Depressionen mit 17 Jahren Warum?

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5 Antworten

OK. Ich gebe mir jetzt mal Mühe.... Ich habe auch eine Depression gehabt. Und ich hätte sie schneller losgeworden, wenn ich therapeutische Hilfe angenommen hätte, ABER ich habe es auch "alleine" geschafft. Ich habe viele Jahre mit genau diesen Symptomen "gelebt". Ich weiß nicht. Ich kann es nicht leben nennen. Es waren verlorene Jahre (auch wenn man aus JEDER Erfahrung was gutes mitnehmen kann, das hab ich gelernt) Ich über lege gerade...
Mein erster schritt in die richtige Richtung war, mich zu fragen: "wieso?" Wieso bist du depressiv? Du musst es wissen, weil sonst ist es eine Jagd ins leere. Setzte dich hin und schreibe ALLES auf, was dich belastet und was passiert ist, was dich noch immer nicht losgelassen hat. Schreibe es auf und versuche zu fühlen. Ich war auch total leer innen drinnen. Ich konnte nichts mehr richtig spüren. Da war keine energie mehr. Nichts. Aber versuche es wenigstens. Ich musste in dieser Zeit erst wieder zu mir finden, bevor ich mich den Problemen gestellt habe. Und dann erzähl ich dir von einem Wundermittel und ich kann es nur jedem raten: reden. Es klingt simpel, aber war eines der ausschlaggebensten Dinge die ich in die Richtung gemacht habe. Jetzt wo du weißt, was dich belastet, musst du darüber reden. Niemand zwingt dich gleich mit so heftigen Problemen auseinanderzusetzen. Das hab ich auch nicht. Da war ein Mädchen. Ich kannte sie nicht lange, aber ich kannte niemand sehr lange. Ich habe erst über oberflächliche Dinge mit ihr geredet und gemerkt, dass sie auf meiner Wellenlänge war. Und mit jedem Monat haben wir uns mehr und mehr vertraut. Ich habe ihr immer mehr erzählt ind sie mir. Und mit jedem Monat und jedem Gespräch viel die last von mir ab. Ich habe ES jemand ANDEREM anvertraut!!! Es war nicht nur iwas in mir drinnen. Ein unbestimmtes etwas. Es war jetzt etwas, was ich klarer sehen konnte, etwas wo von auch jemand anderes wusste und wir haben darüber geredet und es wurde besser. Erträglicher. Ja, iwann kam es mir vor, als würde ich es sogar lösen können. Damit lernen umzugehen. Und ich habe gelernt. Jetzt 2 ½ h später bin ich nicht nur ich. Ich bin mehr. Ich bin gestärkter als davor und iwie anders als andere in meinem alter (15) Ich bin nämlich nicht so Mitläufermäßig wie andere Schüler. Denn ich habe gelernt, dass ich mich lieben kann. Wichtig waren: Reden, reden, reden + Diese vielen kleinen Momente, in denen ich es gewagt habe weiter zu gehen. Das waren z.B. der Moment, wo ich zum 1. Mal was persönliches von mir preis gegeben habe. Oder der 1. Mal wo ich laut einen Witz gemacht habe. Wenn du vor so einer Situation stehst, fühlt essich an, als wwürdest du vor einer kleinen Mauer stehen. Überwindbar, aber mühsam. Und wenn du vor so einer Mauer stehst, steig rüber!!! Denn lauter solchegeschaffte mauern, lassen dich auch größere Mauern in Zukunft schaffen. In liebe, gorgeos111

ablenken Sport machen zocken oder so!ich mache grade auch eine sehr schwere zeit durch.ich kann mich aufeinmal auf keinen meiner freunde mehr verlassen und meine freundin wurde mir ausgespannt aber das ist jetzt unwichtig!geh einfach mal raus treffe neue leute und mädchen :D dann wirds dir auch wd besser gehen!

Nach der ICD-10 (mir liegt eine Tabelle aus dem Jahre 2000 vor) sind das natürlich alles Symptome , die in ihrer Summe auf eine schwere depressive Episode hindeuten. Jetzt ist es ja so , dass die Symptome seit 4 Jahren dein Leben einschränken, weswegen ich davon ausgehe , dass du unter einer chronischen Form der Depression leidest, wo möglicherweise immer mal wieder depressive Episoden (die nach einem bestimmten Symptommuster diagnostiziert wird) ausbrechen. Ich rate dir einfach :probiers mit Tiefenpsychologie, wenn du schon als Kind gelitten hast.

Auch die Symptome die du im Volksschulalter hattest , deuten auf eine depressive Verstimmung im Kindesalter hin.

Wenn du das nicht therapierst , dann wirst du evtl. gar nicht mehr gesund. Und du willst ja gesund werden.

Wenn nötig wird man dir auch Antidepressiva verschreiben (weiß nicht wie du dazu stehst) aber das kann so nicht weitergehen , such dir wenigstens einen Therapeuten , der dir bei der Suche hilft. Manches liegt noch vergraben in deinem Kopf,er/sie wird dir beim suchen helfen.

Nach dem Winterurlaub ganz dringend eine Therapie anfangen, oder in die Klinik.

wie bist du die Phagophobie los geworden?

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