. Und ganz oft merkt man nach kurzer Zeit: ich bin immer noch die/der, die ich zurücklassen wollte. Das Wetter ist besser, die Umgebung ist schöner, aber geändert hat sich eigentlich nichts. MIr geht es wieder bescheiden.

Geh man dahin

www.jugendberatung.de

Finde es schon beinahe lächerlich wie jeder, der mal eine schlechte Phase hat behauptet depressiv zu sein.
Du kannst im Internet so viel darüber lesen wie du willst, ob du Depressionen hast kann dir nur ein Arzt sagen und NIEMAND anderes auch nicht du ;)

ilovemysquad 30.06.2017, 09:19

Vielleicht kann ich nicht sagen ob ich depressiv bin aber du kannst mir genauso wenig sagen das ich es nicht bin !

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Dahika 30.06.2017, 14:13
@QueenOfFragen

Das ist letzten Endes ja auch egal, welchen Namen das Kind hat. Pubertät, Depression, Heimweh...egal. Dem/der FragestellerIn geht es schlecht. Aber ich glaube halt nicht, dass durch eine Auswanderung das groß anders wird. Wie gesagt: man nimmt sich selbst immer mit.

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Du solltest in eine Klinik gehen, die werden dir sicher helfen auch wenn du es jetzt nicht so siehst. Ich komme auch bald in eine Klinik, wenn du magst kannst du mir ja mal schreiben.

Wenn du der Meinung bist, dass mit dem auswandern alles wieder ok ist und die Depression weg ist, dann war und ist das keine Depression. Mit deiner Behauptung ziehst du wirklich Betroffene einfach nur in den Dreck.

ilovemysquad 30.06.2017, 08:37

a ok kennst mich wohl besser als ich es selber tue :D

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ilovemysquad 30.06.2017, 08:39
@LittleMistery

Hör mal zu es gibt sehr viele Arten von Depressionen und nur weil ich nicht von der Brücke gesprungen bin heißt es nicht das ich nicht depressiv bin 

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