Depressionen heilen? Wie? Gut verträgliche Medikamente?

7 Antworten

Wenn die Depression sehr frueh diagnosziert wird besteht eine grosse Moglichkeit, dass sie geheilt werden kann. Aber es gibrt auch Depressionen, die schleppt man die ganze Zeit mit sich. Man bekommt dann immer wieder einmal Phasen, in denen man depressiv wird. Diese Phasen dauern dann so 4 bis 6 Wochen, wenn man dann ein Antidepressiva nimmt. Sonst, wenn man kein Antidepressiva einnimmt oder nicht das richtige Medikament einnimmt koennen diese Phasen auch laenger dauern. Ich spreche da jetzt aus Erfahrung. Mit meinen von einem deutschen Facharzt verschriebenen Medikamenten habe ich nur 4 bis 6 Wochen Depressionen. Weil ich ausgewandert bin, habe ich hier einen Facharzt aufgesucht, der gab mir die hier ueblichen Medikamente und nach 2 Monaten war die Depression noch nicht zu Ende. Die Antidepressiva helfen sehr gut, sie muessen dann aber regelmaessig eingenommen werden und auch 6 Monate nach einer Depressionsphase. Am Anfang treten Nebenwirkungen auf, wie viel Muedigkeit und man kann auch nicht mehr scharf sehen. Aber das laesst mit der Zeit nach. Mein Arzt in Deutschland hat mir Johanniskraut fuer den Tag und ein Antideppresivum verschrieben. Wenn man depressiv wird oder ist fehlt ein ganz bestimmter Botenstoff im Gerhirn, das Serotonin. Das Serotonin wird mit diesem Medikament erhoeht. Man braucht nicht unbedingt in eine Klinik stationaer aufgenommen zu werden. Es kann auch ambulant behandelt werden. Dazu muss deine Schwester dann eine Therapie machen, d.h. sie muss 20 bis 25 mal zu dem Therapeuten. Die Therapiestunde dauert dann jeweils 45 Minuten. Die Therapie muss vorher von der Krankenkasse genehmigt werden. Man kann einiges in Selbsthilfe machen, z.B. Autogenes Training, spazieren gehen an der frischen Luft, Sport treiben, Yoga, in eine Selbsthilfegruppe gehen, Ob eine Depression ganz geheilt werden kann weiss ich nicht, es kann durchaus moeglich sein. Ich habe aber schon seit 1993 Depressionen und habe sie auch heute noch, obwohl ich keine Arbeit mehr habe, mich scheiden habe lassen, wieder geheiiratet habe und ausgewandert bin und mein Leben vollkommen geaendert habe. Aber man sollte die Hoffnung nicht aufgegen. Ich habe auch mindestens 4 Therapien gemacht und war 10 jahrelang bei einem sehr guten Facharzt in Behandlung. Er hat mir in vielen Dingen geholfen, dass ich ein besseres Leben fuehre. Ich wuensche deiner Schwester alles Gute und ich bin sicher, dass sie bald wieder ohne Depressionen ist.

Ob eine Depression vollständig geheilt werden kann, hängt von vielen Faktoren ab. Als erstes natürlich vom Patienten, dann aber auch vom Therapeuten, von der Art der Therapie und letzten Endes auch vom persönlichen Umfeld des Patienten. Behandelt wird oft mit Antidepressiva, also Medikamenten (meist Tabletten), die die Stimmung aufhellen sollen und dafür sorgen, dass der Patient wieder mehr Motivation erhält, aktiv etwas zu tun. Ergänzend dazu kann man oft eine Art Beschäftigungstherapie machen (z.B. Ergotherapie). Ambulante Therapien sind grundsätzlich möglich, das hängt aber vom Schweregad der Depression ab.

Wenn deiner Schwester ihre Diagnose bekommen hat, solltest du auf jeden Fall mit der Therapeutin über die Therapiemöglichkeiten sprechen, sie kann dir sicher am besten sagen, was deiner Schwester am ehesten helfen wird.

Alles Gute!

