Depressionen, eine Trend-Krankheit?

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14 Antworten

Schwierige Frage und auch gewagte Unterstellung. Berechtigt oder nicht? Keine Ahnung. Depressionen und Selbstmordgedanke.. für mich gehen sie nicht unbedingt einher. Klar einige der Depressiven haben Selbstmordgedanken, aber noch lange nicht alle. Als einen "Trend" würde ich es nicht unbedingt bezeichnen. Auch mir ist aufgefallen, dass immer mehr Leute heutzutage unter Depressionen leiden. Meist in Kombination mit Zukunftsängsten, da die jungen Leute immer mehr das Gefühl haben etwas erreichen zu müssen oder gleich nach dem Abi zu wissen was sie werden wollen. Das stürzt viele dann in ein tiefes Loch. Ebenso die Werbeindustrie, welche junge Menschen den Anschein erwecken lässt, perfekt sein zu müssen. Dass alles und noch vieles mehr sorgt für immer mehr Menschen die sagen wir mal im Kopf krank werden. Selbst viele der Therapeuten haben mir bestätigt, dass immer mehr Leute in die Praxen stürmen und es mittlerweile nahezu unmöglich ist noch eine freien Platz zu "ergattern". Was viele aber denke ich falsche machen ist - wie du auch erwähnt hast - gleich zu sagen, sie hätten Depressionen. Denn hier geht es meiner Meinung nach um die Definition des ganzen. Denn Zukunftsängste sind nicht gleich Depressionen, genauso wie eine Dysmo. In den meisten Fällen würde ich dann eher von einer depressiven Verstimmung sprechen. Wenn dann jemand sagt es kommt von einem Tag auf den anderen, dann ähmm ... hat er defintiv keine Depressionen und redet Unsinn. Dass ganze ist eher ein schleichender Prozess der meist auf Grund von anderen Psychischen Erkrankungen entsteht und den es wie auch bei mir nach einigen Jährchen "on top" gab :/ 

Nur die die wirklich Depressionen haben sind auch bei einem Therapeuten oder werden dort irgendwann mal auflaufen ( ohne werden zu höchstwahrscheinlich nicht weggehen). Denn ein Therapeut wird die so genannte "Trend Depression" sofort erkennen und ihm auch keinen Platz geben.  

Zum Thema unterschätzen von Depressionen.. wie bereits erwähnt leide ich selbst seit 8 Jahren ( bin 20) an Depression, Selbstzweifel, Selbsthass etc. und habe meiner besten vor kurzen erst davon erzählt. Ihre erste Antwort war : "achso das ist ja nicht so schlimm.. also denke ich". Ich mache dir deswegen keinen Vorwurf, weil es auch einfach schwer ist für unbetroffene nachvollziehen zu können, wie sowas ist. Mir selbst ist es eher unangenehm und ich schäme mich auch wenig dafür und denke ich bin nicht die einzige, die damit unbedingt hausieren möchte. 

Okey, wie ich das so lese.. keine Ahnung ob das jetzt hilfreich war.. 

Joa :D

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Es gibt sicherlich Depressionen die nur ausgedacht sind und Leute die es sich einreden, da sie selbst etwas mehr Aufmerksamkeit wollen... Aber bei vielen, wie zb auch bei mir ist es eine ernste Sache... Dann ist es auch oft von einem Arzt bestätigt und zeigt die gleichen Symptome. Du bist 13 und hattest zum Glück noch nie solche Probleme, ich hab genauso wie du gedacht als ich 12-13 war... Aber dann kam eben bei mir die Depression und alles war anders... Man versteht auf einmal auch die anderen. Wenn man nie eine Depression hatte, ist es fast unmöglich es zu verstehen. Da kannst du auch garnichts dafür, es geht kaum jemand anders. Nichtmal wenn man E Studiert hat kann man das wirklich verstehen, wenn man es nie hatte. Der Körper macht da echt konische Sachen mit einem... Ich hoffe ich konnte dir damit ein wenig weiter helfen, LG Robin

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Klar ist deine Frage berechtigt aber du darfst nicht vergessen dass es Leute gibt denen es wirklich so geht oder ging. Ich kann aus Erfahrung reden ich bin zwar auch gerade mal 13 Jahre und hatte sehr starke Depressionen unter anderem auch Suizidgedanken. Mittlerweile bin ich drüber hinweg gekommen aber muss dennoch noch oft an diese Zeit denken. 

Das erste Mal als ich mit sowas in Kontakt gekommen war, war als meine Freundin (1Jahr älter) Symptome von Depressionen aufwies. Zu dieser Zeit wusste ich noch nicht mal wo von sie da sprach. 

Doch genau ein Jahr später zur selben Zeit kam das ganze aus dem Nichts. Zuerst machte ich mir Gedanken über die verschiedensten tödlichen Krankheiten. Das Ganze ging soweit, dass ich Stiche am Herz mir einbildete und Schnappatmung bekam. Ich habe es an meinem eigenen Körper gespürt wie schlecht es einem bei sowas geht. Aber das Alles nahm bei mir kein Ende. Trotz Therapie wurde es immer schlimmer, bis hin zu Selbstmordgedanken. Doch meine Gründe waren nicht meine Familie, denn die stand während dieser schweren Zeit immer hinter mir, sondern es war meine Psyche und meine große Ängstlichkeit die mich immer mehr in den Wahnsinn trieb. Doch ich wollte nicht dass sich jemand Sorgen machte um mich oder mich bemitleiden würde oder so. Ich behielt alles für mich und sagte es nur meiner engsten Freundin und meinen Eltern eben.

Deshalb urteile nicht so schnell, denn es gibt Menschen denen es wirklich nicht gut geht wegen so etwas. 

Naja auf jeden Fall kennst du jetzt auch meine Geschichte und weißt, dass es vielen Leuten wirklich schlecht geht und sie nichts täuschen.

LG Franka(13) :)

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Kommentar von Adrian593
16.12.2015, 20:49

Du hast wohl, wie viele hier, nicht wirklich verstanden, was ich geschrieben habe:D ( liegt vielleicht an mit:) Natürlich weiss ich, dass es Leute gibt, die schwere Depressionen haben und denen es sehr schlecht gibt, keine Frage! Aber ich denke es gibt auch Leute, die sich nur einbliden, depressiv zu sein! Daher der Begriff "Trend-Krankheit". LG

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Es gibt sicher viele,die sich Krankheiten einbilden.Aber Depressionen hat es schon immer gegeben.Es wird nur heute öfter drüber gesprochen,da es auch Promis erwischt,wie zum Beispiel den Fussballer Robert Engke.Dadurch ist die Krankheit mehr in die Öffentlichkeit gerückt.Aber einfach nur man traurig sein,ist nicht gleich eine Depression.

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Natürlich kann man sich einbilden Depressionen zu haben, die hat jeder mal davon spricht man aber von einer kleinen Depression. Eine richtige Depression dauert meist über Jahre hinweg. Ich selbst seit 4 Jahren betroffen und auch ärztlich anerkannt. Aber die meisten denken weil sie unzufrieden sind das sie von Depressionen betroffen sind. Aber da gehört einiges mehr dazu: schlafstörungen, ständige müdigkeit, zb schulische Leistungen gehen in den Keller, unzufriedenheit vor allem mit sich selbst. (Man hasst nichts mehr als sich selbst), ständige traurigkeit, Appetitlosigkeit oder auch heisshunger. Und noch einiges mehr. Meiner Meinung nach ist es keine modekrankheit. Wer wirklich denkt er seit depressiv soll zum arzt sich untersuchen lassen.

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Du hast da schon nicht unrecht. Heutzutage googelt man seine Symptom und denkt dann schnell eine Krankheit zu haben die man gar nicht hat. Grade bei Depressionen sind die Symptome sehr stark ausgeprägt und das wird einfach unterschätzt. Und ein paar meinen dann vielleicht auch, dass sie durch die angeblichen Depressionen mehr Aufmerksamkeit bekommen. Allerdings sollte man dabei beachten, wie hilflos diese Menschen doch sind, dass sie meinen eine Krankheit haben zu müssen um überhaupt noch Aufmerksamkeit zu bekommen. Aber man muss auch ganz klar sagen, dass es immer mehr Menschen mit diagnostizierten Depressionen gibt. Und meiner Meinung nach liegt das alles an der heutigen Gesellschaft. Oft arbeiten beide Eltern und haben kaum noch Zeit für ihre Kinder. Diese kommen dann in die Pubertät und da spielen die Hormone verrückt und man wird mit neuen Situationen konfrontiert. Wenn die Kinder dann nicht lernen, wie sie mit Stress oder starken Emotionen richtig umgehen, sondern alles nur in sich reinfressen kann es schnell zu Depressionen kommen. Auch in Erwachsenenalter gibt es immer mehr Situationen, die der Psyche schaden. Zum Beispiel wird von Mitarbeitern immer mehr Arbeit erwartet so, dass es im extrem Fall zum Burnout kommt. Des weiteren wird alles auch teurer und man muss tatsächlich immer mehr arbeiten um alles noch finanzieren zu können. Und falls man dann trotz harter Arbeit merkt, dass das Geld doch nicht reicht ist es natürlich sehr frustrierend. In dem Sinne kann man also sagen, dass es tatsächlich immer mehr Fälle von Depressionen gibt, aber der Großteil davon ist begründet

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Nein ist ne Krankheit!!!! Leute die sowas behaupten hatten noch NIE richtige Depressionen...ich hatte 8 Jahre lang schwere Depressionen..es ist eine ganz ganz ganz ganz schlimme krankheit..man kann es gesunden menschen garnich wirklich erklaeren wie schlimm es ist..ich wuensch es nich mal meinem schlimmsten feind...ich wuerds so erklaeren: man entfernt euch beide beine und sagt dann "los, lauf jetzt", aber es geht nicht..es ist unmöglich zu laufen.