12

dankeschön :)

0

ja kann man heilen, durch gespräche therapien und medikamenten,es ist ambulant möglich je nachdem wie schwer die depression ist und wie schlecht es ihr geht, die medikament können nebenwirkungen haben aber da wird ihr der arzt schon helfen informieren und anitdepressiva machen nicht abhängig!!! Der Heilungsprozess ist abhängig vom betroffenen und wie es ihm geht, bei depressionen kann sich die person schlecht selbst helfen und wenn du jemanden zumr reden brauchst kannst du mir jederzeit schreiben ich leide selbst unter depression und bin in behandlung alles gute und viel glück lg Stefan

Ich kann nicht über Probleme reden sondern nur schreiben?

Hey

Erstmal ein paar Infos zu mir: Ich heiße Lilli, bin 17Jahre und habe schon seit einigen Jahren Probleme. Ich habe Depressionen, eine Essstörung und soziale Phobie, in letzter Zeit Suizidgedanken. Ich war von letztem Januar bis Oktober ambulant in Therapie, dann 15Wochen in einer Klinik und jetzt (ich bin seit ca.4Wochen wieder zuhause) wieder bei meiner ambulanten Therapeutin. Mein Problem momentan ist, dass ich mit absolut niemandem über meine Probleme sprechen kann. Ich kann einfach nicht reden. ...Ich vertraue meiner Therapeutin, könnte ihr meine Lebensgeschichte aufschreiben, aber ich kann es einfach nicht vor ihr aussprechen. Bei Freunden ist das genauso, wie mit einer Lehrerin, der ich vertraue und die meine Probleme kennt. Ich schreibe allen über meine Probleme, aber ich rede nicht. Vor der Klinik konnte ich noch gut mit meiner Therapeutin sprechen, viel gesagt habe ich zwar noch nie, aber wenigstems konnte ich etwas sagen... Momentan besteht eine Therapiestunde eigentlich nur aus "Hallo, Tschüß" und drei vier anderen Worten. Ich weiß nicht, was genau mich am Reden hindert, aber ich komme nicht dagegen an... Ich schreibe jetzt ein Tagebuch für meine Therapeutin, das sie sich durchlesen kann. Aber sie meint, sie kann mir nicht helfen mit meinen Depressionen, Suizidgedanken usw, wenn ich nicht rede.... Ich verstehe das ja, aber ich schaffe es nicht.... Ich habe Angst, dass sie irgendwann sagt, dass sie mir nicht mehr helfen kann und ich alleine dastehe.... Weiß vllt jemand, was ich noch machen kann?

Ps.Ich schaffe es auch nicht, meiner Therapeutin in die Augen zu schauen, das schaffe ich bei anderen Personen besser. Aber vllt liegt das auch daran, dass ich die ganze Therapiestunde durchgängig weine....

...zur Frage

Verzweifelt, mit Lehrer reden oder keine gute Idee?

Ich habe seit vor dem Kindergarten schon eine Angststörung. Dazu kamen mit (ungefähr) 13 Jahren Depressionen dazu. Anfangs dachte ich, dass das nur eine Phase ist und vorüber gehen wird. Nun bin ich 19, habe sehr viele, unter anderem auch tiefe Narben vom Selbstverletzen und manche es gelegentlich immer noch. Erst mit 17 habe ich eingesehen(leider erst sehr spät, ich weiß) dass ich Hilfe annehmen muss. War mit 18 dann in einer geschlossenen(bin 19), habe kurzfristig mein Abitur abgebrochen deswegen. Nun war ich 5 Wochen in einer normalen klink, also offene Station. Aber die konnten mit nicht helfen, nur mit Medikamenten. Meine Therapeutin, wie auch andere teraupeuten davor, konnten mir nicht helfen. Nun warte ich schon sehr lange auf einen Therapieplatz, den ich wahrscheinlich  erst im Frühjahr bekommen werde. Nun gehe ich wieder auf das Gymnasium (ein Internat) und falle wieder in alte Muster zurück. Habe Angst, dass ich mich nicht kontrollieren kann, und mir größeres antue. Was soll ich tun? Habe niemanden mit dem ich reden kann. Freunde wären überfordert. Soll ich mich an Lerher  wenden?   Muss dringen mit jemanden reden, das allein würde mir schon eine Menge helfen. Was sagt ihr? Was würdet ihr tun? Ps: zu meinen Eltern habe ich keinen so guten Draht..-Danke

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?