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Kommentar von Adrian593
16.12.2015, 17:20

Du verstehst da etwas falsch, ich habe nie behauptet, dass Depressionen keine Krankheit ist! Ich weiß, dass es Leute gibt, die schwet depressiv sind und denen es sehr schlecht geht! Ich wollte nur wissen, ob, dadurch dass es heute so viele Depressive gibt, es eine Trend Krankheit ist und nur noch die wenigsten tatsächlich richtig depressiv sind. Grundsätzlich kann ja jeder von sich behaupten, dass er depressiv ist.

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Das liegt zum einen daran, dass viele, ich sag jetzt bewusst "Kinder" nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die sie haben möchten und sie deshalb auf Plattformen wie diese hier suchen. Manche sind auch nur Trittbrettfahrer und wollen auch ähnlich "cool" oder "verwegen" wirken.

Viele unterschätzen das Wort "Depression" einfach und meinen, sie seien es, wenn sie mal 3-4 Tage schlechte Laune haben. Es ist genauso, wie wenn ein 13-jähriger (nichts gegen dich ^^)  von Liebe spricht.

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Ich leide wirklich an Depressionen seit 2-3!Jahren mal mehr mal weniger (bin 14 Jahre) und ich kann dir sagen ja manche wollen wirklich nur Aufmerksamkeit, jedoch nicht alle ich habe mit noch NIEMANDEN darüber gesprochen was wahrscheinlich auch zu meinen Depressionen beiträgt.. Naja jedenfalls wollte ich damit sagen bitte steckt nicht alle 12-16 Jährigen depressiven in die gleiche Schublade manche schreiben so Sachen auch ins internet, weil sie im "realen" Leben niemanden zum Reden haben...

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Jeder Mensch verfällt in seinem Leben ca. 4-5 mal in eine kleine, oder eben große, Depression. Kleine Depressionen sind dabei kaum wahrzunehmen. Psychologen vermuten, dass es in einem Land wie Deutschland, indem man sich kaum sorgen um Essen und Medizin machen muss, häufiger zu solchen Erkrankungen kommt. Eben weil der Mensch nie zufrieden ist. Stress, welcher heutzutage vermehrt aufkommt, ist nur einer der Gründe. 
Deine Abwehrspannung.

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Grundsätzlich kann eine Depression nicht berechtigt oder unberechtigt sein. Es ist eine Krankheit, jeder kann depressiv werden, egal ob es ihm mehr oder weniger schlecht geht. Ich habe mich viel mit Depressionen beschäftigt und viele Dokus und Filme darüber gesehen. Ich bin selbst seit mehreren Jahren depressiv.

Es gibt sehr viele Leute, die nicht wirklich depressiv sind und sich das nur einreden, oder die nur einen schlechten Tag/ eine schlechte Zeit haben.

Ja, Depression ist eine Modekrankheit, oder besser gesagt eine Krankheit, deren Häufigkeit oder zumindest die Häufigkeit einer Diagnoszitierten Depression stark zunimmt. Meiner Meinung nach liegt das vor allem an der Industriealisierung und dem immer mehr wachsenden Druck auf jeden einzelnen Menschen.

Ich glaube, das Depression ein immer größer werdendes Problem ist, aber ich wüsste nicht, wie man ihr vorbeugen könnte.

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Das Umfeld beeinflusst IMMER, wie man sich entwickelt. Kannst den Fehler also in unserer Gesellschaft suchen...

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Bei so gut wie allen, die sich das selbst diagnostiziert haben, ist das mit Sicherheit nur Trend. Diejenigen, die eine Diagnose vom Arzt bekommen haben, sind größtenteils tatsächlich krank.

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Kommentar von jessismile69
17.12.2015, 20:55

Ich wurde auch nicht vom Arzt diagnostiziert aber mir geht es schon seit mindestens 2-3 Jahren so richtig schlecht willst du mir jetzt etwa unterstellen dass das nur aus trend so ist? Ich traue mich einfach nicht mit jemanden darüber zu reden und bin deshalb halt auch nicht zum Arzt gegangen

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Das ist bei den meisten ganz sicher keine Trend Krankheit, sondern nur das Ergebnis einer rein leistungsorientierten Gesellschaft.

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